Sonntag, 1. September 2019

Turhan, Su: Der Schnitzer (Kalender-Thriller September)

Wie jeden Monat in diesem Jahr starte ich auch den September wieder mit der Reihe der Kalender-Thriller...

Nett und flott zu lesen war dieser Band zwar, aber insgesamt konnte er mich nicht so recht überzeugen. Weshalb nicht, kann hier nachgelesen werden:











Inhalt: (Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur) 

Marlene Still zieht nach Regensburg und heuert bei einer Privatdetektei an. „Bei mir ist alles knapp“, sagt die geschiedene Zweiundvierzigjährige. „Die Geduld. Der Sex. Die Zeit. Das Geld.“ Zumindest den letzten Punkt kann sie jedoch sofort angehen: Ihr erster Auftrag führt sie auf die Spur eines jungen Mannes, der seine Adoptivfamilie vom einen auf den anderen Tag verlässt. Kann sein Verschwinden mit den Umständen des Todes seiner leiblichen Mutter in Verbindung gebracht werden? Sie hatte sich kurz nach der Entbindung das Leben genommen; der leibliche Vater des Jungen konnte nie ermittelt werden.












ZU WENIG SEITEN...


Regensburg (Quelle: Pixabay)

Marlene Still verliert ihren Job in München und muss sich daher wohl oder übel auf ein Angebot aus Regensburg einlassen. Ihre pubertierende Tochter wehrt sich mit Händen und Füßen gegen den Umzug, doch es bleibt keine andere Wahl. Gleich ihr erster Fall in der neuen Privatdetektei hat es in sich. Ein Ehepaar beauftragt sie hierauszufinden, weshalb ihr Sohn beschlossen hat, an seinem 18. Geburtstag auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden und den Kontakt zu ihnen abzubrechen. Im Rahmen der Ermittlungen kommen Marlene und ihr Kollege ungeahnt einem Serienmörder näher, der seit Jahren in der Gegend sein Unwesen treibt und dabei eine gruselige Mission verfolgt. Doch was haben die beiden Fälle miteinander zu tun?


"Bei mir ist alles knapp", sagt die geschiedene Zweiundvierzigjährige. "Die Geduld. Der Sex. Die Zeit. Das Geld."


Dieser Shortthriller zeigt wieder einmal auf, weshalb ich mit dieser Kurzform so häufig meine Probleme habe: das Ding hat einfach zu wenig Seiten. Hier beschränkt sich Su Turhan nicht allein auf die Lösung des Falls, sondern wechselt ständig die Perspektive zwischen der Privatermittlerin Marlene Still und besagtem Serienkiller, präsentiert die privaten Probleme Marlenes mit ihrer pubertierenden Tochter und blickt in Marlenes Vergangenheit, ja, und nebenher bahnt sich noch eine kleine Liebelei zwischen Marlene und ihrem Kollegen an. Hallo? Das ist zu viel für gerade einmal 112 Seiten, und keinem der genannten Themen wird das hier gerecht. Für einen Thriller mit üblichem Seitenumfang wäre das jedoch m.E. ein guter Plot gewesen.

Genervt hat mich die Attitüde Marlenes, ständig von sich selbst als 'Frau Still' zu reden oder zu denken - so à la 'Was tust du da, Frau Still?' oder 'Gut gemacht, Frau Still'. Das fand ich doch recht merkwürdig. Der Fall selbst ist jedoch spannender als zunächst vermutet, und auch die Auflösung gefiel mir, auch wenn diese ebenfalls mehr Raum gebraucht hätte.

Insgesamt nett und flott zu lesen, aber zu viele Mankos um wirklich gut zu sein.


© Parden









Produktinformation: (Quelle: Amazon.de)
  • Format: Kindle Ausgabe
  • Dateigröße: 221 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 108 Seiten
  • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. September 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00KP5811U



Informationen zum Autor: (Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur)

Su Turhan, 1966 in Istanbul geboren, hat Germanistik mit Schwerpunkt Filmphilologie studiert. Bereits während seines Studiums arbeitete er als Aufnahmeleiter und Regieassistent an diversen Filmprojekten mit. Für seinen Kurzfilm "Gone Underground", für den er neben prominenten Darstellern wie Ralph Herforth und Katja Flint auch den Kameramann Michael Ballhaus gewinnen konnte, hat er u.a. den Deutschen Kurzfilmpreis in Silber gewonnen. Sein erster Kinospielfilm "Ayla" feierte Welturaufführung auf dem Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2010 und wurde in New York und Siena mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. "Kommissar Pascha" wird, mit Tim Seyfi in der Hauptrolle, für "Das Erste" (ARD/Koproduktion BR) verfilmt.Su Turhan lebt und arbeitet heute erfolgreich als Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur in München.

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