Donnerstag, 21. Mai 2015

Duffy, Sophie: Rote Kirschen, Schwarze Kirschen



Philippa kennt sich mit gebrochenen Herzen
aus. Ihre Mutter verschwand von einem Tag auf
den nächsten, und auch von ihrem besten Freund
Lucas musste sie Abschied nehmen. Aber dank Bob,
dem Süßwarenladenbesitzer, weiß Philippa, dass Heimat und Familie nicht unbedingt etwas mit Verwandtschaft zu tun haben. Die Frage, warum ihre Mutter sie zurückließ, lässt Philippa trotzdem viele Jahre nicht los – bis sie eines Tages eine ganz besondere Entdeckung macht.



  • Broschiert: 432 Seiten
  • Verlag: Droemer HC (2. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Angelika Naujokat
  • ISBN-10: 342622626X
  • ISBN-13: 978-3426226261
  • Originaltitel: The Generation Game



















EIN BUCH WIE EINE WARME UMARMUNG...



Wo andere Urlaub machen: Torquay an der 'britischen Riviera'


Philippa heißt die Heldin dieses Buches. Aber von Heldin kann hier gar keine Rede sein. Mit über 40 Jahren liegt sie gerade im Krankenhaus, ihr neugeborenes Baby im Arm, das, noch namenlos, ihr wie ein Wunder erscheint, ihr ganzes Glück. In diesen Tagen im Krankenhaus erzählt sie ihrem kleinen Baby die ganze Geschichte ihres eigenen Lebens, angefangen von ihrem ersten Atemzug im Jahre 1965.
Wie sie, trotzig mit der wirkungslosen Spirale ihrer blutjungen Mutter in der winzigen Faust, in einem Londoner Krankenhaus zur Welt kam, wie ihre alleinstehende Mutter mit ihr aus London fortzog, floh aus dem Dunstkreis ihres hochangesehenen Vaters, einem Richter, an den einzigen anderen Ort, an dem sie in ihrem Leben bisher war: Torquay, ein palmengesäumter Urlaubsort an der britischen Riviera. Wie ihre Mutter dort versuchte Fuß zu fassen und sich dabei eher hilflos um die kleine Philippa kümmerte. Wie sie schließlich eine winzige Wohnung fanden über Bobs Süßwarenladen, wo die Bonbons in den Gläsern glitzerten wie Versprechen.


Drinnen ist es wie in Aladins Höhle. Ein Glasgefäß neben dem anderen, gefüllt mit Rubinen und Smaragden, Diamanten und Amethysten, Gold und Silber und Perlen. Zitronenbrausebonbons, saure Drops, Anisstäbchen, Karamelbonbons und all die anderen Sorten, deren Namen ich noch nicht lesen kann, deren Formen und Farben und Düfte ich aber auswendig kenne.


Aufwachsen ist nicht immer leicht - nicht als kleine, dicke Philippa, die in der Schule in der Gruppe der langsamen Leser starten muss, die rasch erkennt, dass ihre Mutter anders ist als die der anderen Kinder - zu jung, nicht verheiratet, mit sich beschäftigt. Doch die Freundschaft zu Lucas gibt ihr Halt, mit ihm ist die Schule erträglich, mit ihm sind die Spiele fantasievoll und voller Abenteuer, mit ihm entdeckt sie das Leben.


Also gibt es nur dich und mich, mein Baby. Und du riechst himmlisch. Ich könnte deinen Duft ewig einatmen. Der Junge, den ich einmal heiraten wollte, roch nach Rosinenbrötchen.



Philippa muss schon früh im Leben erkennen, dass dieses einem immer wieder gerne einmal ein Schnippchen schlägt. Gerade wenn es einmal halbwegs zu laufen scheint, geschieht etwas, das einem den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Lucas ist plötzlich weg. Und kurz darauf auch ihre Mutter. Einfach verschwunden, mit einem jungen attraktiven Kerl auf und davon nach Kanada. Ohne ein Wort, von einem Tag auf den anderen.
Doch Bob, der gutmütige Kioskbesitzer, kümmert sich um Philippa wie um seine eigene Tochter, unterstützt durch eine alte Freundin, Wink, die mit ihrem Papageien bald schon wie eine Großmutter ist für Philippa. Und so wächst Philippa heran, nimmt das Leben, wie es eben ist, entdeckt die wunderschöne Welt der Bücher, betrachtet aber auch die Menschen und die Welt um sie herum mit großen Augen.


... während ich Bob mit in die Stadt schleife und wir beide Bibliotheksmitglieder werden. Ich bin außer mir vor Begeisterung, so viele Bücher an einem Ort zu sehen, und nun besitze ich den Schlüssel, um sie alle zu lesen. Und wenn ich ihn drehe, könnte ich möglicherweise den Sinn meines Lebens verstehen. Dann könnte es mir vielleicht gelingen herauszufinden, wie ich meine Mutter zurückbekomme.


Philippa erzählt mit ergreifender Ernsthaftigkeit und heiterer Leichtigkeit vom Erwachsenwerden. Es ist ein leises Buch von einer nicht einfachen Kindheit und Jugend, aber zutiefst lebensbejahend. Eine warmherzige Erzählung, bei der Lachen und Weinen manchmal in derselben Zeile liegen.
Eines der Bücher, bei dem die Seiten nur so vorbeifliegen und man doch die Zeit anhalten möchte, um Philippa und die anderen so liebevoll gezeichneten Figuren nicht allzu bald wieder verlassen zu müssen. Bisher mein Highlight des Jahres.

Ein Buch wie eine warme Umarmung...


© Parden
























Sophie Duffy war vierzehn Jahre als Lehrerin in London tätig, bevor sie Vollzeit als Autorin zu schreiben begann. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Teignmouth, Devon. Die Inspiration zu ihrem Debütroman "Rote Kirschen, schwarze Kirschen" entstammt ihrer Kindheit, Sophie Duffy wuchs selbst über einem Süßwarenladen in Torquay auf.

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Sonntag, 17. Mai 2015

Bjørk, Samuel: Engelskalt



Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, das mit einem Springseil an einem Baum aufgehängt wurde und ein Schild um den Hals trägt: „Ich reise allein.“ Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde – und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird...












  • Broschiert: 544 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Gabriele Haefs
  • ISBN-10: 3442482259
  • ISBN-13: 978-3442482252
  • Originaltitel: Det henger en engel alene i skogen












Ich danke dem Goldmann Verlag ganz herzlich für die Möglichkeit, dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen zu dürfen!

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 KEIN SCHLECHTES THRILLER-DEBÜT...




