Montag, 30. März 2026

Riley, Lucinda: Das Mädchen auf den Klippen

Grania Ryan ist mal wieder zu Hause. Dunworlay, Cork, Ireland. Vor kurzem verlor sie durch eine Fehlgeburt ein Kind und nun sieht sie ein achtjähriges Mädchen im dünnen Nachthemd an den Klippen der Steilküste stehen. 

Sie ahnt nicht, dass durch dieses Mädchen ihr eine Geschichte offenbart wird, die weit zurück liegt und auch mit ihrer Familie zu tun hat. Zuerst rückt Granias Mutter nicht mit der Sprache raus, es kommt aber eine Zeit, da sie es muss.

Die Geschichte wird als Rahmenhandlung erzählt von Aurora, es scheint dass sie, das Mädchen auf den Klippen, inzwischen uralt ist und ihre Geschichte kurz vor ihrem Tode erzählt. Leserinnen und Leser erkennen irgendwann, dass dies nicht stimmen kann. Sie beginnt in der Ich-Form und "übergibt" dann an die auktionale Erzählerin, es wäre vielleicht ein gute Idee, hier zwei Stimmen sprechen zu lassen, so aber übernimmt Simone Kabst, die Sprecherin des Hörbuchs alle Rollen.

Wieder einmal verknüpft Riley Generationen, Orte, Länder auch ihre eigene Weise, ihr Markenzeichen, könnte man sagen. Es ist ihre Art und Weise, eine spannende Frauengeschichte zu schreiben, die sich durch viele ihrer Romane zieht. Einhundert Jahre scheint die bevorzugte Zeitspanne zu sein, die sie, mal etwas mehr, mal weniger, auch in ihrem epochalen Werk von den Sieben Schwestern beibehält. 

Im Jahr 2011 kam dieses Buch heraus, eine traurige Geschichte mit viel Hoffnung und Glauben, Schmerz, Liebe und etwas, weniger als gewohnt, Geschichte. Man könnte im Rückblick meinen, Lucinda Riley würde ihr Schicksal kennen, stirbt sie doch selber an einem Krebsleiden. Davon soll sie aber 2011 noch nichts gewusst haben. Es ist vor allem aber eine Eltern-Kind Geschichte, die Beziehung zu eigenen Kindern und zu denen, die Erwachsene zu eigenen Kindern machen. Diese Aurora lieben alle, die sie kennen lernen. Auch die Herren der Schöpfung, deren Rolle keinesfalls Nebenrollen sind.

Hatte ich bei der erwähnten Schwesternreihe nicht zwingend das Gefühl von Frauenromanen, bei den letzten beiden, diesem hier und dem Mädchen aus Yorkshire, wird es deutlicher, trotz der eben erwähnten "Nebenrollen". Es sind großartige Romane, hervorragende Geschichten, aber ich mach erst einmal Pause von Lucinda Riley...

©️ Bücherjunge


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite, werden automatisch über Blogger (Google) personenbezogene Daten, wie E-Mail und IP-Adresse, erhoben. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google. Mit dem Abschicken eines Kommentars stimmst Du der Datenschutzerklärung zu.

Um die Übertragung der Daten so gering wie möglich zu halten, ist es möglich, auch anonym zu kommentieren.