Dienstag, 29. Dezember 2020

Grisham, John: Das Manuskript

Gemessen an der Reihe in meinem Bücherregal ist die Menge besprochener Bücher eines John Grishams auf unserem Blog minimal. Gerade einmal drei Bücher habe ich „erwähnt“ und da sind die bekanntesten, teilweise verfilmten Titel gar nicht dabei, obwohl der Autor sogar eine Autorenseite auf Litterae – Artesque besitzt... Do nun fand ich in der einzigen Buchhandlung meines Wohnortes eines, welches zu Literaturbloggern und bibliophilen Menschen passt, denn Grisham schreibt über Buchhändler und Autoren.

Was wäre Nordamerika ohne die regelmäßigen Schreckensmeldungen von Wirbelstürmen. Die sich über dem Atlantik aufbauen und tagelang nicht nur die Regionalnachrichten beschäftigen, sondern auch die der Welt.
Auf Camino Islands schaut man auf LEO. Der Buchhändler Bruce Cable versammelt derweil eine illustre Runde von Autoren zu einer Lesung. Doch dann muss die Insel evakuiert werden. Bruce bleibt vor Ort, aber nach dem Sturm ist Nelson Kerr tot. Der Thrillerautor, den Bruce einen Freund nennt, scheint nicht einfach so von herumfliegenden Ästen erschlagen worden, es sieht ziemlich schnell nach Mord aus. Die Polizei ist aber ziemlich langsam. Hat das Ableben Nelsons etwas mit seinem neuen noch unveröffentlichten Roman zu tun?


„In Bruce keimt der Verdacht, dass die zwielichtigen Figuren in Nelsons neuem Roman realer sind, als er bisher annahm. Er beginnt zu ermitteln und entdeckt etwas, was weit grausamer ist als Nelsons Geschichten.“



Wer Angehörige in Pflegeheimen hat, sollte

a) dieses Buch vielleicht nicht lesen,
b) nach der Lektüre sich das Pflegeheim noch einmal ansehen oder
c) Anverwandte schleunigst verlegen lassen

Montag, 21. Dezember 2020

Hillbilly - Elegie - DER FILM

Am 22. Juni 2019 veröffentlichte ich hier die Buchbesprechung zu Hillbilly – Elegie. Inzwischen ist der Film am 24. 11. 2020 dazu bei Netflix erschienen und natürlich wartete ich schon, auf Äußerste gespannt, auf den Start. 

Zur Erinnerung. J.D. Vance gehört zur sogenannten „armen, weißen Arbeiterklasse“, die im Gebiet der Appalachen stark vertreten ist. Ehemals Bergleute und Stahlarbeiter, sind sie und ihre Familien inzwischen stark abgehängt von der unteren Mittelschicht. Ehemals Wähler der demokratischen Partei, hatten sie vor vier Jahren und auch in diesem Jahr einen merkbaren Anteil an der Wählerschaft für Donald Trump.

Das Buch war ein unter anderem von B. Obama empfohlenes, brillantes Buch über die Gesellschaft der USA.

Sonntag, 20. Dezember 2020

Lorne, Mac P.: Der englische Löwe

Es ist ein Mittelalterjahr angebrochen auf diesem Blog. Gefühlt. Mindestens ein Mittelalterquartal. Denn begonnen hat es im August mit einem Herzog von Aquitanien namens Eudo, welcher allerdings bereits im 8. Jahrhundert lebte. Sodann erlas ich mir die Vorgeschichte der Kathedrale von Kingsbridge von Ken Follett, dessen Roman im Jahr 997 beginnt. Das 12. Jahrhundert erreichten wir mit Sabine Eberts Schwert und Krone – Preis der Macht, und damit genau den Zeitraum, den Mac P. Lorne in der englische Löwe erzählt. Doch zuvor folgte ich noch dem Leben der Mutter, des hier zu besprechenden englischen Löwen, der Mutter von König Richard I. von England (Löwenherz), Eleonore von Aquitanien, der Biografie von Ralph V. Turner. Den genannten Romanautoren bin ich in den letzten Jahren hauptsächlich in die Jahrhunderte des Mittelalters gefolgt und betrachte dies hier erst einmal für einen Abschluss. 

Einen Abschluss, der, schließt man weitere Bücher von Sabine Ebert und Ken Follett ein, tatsächlich das 12. Jahrhundert umfassend und detailreich umfasst. 