 
Es sieht aus wie ein Engel,
das tote Mädchen,
das an einem Baum im Wald hängt -
um den Hals ein Schild:
ICH REISE ALLEIN

Doch allein wird es nicht bleiben...



Eigentlich gab es die Osloer Spezialeinheit nicht mehr, seit es von einger Zeit einen unschönen Vorfall gegeben hat. Doch nun wird das alte Team um Kommissar Holger Munch eilig zusammengetrommelt, denn bei Kindsmord müssen einfach schnelle Erfolge her. Alle sind beisammen, selbst ein neuer IT-Spezialist ist gefunden, nur eine fehlt noch. Mia Krüger.
Zurückgezogen hat sich die junge Polizistin, deren Spürsinn in Norwegen legendär ist. Auf einer einsamen Insel betäubt sie ihre Depression nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester mit Alkohol und Medikamenten, lebt nur noch auf den Tag hin, an dem sie ihren Suizid geplant hat. Als Munch dort auftaucht und ihr gegen ihre Widerstände Fotos vom Tatort vorlegt, erkennt sie, was niemand sonst gesehen hat. Es wird nicht bei dem einen Opfer bleiben...

Schneller als erwartet wird auch tatsächlich ein zweites totes Mädchen gefunden, wie bereits das erste in Puppenkleider gehüllt am Baum hängend, mit einer Schultasche auf dem Rücken und einem Schild um den Hals: 'Ich reise allein'. Und deutlich ist: die Ermittler müssen schnell sein, um weitere Todesfälle zu verhindern. Doch immer, wenn sie einen Zipfel neuer Erkenntnisse zu greifen meinen, geschieht wieder etwas Neues, der Täter treibt das Spiel voran. Wie beim Schach plant der Täter die Züge der Ermittler offensichtlich im Vorfeld ein, ist ihnen aber stets um einige Züge voraus. Eine hoffnungslose Partie?

Samuel Bjørk erfindet hier das Rad nicht neu mit seinem Thriller-Debüt, setzt aber doch andere Schwerpunkte. Statt viele Einblicke in die Ermittlungsarbeit zu bieten, bleibt er schwerpunktmäßig eng bei den Personen Holger Munch und Mia Krüger. Dabei lässt er sich Zeit bei der Darstellung der persönlichen Verhältnisse und Befindlichkeiten der beiden, so dass sich für den Leser schon bald plastische Charaktere herausbilden.
Holger Munch, der Leiter der Spezialeinheit, übergewichtig, extremer Raucher, 54 und privat eher einsam - allein seine Enkelin Marion vermag seine Tage zu erhellen. Und Mia Krüger, 'Mia Mondstrahl', weil immer schon eine kleine Indianerin in ihr steckte, schwer depressiv, lebensmüde, alkohol- und tablettensüchtig, vollkommen auf sich zurückgeworfen, beruflich aber mit einer ungeheuren Beobachtungsgabe und Intuition ausgestattet, die sie zu einem unverzichtbaren Teil der Spezialeinheit macht.

Vielleicht bemüht Samuel Bjørk ein paar Themen zu viel in diesem Debüt. Klar ist, weshalb er diese Vielzahl einsetzt: Verwirrung, die Frage nach Zusammenhängen, die Atemlosigkeit der Ermittler. Aber auf die Art kann der Autor manchem Thema nicht so gerecht werden, wie es das ansonsten verdient hätte. Psychische Erkrankungen, Kindesentführung, Mord, Sekten, Drogenmissbrauch, Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, Selbstjustiz, Rache... Alles Themen, die teilweise eines eigenen Thrillers wert wären, in dem Konglomerat gehen sie teilweise leider eher unter...
Auch die Vielzahl an psychischen Erkrankungen und teilweise auch das Strapazieren von Kommissar Zufall sind für mich hier manchmal des Guten ein wenig zu viel.

Die Kritikpunkte sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um einen durchaus unterhaltsamen Thriller handelt, flüssig geschrieben, verwirrend in den zahlreichen parallelen Handlungssträngen, trotz mancher Vorhersehbarkeit auch in die Irre führend und nicht zuletzt mit interessanten Charakteren.
Der Beginn einer Reihe, wie ich lesen konnte. Und gerne würde ich auch die weiteren Fälle der Sondereinheit um Holger Munch und Mia Krüger verfolgen, denn dieses Debüt verspricht in jedem Fall eines: Potential.



© Parden




















Samuel BjørkHinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. „Engelskalt“ ist sein erster Thriller. Derzeit lebt und arbeitet er in Oslo.

Quelle Bild und Text



Familienbande Challenge (Claudes Schatzkiste) 01.06.2015 - 31.05.2016

Bild © claude Familienbande Challenge


Und wieder hat die liebe Doreen sich eine tolle Jahreschallenge ausgedacht. Nachdem die letzte so viel Spaß gemacht hat - und außerdem noch sehr erfolgreich verlief, da ich mir abschließend tatsächlich ein Buch auswählen durfte - beteilige ich mich auch diesmal gerne wieder.
Auch wenn ich den Eindruck habe, dass ich diesmal viel weniger Bücher habe, die zum Thema passen, wird sich da sicher wieder das ein oder andere finden lassen. Muss ich mal die Wahrnehmung schärfen... ;)


Der Einfachheit halber kopiere ich den Text von Doreens Seite mal hierher:







Neue Blogeigene Challenge - Familienbande Challenge




Zeitraum: 01.06.2015 - 31.05.2016

Worum geht es in der Challenge?

Lest so viele Bücher wie ihr schafft in denen im Titel ein Begriff zum Thema Familienbande vorkommt. Es zählen also unter anderem Begriffe wie Bruder, Tochter, Schwester, Vater (Vati, Papa), Mutter (Mutti, Mama), Mann (Ehemann), Frau (Ehefrau), Braut, Bräutigam, Verlobte, Eltern, Oma, Opa, Enkel, Schwager, Kind, Baby, Onkel, Tante, Neffe, Nichte und natürlich der Begriff Familie selbst (Mehrzahl geht natürlich auch). Für jedes Buch dessen Titel zum Thema passt gibt es einen Punkt. Ich würde auch Begriffe wie Pate (von Patenonkel oder-tante) oder Hund und Katze (sind ja auch Familienmitglieder ;-)) gelten lassen.

Auf Nachfrage lasse ich auch die Begriffe Mädchen und Junge gelten. Hier gibt es auch noch eine Liste zum Thema Familienmitglieder und auch direkt englische Worte :-)

Beispiele: Der Sohn des Tuchändlers, Tante Inge haut ab, Zwei Schwiegermütter und ein Baby, Die Frauen der Rosenvilla.

