Nein, nein, es wurden vom Cinema Festival Symphonics Orchestra unter Leitung von Stephen Ellery laut Programmheft ohne Zugabe fünfunddreißig Stücke gespielt. Die Akustik war, wie immer in diesem wunderbaren Musiktempel der Vier-Tore-Stadt, brillant. Optisch spielte das Orchester in schmaler Besetzung, allerdings waren gleich drei Schlagwerker im Einsatz. Die Musikerinnen und Musiker boten Musik vom Feinsten, Soli von Posaune, Waldhorn oder E-Piano wirkten dabei als Glanzpunkte. The Light of Seven, eines der Stücke, in denen der Pianist eine tragende Rolle besitzt, kam dabei etwas kurz, dies zeigt, dass es inzwischen unzählbare Versionen gibt.
Hervorgehoben werden kann das beeindruckende Zusammenwirken von Chor und Orchester, einschließlich der drei Gesangssolisten. Der Bass, Yonatan Pandelaki, begeisterte im zweiten Teil mit dem Lied Regen von Castamaer, bei dem Ellery eine Elektrogitarre spielte und das Stück förmlich zum Rocksong mutierte.
Für alle die, welche unbedingt die Musik den jeweiligen Filmszenen zuordnen wollten, gab es auf großer Leinwand Animationen, einer Bildergeschichte gleich, jedoch folgte die Musik nicht der filmischen Chronologie. Doch sollten wir diese Auswahl dem Dirigenten überlassen, der am Schluss mit einer Altflöte überraschte.
Das Orchester ist eines der führenden Filmmusik-Orchester Europas. Gegründet 2019, beansprucht der Klangkörper, große, nach eigener Aussage ikonische Filmmusik auf die Konzertbühnen zu bringen. Diesmal eben in Neubrandenburg, nachdem sie am 8. Februar bereits Musik von Hans Zimmer boten. Es war ein gelungener Abend, der das Publikum nach Anfangs verhaltenem Beifall, zu begeisterten Ovationen brachte.
© Der Bücherjunge


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