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Erdmann, Nadine: Die Lichtstein-Saga (3) - Fineas

Zwei der Lichtsteine, mit deren Hilfe Interria aufrechterhalten wird, befinden sich bereits sicher in Cayas Kapelle, doch mit der Reise zu den Drachen steht Noah, Liv, Ari und Kaelan eine der größten Herausforderungen bevor. Der Stein des Feuers befindet sich in den Roten Bergen und damit in direkter Nachbarschaft zu Dakenhall, wo Konstantin bereits Vorkehrungen getroffen hat, die verhindern sollen, dass die Cays das Tal der Drachen jemals erreichen. Können Noah, Liv, Ari und Kaelan es mit List und Tücke trotzdem schaffen, Fineas unbeschadet ins Kloster zu bringen? Und welches Geheimnis hüten Ben und Mia vor ihnen? (Klappentext)

 

 

 

 

 

 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Lindwurm Verlag; Originalausgabe Edition (5. Oktober 2020)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 384 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3948695148
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3948695149
  • Reihe: Die Lichtstein-Saga Bd. 3   

 

 

 

Nachdem ich sozusagen 'gerade erst' Band zwei der Lichtstein-Saga gelesen habe (Andolas), habe ich hier in Band drei efreulicherweise sofort und problemlos Anschluss gefunden. Für mich der bislang gelungenste Teil der Saga - spannend, interessant, emotional und witzig: eine tolle Mischung, die Lust auf mehr macht! Doch lest selbst:


Dienstag, 15. Dezember 2020

Erdmann, Nadine: Die Lichtstein-Saga (2) - Andolas

Nach den dramatischen Ereignissen auf ihrer Reise zum ersten Lichtstein kämpft Noah mit schrecklichen Albträumen. Doch sind es wirklich nur Träume? Und welches dunkle Geheimnis hüten die, die ihm am nächsten stehen? Leider bleibt Noah und seinen Freunden nicht viel Zeit für Nachforschungen. Konstantin plant bereits seinen nächsten Schlag gegen die Hüter des Engelslichts und die Freunde müssen sich zügig auf die Reise zum zweiten Lichtstein begeben. Der Weg durchs Ewige Eis der Weißen Berge steckt allerdings voller heimtückischer Gefahren… (Klappentext)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ Lindwurm Verlag; Originalausgabe Edition (6. Juli 2020)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 330 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3948695067
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3948695064
  • Reihe: Die Lichtstein-Saga Bd. 2  
 
 
 
 
 
Endlich habe ich auch Band 2 der Lichtstein-Saga gelesen. Den ersten Band stellte ich hier im Blog bereits im Januar 2019 vor: AQUILAS. Es ist immer schön, bekannten Figuren wiederzubegegnen, und auch wenn es jetzt länger her ist, dass ich mich nach Interria begeben habe, war ich doch recht schnell wieder drin im Geschehen. Mehr dazu könnt Ihr hier lesen:


Sonntag, 13. Dezember 2020

Frauenportrait

 Liebe Freunde von Litterae Artesque,

Unter TinSoldier bloggt veröffentliche ich neben Rezensionen auch andere Beiträge. Unter der Rubrik „Zeichnungen und Fotos“ könnt Ihr da einiges finden. Heute kommt also ein neuer Post mit einer Zeichnung und Ihr seid die Ersten, die das Bild zu sehen bekommen, denn eigentlich ist es ein Weihnachtsgeschenk für die abgebildete Person. Was meint Ihr, wird es gefallen??



Portraitzeichnung
Graffit/Kohle auf Zeichenkarton
Format 40x50 cm
Copyright: R. Fröhlich (TinSoldier)

Samstag, 12. Dezember 2020

Grünlich, Peter: Der Alleswisser

Da fällt mir doch im Internet ein eigenartiges Buch in die „Hände“. Einige Tage später lag es vor mir, ich bedanke mich hier schon mal für das Rezensionsexemplar, die Mail zum Buch ist leider verschwunden.

DER ALLESWISSER. Aha. Der Untertitel ist viel interessanter: „Wie ich versucht habe, Wikipedia durchzulesen“. Es ist, was es ist, ein sehr unterhaltsames Schmökerbuch, welches einem diese sogenannte Enzyklopädie näher bringen kann. Großer Plan, damit das „Gedächtnis der Menschheit“ abbilden zu wollen. Den Autor, Peter Grünlich, brachte es zu diesem „spektakulären Selbstversuch“, der zu „erstaunlichen Entdeckungen“ führte. Die hat er gesammelt und im YES-Publishing Verlag veröffentlicht.

 

Gleich zu Beginn erzählt der Autor, dass er alphabetisch vorgehen wollte, was er aber schnell wieder aufgab. Der Zufall bringt genug skurrile, interessante, unglaublich und unwahre Dinge zu Tage. 

 

Komischerweise löschen die Wikipedia-Wächter schnell Dinge, die dem Geist der Wissenschaftlichkeit nicht entsprechen wollen, lassen aber andererseits viel Unsinn drin stehen. (Wenn man selber gelegentlich "mitschreibt", wundert einen so manche Reaktion schon.


Sei es wie es soll:  Wir finden etwas zum Sterben und Nichtsterben, was über die Vereinigten Staaten von Ostafrika, „alles“ über Heilsbringer, Prediger und Erlöser, lernen, dass es in Rom eine virtuelle Adresse für Obdachlose gibt, Gebirge, die es nie gab, einen Mann den man (fast) nicht umbringen konnte, kurz, allerlei Kurzweil. 

 

Es lohnt sich, das Buch zu erwerben, durchzuschmoren und dann gleich zu verschenken. 

Viel Spaß.


