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Sonntag, 21. April 2024

Kerstin Groeper erzählt Indigene Märchen


Im Literaturunterricht in der Schule lernten wir etwas über Fabeln. Tiere, gelegentlich Pflanzen übernahmen die Rollen von Menschen, und dadurch wurden in kurzen Prosatexten den Menschen Lehren oder kleine Belehrungen erteilt. Märchen dagegen enthalten bei uns meist wundersame Begegnungen, manchmal Zauberei und lassen sich von mythologischen Sagen und Erzählungen manchmal nur unscharf trennen.

Indigene Märchen lassen sich auf diese Weise nicht einfach trennen, aber auf eine literaturwissenschaftliche Erläuterung kommt es gar nicht an. In ihnen wird die Schöpfung, die Mythologien, Märchen und Fabeln fast gleichermaßen erzählt. Manchmal erscheint uns das wundersam.

Freitag, 29. März 2024

Rose-Billert, Brita: Maggie Yellow Cloud - Der Mann ohne Gesicht

Als ich ein kleiner Junge war, und nein, hier kommt jetzt, obwohl ich in Dresden ein solcher war, nichts über Erich Kästner, waren Indianerbücher ständige Begleiter meiner gelegentlichen Stubenhocker-Freizeit. Besonders hatten mir es die Geschichten von Liselotte Welskopf-Henrich angetan. doch soll es hier einmal nicht um diese Autorin gehen.

Einen ähnlichen Faible hat Brita Rose-Billert für die genannte übrig und auch ihre eigene Sicht.

Ich lernte die schreibende und reitende Erfurter Krankenschwester vor Jahren auf einer Buchmesse kennen und mit ihr neben anderen Figuren auch diese Maggie Yellow Cloud, deren Name auf das angezeigte Faible hindeutet, aber Yellow Cloud scheint ein geläufiger Name zu sein, beziehungsweise einer wirklich großen Familie zu gehören. 

Maggie ist Ärztin und nun ist eine Lakota Ärztin in Gefahr...

Samstag, 1. Juli 2023

Armstrong, Nancy M.: Kee - Der lange Marsch der Navajo

Die Navajo, oder Diné finden sich hier auf unserem Blog schon mehrfach. Das nun hier vor mir liegende Kinderbuch erzählt von einigen Jahren dieses nordamerikanischen indigenen Volkes, die schmerzhaft in die Geschichte der Navajos eingegangen sind, trotz eines einigermaßen glücklichen Endes.

Kee ist der Sohn von Strong Man und Gentle Woman, der mit der Großmutter Wise Woman und der kleinen Schwester Hasba. Noch gehören Raubzüge, bei denen Jagdbeute und Pferde und Schafe das Ziel sind zu den Gewohnheiten der Männer. Auch Strong Man geht dieser "Arbeit" nach, der kleine Kee will ihm dabei später nacheifern. 

Die amerikanische Regierung beschloss nun, die Navajos "umzusiedeln" und 300 Meilen weiter östlich in eine Reservation zu bringen. Damit beauftragte sie einen bekannten Armeeoffizier namens Kit Carson.

Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges kam es dazu und 1863/64 erfolgte diese zwangsweise Umsiedlung aus Arizona nach New Mexico. 8000 Navajos begaben sich auf den Langen Marsch von Fort Defiance nach Fort Sumner.