Sieger dieser Challenge ist die Person die am Ende die meisten Punkte erlesen hat. Der Sieger bekommt von mir am Ende der Challenge ein Buch im Wert von max. 15 Euro zugesandt (eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich). Mindestens alle 2 Monate gebe ich auf meinem Blog einen Zwischenstand zum Ergebnis der jeweiligen Teilnehmer an.

Unter den weiteren Teilnehmer werde ich noch ein Überraschungsbuch verlosen. In den Lostopf kommt jeder Teilnehmer der mindestens 10 Punkte erlesen hat.



Regeln:

  • Challengezeitraum: 01.06.2015-31.05.2016
  • Lese so viele Bücher wie möglich in deren Titel ein Begriff zum Thema Familienbande vorkommt. Für jeden Titel der entsprechene Wörter zum Thema Familienbande beinhaltet gibt es einen Punkt. Pro Buch gibt es nur einen Punkt. (Bücher, die ihr für andere Challenges lest, gelten natürlich auch)
  • Erstellt bitte eine Seite/Post zu der Challenge und schickt mir den Link, damit ich die Fortschritte dokumentieren kann. Es reicht ein Kommentar unter diesem Artikel. Wenn dieser Link sich während der Challenge ändert teilt mir dies bitte mit. (Das Bild von diesem Post dürft ihr gerne auf Eurem Blog verwenden). Ihr könnt auch gerne mitmachen wenn ihr keinen Blog habt, dann bräuchte ich aber den Link zu einem Buchforum auf denen ihr eure Rezensionen veröffentlichst (bsp. LB oder Wasliestdu).
  • Für jedes Buch, dass in die Wertung aufgenommen werden soll muss eine Rezension verfasst werden, damit ich auch wirklich weiß, dass ihr das Buch auch gelesen habt. Ohne Rezensionsverlinkung also keinen Punkt.
  • Ihr könnt jederzeit in die Challenge einsteigen, allerdings zählen dann nur die Rezensionen, die ihr ab dem Teilnahmedatum geschrieben habt.
Los gehts und wenn ihr noch Fragen habt ich beantworte sie gerne.







 Fortschritte ab dem 01.06.2015


 Juni 2015

  1. Das kunterbunte Gummibärchen: Eine Erzählung für KINDER von Tim Greif ►Rezension LB
  2. Das total gefälschte Geheim-Tagebuch vom MANN von FRAU Merkel von Christoph Maria Herbst - Hörbuch  ► Rezension LB
  3. Dirty Wossi: Zähmung eines untreuen EHEMANNS von C.M. Groß ► Rezension LB   
  4. Das MÄDCHEN vom Moorhof von Selma Lagerlöf  ► Rezension LB
  5. Little BROTHER von Cory Doctorow  ► Rezension LB
  6. Eines Tages, BABY von Julia Engelmann - Hörbuch  ► Rezension LB
  7. Pater Brown 09: Der MANN im Gang von Gilbert K Chesterton - Hörspiel  ► Rezension LB
  8. Der FederMANN von Max Bentow - Höbuch  ► Rezension LB
  9. Unter BRÜDERN von Pete Dexter ► Rezension LB
  10. Zur Psychologie der ErbTANTE von Erich Mühsam  ► Rezension LB
  11. HertzMANN's Coffee von Vanessa F. Fogel  ► Rezension LB

► ZWISCHENSTAND NACH 1 MONAT: 11 GELESENE BÜCHER


 Juli 2015

  1. Brief an den VATER von Frank Kafka ► Rezension LB
  2. KINDheiten - Wie kleine Menschen in anderen Ländern groß werden von Michaela Schonhöft  ► Rezension LB
  3. Tunnel oder Der Tag, als MUTTER von mir ging von Frédéric Klein Rezension LB
  4. Drei MANN in einem Boot von Jerome K. Jerome  ► Rezension LB
  5. Leg dich nicht mit MUTTI an von Eva Völler  ► Rezension LB
  6. Charleston GIRL von Sophie Kinsella  ► Rezension LB
  7. Letzter MANN im Turm von Aravind Adiga  ► Rezension LB
  8. GIRL on the Train von Paula Hawkins  ► Rezension LB

► ZWISCHENSTAND NACH 2 MONATEN: 19 GELESENE BÜCHER


 August 2015


  1. OMA lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid von Fredrik Backman ► Rezension LB
  2. WolkenTÖCHTER von Xinran  ► Rezension LB


► ZWISCHENSTAND NACH 3 MONATEN: 21 GELESENE BÜCHER


September 2015


  1. Das MÄDCHEN mit den blauen Augen von Michel Bussi ► Rezension LB
  2. BABA Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky ► Rezension LB
  3. Lieber Matz, Dein PAPA hat 'ne Meise - Ein VATER schreibt Briefe über seine Zeit in der Psychiatrie - Hörbuch ► Rezension LB


► ZWISCHENSTAND NACH 4 MONATEN: 24 GELESENE BÜCHER


Oktober 2015


  1. Das MÄDCHEN von Stephen King  ► Rezension LB



► ZWISCHENSTAND NACH 5 MONATEN: 25 GELESENE BÜCHER


November 2015

  1. Herbstlilie. Limbergens vergessene KINDER von Danise Juno ► Rezension LB
  2. Die BRAUT im Schnee von Jan Seghers ► Rezension LB
  3. Der KINDERpapst von Peter Prange  ► Rezension LB


► ZWISCHENSTAND NACH 6 MONATEN: 28 GELESENE BÜCHER



Dezember 2015

  1. Der MANN, der nur die Bücher liebte: Biblio-Mysteries 11 von David Bell ► Rezension LB
  2. Glühwein, Feuerzangenbowle, Bratapfel und Lebkuchen-Rezepte: OMAs alte Weihnachtsrezepte von Frieda Schubert ► Rezension LB
  3. Wer nimmt OMA? von Hans Scheibner - Hörbuch  ► Rezension LB
  4. Wohin mit OMA? von Hans Scheibner - Hörbuch  ► Rezension LB
  5. Wer nimmt OMA diesmal? von Hans Scheibner - Hörbuch  ► Rezension LB
  6. Wo bleibt OMA? von Hans Scheibner - Hörbuch  ► Rezension LB
  7. Manja. Ein Roman um fünf KINDER von Anna Gmeyner  ► Rezension LB
  8. Josef, es ist ein MÄDCHEN! von Thorsten Saleina - Hörbuch ► Rezension LB
  9. Weihnachten mit der buckligen VERWANDTSCHAFT von Dietmar Bittrich - Hörbuch  ► Rezension LB
  10. Vergeltung - (1) Das MÄDCHEN von Katharina Peters  ► Rezension LB
  11. PAPA - Charly hat gesagt... (Bd. 4): Neues von VATER und SOHN von Ursula Haucke  ► Rezension LB

