Mittwoch, 10. Juli 2013

Foto: Colossales


KaratekaDD mit Fotoapparat in der Ewigen Stadt unterwegs. Eine kolossale Bildreportage aus dem diesjährigen April...
Im April 2012 war KaratekaDD in Rom. Dabei hat ihn das antike Rom natürlich besonders gefallen. Wenn irgendwas in Rom besonders Collossal wirkt, dann ist es, natürlich das ►Kolosseum. Dieses hat der Hobbyfotograf mit seiner Spiegelreflex Canon EOS 400 D abgelichtet, welche ihm vor kurzem abhanden kam. Aber dies ist eine andere Geschichte. 
 

Mitten in Rom befindet sich dieser Zirkus. Manche meinen, genau dieses Bauwerk wäre der ►CIRCUS MAXIMUS gewesen, aber das war ein anderes Theater.  Das antike Rom war nicht so groß.










Irgendwie trieb es mich ständig zu diesem Prachtbau vergangener Zeiten. So auch eines Abends, an dem ich außerdem feststellte, dass die im Stadtplan eingezeichente Metro noch gar nicht fuhr und außerdem der Weg zum Hotel echt begehbar war, das Taxi wäre auf dem Rückweg also unnötig gewesen.
An diesem Abend genehmigte ich mir, die mitreisenden Studenten waren ob des anstrengenden Tages leicht groggy, ein Bier unmittelbar neben den "nun" schon bekannten Bauwerk. Der Ober hörte nur BIER und EIN GROSSES, danach sprach er mit mir deutsch und das Bier war ein wirklich großes. Gespeist habe ich das SPAGHETTI FRUTTI DEL MARE, aber warum, das ist auch eine andere Geschichte.


Natürlich besuchten wir das Colosseo auch bei Tage. Die Eintrittspreise sind moderat und der Ausblick, oder besser der Einblick ist collossal.
Das ich wirklich vor Ort war,
beweist das Bild rechts.



Das Kolosseum entstand als AMPHITHEATRUM NOVUM zwischen 72 und 80 Anno Domini, es ist das Wahrzeichen der Stadt Rom und war der größte geschlossene Bau der römischen Antike.
 Es war eben nicht, wie vielfach angenommen das Theater, in dem der Kaiser NERO die Christen hinrichten lies, nei, dieses kapitale Theater errichtete dessen Nachfolger Vespasian. Es soll angeblich mit dem Tempelschatz aus Jerusalem finanziert wurden sein, der im Jahre 70 dort geklaut wurde.
 Ursprünglich sollte das Gebäude dreigeschossig werden, beim Tode Vespasians war es im Jahr 79 fast vollendet.
 Wer nun noch mehr diese logistische und achitektonische Meisterleistung wissen will, der bemühe doch mal ein Lexikon.
Die Faszination des Bauwerkes bracht mich und einige der Studies nach einem Abschiedsessen auch am letzen Abend an diesen Platz, wo immer Menschen flanieren und sich treffen. Wir tranken da auch noch ein Bier und ließen die auch dienstliche Woche Revue passieren...
Das möge ja reichlich profan klingen, ich empfand es als guten Zeitvertreib.
Aus allen möglichen Winkeln und von allen möglichen Orten kann man das Kolosseum ablichten. Hier stand ich auf dem Palatin und konnte schon wieder nicht widerstehen.











Das ►antike Rom besteht ja nicht nur aus dem Colosseo, der ►Palatin ist gleich daneben. Ältester bewohnter und einer der sieben Hügel Roms, an den sich das Forum Romanum anfügt Alte Tempel und Triumpfbögen kann man da bewundern.
Rechts sehen wir die Säulen des Dioskurentempels. Links? Muss ich noch mal recherchieren.


Selbstverständlich waren wir nicht nur am Kolosseum, dem ►Forum Romanum und auf dem Palatin unterwegs. Vom Petersplatz kommt man gut zu Fuß an den ►Tiber, den drittlängsten Fluss Italiens.
Die ►Engelsburg erreicht man auf geradem Wege von dort. Das Bauwerk wird auch Hadriansgrab genannt, denn dessen Mausoleum sollte es werden.






