Samstag, 23. März 2019

LBM 19: Der zweite Tag

Es war ein langer Tag, der Tag Zwei auf der Leipziger Buchmesse des Jahres 2019. Ein erfolgreicher Tag und ein Tag viel zu vieler Bücher, die ich aus den Messehallen zum Auto schleppte. Ein buntes Sammelsurium. 




Wen wunderts, dass ich dieses zweite Wannenbuch DIE SILBERFÜRSTIN haben wollte, nachdem ich vor drei Wochen immer noch erkältet aus der Wanne stieg mit dem Gedanken „Verdammt: Das Ding ist ein Dreiteiler“.  Also musste ich zur Edition Wannenbuch und mir den zweiten Teil besorgen. Der nächste Weg führte mich zwei Reihen weiter zur Autorin Claudia Puhlfürst, die ich dann fragte, warum sie denn nun gerade ein Plastik- Buch bei diesen Entsorgungsschwierigkeiten für "Plastikmüll" schreiben musste. Da kam ich dann nicht ohne die mysteriösen ungelösten Fälle in KEINER KENNT DIE WAHRHEIT davon. Deutlich zu erkennen, ich habe Shakespeares Enkel aufgesucht, die sind seit einiger Zeit gelegentlich, eher öfter, Thema auf diesem Blog.






Etwas ernster geht es zu, wenn Maggie Yellow Cloud als Lakota-Ärztin bei den Navajo ermittelt in DAS VERKAUFTE HERZ. Man ahnt es, ich war beim Traumfängerverlag. Das Buch ist von Brita Rose-Billert, die mich in ihr Herz geschlossen hat, seit ich die geistige Verwandtschaft ihres Ryan Hawk mit einem gewissen Stein mit Hörnern feststellte. Außerdem drückte sie mir noch TOTE KILLER KÜSSEN BESSER in die Hand. Na dann...

Dabei lernte ich von Kerstin Groeper gleich wie Tokei-itho (Tokahe itho = Immer zuerst) richtig heißen müsste. Außerdem muss sich ihr Commissario Marchelli mit Schamanentum und Betrügereien in der Toskana auseinandersetzen in IM SCHATTEN DES SCHAMANEN.

Bei Salomo Publishing erweiterte ich die Sammlung der Bücher von Hans-Joachim Böttcher um die Biografie der ANNA von SACHSEN (1567 – 1613): WENIG UND BÖS WAR DIE ZEIT MEINES LEBENS.

Beim Schlendern zwischen den Verlagen fiel mir plötzlich ein Plakat auf: Ein Oberst a.D. der Luftwaffe schrieb über Krisenmanagement in Unternehmen in einem mir gut bekanntem Verlag (Boorberg). Da sah ich mich um und nachdem mir Jörg H. Trauboth den Inhalt von DREI BRÜDER und OPERATION JERUSALEM skizzierte, fragte ich ihn ob er ein Tom-Clancy-Fan wäre. Er fragte zurück, woher ich das wüsste: Blanke Kombination, antwortete ich und er bejahte.


Das ist alles wichtig und schön und gut und interessant, die beiden wichtigsten Bücher, die ich auf der Buchmesse erhielt sind letztlich (ohne den morgigen Tag abzuwarten) wohl diese beiden hier. 



Von RUSSISCHES ROULETTE von Horst Teltschik hatte ich letzte Woche im Spiegel gelesen, das Buch stellte der C.H. Beckverlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung. Aktuell denn je werde ich hier demnächst den Bogen schlagen zu DEUTSCHLANDSPIEL

Mehr zufällig lauschte ich einer Lesung des schon älteren Autoren Dieter Schiller über Johannes R. Becher. Dessen Worte und Zeilen nahmen mich für dieses Buch ein, welches sich vermutlich dadurch auszeichnen wird, dass hier der Dichter herausgestellt wird in den Bedingungen seiner Zeit, die den Beginn eines kalten Krieges bedeutete, der heute in einen kalten Frieden umzuschlagen droht, womit der Bogen zu Horst Teltschik hergestellt ist.

© URDD
Interessant war auch die Diskussion zwischen Helge Malchow (Verleger von Kiepenheuer & Witch) mit Florian Illies (seit kurzem Rowohlt-Verleger), moderiert von Denis Scheck im ARD Forum. EIN HERZ FÜR BÜCHER - VON DER KUNST, EINEN VERLAG ZU LEITEN. Es ging um Bestseller, Dauerseller, Shortlists und darum, Bücher zu verlegen, die die Leser lesen wollen und solche, die die Leser lesen sollen, und wie man das miteinander verbindet. Eine Menge Leute hörten da im ARD-Forum zu.

Morgen gibt es einige Lesungen, ein paar Geschenke brauche ich noch und dann begebe ich mich „aus gegebenen und bereits angekündigten Anlass“ auf die Spuren von B. Traven. Passt.

Der Bücherjunge

1 Kommentar:

  1. Hier hatten Planung und Zufall wohl gleichermaßen die Hand im Spiel. Klingt nach bunten, vollen Tagen...

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