► ZWISCHENSTAND NACH 7 MONATEN: 39 GELESENE BÜCHER




Januar 2016

  1. Darf ich meine OMA selbst verbrennen? von Peter Wilhelm ► Rezension LB


► ZWISCHENSTAND NACH 8 MONATEN: 40 GELESENE BÜCHER





Februar 2016


  1. Das MÄDCHEN mit dem Fingerhut von Michel Köhlmeier ► Rezension LB
  2. Ein untadeliger MANN von Jane Gardam  ► Rezension LB

► ZWISCHENSTAND NACH 9 MONATEN: 42 GELESENE BÜCHER





März 2016

  1. LügenKIND von Daniela Arnold ► Rezension LB

► ZWISCHENSTAND NACH 10 MONATEN: 43 GELESENE BÜCHER





April 2016

 

► ZWISCHENSTAND NACH 11 MONATEN: 43 GELESENE BÜCHER

Mai 2016

  1. SchläferKIND von Sabine Schäfers ► Rezension LB
  2. OMA zeigt Flagge von Regine Kölpin  ► Rezension LB
  3. Ein EHEPAAR erzählt einen Witz von Kurt Tucholsky ► Rezension LB
  4. OPA will zum Norkap von Heike Denzau ► Rezension LB
  5. Die MÜTTER-Mafia von Kerstin Gier (HB)  ► Rezension LB
  6. Die PATIN von Kerstin Gier (HB) ► Rezension LB
  7. Die TÖCHTER der Hölle (John Sinclair) von Jason Dark (HB)  ► Rezension LB 
  8. Das Lächeln meiner MUTTER von Delphine de Vigan ► Rezension LB 

► ENDSTAND NACH 12 MONATEN: 51 GELESENE BÜCHER



Samstag, 16. Mai 2015

Kidd, Sue Monk: Die Erfindung der Flügel (Hörbuch)


Zu ihrem elften Geburtstag erhält Sarah, Tochter reicher Gutsbesitzer, ein ungewöhnliches Geschenk: die zehnjährige Sklavin Hetty, die ihr als Dienstmädchen zur Verfügung stehen soll. Doch Sarah geht das gegen den Strich, und stattdessen bringt sie dem Mädchen Lesen und Schreiben bei – obwohl das streng verboten ist. Gemeinsam kämpfen sie fortan einen schwierigen und mutigen Kampf gegen Zwänge und Konventionen ihrer Zeit – über mehr als dreißig Jahre hinweg. Dabei geht es nicht nur um die Rechte als Frau oder gar als Mensch, um herbe Verluste, unnachgiebige Intriganten und das ein oder andere unerwartete Geheimnis, sondern vor allem um die Kraft der Freundschaft.


  • MP3 CD
  • Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (19. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Astrid Mania
  • Sprecher: Inka Friedrich und Bibiana Beglau
  • ISBN-10: 3844517286
  • ISBN-13: 978-3844517286










Ich danke dem Hörverlag ganz herzlich für die Möglichkeit, dieses Hörbuch als Rezensionsexemplar hören zu dürfen!
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ICH GEHÖRE NIEMANDEM...



Die Grimkés gehören zu den einflussreichen Familien in Charleston; der Vater einer zehn- bzw. später elfköpfigen Geschwisterschar übt das Amt eines Richters aus, doch besitzt man selbstverständlich auch Plantagen und die dazugehörigen Sklaven. Auch im Haus selbst arbeiten zahlreiche Leibeigene. Sarah Grimké erhält zu ihrem elften Geburtstag im November 1803 nicht nur ein eigenes Zimmer zugewiesen, sondern auch noch ihre erste Sklavin geschenkt, die 10jährige Hetty, die von von ihrer Mutter Charlotte nur „Handful“ genannt wird.
Sarah Grimké lehnt das Geschenk spontan ab, was einen Skandal auf ihrer Geburtstagsparty hervorruft, und wird von ihrer Mutter gezwungen, Entschuldigungsbriefe an sämtliche Damen zu schreiben, die bei diesem Vorkommnis anwesend waren. Der Versuch, Hetty aus dem Sklavenstand zu entlassen, scheitert ebenfalls kläglich, und so versucht Sarah zumindest, Hetty das Leben so leicht wie möglich zu machen. Sie bringt ihr heimlich sogar das Lesen und Schreiben bei, was ebenfalls gegen alle Konventionen verstößt.

Gemeinsam und doch in vollkommen unterschiedlichen Welten wachsen die beiden Mädchen heran, und auf ihre Art versuchen beide, aus den bestehenden Konventionen auszubrechen. Hetty, deren Mutter schon eine überaus starke Persönlichkeit besitzt, hat oft den Eindruck, dass Sarah beinahe gefangener ist als sie selbst. Dennoch hat sie sich dem Sklaventum zu beugen, und manch üble Begebenheit widerfährt ihr. Dabei empfindet sie jedoch ihren Status zwar als fremdbestimmt, auch jeder Willkür der Weißen ausgesetzt, doch ihr Innerstes, ihre Persönlichkeit, die empfindet sie als 'frei'. 'Ich gehöre niemandem' ist bis zum Schluss ihre Überzeugung.
Sarah dagegen hält den Spagat zwischen ihren Überzeugungen einerseits und den Konventionen andererseits, die sie wie ein zu enges Korsett beherrschen, irgendwann nicht mehr aus. Sie bricht aus, indem sie nach Norden zieht, sich einer Gruppe Quäker anschließt und fortan für die Befreiung und Gleichstellung der Sklaven kämpft. Dem schließt sich schließlich auch ihre jüngere Schwester Nina an, und unversehens kämpfen sie auch für die Rechte der Frauen.

Eine ungewöhnliche und fast unmöglich scheinende Freundschaft beschreibt Sue Monk Kidd in ihrem Roman da, eine, die gegen alle Widerstände, Konventionen und Schicksalsschläge zu wachsen beginnt und sich letztlich zu behaupten weiß, auch wenn sich Hettys und Sarahs Leben lange Zeit kaum noch berühren. Dabei bedient sich die Autorin eines ständigen Perspektivwechsels, der dem Hörer sowohl die Welt Sarahs näherbringt als auch das Leben Hettys anschaulich verdeutlicht.
Gelesen werden die beiden Charaktere in dem ungekürzten Hörbuch von Inka Friedrich und Bibiana Beglau, wobei mir persönlich die Besetzung der Sklavin Hetty deutlich besser gefiel. Der Klang der Stimme sowie der oftmals fast pragmatische Vortrag passten m.E. hervorragend zu der dargestellten Rolle. Sarah dagegen fand ich oftmals eher farblos und gleichförmig dargestellt, so dass mir diese Passagen zeitweise ein wenig zu langatmig vorkamen.

