Freitag, 25. Oktober 2013

Dresdner Herbst

Indian Summer. So heißt der Herbst mit den buntbelaubten Bäumen in Nordamerika. Wir nennen ihn höchstens ► Altweibersommer. Wahrscheinlich kommt das von den bunten Kopftüchern, die die alten Weiber früher so trugen wenn es kühl wurde.

Wiki erklärt es ein bißchen anders.

 Jedenfalls hat KaratekaDD mal wieder versucht, seine Heimatstadt in Bildern einzufangen. Dazu ist gar nicht so weit weg gewesen von dem Ort, andem er die meiste Zeit der Kindheit und Jugend verbracht hat.

Denn gleich nebenan gab es den Volkspark. Da waren wir als Kinder spielen. Der Blick zum ► Fernsehturm in Dresden ► Wachwitz hat uns damals wahrscheinlich noch nicht so interessiert. Allerdings konnte man zu dieser Zeit noch hinauffahren und den Blick im Fernsehturmkaffee in die entgegengesetzte Richtung schweifen lassen.
Der Herbst
Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen,
Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet,
Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet,
Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.

Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet
Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen

Die Zweig' und Äste durch mit frohem Rauschen,
Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet
Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

Friedrich Hölderlin   (1770 - 1843)
 
 
 Motive sind reichlich vorhanden. Im Sonnenlicht glänzt der ►Rathausmann auf dem ► Rathausturm, der sich aus dieser Perspektive über der Stadt erhebt. Herkules grüßt die Stadt unter sich.

Den hat die Stadt auch vor genau 100 Jahren gebraucht. denn im August 1813 tobte hier auf der ► Räcknitzhöhe die ► Schlacht von Dresden. Heute steht da der Bismarcturm.







Herbstlied 
Der Frühling hat es angefangen,
Der Sommer hat's vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht!

Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus,
Und geht dann wie am Bettelstabe,
Ein armer Mann, nach Haus.
Voll sind die Speicher nun und Gaden ,
Dass nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht.

Er will uns ohne Dank erfreuen,
Kommt immer wieder her:
Lasst uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798 - 1874)






Irgendwie werde ich bei diesem Bild an LORIEN erinnert, beim Blick duch den sucher hoffte ich, dass mir GALADRIEL begegnet, die strahlenumkranzte Maid aus dem Elbenvolk. Sie lebt mit Celeborn im Goldenen Wald.

  
Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur! Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
 
Friedrich Hebbel
(1852)
 

Ein kleines Stück nach rechts, schon wird die Perspektive anders. Nun lugt hinter dem Turm des Neuen Rathauses die Steinerne Glocke hervor. ► George BärsFrauenkirche.

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
mit goldnem Wein und Frucht der Gärten,
rund schweigen Wälder wunderbar
und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.


Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluss hinunter,
wie schön sich Bild an Bildchen reiht –
das geht in Ruh und Schweigen unter.

Georg Trakl
(Gedichtausgabe 1913)



© KaratekaDD

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Urlaub in der Toskana Oktober 2013 - Landschaften



Fällt der Name Toskana, dann denkt man an Olivenhaine, Weinberge und Zypressenalleen, die sich durch sanft gewelltes Hügelland schlängeln. 
Doch das Landschaftsbild der Region ist vielfältiger - und bei weitem nicht immer so lieblich, wie es die Postkartenidyllen glauben machen. Der überwiegende Teil der Region ist hügelig, der Nordwesten sogar gebirgig, der Südwesten dagegen, an der Küste, eher flach und eine ehemalige Sumpflandschaft.





























Der Apennin, der ganz Italien kettenförmig durchzieht, bildet auch das gebirgige "Rückgrat" der Toskana und wird hier Toskanischer oder Etruskischer Apennin genannt. Südlich des Arno entsteht trotz der teilweise beträchtlichen Höhe (bis 1056 m) nicht der Eindruck eines Gebirges. Keine zusammenhängenden Höhenzüge, sondern ein sanft gewelltes Hügelland, aus dem einzelne Berge herausragen, bestimmen das Bild dieser Gegend.




Während es im Norden zwischen Pisa und Florenz einen eher dicht besiedelten Gürtel gibt, stehen dem im Süden schwach besiedelte Gebiete mit großen Ackerflächen, Wäldern und einsamen Gehöften gegenüber, die teilweise auch verlassen sind.













In manchen Gegenden kann man stundenlang durch die Gegend fahren, nur gelegentlich entdeckt man ein Haus, oft schon verfallen, seltener noch einen Menschen. Nachdem wir einmal bereits 20 Minuten durch die Hügel gefahren waren ohne dabei auf ein Zeichen von Zivilisation zu stoßen (abgesehen mal von der Straße), waren wir nicht wenig überrascht, plötzlich ein verbogenes Schild: Achtung Zebrastreifen zu sehen. Als wir um die Kurve bogen, standen da ganze drei halbverfallene Häuser, und von dem Zebrastreifen waren am Rand der Straße noch die Ansätze der Weißbemalung zu erkennen, ein Viertelstreifen vielleicht auf jeder Straßenseite. Wir haben so gelacht - fehlte nur noch die Bahnschranke auf dem Feldweg, und weit und breit keine Schienen zu sehen.



Die Toskana hat eine rund 300 km lange Küstenlinie. Im Norden der Region ist die Küstenebene ein schmaler Streifen vor dem Hintergrund der Apuanischen Alpen, mit langen Sandstränden und einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur. Südlicher gibt es die Küstenebene, die unter dem Namen Maremma bekannt ist. Jahrhundertelang war diese sandige Ausgleichsküste wegen der Malariaverseuchung der Küstensümpfe gefürchtet.

Bei diesem kleinen Hafen oben auf dem Bild tauchte die Frage auf, wie wohl die Bootsbesitzer zu ihren schwimmenden Fahrzeugen kommen. Durch hüfttiefes Wasser waten? Bootstaxi? Schwimmen? 
Während unseres Aufenthalts dort konnten wir die ersten beiden Varianten beobachten.









Und zum Abschluss des Tages noch ein schöner Sonnenuntergang am Meer. Auch so etwas hat die Toskana zu bieten.




© Parden



Mittwoch, 23. Oktober 2013

Pieper, Tim: Mord im Tiergarten



Blutige Adler bleiben zurück - Grausige Morde im Berliner Tiergarten

Des Dr. Otto Sanftlebens zweiter Fall
von Tim Pieper

Der bereits aus MORD UNTER DEN LINDEN bekannte Kriminologe und Sportsmann wird einige Jahre nach dem ersten Fall von Commissarius Funke gebeten, an einem grausigen Mordfall mitzuwirken. Begleitet wird er von seinem inzwischen erwachsenen Leibdiener (?) Moses, einem Schwarzafrikaner, der ihn duzt.
Ein von extremem Antisemitismus beherrschter, ehemaliger Mitbewohner von "Nueva Germania" in Paraguay, betet Odin, den Chef der nordischen Götter an und bringt im Opfer dar. Nach einem nordischen Ritus der Wikinger: Den Blutadler.

© Tim Pieper
Otto muss sich nicht nur mit dem Fall auseinandersetzen, er muss auch mit seinem Moses eine Segelregatta (Bild links) siegreich bestreiten, zumindest gegenüber einem überheblichen, wohl ebenfalls antisemitisch eingestellten Professor. Ach ja, eine Frau tritt in sein Leben. Bekannt aus der Jugendzeit. Die sehr selbstständige, vegetarische, nicht gerade gesellschaftskonforme Malerin und Zeichenlehrerin Igraine Raab. Ob da was passiert?


Wir schreiben das Jahr 1896. Das Deutsche Kaiserreich sucht seinen Platz in der Welt. Es hat da in Absprache mit dem British Empire eine südwestafrikanische Enklave abbekommen. Dort, im heutigen Namibia, leben die ►Hereros. Von diesen ist der Enkel eines Häuptlings mit weiteren anlässlich einer Gewerbeausstellung in Berlin. Die treten da als "Schauneger" auf und müssen seltsame Tänze in seltsamen Gewändern aufführen. Wilhelm Mahaero, so heißt der Hereroprinz, kann ein wenig dagegen angehen.

Können Dr. Otto Sanftleben und Commissarius Funke, welcher dem "dritten Geschlecht"[1] (so nannte man das damals) zugeordnet werden kann, den Fall klären?

* * *
Quelle
Neu -Germania? Was ist denn das? Aha, eine von einem gewissen Bernhard FÖRSTER gegründete Siedlung für "reinrassige" Germanen, frei von jedem jüdischen Einfluss. Nur sind wohl einige Bewohner noch nicht reif für dieses Unternehmen. Der Förster hatte vermutlich schon Selbstmord begangen und nun zwingen einige versaute "Herren" einen jungen unschuldigen Germanen zum Sex mit einer wegen ihrer Rasse minderwertigen Eingeborenen. Da muss man doch zum Verbrecher werden, später in der Hauptstadt des Deutschen Kaisereiches, bei den vielen Juden, die dort leben und vor allem weil man mehrfache Befriedigung bei diesem Akt im Urwald hatte.

Nein, keine Angst, ich schreib in diesem Stil nicht weiter. (Klicken sie mal auf die Bildquelle) Aber ich denke, damit wird schon im Prolog des Romans ersichtlich, es geht um ►Antisemitismus und ► Fremdenfeindlichkeit um die Jahrhundertwende. Tim Pieper wagt die Gratwanderung, diese Themen in einem Roman zu behandeln, der außerdem eine ganze Reihe von amüsanten Episoden aufweist. Der Autor hat tief in die Recherchekiste gegriffen, denn manch bekannter Antisemit kommt im Roman vor bzw. wird zumindest benannt. ( Ahlwardt, Henrici u.a.), Er lässt seine Hauptfigur in einem Lokal einer antisemitischen der Versammlung extremster Art beiwohnen. Er lässt auch kein Hehl daran, dass bereits hier die Grundlage für die ca. 40 Jahre später einsetzende systematische Verfolgung von Juden durch die Nationalsozialisten gelegt wurde. Nicht erst hier, auch schon früher. In einem Gespräch mit dem Commissarius führt ein gefährdeter jüdischer Reichstagsabgeordneter aus, warum die Juden in so vielen Ländern auch im Ausklang des 19. Jahrhunderts noch so angefeindet werden. Dem (bisher) weniger an Geschichte interessierten Leser wird viel Stoff an die Hand gegeben. Eine Vertiefung mittels Lexika und Internet ist durch viele historisch genaue Angaben sehr leicht möglich.

Tim Pieper hat einen historischen Kriminalroman geschrieben. Natürlich soll der kein Sach- oder Lehrbuch sein. Persönlich will ich aber anmerken, dass dem Aspekt, dass es neben dem offensichtlichen extremen Antisemitismus auch einen latenten, vielleicht sogar flächendeckenden gab, mindestens aber die flächendeckende Fremdenfeindlichkeit gegeben hat, zuwenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Das oben erwähnte Gespräch zwischen Funke und Wolfsohn hätte mit 1,5 Seiten mehr, dies noch beschreiben können. Oder Otto hätte mit Moses kurz darüber sprechen können. Immerhin wollte er ihm zu einem Studienplatz an der Universität verhelfen und dort stieß Moses ob seiner Hautfarbe an Grenzen.

* * *

Quelle wiki
Dr. Otto von Sanftleben ist Kriminologe und Psychiater. Schon vom Elternhaus her gut begütert, hat er neben einer Karriere als Sportler (Radrennen) auch eine Reihe von Büchern geschrieben. Er beschäftigt sich mit Verbrecherphänomenologie. Er untersucht das Verhalten von Tatverdächtigen zum Beispiel deren Körpersprache bei Vernehmungen. Außerdem ist er bei einem damals bekannten Psychiater und Rechtsmediziner in die Lehre gegangen: Richard FridolinJoseph Freiherr Krafft von Festenberg auf Frohnberg, genannt von Ebing. Den könnte man auch schon einen Kriminologen nennen. Berühmt wurde er zum Beispiel dadurch, dass er Homosexuelle zwar durchaus als pervers ansah, dies aber auf Ererbung zurückführte und somit der Meinung war, dass sie nicht vor den Kadi gehörten. Nun warum schreibe ich das hier rein? Der Otto Sanftleben arbeitet ja mit dem schwulen Commissarius Funke gut zusammen. Vermutlich hat der Krafft-Ebing eine Aktie am modernen Verhalten unserer Hauptfigur. Tim Pieper, bzw. Dr. Otto Sanftleben bezieht sich da auf dessen Werk "Lehrbuch der gerichtlichen Psychopathologie" von 1881.[2] Auf der Grundlage der Theorie über die Melancholiker und deren Verhalten suchen Sanftleben und Funke nach dem Mörder.[3]
Auch seine Verbrecherphänomenologie[4] ist heute wohl ein klein wenig überholt, aber sehr interessant ist für Laien und Profis der Ausflug in die forensischen Wissenschaften um die vorletzte Jahrhundertwende. Heute würde man Ottos Herangehensweise wohl eher der Vernehmungspsychologie zuordnen.  Bei Vernehmungen übrigens wendet er Mittel an, die heute verboten sind, wie das Einschüchtern von Delinquenten, die tatsächliche oder vermeintliche Drohung mit Gewalt. Zumindest weiß Sanftleben aber schon, dass er sich hier in einer Grauzone befindet, damals vor 115 Jahren. 

"Nicht die Kriminellen interessieren mich, sondern ihre Überführung", erwiderte Otto. "Wenn ich ihren Gesichtsausdruck beobachte, wenn ich dem Tonfall ihrer Stimme lausche, dann offenbaren sie mir ihre dunkelsten Geheimnisse, ob sie wollen oder nicht." [5]

© Tim Pieper
Tim Pieper bemüht sich außerdem, seinem Leser die Stadt Berlin und deren reizvolle Umgebung nahezubringen. Auch hier bekommt der daran interessierte Leser  viel Stoff zur Recherche. Hierzu hat er auf seiner Webseite auch ein paar Bilder eingestellt.

Auf diesem Bild ist der Schauplatz des Buchfinales zu sehen. 

Quelle
Auf den ersten Blick scheint die Siegessäule auf dem Buchdeckel auch heute noch dort zu stehen. Denkste. Links daneben würde der Deutsche Reichstag auftauchen. Glaubt ihr nicht? Dann seht mal hier:




***
Die Figuren Otto, Moses, Funke, Igraine, auch der etwas seltsame Kriminalwachtmeister Holle und der Schutzmann Stresow, ebenso der zu Beginn eher undurchsichtige Reisefreund Ottos, Daniele Vicente sind interessante vielseitig "gezeichnete" Personen. Deren Interaktion ist trotz des sehr ernsten Themas auch mal sehr lustig, z.B. ist das Training für und dann die Segelregatta selbst sehr schön zu lesen und macht Spaß.
Die Gegenspieler, Prof. v. Trittin, Leiser und andere bleiben auch nicht farblos.

***
Dem Autor ist sein nunmehr drittes Buch sehr gut gelungen. Zweihundertzweiundfünfzig Seiten waren schnell bewältigt. Die Spannung lies niemals nach. Die suche nach dem Verbrecher hielt bis zuletzt an. Sehr schön war der Einstieg durch einen Zeitungsartikel, der den Leser gleich in die richtige Zeit katapultierte. Das hat Tim Pieper auch schon beim "Lindenmord" so gemacht. Ebenso ist der vorangestellte Prolog ein wiederkehrendes Element. Ohne diesen würde der Leser vermutlich gar keinen Bezug zum Täter herstellen können. Mal abgesehen davon bekam der Leser gleich mal staunende Augen, denn von Neu-Germanien haben bestimmt noch nicht so viele gehört oder gelesen.

Ich wünsche mir weitere spannende Bücher von Tim Pieper. Danke für das Buch mit Widmung und Danke auch für deinen Einsatz in der buchgesichter.de - Leserunde.

(Auf die weibliche Form LESERIN habe ich aus Gründen der Lesbarkeit verzichtet ;) )

► Mord im Tiergarten in der Deutschen Nationalbibliothek

© KaratekaDD


[1] alter Begriff zur Umschreibung der Homosexualität 
[2] siehe PIEPER, Tim: Mord im Tiergarten, Emoms:, 2013, Seite 255 
[3] die Ausführungen über die Melancholiker sind vermutlich veraltet. Den vier Temperamenten zugeordnet, welche heute ebenfalls als überholt gelten, waren Melancholiker demnach traurig, trübsinnig, misstrauig aber auch verlässlich und selbstbeherrscht. 
[4] der heute gebrächliche Begriff der ►Kriminalphänomenologie befasst sich mit den Erscheinungsformen des Verbrechens, bzw. der Straftaten überhaupt. Dazu gehören Vorbereitung, Ablauf (Modus Operandi), Art und Umstände, Gelegenheiten, individuelle aber auch gesellschaftliche Hintergründe. Weitere Bestandteile der Kriminologie sind Viktimologie, Äthiologie, Pönologie, forensische Psychologie und die Kriminalstatistik. 
[5] Klappentext

Montag, 21. Oktober 2013

Indianer im Albertinum

Der Besuch einer Kunstausstellung im Dresdner Albertinum
Tekumseh, Keonuk, Black Hawk: Indianerbildnisse in Zeiten von Verträgen und Vertreibung
Das Indianische Museum des Ferdinand Pettrich (1798 - 1872)

Quelle

In der Woche, in welcher die Völkerschlacht bei Leipzig Tag für Tag durch die Medien tobt, bin ich den Hinweisen eines gewissen Hamburger Bloggers namens Jay gefolgt. Dieser hatte im Monat September auf eine Ausstellung mit seinem Post ► Tecumseh in Dresden hingewiesen. Es hat mich dieser Tage doch mal wieder nach Dresden verschlagen und so dachte ich, geh doch mal ins Albertinum. Eigentlich habe ich mit Kunst uns vor allem Skulpturen nicht sehr viel am Hut, kurz, ich verstehe auch nichts davon. Aber wer hier in diesem unseren Blog schon mal in meinen Posts (wollte sagen Beiträge oder auch Artikel) gestöbert hat, der weiß, momentan ist KaratekaDD auf dem Indianertripp. Dieser führt, obwohl eine Autorin namens ► Liselotte Welskopf-Henrich hierbei die Hauptsache spielt, zu Recherchen, welche immer mehr in die Tiefe gehen. Nein, nein, insgesamt soll hier kein Blog der ► Americans Native herauskommen. Das Thema wird allerdings noch eine Weile reichen, weil ja noch mindestens 10 Bücher auf dem längerfristigen Rezensionsplan stehen. Aber ich verzettele mich und komme daher auf die ► Staatlichen Kunstsammlungen Dresdens zurück.

© KaratekaDD
Im ► Albertinum ist derzeit (01.10.2013 - 02.03.2014) eine Ausstellung  folgenden Inhaltes zu sehen: ► TECUMSEH, KEOKUK, BLACK HAWK - Indianerbildnisse in Zeiten von Verträgen und Vertreibung. Tecumseh, ► "der sich duckende Berglöwe", ist ja vielen als Indianerführer der ► Shawnee bekannt. Keokuk war ein Häuptling der ► Sauk, der wohl als einer der ersten Land an an die Weißen verkaufte, wofür er zum Beispiel von ► Black Hawk verurteilt wurde. Black Hawk kannte ich bisher nur als ► Hubschrauber von Sikorsky, aber das passt ja: Schwarzer Habicht. Aber ich will hier ja nicht die Geschichte der drei Häuptlinge erzählen.


"Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Skulpturen des Dresdner Künstlers Ferdinand Pettrich (1798-1872), die er selbst in ihrer Gesamtheit als „indianisches Museum“ bezeichnete. Er fertigte hierzu als einer der ersten europäischen Bildhauer, Porträts von Oberhäuptern nordamerikanischer Stämme an, darunter Tecumseh, Keokuk und Black Hawk. Pettrich lernte bei seinem Vater, Franz Pettrich, an der Kunstakademie Dresden sowie bei dem Bildhauer Bertel Thorvaldsen in Rom und ging 1835 für acht Jahre nach Washington in die USA. Dort wurden zu diesem Zeitpunkt Verträge zwischen den indigenen Stämmen und der US-Regierung zur künftigen Landnutzung ausgehandelt. Während die junge amerikanische Nation eine weitere ländliche Ausdehnung anstrebte, kämpften die Ureinwohner um ihr physisches und kulturelles Überleben. In diesem Kontext schuf der Künstler seine Porträts: vier Flachreliefs, vier lebensgroße Statuen, 16 Büsten und neun Bozzetti aus terrakottafarben bemaltem Gips. Nach seiner Rückkehr nach Europa im Jahre 1858 übergab er diese zentrale Werkgruppe Papst Pius IX. als Geschenk." [1]

Nun ist das Indianische Museum in Dresden ausgestellt. Zu den staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören auch völkerkundliche Museen und Institutionen. Dazu zählen das ► Museum für Völkerkunde Dresden, das ►Völkerkundemuseum Herrnhut und das ► Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Von diesem Zusammenschluss vor einigen Jahren erwartete man "weitrechende organisatorische und vor allem inhaltliche Synergieeffekte bei Ausstellungen, Forschungsprojekten und in allen Belangen der Museumsarbeit.“[2]  Da liegt es doch nahe, eine Kunstsammlung vor allem ethnografischer Art als Sonderausstellung zu initiieren. Pettrichs Indianisches Museum wurde ja nach der Missionsausstellung Pabst Pius XI. gezeigt und danach als ethnografisches Dokument in das neu gegründete ► Missionarisch-Ethnologische Museum im ► Musei Vaticani eingefügt.[3] Daraus kann man schließen, dass Pettrichs Werke eher im ethnologischen Sinne denn als Kunstwerke wahrgenommen wurden. (► Indianer aus dem Vatikan)
Quelle

Der Westen der USA wurde zusehends ab 1820 erschlossen und dann besiedelt. Zudem kamen immer größere Scharen an Einwanderern in den USA an. Zusehends wurden die mehr östlich lebenden Indianerstämme in den 1830iger Jahren in Richtung Westen umgesiedelt bzw. vertrieben. Das ist die Zeit der Indianerhäuptlinge Black Hawk und Keonuk. Es kam zu Verhandlungen, die auch in der Hauptstadt geführt wurden. Delegationsmitglieder der Indianer wurden gemalt. (► Charles Bird King). Bezeichnenderweise wurde dessen INDIAN GALLERY im Kriegsministerium ausgestellt. Ab 1837 folgte dann der hier im Blog schon mehrfach erwähnte ► George CATLIN, welcher über 450 Gemälde und Zeichnungen ausstellte. Diese zeigten Porträts, Alltags- und Ritualszenen. Vermutlich in diesem Jahr nahm Pettrich auch die ersten Arbeiten seines Indianischen Museums in Angriff, welche er während seines Aufenthaltes in Brasilien fertig stellte. Im Jahre 1867 stellte Ferdinand Pettrich diese Sammlung in London aus.[4]

Indianergallerien gab es auch später immer wieder. Vor allem die Bilder nunmehr bekannter Maler ( und die hinzukommende Fotografie wurden in immer größeren Umfang ausgestellt. Bereits im Jahre 1869 wurde über 300 Photographic Portraits of North American Indians in the Gallery of the Smithsonian Institution ausgestellt.[5]Maximilian Prinz zu Wied brachte bereits 1834 „eine der heute wertvollsten ethnografischen Sammlungen“ nach Deutschland. Begleitet wurde dabei von dem bereits erwähnten Maler ► Karl Bodmer.[6]

* * *
G. Catlin: Black Hawk (Quelle)
Die aktuelle Ausstellung folgt nun der Idee, Skulpturen, Zeichnungen, Bilder und Fotos gemeinsam mit ausgewählten ethnografischen Stücken zu kombinieren. Natürlich ist der meiste Platz den Skulpturen des Dresdner Bildhauers eingeräumt. Die Skulpturen, Bozzetti, Reliefs stammen aus den Vatikanischen Museen, einzelne ethnografische Stücke ebenso aber auch aus den völkerkundlichen deutschen Museen. Außerdem wird in einem abgeteilten Raum Teile der ► Autobiografie (engl.) des Häuptlings ► Black Hawk vorgelesen, welche im ► GutenbergProjekt enthalten ist.[7] Ein weiterer Raum bringt dem Besucher die Möglichkeit, einen Teil der Fernsehdokumentation „Wir bleiben bestehen – Die Vision des Häuptlings Tecumseh“ (arte) zu sehen. Es geht ja nicht nur um den Bildhauer Pettrich, seine Bildnisse werden in den Kontext seiner Zeit, in die Zeiten von „Verträgen und Vertreibung“ gestellt. Daher ist die Ausstellung eben nicht „nur“ Kunstausstellung.

* * *

Beschaut sich der Besucher die Skulpturen dann kommt schon ein wenig Verwunderung auf. Einerseits werden Kleidung und Schmuck sehr detailreich dargestellt.[8] Gürteltuch, Leggins, Mokasins, Kopfschmuck die Felldecken als Umhänge erscheinen durchaus indianisch. Die Gesichter der Häuptlinge und Krieger sind tragen ernsthafte und stolze, entschlossene Züge, sie sind sich ihrer Kraft und ihrer Wirkung bewusst. Die wenigen Gesichter der Indianerfrauen sind aber viel weniger zu unterscheiden. Sie sind immer namenlos und unterscheiden sich auf den ersten Blick nur durch den Schmuck bzw. sichtbare Kleidung. Die Haartracht ist immer gleich, deutlich zu sehen an den Zöpfen. Das mag daran liegen, dass Frauen in den Delegationen der Stämme kaum eine Rolle spielten.[9]

Was in unseren Augen aber weniger indianisch scheint, das ist die Haltung, die dargestellte Körpersprache der Indianer. Was bei den sogenannten ► Bozzetto , welche einen Entwurf, ein Modell darstellen, noch nicht auffällt, sondern vor allem bei den lebens- und überlebensgroßen Skulpturen. Zudem kommt hinzu, dass alle irgendwie "griechisch - römisch" aussehen, zumindest fiel mir das als Kunstlaie immerhin auf.

Das liegt am ► Klassizismus. Diese kunstgeschichtliche Epoche umfasst den Zeitraum von 1770 und 1840. Damit ist klar, dass Künstler wie Pettrich von dieser beeinflusst sind. Vorbild für Pettrich war der Begründer dieser Epoche ► Johann Joachim Winckelmann. Pettrich widmete diesem eine Büste. Bezeichnend sind Winckelmanns Gedanken:

„Der einzige Weg für uns, groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“

„Das allgemeine vorzügliche Kennzeichen der griechischen Meisterstücke ist endlich eine edle Einfalt, und eine stille Größe, sowohl in der Stellung als im Ausdrucke. So wie die Tiefe des Meers allezeit ruhig bleibt, die Oberfläche mag noch so wüten, ebenso zeiget der Ausdruck in den Figuren der Griechen bei allen Leidenschaften eine große und gesetzte Seele.“
[10]

Pettrich, der wie schon erwähnt in Dresden und Rom studierte, war ein Bildhauer seiner Zeit und als solcher stellte er die porträtierten Indianer in klassizistischer Art dar. Daher kommt der der griechisch Tradition entsprechende Körperbau mit wohl ausgestalteten Gliedmaßen und Muskelaufbau und auch die Proportionen von Gliedmaßen und Rumpf. Der Gedanke, dass es sich auch um anthropologische Rassenstudien handeln könnte war durchaus vorhanden, man verglich die Skulpturen sogar mit Abbildern der "kaukasischen Rasse" und den Phöniziern. Nun ja… [11]

Die Indianer, und insbesondere die Plainsindianer (Prärieindianer) waren eher schlanke Gestalten, welche zwar hervorragend durch Jagd und Kampf trainiert gewesen sind, welche aber auch im Winter oftmals schon fast hungern mussten. Erst die Jagd auf die Bisonherden im Frühjahr brachte ihnen wieder Nahrung, Kleidung, Waffen und Zelte. Die Darstellung im griechischem Stil zeigt vermutlich eine gewisse Hochachtung den Ureinwohnern gegenüber. Die bereits mehrfach erwähnten Indianergalerien "sprechen… von einer von den Dargestellten ausgehenden Faszinationskraft, von der Bewunderung für und Auseinandersetzung mit indigenem Leben und individuellen Persönlichkeiten, die z.T. mit großer Würde bildlich festgehalten wurden."[12] Ferdinand Pettrich nutzt genau dafür eben den klassizistischen Stil, er macht die dargestellten Indianer im winckelmannschen Sinne "groß", "unnachahmlich", er gibt ihnen eine "edle Einfalt, eine stille Größe".

Quelle
Quelle
Quelle
Tragendes Beispiel dafür ist die Skulptur des sterbenden Tecumseh. ImVatikanischen Museum ist diese mehrfach und leicht verschieden ausgeführte Figur in Terracotta [13] vorhanden, im ► Smithsonian American Art Museum, Washington, ist diese aus Marmor[14]. An der Skulptur ist der klassizistische Stil in Haltung und Form deutlich zu erkennen. Tecumsehs Heroisierung setzte bald nach dessen Tod 1813 in der Schlacht bei Thames ein. Er wurde zum Volkshelden. Pettrich soll den Häuptling der Shawnee nach dessen Totenmaske dargestellt haben, eine solche existiert aber nicht. Zudem hat die Skulptur einen bei den Shawnee nicht bekannten Kopfputz, heute als "Irokesen - Haartracht" bekannt. Der Indianer wurde im Jahre 1848 von Benson Lossing nach einer Zeichnung von 1808[15] gemalt. Vielleicht hat Pettrich die Zeichnung gekannt und die Physiognomie als Anhalt übernommen. Die Skupltur selbst zeigt den Häuptling als "großen Krieger und herausragende Persönlichkeit", sie zeigt als einzige der Sammlung einen Sterbenden. Die Art und Weise der Darstellung ist antiken Werken sehr ähnlich.[16]



* * *

Beispielhaft seien noch zwei Skulpturen erwähnt: "Junge Indianerin aus dem Stamme der Sauk-Foxes" und "Vierzehnjähriger Indianer, als Jäger dargestellt, im Begriff , an den Ufern eines Flusses Enten zu schießen".[17] Die sitzende Indianerin erinnert sicher wieder viele Betrachter an bereits gesehene antike Plastiken. Elegant und weiblich wurden auch die Plastiken des Altertums auch nackt dargestellt. Ich wage doch mal zu bezweifeln, dass die die Delegationen der Stämme begleitenden Indianerinnen barbusig in Washington auftraten. für den jungen Indianer gilt ähnliches. Mit vierzehn wurden die Jungen zu Männern und mussten schon fast vollumfänglich jagen können. Auch an der gefährlichen Bisonjagd nahmen sie ab diesem Alter teil. Daher sind die runden Wangen des Jungen vor allem ein Hinweis auf eben die Jugendlichkeit. Ich finde, dass auch dessen Körperbau antiken Vorbildern entlehnt wurde.

* * *

Zum Indianischen Museum gehören vier Flachreliefs. Gegenstand sind die Bisonjagd, Verhandlungen mit Ministern der US-Regierung, ein Kriegstanz und eine Schlacht zwischen verfeindeten Stämmen. Auffällig ist die Lebendigkeit der Szenen. Aber es fällt auch auf, dass die indianischen Verhandlungspartner auf den Stühlen rumlümmeln wie, ja wie, Bundestagsabgeordnete in einer langweiligen Debatte? Die Bisons, in der Bewegung durchaus lebendig, ähneln eher Stieren in einer spanischen Arena. Wahrscheinlich kannte Pettrich die wuchtigen Tiere nicht aus der Prärie. Es ging dem Künstler also eher nicht um die absolut genaue, eine fotografische Abbildung, wie wir heute sagen würden.

 * * *
Der Katalog schließt mit einer Betrachtung über den "Kampf der Kulturen? 'Edle Wilde' in Deutschland und Amerika". Hier reflektiert der Autor ► Frank Usbeck über die Sicht auf die Indianer im Laufe von Jahrhunderten. Zum Beispiel stellt er da, dass die Humanisten des 15. Jahrhunderts die Kampf der Germanen gegen die Römer für den "Widerstand gegen koloniale Unterdrückung heranzogen".[18] Was den ►Humanisten um  und anderen die Germanen waren, das sind für spätere Generationen die Indianer Nordamerikas. Diese "Germanentümelei" und die deutsche "Selbstinzenierung als Indianer Europas", welche durch entsprechende Vergleiche wohl auch von Goethe und Herder genährt wurde , führte einerseits zu großem Interesse gegenüber den indigenen Völkern, andererseits wurde diese auch Mittel für Nationalisten bis zum Nationalsozialismus.

Ferdinand Pettrich hat zu dem Indianerbild seiner Zeit mit seinen Werken beigetragen. Es liegt mir fern zu behaupten, dass er damit auch etwas für erwähn tes nationalistisches Gedankengut getan hätte.

"Auf der Suche nach Ursprünglichkeit, Freiheit und Gemeinschaft haben sich deutsche Protagonisten verschiedener ideologischer, kultureller und sozialer Strömungen seit dem 18. Jahrhundert bis heute immer wieder auf 'den Indianer' berufen und ihn und sein vermeintliches Schicksal entweder als Vorbild oder als abschreckendes Beispiel präsentiert. Letztendlich repräsentierten sie aber in diesen Bildern nicht die indigenen Amerikaner, sondern sich selbst, und damit die eigenen Ängste und Sehnsüchte."[19]



* * * 

® KaratekaDD
® KaratekaDD
Ferdinand Pettrich verstarb 1872 in Rom. Eine Reihe seiner Werke gehören der Erzbruderschaft des Campo Santo Teutonico, Vatikanstadt. Daher wurde er folgerichtig auf dem ► Deutschen Friedhof im Vatikan beerdigt.





 
                                * * *
Ich war lange nicht in einer solchen Kunstausstellung. Die Interpretation von bildhauerischen Werken insbesondere der Neuzeit fällt mir schwer und gehört auch nicht zu meinen unbedingten Interessensgebieten. Froh bin ich aber, in diese Ausstellung gegangen zu sein. Sie zeigt doch auf eine spezifische Art und Weise wie die American Native vor 150 Jahren und mehr gesehen wurden. Sie zeigt ebenso, dass sie nicht immer und nicht von jedem als barbarische Wilde und als skalpierende Rothäute gesehen wurden, auch wenn das ► Skalpieren auf einigen Bildnissen (Schlachtrelief) thematisiert wurde. Es gab immer auch Menschen, oftmals Künstler, die sich ernsthaft für die immer weiter in den Westen und dann in die Reservationen getriebenen Indianerstämme interessierten. Seien es Maler wie Catlin und Bodmer, Schriftsteller wie James Fenimore Cooper oder eben auch Bildhauer wie Ferdinand Pettrich. Es bleibt den heutigen Rezipienten überlassen, wie sie dieses Erbe in ihre Sicht auf die Geschichte und die Lage nicht nur der Indianer, sondern aller Ureinwohner in den Gegenden dieser Erde aufnehmen.

Danke lieber Jay für Ihren Beitrag in Ihrem immer interessanten Blog.


Katalog bei DNB

© KaratekaDD
________________________________________________________
[1] Staatl. Kunstsammlungen Dresden (SKSD): Begleitheft zur Ausstellung Tecumseh…
[2] SKSD: Katalog zur Ausstellung Tecumseh …, Vorwort des Gerneraldirektors, H. Fischer, Dresden 2013, S. 8
[3] Siehe SKSD: Begleitheft, Seite 11
[4] Siehe Ebenda, Seite 19
[5] In den Folgen 5 und 6 der US-amerikanischen Miniserie UNTO THE WEST wird der Einsatz der Fotografie, das Festhalten der Kultur und auch der Verbrechen an den indianischen Stämmen gezeigt.
[6] Siehe SKSD: Begleitheft, Seite 17
[7] http://www.gutenberg.org/files/7097/7097-h/7097-h.htm, 18.10.2013, 18:20 Uhr
[8] andere Künstler sind im Detail noch genauer: vgl. SKSD: Begleitheft, Seite 19
[9] SKSD: Katalog, Seite 154 ff
[10] vgl. Johann Joachim Winckelmann: Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerey und Bildhauerkunst. 2. vermehrte Auflage. Waltherische Handlung, Dresden und Leipzig 1756, S. 2; hier: http://www.wikipedia.org/wiki/Klassizismus 21.10.2013, 15:35 Uhr
[11] vgl. SKSD: Katalog, Seite 20
[12] siehe SKSD: Begleitheft, Seite 19
[13] die Verwendung von Terracotta könnte eine Referenz an die braune Hautfarbe der Dargestellten sein; vgl. SKSD: Katalog, Seite 18
[14] siehe Ebenda, Seite 38, die Skulptur ist eine von zweien, die in Marmor ausgeführt wurde
[15] in der Annahme Tecumseh wäre britischer General gewesen. vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Tecumseh  21.10.2013, 16:45
[16] vgl. SKSD: Katalog, Seite 38
[17] vgl. Ebenda; Seite 39 ff
[18] vgl. Ebenda, Seite 181 ff
[19] vgl. Ebenda, Seite 183