Freitag, 18. Oktober 2019

James, P.D.: Ein Spiel zuviel

P.D. James galt als Ikone des britischen Kriminalromans. Nun bin ich auf die Neuausgabe des Droemer Verlags gestoßen und ergriff die Gelegenheit, mit dem ersten Band der Reihe um Kommissar Adam Dalgliesh von Scotland Yard zu starten. Machen solche Krimis auch heute noch Spaß?

Dazu kann man im Folgenden meine Rezension lesen - nur so viel vorweg: ich werde mit Sicherheit auch nach dem zweiten Band Ausschau halten. Ob ich alle 14 (bisher) erschienenen Bände lesen werde, weiß ich derzeit noch nicht. Aber ein wenig werde ich der Reihe wohl noch treu bleiben...





Mittwoch, 16. Oktober 2019

Lost Places - Teil 1

Verlorene Plätze oder verlorene Orte.

Sie reizen Fotografen, Schriftsteller Videografen zu allerlei. Manchmal auch entstehen in diesen große Filme. Zunächst allerdings war es ein Potsdamer Autor namens Tim Pieper, der mich auf solche verlorenen Orte aufmerksam machte. Dies geschah in seinem Roman Kalte Havel. Ein Verbrechen geschieht an einem Ort, der einstmals weltberühmt gewesen ist. Die Beelitzer Heilstätten habe ich nach der Romanlektüre besucht.




Die Arbeiter-Lungen-Heilstätten oder auch Beelitz-Heilstätten wurden zwischen 1898 und 1930 errichtet. Gerade zu Beginn des 20. Jahrhunderts grassierte in der Reichshauptstadt Berlin die Schwindsucht, von der besonders die arme Arbeiterbevölkerung betroffen war. Robert Koch hatte die Tuberkel-Bazillen auch in Berlin entdeckt, nun wollte man die Tuberkulose offensiv bekämpfen und baute mehrere Kliniken in diesem großen Waldgebiet südlich Berlins.


Sonntag, 13. Oktober 2019

Ridker, Andrew: Die Altruisten

Erneut ein Roman, den ich mit freundlicher Unterstützung des Verlags im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - dafür meinen herzlichen Dank!

Was mich an diesem Roman reizte, war die Familiengeschichte. Die klang geheimnisvoll und nach aufregenden Entwicklungen. Ob sich meine Erwartungen erfüllt haben? Lest selbst!








Freitag, 11. Oktober 2019

Weaver, Eva: Jakobs Mantel

Bücher 'Gegen das Vergessen' tauchen in unserem Blog immer wieder einmal auf. Dieser Roman wird empfohlen ab einem Lesealter von 12 Jahren, und tatsächlich könnte ich es mir als Schullektüre vorstellen. Aber auch mich konnte es durchaus beeindrucken.

Emotional und eindringlich führt Eva Weaver in ihrem Debüt vor Augen, was es hieß, zu Zeiten des Nationalsozialismus ein jüdisches Kind zu sein. Elend, Verrat und Hass im Warschauer Ghetto werden hier thematisiert - aber auch die Magie von Freundschaft und der Wille zu überleben...





Sonntag, 6. Oktober 2019

Brandt, Matthias: Blackbird


Auf manche Romane werde ich spontan neugierig - hier war es wieder einmal die Kombination aus Cover, Klappentext und ersten Rezensionen, die mich auf das Buch aufmerksam machte. Eine Reise zurück in die 70er Jahre in eine Kleinstadt in Westdeutschland - und damit ein klein wenig auch in die eigene Vergangenheit. Und Pubertät? Klar, auch damit kenn ich mich aus...

Dies ist der erste Roman von Matthias Brandt, der, wie ich nun weiß, der jüngste Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt ist und als Schauspieler in über 70 Filmen mitgewirkt hat. Ob er tatsächlich auch schreiben kann? Das erfahrt Ihr hier:



Freitag, 4. Oktober 2019

Pieper, Tim: Stille Havel

Wann habe ich das letzte Mal an einer Leserunde teilgenommen? Es wird wohl der dritte Havelkrimi von Tim Pieper gewesen sein. Tim Pieper sagt, dass es meine siebente Leserunde mit ihm gewesen ist. Das wird stimmen und seit der Leserunde zum Minnesänger sind bereits neun Jahre vergangen.

Nun also der sechste Sanftleben-Roman, oder der vierte um den Kriminalhauptkommissar Toni Sanftleben, Ururenkel von Otto...