Interessant fand ich die Tatsache, dass diesem Roman wirkliche Personen zugrunde liegen. So gab es die beiden Schwestern Sarah und Angelina Grimké aus Charleston tatsächlich, die sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts für die Abschaffung der Sklaverei, gegen die Rassentrennung und für die Frauenrechte eingesetzt hatten. Auch eine Sklavin namens Hetty gab es, allerdings ist  über sie außer der Tatsache, dass sie jung gestorben ist, fast nichts überliefert. Deshalb ist dieser Part des Romans als fiktiv anzusehen.

Insgesamt bietet dieser Roman einen beeindruckenden historischen Einblick darin, wie schwierig es zu Zeiten der Sklaverei war, gegen die damaligen Konventionen zu schwimmen. Ein lebendiges Bild dafür, wie sehr es sich auch lohnt, sich für seine Überzeugungen einzusetzen. Beeindruckend.


© Parden













http://www.inkwoodbooks.com/sites/inkwoodbooks.com/files/suemonkkidd.jpg
Sue Monk Kidd
Sue Monk Kidd (* 12. August 1948 in Sylvester, Georgia, USA) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin.
Sie studierte Gesundheits- und Krankenpflege und arbeitete in diesem Bereich. Ihre ersten Schritte in Richtung Schriftstellerei begann sie mit einem Essay, der im Reader's Digest abgedruckt wurde. Ihr erstes Buch God’s Joyful Surprise erschien 1988 und handelte von ihren spirituellen Erfahrungen als Christin.
Bekannt wurde sie erst 2002 durch ihr Buch The Secret Life of Bees (Die Bienenhüterin), das 2008 verfilmt wurde. Ihr zweites Buch The Mermaid Chair (Das Geheimnis der Meerjungfrau) wurde ebenfalls verfilmt; die Filmrechte an The Invention of Wings (Die Erfindung der Flügel) aus dem Jahr 2014 sicherte sich Oprah Winfrey.
Quelle Text

Donnerstag, 14. Mai 2015

Indianerliteratur

Indianer und "ihre" Literatur

Wer diesen Blog bereits länger verfolgt, der hat vielleicht festgestellt, dass eine Passion des Dresdner Bücherjungen das Thema Indianer ist. Ich muss das natürlich etwas eingrenzen, denn hauptsächlich geht es um die indigenen Völker der Prärie, die sogenannten Plains-Indianer. Natürlich habe ich als Junge die mir zugänglichen Indianerbücher wegen der Krieger und Büffeljäger verschlungen. Karl May gab es im Haushalt meiner Eltern nicht, es waren die "Bärensöhne" der Liselotte Welskopf-Henrich, die mich in den Bann zogen. Seit meinem siebenten oder achten Lebensjahr nahm ich diese Bücher immer wieder in die Hand.


Der genannten Autorin ist im Blog eine eigene Seite gewidmet. Hier aber möchte ich zukünftig weitere Indianerliteratur vorstellen und nach und nach eine Linksammlung zu Verfügung stellen. Da geht es dann durchaus auch um Karl May, James Fenimore Cooper, Anna Jürgens, Antje Babendererde, John Okute Sica als Autoren von Romanen und Erzählungen,  aber auch um Sachbuchautoren wie Erik Lorenz, Franzes Densmore, George Catlin und andere. Ich bin selber gespannt, was dabei herauskommt.

Zum Indianer - Begriff:

Wer die hier verlinkten Rezensionen aus meiner Hand liest, stellt fest, dass ich eher selten die Begriffe Native Americans oder indigenous, indigene Völker (Eingeborene / Ureinwohner), verwende und an dem vermeintlich veralteten Begriff Indianer festhalte. Oft wird hervorgebracht, dass "Indianer" eine herabwürdigende Bezeichnung wäre, was in verschiedenen Sprachen vielleicht stimmt. In Kanada spricht man von den First Nations, in den USA von den Native Americans. Dagegen bezeichnen sich die Angehörigen der verschiedenen Völker oft selbst als Indians, ihre Organisation heißt seit ihrer Gründung American Indian Movement (AIM). Der insbesondere im Deutschen verbreitete Begriff Indianer ist in meiner Erinnerung immer nur positiv besetzt gewesen. Dies lag natürlich an der Kindheitslektüre wie Die Söhne der Großen Bärin von Liselotte Welskopf-Henrich oder Blauvogel von Anna Müller-Tannewitz (Anna Jürgen). Doch habe ich Chingachgook und Unkas aus den Lederstrumpf-Erzählungen (J.F. Cooper) und selbst diverse Karl May Figuren als Indianer immer nur als Menschen, als liebenswerte und bewunderte, starke, mutige Angehörige ihrer Stämme in Erinnerung. Das es dabei auch negative Figuren gab, liegt nicht in der Literatur, sondern bei den Menschen selbst begründet. Im Deutschen soll der Begriff (Wikipedia) selbst als ein sehr diskriminierungsarmer Begriff erwiesen haben. Da dies meiner Wahrnehmung entspricht und ich denselben Eindruck auch bei befreundeten Autorinnen moderner Indianerromane gewonnen habe, bleibe ich dabei.


Neue Rezensionen & Beiträge


Diesmal stammt die Literatur aus dem Erzählverlag. Ein Kinderbuch in drei Teilen von Uwe Münkemüller. Er erzählt die Geschichte eines Sioux-Mädchen mit blauen Augen und die ihrer Herkunft. Drei schmale Bände für Kinder von acht Jahren an. Interessant, ansprechend und irgendwie an eine ganz alte Geschichte erinnernd.



Zwanzig indigene oder indianische Märchen hat Kerstin Groeper zusammen gestellt in dieser Sammlung. Die Märchen stammen von 12 nordamerikanischen indigenen Völkern, dabei acht von den Lakota. In solchen Märchen sind Fabeln, Mythen, Sagen, Märchen gleichermaßen enthalten, eine literarisch scharfe Unterteilung, die auch in Europa Unschärfen aufweist, gibt es wohl nicht.