Ach ja, der Autor hat seine Bücher bereits über 600 000 Mal verkauft und hat sich ein Jahr für dieses Experiment frei genommen. (!). der Journalist bietet sich für ein kleines Trinkgeld als Telefonjoker bei "Wer wird Millionär?" an. Vielleicht ist ein Typ, der Wikipedia durchgelesen hat, genau der Richtige dafür.

 

© Bücherjunge

Sonntag, 6. Dezember 2020

Turner, Ralph V.: Eleonore v. Aquitanien

Königin des Mittelalters


Es scheint für mich ein lit(t)erarisches 12. Jahrhundert zu geben. Erst kürzlich begab ich mich noch einmal in die Zeit des Kaisers namens Barbarossa. Dort begegnete mir als Frau dessen einstigen Freundes und ständigen Widersachers, Heinrich von Sachsen und Bayern, ein Mädchen namens Matilde wieder, welche 11jährig mit ihm verbunden wurde. Die Eltern waren ein gewisser Heinrich II. Plantagenet und Eleonore von Aquitanien. Aquitanien war, ein paar Jahrhunderte früher, Thema auf unserem Blog. Ein Vorfahr namens Eudo war damals Herzog in diesen Ländereien. Mehr bekannt als Eleonore ist Richard, ihr Sohn, Löwenherz genannt, als Richard I. König von England. Doch heute und hier soll es um seine Mutter gehen. Eleonore, Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich, danach von England. Geliebt, gehasst...

Herzogin - Königin - Frau und Mutter Wir können gleich beginnen mit zwei herausragenden, für das 12. Jahrhundert ungewöhnliche Fakten: 1122 geboren in Poitiers oder Bordeaux, starb sie 1204 im französischen Kloster Fontevrault. Sie wurde 82 Jahre alt. Ein stolzes Alter, ebenfalls für eine Frau aus dem Adel, zumal sie mit Marie, Alix, Wilhelm, Heinrich, Mathilde, Richard, Gottfried, Eleonore, Johanna und Johann zehn Kinder gebar, das letzte im Alter von fünfundvierzig Jahren. Die Faszination für diese Frau hat natürlich was mit ihrer robusten Gesundheit und dem langen Leben zu tun, welches ihr vergönnt war, sicherlich eine Voraussetzung für die hohe Bedeutung und ihren Bekanntheitsgrad.

Samstag, 5. Dezember 2020

TinSoldier‘ s Bücherstapel - Blogpost Nr. 168

 Blogpost Nr. 168

TinSoldier´s Bücherstapel Ausgabe Dezember 2020

Nach längerer Zeit mal wieder eine neue Ausgabe für den Bücherstapel.

Auf meinen Bücherstapel lege und empfehle ich gute Bücher zu interessanten Themen aller Genres,
die ich aus den jeweils aktuellen Neuerscheinungen des Buchmarktes auswähle.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Baum, Beate: LOCKED ...

... Reiseautorin im Shutdown

Ein schmales grünes Bändchen, welche nie geschrieben werden sollte. 

Nun ja, eine bestimmte Menge des Inhaltes sollte schon irgendwann geschrieben werden. Oder vielleicht. Von einer Autorin, die durch ein Virus und die darauf folgenden staatlichen Maßnahmen gehandicapt ist. Sie ist Reiseautorin und da steckt das Wort Reise schon mal drin. Dummerweise fielen aber so einige Vorhaben ins Wasser. Ebenso eine Menge von Kulturveranstaltungen, über die Beate Baum sonst geschrieben hätte.

Nichts da mit ABFLUG. Weil Deutschland im Frühjahr nach Italien schaute, zum Beispiel nach Bergamo, das ist die lombardische Stadt, in der das Militär die Särge mit den an Covid-19 Verstorbenen mit Lastern abtransportierte, musste die Autorin auch selbst jeden Abflug verschieben und schreibt nun rückblickend über BELLA ITALIA. Zwangsläufig auch übers Essen und, nicht zu vergessen, über Pasta. Anschließend bewegt sie sich weiter auf eine grüne Insel. Das das irische GALWAY europäische Kulturhauptstadt wurde, war Grund genug, dort wieder einmal vorbei zu schauen. Wiederum  im letzten Jahr. Man bekommt gleich Lust wieder zu starten. Einmal in Irland und man möchte wieder hin. Bier und Whiskey, volle Pubs, geile Mugge... In den Zeilen von Beate Baum finde ich plötzlich Erinnerungen. Reisefieber...

Der kürzeste Weg in Richtung Heimat würde wohl über England führen. OH BRITANNIA! überschreibt sie das nächste Kapitel und zeigt, dass wir, die wir zumeist „nur“ von Hauptstadt zu Hauptstadt reisen, eher nicht ein englisches Seebad besuchen werden. Wer fährt schon nach England zum baden...  (Doch vielleicht hat sie den überheblichen Festlandeuropäer angestachelt...)

Zwischendurch kommt sie immer auf Dresden, die Wahlheimatstadt zurück und beklagt, mit Recht, die eingeschränkten Kulturmöglichkeiten und, ebenso mit Recht, die ungenügende finanzielle Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern.