Sonntag, 20. Februar 2022

Trauboth, Jörg H.: Bonjour, Saint - Ex!

Lange Zeit verband ich wie viele den Namen Antoine de Saint - Exupéry nur mit seinem bekanntesten Buch, weltweit bekannt ist Der kleine Prinz. Es war ja nicht einmal das Buch, es war die Doppel-Langspielplatte eines bekannten Liedermachers, die mich dann zum Buch brachte, um die Geschichten vom Fuchs, der Rose, der Schlange und des Weichenstellers hörend zu lesen.

Später, im Jahre 1998 lasen wir die Meldung, dass ein Fischer im Netz das Armband des dichtenden Fliegers gefunden hatte und weitere zwei Jahre später wird das Flugzeug identifiziert. 

Während Anne Parden auf unserem Blog bereits 2014 Le Petit Prince besprach, kam ich erst im Jahr 2019 mit dieser „patagonischen“ Geschichte und einer Filmbesprechung wieder darauf zurück und las sofort und endlich einen Roman von ihm, der natürlich in Südamerika spielte, NACHTFLUG heißt das Buch, in dem der Flieger Fabien seinen letzten Flug absolviert. Nicht umsonst zieren Blitze das Cover des Buches. 


Plötzlich darf ich mit Jörg H. Trauboth „Bonjour!“ sagen, „Bonjour, Saint – Ex“ und bin wieder dran, gemeinsam mit anderen Leserinnen und Lesern auf Lovelybooks in einer Leserunde.


Donnerstag, 17. Februar 2022

Schroeder, Bernd: Fast am Ende der Welt

Zwei Männer, ein Traum: Zwischen dem eigenbrötlerischen Josef und Attila, dem einstigen Liebling der Münchner Schickeria, liegen Welten. Und doch teilen sie die Sehnsucht nach dem Ausstieg aus dem großstädtischen Trott, nach einem autarken Leben irgendwo im Nirgendwo auf dem bayerischen Land. Ein Plan für den Rest unseres Lebens, denken Attila und Josef in ihrer Begeisterung. Bernd Schroeder erzählt von zwei fast zufälligen Weggefährten, die ihr Paradies auf einem halbverfallenen Aussiedlerhof suchen – und streift dabei federleicht die großen Themen der Menschheit: Freundschaft, Familie, Liebe, Alter und Tod. 
(Klappentext)










  • Herausgeber ‏ : ‎ Volk Verlag; 1. Edition (15. September 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 224 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3862223892
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3862223893




Ein weiteres Mal lockte eine Leserunde bei Lovelybooks - manche Bücher springen mich geradezu an. Nicht immer bewahrheitete sich ein erster Eindruck, oft genug aber schon. So auch hier. Dieser leise Roman um eine Männerfreundschaft und späte Lebensträume ist unterhaltsam, lakonisch und doch an den richtigen Stellen emotional... Mehr dazu könnt Ihr hier erfahren:


Mittwoch, 16. Februar 2022

von Rönne, Ronja: Ende in Sicht

Hella, 69, will sterben. In der Schweiz, in einem Krankenhaus. Also macht sie sich auf den Weg. Diese letzte Fahrt wird ihr alter Passat schon noch schaffen. Doch kaum auf der Autobahn, fällt etwas Schweres auf die Motorhaube ihres Wagens. Juli, 15, wollte sich von der Autobahnbrücke in den Tod stürzen. Jetzt ist sie nur leicht verletzt – und steigt zu Hella ins Auto. Zwei Frauen mit dem Wunsch zu sterben – doch wollen sie zusammen noch, was ihnen einzeln als letzte Möglichkeit erschien? Tieftraurig, elegant und lakonisch erzählt Ronja von Rönne von zwei Frauen, denen der Tod als letzter Ausweg erscheint: ein unvorhersehbares, dramatisches, unangemessen komisches Lesevergnügen.
(Klappentext)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 4. Edition (12. Januar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 256 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423282916
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423282918
 
 
 
 
 
Eine Leserunde bei Lovelybooks lockte - da konnte ich angesichts des Klappentextes einfach nicht nein sagen. Die Leserunde war dann auch in der Tat sehr interessant, denn dieser Roman von Ronja von Rönne entpuppte sich als polarisierend. Dementsprechend unterschiedlich waren die Meinungen zum Buch, die Interpretationen des Gelesenen und die Wertungen. Wie der Roman bei mir ankam? Lest selbst:

Montag, 14. Februar 2022

Rutsch, Hans-Dieter: DER WANDERER. Das Leben des Theodor Fontane


Die Fontane-Biografie von Hans-Dieter Rutsch ist zum 200. Geburtstag des Dichters erschienen. Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin / Brandenburg als Sohn französischer Emigranten geboren. Seine Eltern, Louis Henry Fontane und Emilie Labry, entstammten beide Hugenottenfamilien. Der Vater kämpfte als Freiwilliger im Krieg gegen die französische Besetzung Preußens durch die Truppen Napoleon Bonapartes. 

Sein Sohn Theodor stand 1848 in Berlin auf den Barrikaden der Revolution von 1848, die zur berühmten Versammlung in der Frankfurter Paulskirche führte, wo die Fundamente für eine deutsche Verfassung gelegt wurden, die unser Grundgesetz heute noch bestimmen. Der junge Fontane war mithin durchaus auch ein politischer Mensch, der für seine Ideale einstand.

Wer aber war dieser Theodor Fontane, der als französisch-stämmiger Sohn eines erfolglosen Apothekers einer der größten Schriftsteller und Journalist der Moderne wurde und bereits zu Lebzeiten ironischerweise (wenn man die damalige "Erbfeindschaft" zwischen Frankreich und Deutschland berücksichtigt) zu  d e m  Dichter des alten Preußen aufstieg?

Samstag, 12. Februar 2022

Sackers-Böhm, Sylvia: Zwei x Medizin - Geschichten



Bisher fiel der Ruhrkrimiverlag „nur“ auf, durch die Romane um eine gewisse Olga Paschke und einen gewissen Hugo Koslowsky. Im weiteren hat der Verlag die Märchenmordreihe fortgesetzt, die, herausgegeben von Andreas M. Sturm, mörderische Märchen neu erzählt. Weitere Geschichten wurden im Band Winnetou und die Frau in Weiß herausgegeben. Mit den Ruhrkrimis (Bochum 1 bis 3, beginnend allerdings mit den Mauerzwillingen) begann einst der Verlag von Uwe Wittenfeld, der das Verlagsangebot nicht nur um Krimis und schnurrig/schrullige Erzählungen einer ganzen Reihe von Autoren erweiterte, sondern nun auch um ganz aktuelle Medizingeschichten. 

Mittwoch, 9. Februar 2022

Schlamassel um ein Buch...

 ... welches ich nicht lesen werde.

Wir schreiben über Bücher. Manche hören wir, andere lesen wir ohne zu blättern, meistens sind es Druckwerke. Über ein Buch zu schreiben, das man vermutlich gar nicht erst anfassen wird und das auch erst am 22. März 2022 auf deutsch erscheint ist eher ungewöhnlich.

In der Nr. 5 des Jahres 2022 druckt der SPIEGEL einen Artikel von Arno Frank ab, der mit „Ein entsetzlicher Schlamassel“ überschrieben ist. Das Wort entstammt dem Jiddischen, was im doppelten Sinne bezeichnend ist. Am 22. März 2022 erscheint ein Buch einer Rosemary Sullivan, welches auf den Ermittlungen eine interdisziplinären Teams, zu dem auch ein ehemaliger FBI-Ermittler gehört, basiert. Ein sogenanntes Cold Case Team, eines für kalte Fälle.


Ziel war es, unter den Stichworten „FBI“, „künstliche Intelligenz“ und „Anne Frank“ zu ermitteln, wer daran Schuld war, dass die Familie Frank plötzlich in der Prinsengracht in Amsterdam aufgespürt und deportiert wurde. Das Buch trägt den Titel Der Verrat an Anne Frank - Ermittlung eines Kalten Falls (Rosemary Sullivan) und darin wird auch ein Ergebnis präsentiert: Mit einer fünfundachtzigprozentigen Sicherheit könnte es Arnold van der Bergh – Notar – Jude gewesen sein. Van der Bergh war Mitglied im Amsterdamer Judenrat, einem Gremium, welches die Nazis zur „Selbstverwaltung“ der Juden in Amsterdam eingesetzt hatten. Besaß der Judenrat Listen über versteckte jüdische Familien? Dessen ehemalige Sekretärin, Mirjam Bolle, 104, Jerusalem, sagt „Nein!“. Eine berüchtigte Verräterin, eine Judenjägerin namens namens ans van Dijk, war gerade nicht in der Stadt. Onkel Nol, so wird der ehemalige Notar von seiner Nichte Elise Tak genannt, sei aber selbst schon untergetaucht, außerdem hat van der Bergh ihre Mutter und ihre Tante gerettet. Sieht das nach Verrat aus? Nun sei „das Stereotyp des jüdischen Verräters wieder in der Welt... es wird beitragen zum Judenhass über all auf der Welt“. [1]

Dienstag, 8. Februar 2022

Riley, Lucinda: Die sieben Schwestern

Vor kurzem erst erschien hier auf dem Blog eine Buchbesprechung zur Mondschwester. Dieser Roman führte fast zwangsläufig zu einer Buchreihe, die nun durch die Familie gereicht wird, wobei Print- und Hörbücher, Hardcover und Taschenbücher gleichermaßen genutzt werden. Wir folgen insgesamt sieben Schwestern, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft machen, denn alle wurden einst adoptiert. Genauer gesagt, sind es vorerst sechs, denn die Siebente scheint verschwunden oder verschollen zu sein.

Es treffen sich also sechs Frauen am Genfer See, deren Vater soeben verstarb und bereits bestattet wurde. Alle Schwestern bekommen einen Umschlag und einige Hinweise zum jeweiligen Ort ihrer Geburt. 

Maia, die Älteste, die selbst auch dem Anwesen des Adoptivvaters lebt, muss, der Zufall will es so, gerade nach Brasilien. Sie hat das Buch eines brasilianischen Schriftstellers ins Französische übersetzt. Die Koordinaten des Vaters führen sie an ein verfallenes herrschaftliches Haus, darin wohnt eine alte Dame mit ihrer Bediensteten. Im Garten steht eine Statue, welche die Mutter der alten Dame zeigt...

Montag, 7. Februar 2022

von Schirach, Ferdinand: Jeder Mensch

Mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789 in Frankreich wurden die Grundsteine für unsere moderne Gesellschaft gelegt, für unsere Freiheit und unsere unveräußerlichen Rechte. Das Erstaunliche an diesen Deklarationen ist, dass sie nicht die Wirklichkeit widerspiegelten. Die großen Manifeste der Menschheit verlangten eine Ordnung der Gesellschaft, die es noch nicht gab. Es waren Utopien. Heute stehen wir vor ganz neuen Herausforderungen. Globalisierung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Klimawandel: Die Gefahren, denen wir heute ausgesetzt sind, waren vor 200 Jahren noch nicht einmal vorstellbar. Wir brauchen deshalb neue, zusätzliche Menschenrechte. Heute müssen wir wieder über unsere Gesellschaft entscheiden – nicht wie sie ist, sondern so, wie wir sie uns wünschen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Ist das nicht die eigentliche Aufgabe unserer Zeit? (Klappentext)

  • Herausgeber ‏ : ‎ Luchterhand Literaturverlag; Originalausgabe Edition (13. April 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 32 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3630876714
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3630876719





Ferdinand von Schirach verrät in seinem Nachwort, dass der Urgroßvater seiner Urgroßmutter einer der 56 Gründerväter der Vereinigten Staaten war, die 1776 die amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterschrieben haben. Des Autors Großvater jedoch war einer der Hauptkriegsverbrecher der Nationalsozialisten - er verriet alles, wofür seine Vorfahren gekämpft haben. Ferdinand von Schirach stellt sich spätestens mit diesem Büchlein in die Tradition dieser Vorfahren. Er schrieb diesen Entwurf, weil die Würde des Menschen unantastbar sein und bleiben muss. Ein wichtiger Denkanstoß, der wirklich jeden Menschen betrifft...
 

Sonntag, 6. Februar 2022

Hausmann, Romy: Perfect Day

Seit vierzehn Jahren verschwinden Mädchen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Rote Schleifenbänder weisen der Polizei den Weg zu ihren Leichen. Vom Täter fehlt seit vierzehn Jahren jede Spur. Eines Abends wird der international renommierte Philosophieprofessor und Anthropologe Walter Lesniak im Beisein seiner Tochter Ann verhaftet. Die Anklage: zehn Morde an jungen Mädchen. „Professor Tod“ titelt die Boulevardpresse. Doch Ann wird die Unschuld ihres Vaters beweisen. Für sie und die LeserInnen beginnt eine Reise in die dunkelsten Räume der menschlichen Seele… (Klappentext)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft (12. Januar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 416 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423263156
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423263153
 
 
 
 
 
Diesen neuesten Thriller von Romy Hausmann (nach ihren Erfolgen mit "Liebes Kind" und "Marta schläft") durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen. Die Diskussionen waren wie immer sehr interessant, das Erleben durchaus unterschiedlich. Wie mir der Thriller gefallen hat, könnt Ihr hier nachlesen:

Samstag, 5. Februar 2022

De Saint-Exupéry, Antoine: Autorenseite

Wer kennt ihn nicht, den Vater des kleinen Prinzen, 

Antoine des Saint-Exupéry.


Biografisches

  • geb. am 29.06.1900 in Lyon
  • gefallen: 31.07.1944
  • Architektur-Studium ohne Abschluss
  • Pilotenausbildung
  • Aufbau des Luftpost- und Frachtluftverkehrs in Argentinien
  • heiratete 1931er Consuelo Suncín Sandoval
  • Flieger, Werbebeauftragter, Journalist und Autor
  • Luftwaffenpilot im II. Weltkrieg
  • Absturz bei einem Aufklärungsflug am 31.07.1944.