Rezension vom 21.04.2024

DNB / Traumfängerverlag / Hohenthann, Oktober 2023 / ISBN: 978-3-948878-36-8 / 128 Seiten


Schon wieder ein Navajo-Buch. Schon wieder ein Kinderbuch. So wie ich mir Indianerbücher für Kinder vorstelle. Erzählt wir von Kee. einem Jungen, der sich mit Großmutter, Mutter und Schwester im Jahre 1864 auf den Langen Marsch der Navajo, oder Diné, begeben muss. Es wird ein schweres entbehrungsreiches Leben bevor die Menschen vier Jahre später wieder in ihre Heimat in Arizona zurück dürfen. Der Lange Marsch hat sich in die Erzählungen der Navajo eingebrannt. Dieses Buch wurde von einer Amerikanerin, die 1910 aus England einwanderte geschrieben, von der der Traumfängerverlag nicht viel weiß, auch nicht, wann das Buch entstand. Hier findet ihr die Rezension. (01.07.2023)



Mary, ein ungefähr zehnjähriges weißes Mädchen irrt durch die Prärie. Sie hat auf dem Oregon-Trail um 1860 die Familie und den Anschluss an den Wagen-Treck verloren. Nur noch ihr Pony Tupfen ist bei ihr. Sie ernährt sich von wilden Pflaumen und Wasser. Als sie keine Kraft mehr hat, vernimmt sie plötzlich fremde Laute an ihrem Ohr. Lakota haben sie gefunden. So findet Mary eine neue Familie und wird zu Taschunka-Gleschka-Win, dem geflecktem Pferdmädchen. Doch eines Tages wird sie entführt. Schafft sie es zurück zu den Lakota?

Ein Kinderbuch von Kerstin Groeper. Realistisch und gut recherchiert. Mit Lakota-Glossar. Hier gibt es die Rezension.



Winnetou - Ein Abgesang?  - eine Besprechung zum Kinderfilm Der junge Häuptling Winnetou. Vom 26.08.2022

Das Buch zum Film oder Winnetou Teil 2 vom 23. September 2022 - Von einem Buch, welches der Verlag zurückzog und die Folgen.






Autoren und ihre Bücher:

Welskopf-Henrich, Liselotte

Neuauflage: Die Söhne der Großen Bärin im Palisander-Verlag




 Die "Söhne der Großen Bärin" erschien im Jahr 1951 erstmalig, damals noch als ein Roman. Später erweiterte Liselotte Welskopf-Henrich den Roman auf drei Bände, die sie Harka, Top und Harry und Die Söhne der Großen Bärin nannte. Wiederum einige Jahre später wurde eine schsbändige Ausgabe daraus. Die Geschichte ist die des Indianerjungen Harka, der als Sohn des Kriegshäuptlings Mattotaupa aufwächst, mit diesem in die Verbannung geht, zum Krieger heranwächst und später Kriegshäuptling der Bärenbande bei den Teton Oglalla wird.  Der Steinknabe ist eine Erzählung aus diesem Roman.




Rezension: Der Steinknabe (Erzählung)
Rezension: Die Söhne der Großen Bärin (Erstausgabe)
Rezension: Harka - Der Sohn des Häuptling
Rezension: Der Weg in die Verbannung
Rezension: Die Höhle in den schwarzen Bergen
Rezension: Heimkehr zu den Dakota
Rezension: Der Junge Häuptling
Rezension: Über den Missouri
 

In den sechziger Jahren besuchte die Autorin erstmalig die USA und Kanada. Dort lernte die verschiedene Reservate kennen und entwarf dann die Geschichte um den Nachfahren des Stein mit Hörnern aus den Bärensöhnen. In Das Blut des Adlers erzählt Liselotte Welskopf-Henrich von der Reservation Pine Ridge in der Nähe der Black Hills und New City (Rapid City), Joe Inya-he-yukan King, seiner Frau Queenie Tashina und ihrer Familie in der Mitte des 20. Jahhunderts, bis zum erneuten Aufstand am Wounded Knee im Jahr 1973 an dem Joes Wahlssohn Hanska und seine Frau Ite-Ska-Whi, das Helle Gesicht, teilnehmen.

Rezension: Nacht über der Prärie
Rezension: Licht über weißen Felsen
Rezension: Stein mit Hörnern
Rezension: Der siebenstufige Berg
Rezension: Das helle Gesicht  
► Wakiya - Knaskiya 


In der Pentalogie Das Blut des Adlers wird der Junge Wakiya-knaskiya Wahlson des Haupthelden. Die Geschichte des epileptischen Kindes, welches außerordentlich begabt und den Geheimnissen der Lakota gegenüber besonders aufgeschlossen ist, wurde in einem extra Band noch einmal erzählt.

Der Steinknabe ist eine Kindergeschichte, die in den Bärensöhnen Untschida, Großmütterchen, den Kindern erzählt.



Das Gesamtwerk der Liselotte Welskopf-Henrich hat der Palisanderverlag im eBook Format herausgegeben. Einen noch nicht vollständigen Überblick bietet die Webseite welskopf-henrich.de.


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Drei Nachkommen des berühmten Lakota-Anführers Ta Sunke Witko, besser bekannt als Tashunka Witko oder Crazy Horse haben die Familiengeschichte ihres Vorfahren erzählt und William B. Matson hat diese so wortgetreu wie möglich aufgeschrieben. Heraus kam diese Biografie, der hier der Traumfängerverlag heraus brachte.

Die Biografie ist dabei durchaus von der spirituellen Welt der Lakota geprägt, sie zeigt, dass Lakota ihre Eigenständigkeit bewahren wollen und doch im heutigen Amerika angekommen sind, auch wenn sie bis heute in Reservationen in ziemlicher Armut leben.

► Rezension (24.06.2018)




In Der scharlachrote Pfad erzählt Kerstin Groeper die Geschichte einer Crow (Absorakee) Indianerin in der Stammesgruppe der Lakota. Wa-bo-sehns wurde von Tschetan-withko, einem der Lakotakrieger geraubt. Sie bleibt bei ihm...
Es sind die letzten Jahre der freien Prärieindianer, die sich nach der Schlacht am Little Bighorn immer mehr vor den anrückenden Truppen der US-Kavallerie zurückziehen müssen und Zuflucht in Kanada suchen. Wird es der Gruppe um Traumpfeil und Tschetan-withko gelingen?

► Rezension (13.05.2018)





Diesmal hat sich Anne Parden an die Indianer gewagt und ein Märchenbuch besprochen. Natürlich darf das hier nicht fehlen. Frederick Hetmann hat Indianermärchen zum erzählen und vorlesen herausgegeben. Ein Forscher, der eine große Sammlung von Märchen aus vielen Ländern der  Welt angelegt hat.
Hier also ein Auszug aus den gesammelten Indianermärchen.

► Rezension





Lorenz, Erik 

Erik Lorenz hat in einem hervorragenden Buch eine Biografie über Liselotte Welskopf-Henrich geschrieben, welche im Palisander Verlag erschien. Leserinnen und Leser erfahren viel über Leben, Familie, ihr belletristisches und wissenschaftliches Werk. Auch gibt es viele Hintergrundinformationen, zum Beispiel zur DEFA-Verfilmung zu Die Söhne der Großen Bärin.

Rezension: Liselotte Welskopf-Henrich und die Indianer



Okute Sica, John
Auf ihrer ersten Reise nach Kanada lernte Liselotte Welskopf-Henrich den alten Indianer John Okute Sica kennen. Okute Sica kommt das Verdienst zu, viele Geschichten und Mythen der Indianer schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgeschrieben zu haben. Dr. Frank Elstner hat für seinen Palisander Verlag die Rechte an Okutes Buch neu erworben, das Manuskript übersetzt und das Buch herausgebracht.

Rezension: Das Wunder vom Little Bighorn



Babendererde, Antje

Antje Babendererde hat mehrere Jugendbücher über das Leben in den Indianerreservationen der heutigen Zeit geschrieben, eines ist Lakota Moon, das in der Pine Ridge Reervation in South Dakota - USA spielt.  


Rezension: Lakota Moon




JULISCHATTEN, ein nachdenklich machender Jugendroman von Antje Babendererde. Simona, eine siebzehnjährige Thüringerin, "besucht" die Pine Ridge Reservation in South Dakota (USA). Ihr Tante lebt dort. Wird das Mächen in der fremden Kultur ihren Hang zum alkohol loswerden? Ausgerechnet auf Pine Ridge? Künnen ihr die Lakota Burschen Jimi und Luke dabei helfen?

Rezension: Julischatten






Dr. Uli Otto und sein Sohn Tim brachten im Jahr 2001 im Kern - Verlag das Buch Auf den Spuren der Söhne der Großen Bärin heraus und untersuchten darin den historischen und kulturgeschichtlichen Hintergrund der Jugendbücher von Liselotte Welskopf- Henrich. Sie gehen dabei auch auf die Entstehung des DEFA-Filmes ein und beschreiben auch das Leben der Prärie-Indianer.

Rezension: Auf den Spuren... 





Zitkala-Ša wurde im Jahr der letzten gewonnenen Schlacht der Sioux-Indianer geboren. Sie besuchte eine Indian Border School und besaß ein großes schriftstellerisches und musikalisches Talent. Da sie ausgezeichet Englisch lernte, trat sie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts leidenschaftlich für den Erhalt der Kultur ihres Volkes ein. Literarisch wie auch als politische Funtionärin.

Der Palisander-Verlag brachte nun ein Zusammenstellung ihrer Geschichten und Erzählungen heraus, darunter sind auch autobiografische Texte. ►Roter Vogel erzählt Rezension ► eine zweite Rezension





Brita Rose-Billert erzählt im Jugendroman Die Farben der Sonne von Blue Light Shadow, einem Halbblut aus Chicago, der auf der Pine Ridge Reservation zu Blue Stone Horse wird. Hier geht es einerseits um die Beziehung zu ihren Pferden aber auch um die Beziehungen in einer Indianerfamilie, dabei ist die des Großvaters zum Enkel sehr bedeutsam. Deutlich wird auch die spirituelle Bedeutung des "Großvaters" - Tushankila ist ein Teil von Wakan Tanka, dem großen Geheimnis.


Rezension Die Farben der Sonne (28.03.2016)




Ernie LaPointe "überliefert" hier die Überlieferungen seiner Familie über seinen berühmten Urgroßvater Sitting Bull, Tatanka Iyotake. Er erzählt aus dessen Leben, seiner Rolle als Anführer des Volkes der Lakota und seinem Tod. Er berichtet auch von den Anstrengungen der Familie, die direkte Nachkommenschaft zu beweisen.

Trotz "unzähliger" Biografien hat sich keiner Atoren jemals mit den direkten Nachkommen unterhalten.

Rezension Sitting Bull (Mai 2016)





Erst in diesem Jahr im Palisanderverlag erschienen: Die Geschichte des Sitting Bull von Erik Lorenz, hervorragend illustriert von Claudia Lieb.

Erik Lorenz erzählt biografisch über einen der größten Häuptlinge der Prärieindianer, den Hunkpapa Lakota Tatanka Iyotake - Sitting Bull.
Ein Großvarter erzählt seinem Enkel die Geschichte, in typisch indianischer Tradition. Typisch indianisch erscheint die Erzählung auch, weil sehr gute Sachliteratur Pate stand.
Es ist ein gutes, ein schönes Buch.

Rezension. Die Geschichte des Sitting Bull (Juli 2016)





Tanz mit Schlangen bezeichnet der Traumfänger-Verlag auf dem Cover als sogenannten Ethno-Thriller. Es geht um einen Mord unter den Hopi, einem Stamm, der insbesondere als friedliebend gilt. Ulrich Wißmann, studierter Völkerkundler, hat einen spannenden Roman verfasst, der auch viel Mitteilsames über einen weiteren nordamerikanischen Indianerstamm enthält.

Zwei Stammespolizisten, einer ist Hopi, der andere Navajo und ein FBI-Agent nehmen die Ermittlungen auf...

Rezension  Tanz mit Schlangen (31.07.2016)





Kerstin Groper schrieb im Roman Im fahlen Licht des Mondes über die Geschichte einer jungen Cheyenne, die den langen Marsch in die Reservation in Oklahoma mitmachte, mit anderen floh und dann von einer weißen Farmersfamilie gerettet wurde. Der historische Roman erzählt anhand der fiktiven Moekaé reale Geschichte sehr genau.

Rezension  Im fahlen Licht des Mondes (03.08.2016)






Diesmal nicht aus dem Traumfänger- oder dem Palisander-Verlag sondern von Amicius ist dieser Roman von Brita Rose-Billert über dem Kampf der Lakota für ein besseres Leben in der Pine-Ridge Reservation. Ryan Hawk, Lakota, Rennfahrer,  Reiter. Ein ausgeprägter Familienmensch kämpft für seinen Traum: Touristen auf Pine Ridge die Landschaft, aber auch die Menschen näher zu bringen. 

Rezension  Das Geheimnis des Falken  / Der Tanz des Falken 
    (09.08.2016)





Dieses Buch über einen Pionier des Westens der USA ist kein eigentliches Buch über Indianer. Dietmar Kügler erzählt die Geschichte von Christopher "Kit" Carson, der eine der bekanntesten, fast schon mytologischen Heldengestalten ist und der, auch wenn er gegen die Stämme als Offizier kämpfte, sich stets für die Anerkennung und die Menschenwürde der Indianer einsetzte.

Rezension Ich ziehe mit den Adlern (26.09.2016)





KaratekaDD hat mal wieder ein "Indianer-Buch" gelesen. Diesmal ist es die erste Geschichte um Maggie Yellow-Cloud, einer indainischen Ärztin auf Pine Ridge, die wegen fehlender Mediakmente in Schwierigkeiten gerät, allerdings nur, weil sie nachforscht, wo diese geblieben sein könnten. Da geschiet der erste Mord.
Spannender Roman von Brita Rose-Billert, hier auf diesem Blog nicht ganz unbekannt.

► Rezension: Maggie Yellow-Cloud - Mord auf Pine Ridge





Maggie Yellow Cloud muss diesmal um das Leben ihrer kleinen Nichte Shauna kämpfen, die nach einem Unfall in ein Koma gefallen ist. Die Lakota-Ärztin überweist das Mädchen in ein Krankenhaus nach Rapid City, dort aber ist die Odyssee noch nicht zu Ende. Eine Privatklinik interessiert sich aus Forschungsgründen für das Mädchen und will die weiteren Behandlungskosten übernehmen. An dieser arbeitet Maggies Studienfreundin, doch die hatte vor wenigen Tagen einen tödlichen Reitunfall. Maggie muss nach Utah, in die Blue Mountains zu den Navajo. 


► Rezension (12.04.2019)








Abenteuer in der Lübecker Bucht erleben ein paar Kinder, die zusammen die Ostsee-Indianer sind. Doch da ist noch Raven, der abschätzig, nein, sogar wütend auf die Gruppe "Indianerkinder" schaut. Raven hat schwarze Haare und braunere Haut und wie es scheint auch ein Geheimnis.

Eigentlich ist das Buch ein Reiseführer für Familien mit Kindern zum gemeinsamen Reisen und Lesen. Hier aber hat Kerstin Groeper mit geschrieben und damit auch "Indainisches" vermittelt.

► Rezension (27.11.2019)




TECUMAH UND DER ORCA erzählt die Geschichte eines jungen, der langsam zum Jäger werden muss. Die Makah leben im Bundesstaat Washington und Kanada und versorgten sich mit Walfang, was sie heute in begrenzter Weise auch noch tun dürfen.


Doch dieses Buch ist ein Bilderbuch für Kinder von Marcel Schmäling, wunderschön illustriert von "Tagita" (Brigitte Pönnighaus)    ► Rezension (11.12.2019)



Das neueste Buch von Brita Rose-Billert heit SHELOQUINS VERMACHTNIS und führt seine Leserinnen und Leser in den Osten Kanadas, nach British Columbia zu den Stolo, den Fluss-Indianern oder auch den Skwahla. Es geht um Landraub und um Mord.

Hier findet ihr die Rezension (19.02.2020)







Zwei Bücher über Aktivisten der Freiheitsbewegungen nicht nur nordamerikanischer Indianer sind hier in einer Rezension zusammengefasst. Ein Leben für die Freiheit ist ein Sachbuch von Michael Schiffmann und Michael Koch über das Leben und die Ursachen für die lange Gefängnisstrafe von Leonard Peltier.

Das zweite Buch ist dagegen eine Autobiografie Ich werde mich niemals ergeben des Musikers Mitch Walking Elk, der sich ebenfalls sehr für die Rechte der verschiedenen Indianervölker einsetzt.  

► Rezension (28.02.2020)


Jo Starita hat diese sehr informative Biografie über den Häuptling Dull Knife - Die Geschichte einer Indianerfamilie verfasst. Über mehrere Generationen erzählt er damit authentische Indianergeschichte, von der Schlacht am Litte Bighorn, über die Weltkriege, den Vietnamkrieg bis in den Irak. Doch ist die Geschichte nicht nur eine Kriegsgeschichte sondern eine über das Leben und die Traditionen von Indianern auf der Pine Ridge Reservation.


► Rezension (05.07.2020)




Donnergrollen? Was grollt, ab 1538 in Florida, sind die stampfenden Hufe dieser riesigen Hunde, auf denen "Käfermänner", genannt nach den Harnischen auf ihrer Brust mit Lanzen und Rapieren gegen Pfeil und Bogen antreten. Spanische Konquistadoren unter Hernando DeSoto in Florida auf dem Weg nach Nordwesten.
Es ist die Geschichte von Maisblüte und ihrem kleinen Bruder, zwei Choctaw, die in die Hände eines Anführers geraten und auch die von vier Menominee-Kriegern, welche eigentlich nur Handel mit den Stämmen im Süden treiben wollen. Die Geschichten werden aufeinander treffen.
Ein Indianerroman. Ein historischer Roman. Einer für Erwachsene. Von Kerstin Groeper. Aus dem Traumfänger-Verlag. ► Rezension




Im Traumfängerverlag kam im Jahr 2020 dieses Sachbuch über eine Gruppe von Navajos heraus, die im Zweiten Weltkrieg eine besondere Rolle einnahm, die mit ihrer Sprache zusammenhing. Sie entwickelten auf deren Basis einen Code, der von den Gegnern der USA, vor allem von Japan, nicht entschlüsselt werden konnte. Insbesondere für die Landungsoperationen auf den pazifischen Inseln war war dies von herausragender Bedeutung. In diesem Buch berichten acht Codesprecher von Kindheit, Schulzeit, Kriegsdienst und der Zeit danach. Eine etwas andere Art von Berichten über den Krieg: ES MUSSTE GETAN WERDEN.  

Hier findet sich die Rezension (16.01. 2021)




Waterlily ist ein Roman aus der Feder der Dakota-Angehörigen Ella Cara Deloria (1889 - 1971), in dem sie die Geschichte einer Tochter und ihrer Mutter erzählt. Waterlily, Tochter von Blue Bird wird auf einem Wanderzug geboren. Beide geraten zusammen mit der Großmutter in eine andere Stammesgruppe und durch Zufall wieder zurück. Es geht um die Familienverbände, die tiyospaye, das Zusammenleben der und in den Familien, zwischen Mann und Frau, den Kindern und um deren Erziehung. Es geht weniger um Krieg und Kampf, die weißen Eroberer des Indianerlandes treten erst gegen Ende auf. Leserinnen und Leser lernen die Kultur, die Traditionen und Zeremonien kennen, auch im Detail, was in sonstigen "Indianerromanen" nur kurz angesprochen wird.

Im Palisanderverlag herausgegeben und durch Dr. Frank Elstner  und Uta Müller übersetzt. Rezension vom 24. April 2021





Geschichten & Sonstiges
  • Der Eisblock; eine Buchgeschichte von KaratekaDD
  • Rezension zu Into The West - US-amerikanische TV Serie aus dem Jahr 2005


Links

Die meisten der folgenden Links habe ich von der Webseite von Antje Babendererde entnommen.


© Bücherjunge (29.09.2024)