Ein Spaziergang am Tiber brachte mir dieses Motiv rechts vor die Linse. Es schaut so aus als wäre die Kuppel des Petersdomes weit weg. Aber das alte Rom kann man ganz hervorragend zu Fuß erkunden.









Rechts sehen wir noch einmal hinter Zweigen der langsam grünenden Bäume das Castel Sant´Angelo und etwas weiter links die Kuppel des
Petersdomes.




Die linke Aufnahme hat für mich echt was Antikes. Es war ein Zufallsschnappschuss, bei dem ich die stürzenden Linien bewusst nicht bearbeiten wollte. Das ►Pantheon wurde auf dem ►Marsfeld gebaut und besaß für mehr als 1700 Jahre die größte Kuppel der Welt. Es war das Heiligtum das allen römischen göttern geweiht war. Später wurde es eine katholische Kirche.







Ich muss noch mal auf das Kolosseum zurück kommen. die folgenden drei Bilder shabe ich an meinem ersten Abend am Kolosseum, ja, den mit dem Bier, geschossen.  Es ist das selbe Motiv, nur etwas bearbeitet.
"Rom bei Nacht" heißt das Bild bei mir. Ich hoffe, dass dies Motiv nicht nur mir gefällt.















Der Hobbyfotograf versucht gelegentlich otive mit Laternen aufzunehmen. Hier kommen diese beiden Bilder mit dazu denn das Rechte zeigt den Petersdom und das Linke als Sioulette die ►Dresdner Frauenkirche. Vielleicht entsteht daraus mal eine andere Serie.




© KaratekaDD; 10.07.2013
(Fotos: 07.04. - 12.04.2013)

Fontane, Theodor: Autorenseite


Biografisches & Bibliografisches


Theodor Fontane, *30.12.1819; † 20.09.1898


Kurzbiografie:
  •  Henri Theodore Fontane wird 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren.
  • 1827: Die Fontanes ziehen nach Swinemünde. Dort besucht Theodor erst die Stadtschule und wird später von Hauslehrern beschult.
  • 1832: Theodor Fontane besucht das Gymnasium in Neuruppin
  • 1833 / 1836: Fontane kommt in die Friedrichswerdersche Gewerbeschule K.F. Klödens in Berlin. Abgang erfolgt im März 1836 mit dem "Einjährigenzeugnis".
  • 1836 fängt Theodor Fontane als Lehrling in der Apotheke "Zum Weißen Schwan" an, arbeitet bis 1844 in verschiedenen Apotheken in Berlin, Magdeburg, Leipzig und Letschin. 1847 ist er dann "Apotheker erster Klasse".
  • ab 1. April 1844 ist Fontane ein Jahr lang Freiwilliger im Gardegrenadierregiment "Kaiser Franz" in Berlin.
  • Mai / Juni 1844: Fontanes erste Reise nach London. Ihr folgen weitere Aufenthalte 1852 und 1855-1859
  • 8. Dezember 1845: Fontane verlobt sich mit Emilie Rouanet-Kummer, der er zehn Jahre zuvor zum ersten Mal begegnet war. Am 16. Oktober 1850 heiraten beide.
  • 1848: Fontane nimmt an den Strassenkämpfen in Berlin teil. Im Mai wird er als Wahlmann für den preußischen Landtag aufgestellt.
  • ab 1849 versucht sich Fontane als freier Schriftsteller. Er kann allerdings kaum davon leben. In den folgenden Jahren ist Fontane Publizist, Kritiker, Herausgeber und Pressekorrespondent (in London). Mit Privatunterricht bestreitet er den Familienunterhalt. 
  • 1851 kommt der erste Sohn George Emile zur Welt. 
  • 1855 wird Sohn Theodor geboren. Theodor Fontane arbeitet in London publizistisch und schriftstellerisch.
  • 1859: Die Familie kehrt nach Berlin zurück. Fontane unternimmt märkische Wanderungen.
  • 1860: Tochter Martha wird geboren. Fontane tritt in die Kreuz-Zeitung ein, um wieder eine feste Arbeit zu haben.
  • 1864: Sohn Friedrich wird geboren. Im selben Jahr reist Fontane ins Kriegsgebiet um Kopenhagen und Husum in Dänemark.
  • Von 1866 bis 1869 besucht Fontane weitere Kriegsschauplätze. Im folgenden Jahr stirbt Theodors Vater und 1869 die Mutter in Neuruppin.
  • Im September 1870 reist Fontane als Kriegsberichterstatter für die Vossische Zeitung nach Frankreich. Im Oktober wird Fontane festgenommen. Nach der Kriegsgefangenschaft kehrt er im Dezember nach Berlin zurück.
  • 1874: Fontane ist mit seiner Frau in Italien unterwegs, und 1875 reist er durch Oberitalien und die Schweiz. 
  • 1876 wird Fontane ständiger Sekretär an der Akademie der Künste in Berlin. Er kündigt die Stellung einen Monat später wieder. Fortan ist er nur noch als freier Schriftsteller tätig.
  • 1888:Sohn George stirbt in Lichterfelde. Der Sohn Theodor Fontanes, Friedrich, gründet ein Jahr danach in Berlin einen eigenen Verlag, über den Theodor Fontane auch veröffentlicht.
  • Im Jahe 1892 erkrankt Fontane schwer (Gehirnanämie). Mitte 1893 nimmt er entgegen den Erwartungen aller Bekannten seine Arbeit wieder auf.
  • 1894 erhält Fontane die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Berliner Uni
  • 1898: Fontane stirbt in seiner Berliner Wohnung



File:Kurzbio fontane05.jpg
Werke:
  • Effi Briest (Roman)
  • Der Stechlin (Roman)
  • Die Poggenpuhls (Roman)
  • Frau Jenny Treibel (Roman)
    Balladen und Gedichte:
....um nur einige zu nennen.




Rezensionen: Streiter, Bernd: Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland(z.Zt. noch in Arbeit!)





Zusammengestellt von TinSoldier (Wikipedia hat mal wieder geholfen!)

Montag, 8. Juli 2013

TinSoldier: Das Lied vom Zinnsoldaten



Ein "TinSoldier" braucht auch ein Erkennungsmerkmal, so eine Art Markenzeichen. So habe ich mich mal hingesetzt und ein paar Reime erdacht. 
Voila, hier kommt "Das Lied vom Zinnsoldaten":


     





Das Lied vom Zinnsoldaten



Kürassier auf stolzen Rossen 
Tirailleur im Kleinformat 
Akkurat aus Zinn gegossen: 
Tapf´rer kleiner Zinnsoldat 

Gold´ne Knöpfe, bunter Rock 
Lange Zöpfe, Ladestock
Zickezacke juppheidi- 
Schneidig ist die Infant´rie

Trommelschlag und Piccolo 
Tambourmajor marschiert voran 
Kampfesmutig, siegesfroh 
Folgen Grenadiere dann 

Reiter mit Husarenritt 
Und Heldenmut auf Schritt und Tritt 
Ziehen blank die Säbel - husch: 
Wie der Zieten aus dem Busch 

Sergeant und auch Offizier 
Führen die Kohorten 
Fechten allerorten 

Hurrageschrei und Pulverknall 
Sind zu hören überall 
Mündungsblitz, Heroenkampf - 
Welt versinkt im Pulverdampf 

Als die Nacht hernieder sinkt 
Verhüllt in Dunst und Schwaden, 
Aus der Ferne leis erklingt 
Das Lied vom guten Kameraden 

Müde Kämpfer überall 
Lauschen diesem fernen Schall 
Am Horizont die Sonn` versinkt 
Derweil das schöne Lied verklingt 

Dann knien sie nieder zum Gebet 
Und danken Gott vereint 
Dass siegreich ihre Fahne weht 
Dem geschlag´nen Feind! 

Und für die tapfer´n Recken gleich 
Ertönt sodann der Zapfenstreich 
So kommen alle, Mann für Mann, 
Zurück in Ihre Schachtel dann! 

Beginnen sie zu träumen 
Von heißem Tee und Rum dazu 
Und Biwak´s unter Bäumen 

So schlafe wohl, Du kleiner Recke 
Bis ich dich wieder einmal wecke 
Warst stets ein guter Kamerad, 
Mein tapf´rer kleiner Zinnsoldat 


©TinSoldier


Post Scriptum: Mein Dank gilt Anne Parden für Ihre Meinung, Ihre Geduld und für Ihre sachkundigen Ratschläge!




Joachim Hans von Zieten, Husarengeneral,
Dem Feind die Stirne bieten tät er viel hundertmal.
Die haben all' erfahren, wie er die Pelze wusch
Mit seinen Leibhusaren, der „Zieten aus dem Busch“.

Hei, wie den Feind die bläuten bei Lowositz und Prag,
Bei Liegnitz und bei Leuthen und weiter Schlag auf Schlag!
Bei Torgau, Tag der Ehre, ritt selbst der Fritz nach Haus,
doch Zieten sprach: „Ich kehre erst noch das Schlachtfeld aus“.

Sie kamen nie alleine, der Zieten und der Fritz:
Der Donner war der eine, der andre war der Blitz,
Es zeigt sich keiner träge, darum schlugs auch immer ein;
Ob warm, ob kalt die Schläge, sie pflegten gut zu sein. 

Der Friede war geschlossen, doch Krieges Lust und Qual, 
Die alten Schlachtgenossen durchlebten noch einmal. 
Wie Marschall Daun gezaudert, doch Fritz und Zieten nie. 
Es ward jetzt durchgeplaudert bei Tisch in Sanssouci.

Einst mocht es ihm nicht schmecken, und sieh, 
der Zieten schlief. 
Ein Höfling wollt ihn wecken, der König aber rief: 
"Laßt schlafen nur den Alten, er hat in mancher Nacht 
Für uns sich wach gehalten, der hat genug gewacht!“

Und als die Zeit erfüllet des alten Helden war, 
Lag einst schlicht eingehüllet Hans Zieten der Husar. 
Wie selber er genommen die Feinde stets im Husch, 
So war der Tod gekommen, wie Zieten aus dem Busch. 


Die Schlusswendung nimmt die damals sehr geläufige Redensart „wie Zieten aus dem Busch“ (für „aus heiterem Himmel“) auf.



Hans Joachim von Zieten, *14.05.1699; †26.01.1786 


(Quelle: Wikipedia) 








TOLSTOI, Lew (oder Leo): Autorenseite

Biografisches & Bibliografisches   



  • Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (korrekte Aussprache hier), auch Lew Tolstoi oder Leo Tolstoi
  • In Jasnaja Poljana, Russland, am 9. September 1828 geboren (russisches Adelsgeschlecht)
  • War das vierte von fünf Kindern, wurde im Alter von 9 Jahren Vollwaise, wuchs bei Tante auf
  • Begann 1844 das Studium orientalischer Sprachen, wechselte später zur juristischen Fakultät und brach schließlich das Studium 1847 ab, um zu versuchen, die Lage der 350 geerbten Leibeigenen im Stammgut der Familie mit Landreformen zu verbessern
  • Ab 1851 Militärdienst (Krieg im Kaukasus, Krimkrieg) - diese Erlebnisse flossen in seine frühen Erzählungen ein
  • Ab 1857 reformpädagogische Bemühungen - richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein, schrieb Lesebücher, welche Erzählungen zu Geschichte, Physik, Biologie und Religion enthielten, um Kindern moralische und soziale Werte zu vermitteln
  • 1862 heiratete Tolstoi die 18-jährige deutschstämmige Sofja Andrejewna Behrs, mit der er insgesamt 13 Kinder hatte
  • 1868/69 Krieg und Frieden, 1877/78 Anna Karenina - diese beiden Monumentalwerke begründeten Tolstois literarischen Weltruhm
  • Mit dieser großen Anerkennung begann für Tolstoi eine Phase der Orientierungslosigkeit - seine Sinnsuche erstreckte sich auf viele Bereiche: er organisierte Hilfe für von Missernten betroffene Bauern, setzte sich wiederholt und oft erfolgreich für politisch und religiös Verfolgte ein, besuchte wegen Kriegsdienstverweigerung Inhaftierte im Gefängnis, verzichtete auf Alkohol, Rauchen, die Jagd und wurde Vegetarier
  • Ab 1881 Beschäftigung mit religiösen Fragen - Tolstoi wandte sich gegen die rituelle Form der Religiosität, übersetzte die Evangelien erneut ins Russische und betonte damit die schlichten Lehren Jesu: Nächstenliebe und den Appell, dem Bösen nicht mit Gewalt zu widerstehen (entgegen der Kirche mit ihrer den Kriegsdienst bejahenden Glaubensausübung)
  • Ab 1882 unterstand er polizeilicher Überwachung, da die Verbreitung seiner Anschauungen den Widerstand politischer und kirchlicher Einrichtungen nach sich zog - es wurden etliche Schriften verboten und versucht,Tolstoi als geistesgestört zu erklären, schließllich wurde er auch exkommuniziert
  • Beinahe hätte die Geschichte des Nobelpreises für Literatur mit dem russischen Schriftsteller Tolstoi begonnen: "Als die schwedische Akademie im Jahr 1901 den französischen Lyriker Sully Prudhomme zum ersten Preisträger erkor, war es offensichtlich, dass man den bedeutendsten lebenden Autor, Lev Tolstoi, übergangen hatte. Eine Gruppe von schwedischen Dichtern und Künstlern, darunter August Strindberg und Selma Lagerlöf, verfasste darauf einen offenen Brief, in dem die offizielle Wahl kritisiert und Tolstoi als einzig würdiger Kandidat bezeichnet wurde. Tolstoi antwortete lapidar, er sei glücklich, den Preis nicht erhalten zu haben, weil Geld ja ohnehin nur Schmerz und Leid verursache." Aber in den folgenden Jahren wurde Tolstoi [...] regelmässig offiziell nominiert." Quelle
  • Obwohl Tolstoi sozialistische Bestrebungen im Sinne einer "Dikatatur des Proletariats" ablehnte und stets die Bedeutung von bedingungsloser Nächstenliebe und radikaler Gewaltlosigkeit propagierte, galt Tolstois Werk als wegbereitend für die Revolution von 1905
  • Neben staatlichen Willkürmaßnahmen wie der Hausdurchsuchung 1908, bei der alle auffindbaren Texte konfisziert wurden, verschärften sich auch familiäre Konflikte
  • Im November 1910 verließ der Zweiundachtzigjährige in heimlicher Flucht Haus und Familie. Er starb kurz darauf, unversöhnt mit der Kirche, am 20. November 1910. 
(Quellen: Wikipedia.de und eine Biographie)


 Rezensionen


► Rezension: Krieg und Frieden;
Rezension: Der Tod des Iwan Iljitsch; Gießen ; Basel: Brunnen-Verlag; 2009; - DNB -










Für das Gesamtwerk verweise ich einmal mehr auf wikipedia.de 

Pardens Lieblingslinks





Da Uwe die Rubrik "Gedankenspiele" ins Leben gerufen hat, ist mir die Idee zu diesem Blog gekommen. Immer wieder einmal gibt es Funde im Internet, die schön sind, witzig oder berührend, und die man eigentlich bewahren möchte. Irgendwo werden die Links dann abgespeichert, aber spätestens beim Kauf eines neuen PCs gehen sie dann doch oft verloren.

Daher nutze ich diesen Blog als Möglichkeit, mir wichtige Links immer wieder finden zu können - ich freue mich richtig über diese Idee. Zumal ich hier bei Bedarf stets ergänzen kann...



SCHÖNE BILDER UND FOTOS



BEEINDRUCKENDES/BERÜHRENDES

 

WITZIGES



MUSIK, DIE MIR GEFÄLLT


Sonntag, 7. Juli 2013

Donovan, Gerard: Winter in Maine

Eine Rezension von

©TinSoldier




Wirklich gute Bücher sind selten.Winter in Maine ist ein solches Juwel! 
Die Geschichte ist ungemein spannend, brutal und anrührend zugleich:


Winter in Maine von Gerard DonovanEs ist eine Geschichte von Liebe, Verlust, Treue, Schmerz, Rache und Vergebung. Man glaubt sich selbst versetzt in diese einsame Hütte im Wald und fühlt mit dem Helden, der zum mehrfachen kaltblütigen Mörder wird, dem man aber trotz allem noch Sympathie entgegenbringt, weil man ihn und seine Triebfeder verstehen kann. 
Die Geschichte ist tiefsinnig erzählt, der Autor erzeugt eine dichte Atmosphäre und viel Spannung. Zugleich erleben wir, wie ein Menscn reagiert, dem der einzige verbliebene Freund genommen wird. Das Ende der Story ist... Vergebung. Unser Protagonist verschont den, der ihm seinen einzigen Freund nahm, weil er seinerseits jemandem nicht alles nehmen will, und stellt sich seiner Verantwortung.
Ein zutiefst menschliches Buch, das einen noch lange beschäftigt, nachdem man die letzte Seite gelesen hat.
Es ist eines jener Bücher, die in mir jenes
"Vakuum" erzeugen, dass es mir für einige Zeit unmöglich machte, nach der Lektüre ein neues Buch zu beginnen.

Dies ist ein Buch, mit dem man sich in seinen Lieblingssessel zurückzieht und erst wieder daraus auftaucht, wenn man die letzte Seite gelesen hat!



Zeh, Juli: Schilf




eine Rezension von
©TinSoldier

(zuerst veröffentlich auf: Buchgesichter.de)


Schilf von Juli Zeh

Intelligent, Umgewöhnlich, fesselnd:


Der Titel meiner Rezension bringt es auf den Punkt: Dieser Krimi ist etwas Besonderes!
Kein Alltagskrimi, sondern eine wirklich ungewöhnliche Story, intelligent erdacht, spannend erzählt und fesselnd geschrieben.
Dies ist ein Kriminalroman mit ungewöhnlichem Tiefgang, stellenweise makaber, im Finale überraschend.
Ich las ihn und dachte: "Wow - sowas muss einem erst einmal einfallen!" .
Unter einem Mangel an Phantasie leidet die Autorin jedenfalls ebenso wenig wie an Intelligenz.
Ich bin beeindruckt!


Meine Empfehlung: Unbedingt lesen - das Buch ist wirklich überdurchschnittlich spannend!


DNB

Mittwoch, 3. Juli 2013

Laufer, Anke: Die Irritation

Ein Ingenieur, der in einem leeren Fabrikgebäude haust und dem Geist eines toten Kollegen begegnet. Eine Frau, die ihr jüngeres Selbst von Bord einer Kanalfähre wirft. Ein Wissenschaftler, dem ein ausgestorbener Vogel erscheint. Ein Handlungsreisender, der an sein dunkelstes Geheimnis erinnert wird. Ein junger Mann, der auf einem stillgelegten Spielplatz ein kleines Mädchen beobachtet... 
Anke Laufers 21 Stories - jede für sich ein kleines Universum - handeln von Liebe, Tod und dem Einbruch des Unergründlichen und Verstörenden in den Alltag. Atmosphärisch dicht und ungeheuer spannend sind diese Geschichten, ob sie den Leser in ein englisches Seebad entführen, in ein süddeutsches Dorf, in die Straßen von Madrid oder in eine fiktive südamerikanische Großstadt, ob sie aus der scheinbar wohlvertrauten Gegenwart berichten oder uns die gar nicht so weit entfernte, deshalb aber umso unheimlicher erscheinende Zukunft vor Augen führen. Aus der klaren und präzisen Sprache dieser Autorin schlägt kaltes Feuer: Ihre Stories sind voller Abgründe, Unterströmungen und Andeutungen, die weit über das tatsächlich Erzählte hinausweisen. Vielleicht wahren sie ja gerade deshalb am Ende ihr Geheimnis, das im Leser mit Sicherheit lange nachklingen wird.



Erzählungen der besonderen Art
(zuerst veröffentlicht von parden auf buchgesichter.de am 03.07.2013)

21 Kurzgeschichten, teilweise nur fünf Seiten umfassend, erwarten den Leser in diesem Buch. "Die Irritation" ist eine dieser Geschichten. Unterteilt sind die Geschichten in drei Kapitel: "ruhelos", "geheimnisse, nebenan" und "morgen, bald, irgendwann".
Anke Laufer schreibt diese Geschichten in einer sehr eingängigen, bildhaften und klaren Sprache. Jede dieser Geschichten entführt in eine eigene Welt, bereits mit den ersten Zeilen wird man in diese hineingezogen. Doch erst zum Ende hin wird jeweils der eigentliche Hintergrund offenbart, der häufig irritierend, überraschend oder gar verstörend ist. Einige der Geschichten sind berührend, manche kafkaesk-verwirrend, andere beunruhigend oder gruselig. Doch allen ist gemein, dass sie nachwirken, einen nicht sofort loslassen.

Dies ist kein schnell zu lesendes Buch, da jede einzelne Geschichte ihren Raum und ihre Zeit fordert. Dafür ist es ein Buch mit 21 Überraschungspäckchen, die sich zu öffnen lohnen. Viele der Erzählungen beschäftigten mich tatsächlich über das Lesen hinaus, was für das Talent Anke Laufers spricht.
Besonders gefallen haben mir in diesem Band die Geschichten: "Chinakladden" und "Die Zuflucht des Vito Laquasto".

Insgesamt ein beeindruckendes Buch, das in jedem Fall zum wiederholten Lesen einlädt. Und neugierig macht auf weitere Publikationen der Autorin.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die einem Ausflug in den Bereich anspruchsvoller Literatur nicht abgeneigt sind... 


Ich vergebe für dieses Buch 10 von 10 Punkten und setze es auf meine Favoritensliste.


© Parden 



Ich danke dem Verlag "Worthandel" ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

 

Anke Laufer
Wer sich für die Person Anke Laufers interessiert, die erst mit 40 zu schreiben begann, dem seien folgende Links empfohlen:

Montag, 1. Juli 2013

Unsichtbar (von Anne Parden)








Unsichtbar


Grau der Tag, dunkelbehaftet,
ein Schaudern das nicht enden mag.
Kälte, schwer wie Blei,
durchdringt mich.

Müde der Schritt und schwer -
Menschen kreuzen meine Wege,
doch sie bleiben niemals stehen.
Blicken blind durch mich hindurch.

Unbemerkt unter ihnen,
nicht zu übersehen, doch unsichtbar.
Wie eine Wand zwischen ihnen – und mir.
Undurchdringlich.

Verborgen vor ihren Augen, ihren Ohren,
gehe ich und atme, erfüllt von Traurigkeit.
Vehüllt vor den Blicken der anderen -
der Schleier der Einsamkeit.

Der Schrei aus dem Innern – er wird nicht gehört,
nicht geahnt die Sehnsucht nach Nähe.
Ungesehen die Tränen hinter der Fassade,
maskenhaftes Funktionieren.

Keine Hand, die sich entgegenstreckt,
kein Lächeln, das mich streift.
Worte, die nicht an mich gerichtet sind.
Unsichtbar und – allein.


© Parden  




King, Stephen: Die Arena

Eine Rezension von
TinSoldier
zuerst veröffentlich auf buchgesichter.de


Ein Buch wie eine Faust, eine Geschichte mit durchgehend atemberaubendem Tempo, hart und unerbittlich. King zeichnet seine Charaktere überzeugend und knallhart in der ganzen Bandbreite menschlicher Eigenschaften: Von rechtschaffen und ehrlich über dumm und brutal bis hin zu machtgeil und mordlüstern. In diesem Buch habe ich keine einzige langweilige Seite gefunden! 

Die Arena, also die Bühne für die Geschichte, bildet eine amerikanische Kleinstadt, die eines schönen Tages plötzlich durch eine rätselhafte und undurchdringliche Kuppel, die sich vom Himmel herabsenkt, hermetisch von der Außenwelt abgeschnitten wird. Schnell entsteht in dieser Ausnahmesituation ein Machtvakuum, das von einem kriminellen und absolut skrupellos-fiesen Lokalpolitiker für seine dunklen Zwecke ausgenutzt wird. 

Es ist im Grunde die Geschichte von dem Versuch, mit brutalen und infamen Methoden eine Diktatur zu etablieren. Die Geschichte lässt einem an vielen Stellen geradezu den Atem stocken und die Gemeinheit der Bösewichter kennt kaum Grenzen. Ich musste mehrfach das Buch zur Seite legen, um meine Erregung und ehrliche Empörung gegen die abgrundtiefe Bösartigkeit einiger Charaktere und ihrer Handlungen bei einem Spaziergang an der frischen Luft abzureagieren.

Es ist phänomenal, wie der Autor es versteht, Tempo und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite durchzuhalten. Um es „neudeutsch“ zu sagen: Ein geiles Buch. 


Für King-Fans ist dieses Buch ein Muss!
Meine Empfehlung: Lesen – unbedingt!



© TinSoldier