Die Geschichte
Es liegt ein Toter da im Park Sanssouci, dessen Kopf weißt eine tödliche Wunde auf, die von einem stumpfen Gegenstand stammen könnte, das war ein Mord. Der Mann, so stellt sich heraus, war Kunstsachverständiger. In einem Museum hängt ein Bild, auf dem ist eine schwarz gekleidete, verschleierte Frau, gemalt von einem der bekanntesten Maler aus den USA in der Mitte der sechziger Jahre. Der Mann interessierte sich noch für mehr, zum Beispiel für eine Villa auf der Havelinsel Schwanenwerder. In dieser wohnt Marie, deren Großmutter gerade verstorben ist, zu ihrem Vater hat sie keinen weiteren Kontakt. Auch dessen Fabrik stand im Fokus des Kunstsachverständigen.

Nach und nach bekommen wir als Leser, meist schneller als der KHK, aufgrund der Rückblenden ein neues Puzzleteil in die Hand. Wir lernen eine junge Schauspielelevin kennen, die im Jahr 1921 geboren ist, bei den Hiller-Girls engagiert war und für ihre Schauspielkarriere an einem Mann im Reiche nicht vorbei kommt. Der Mann ist Doktor der Philosophie und Reichspropagandaminister. Am Ende des Krieges wird die junge Lydia Riefenberg nach Schweden geschickt ...

Mehr zu verraten geht hier indes nicht...

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Stölln - Ausflug der Überraschungen

Sonntag. Mistwetter. Auch wenn die Erde den Regen bitter braucht. Was tun? Lesen? Darüber schreiben? Fotos sortieren?

Doch da wartete noch etwas ganz anderes auf mich, denn da gibt es eine Buchhandlung namens WINDLICHT, die Sonntags geöffnet hat. In den sozialen Medien ist da auch vom DDR-Antiquariat  im Havelland die Rede und die wollte ich besuchen. 

Das Navigator gibt Abbiegen an und es geht einen Stichweg hinauf, die Buchhandlung ist schnell zu erkennen und dann tritt Ilona Dahlmann schon heraus, wir hatten uns ja auch auf Kaffee und Kuchen verabredet.





Wir kommen vom Hundertsten ins Tausendste, von ähnlicher Berufsausbildung über Lebensläufe und immer wieder über Bücher. Ich hatte mir vorgenommen, nur nach zwei Autoren zu fahnden: nach Eberhard del´Antonios TITANUS und HEIMKEHR DER VÄTER  und Franz Fühmann´s "antiker" Erzählung PROMETHEUS. Doch dann wurde der Stapel doch größer. Meine Harry Thürk Sammlung konnte ich auch um zwei weitere Bücher erweitern, eines der Del´Antonio Bücher haben wir auch gefunden und eines von B.Traven, der hier auf dem Blog ein (vielleicht langjähriges) Projekt hat.


Mittwoch, 2. Oktober 2019

Hurwitz, Gregg: Die Scharfrichter

Altes muss nicht schlecht sein... Aktuell gibt es das Buch nicht mehr im Knaur-Verlag, aber als Mängel-Exemplar gebraucht erstanden geht es zur Not auch. Immerhin habe ich hier den ersten Band einer Reihe erwischt. Gregg Hurwitz ist mir schon durch 'Orphan X' bekannt, und da ich daher weiß, dass er mitreißend schreiben kann, griff ich bei diesem Buch zu...

Der Plot erscheint grausam - und ist es auch. Hurwitz spart nicht an Action-Szenen, und spannend ist es allemal, auch durch einige überraschende Wendungen und Ereignisse. Faszinierend fand ich hier zudem die ethische Fragestellung: ob Selbstjustiz unter gewissen Umständen nicht nur nachvollziehbar sondern möglicherweise auch tolerierbar sein könnte. Aber ich will hier nicht vorgreifen - lest selbst:

Dienstag, 1. Oktober 2019

Böckli, Birgit: Leise lauert der Tod (Kalender-Thriller Oktober)

Auch dieser Monat soll in unserem Blog wieder mit einer Folge aus der Reihe der Kalender-Thriller eröffnet werden.

Dies ist bereits der 10. Thriller der Reihe, den ich gelesen habe - und wer den Blog hier verfolgt, weiß, dass die Leseerfahrungen bislang recht durchwachsen waren. Manche der Short-Thriller konnten mich trotz des geringen Seitenumfangs überzeugen, andere dagegen enttäuschten sehr. Wie die Oktober-Folge abgeschnitten hat, könnt Ihr hier nachlesen: