Für den Moderator und Publizisten Roger Willemsen ist die Welt der Kontaktanzeigen eine Literatur neben
der Literatur: Sie findet massenhafte Verbreitung und macht aus allen Menschen Autoren und Autorinnen –
und das schon seit Jahrhunderten. In ihren Annoncen zeigen sich die Verfasser unverblümt und komisch,
aber auch fordernd oder bitter. Sie sagen, wie sie selbst sich sehen oder gesehen werden möchten, und
entwickeln ihre Ideale eines geglückten Liebeslebens. Das ist oft (unfreiwillig) komisch. Doch vor allem sagt
diese Literatur etwas über den suchenden Menschen aus – und sie ist in dieser Hinsicht auch ernst zu
nehmen. Willemsen hat lange recherchiert und dabei allerlei Rührendes, Abstruses, Groteskes und
Komisches ausgegraben. In einer szenischen Lesung mit der Schauspielerin und Komikerin Anke Engelke
streift er durch seine Funde und denkt laut über die unterschiedlichen Facetten der »Verpartnerungsprosa«
nach.
Audio CD
Verlag: tacheles!/ROOF Music; Auflage: 2 (13. August 2015)
Sprache: Deutsch
Sprecher: Roger Willemsen, Anke Engelke
Spielzeit: 85 Minuten
ISBN-10: 3864843170
ISBN-13: 978-3864843174
IM DSCHUNGEL DER KONTAKTANZEIGEN...
Es gibt eine Literatur neben der Literatur, eine, die auf eigene Weise
von dem spricht, was ist, was fehlt, was sein soll, und die aus allen
Menschen Autoren macht: die Kontaktanzeige. Hier zeigen sich Menschen
unverblümt, hier sagen sie, wie sie selbst sich sehen oder gesehen
werden möchten, hier entwickeln sie ihre Ideale eines geglückten
Liebeslebens. Roger Willemsen hat lange und an entlegenen
Publikationsorten recherchiert. In einer szenischen Lesung mit Anke
Engelke denkt er laut über die unterschiedlichen Facetten der
»Verpartnerungsprosa« nach und streift durch seine Funde.
Über 80
Millionen Deutsche haben allein im letzten Jahrzehnt eine
Kontaktanzeige online gestellt. Fast jedes 5. Paar hat sich heutzutage
im Internet kennengelernt. Um so dringender erschien Roger Willemsen
daher die Aufgabe, sich einmal eingehender mit den Kontaktanzeigen zu
befassen. Und - wenig verwunderlich - bei allen modernen Entwicklungen:
die Sprache der Inserate ähnelt doch noch häufig der der Höhlenbewohner
von einst.
Diese 85minütige Lesung ist recht kurzweilig inszeniert,
dadurch dass sich Roger Willemsen und Anke Engelke abwechselnd und
unterhaltsam laufend gegenseitig den Ball zuspielen. Highlights aus den
Funden der Welt der Kontaktanzeigen werden untermalt durch nachdenkliche
und dabei augenzwinkernde mögliche Interpretationen dieser ganz eigenen
Schriftstücke - und Wissenswertes gibt es obendrein.
So erfährt
der Hörer beispielsweise, dass die erste Kontaktanzeige am 19. Juli 1695
in einem Londoner Wochenblatt erschien - und für einen Eklat sorgte.
"Ein Herr von etwa 30 Jahren mit ansehnlichem Besitz sucht eine junge Dame mit einem Vermögen von circa 3.000 Pfund." Nicht jedoch der Inserent war es, der im Kreuzfeuer der Kritik stand,
sondern die verantwortlichen Redakteure, die ein solches Inserat
zuließen. Erst 30 Jahre später gab eine Frau eine derartige Anzeige auf -
diesmal allerdings mit Folgen für sie selbst. Sie wurde als
Exzentrikerin verschrieen und in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.
Etwa 120 Jahre später, am 30. Januar 1956, gab es erstmals eine andere
Form der Kontaktanzeige. Die Eltern einer gerade einmal erwachsenen
Tochter, die an 'Veiztanz' erkrankt war, boten diese meistbietend
möglichst einem 40-50 jährigen Arzt als Ehefrau an, wenn dieser sich nur
ausreichend um sie kümmere...
Wirklich neu sind die
Kontaktanzeigen also nicht. Nur das Internet sorgte als moderne Form der
Verbreitung dafür, dass auch diese Schriftstücke eine Art
Globalisierung erfuhren. Der Lesung ist anzumerken, dass sowohl Anke
Engelke als auch Roger Willemsen deutlich Spaß an dem Vortrag hatten.
Sehr positiv empfand ich dabei, dass sich die Sprecher zwischendurch
zwar durchaus lustig machen über die Inhalte der Kontaktanzeigen, dabei
aber auch nachdenkliche Töne einbringen und manchmal nahezu anrühren.
Viel
weniger 'Klamauk' wird hier also geboten, als ich anfangs erwartete.
Aber ein paar skurrile Fundstücke seien hier dennoch weitergegeben: So
sprach jemand nahezu lyrisch in seiner Kontaktanzeige von der
Durchwanderung 'der grünen Auen des Kamasutras',bei einem zweiten schien es auf einen letzten Versuch hinauszulaufen 'Bin Rentner, 72, und suche jemanden, der das Leben genauso satt hat wie ich.' und ein dritter meinte
metaphorisch: 'Hänsel sucht Gretel - die Hexe hatte ich schon...'
Eine
angenehm zu hörende Lesung um ein Phänomen der heutigen Zeit, die
Unterhaltsames ebenso bietet wie Wissenswertes. Kein Muss, aber durchaus
nett für zwischendurch!
Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei
Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus
London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs
Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den
Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke-
und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen
Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft.
Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der
Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen
Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne.
Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag seine Bestseller ›Der Knacks‹,
›Die Enden der Welt‹, ›Momentum‹ und ›Das Hohe Haus‹. Über sein
umfangreiches Werk gibt Auskunft der Band ›Der leidenschaftliche
Zeitgenosse‹, herausgegeben von Insa Wilke.
Anke Christina Engelke; bürgerlich: Anke Christina Fischer, ist
eine deutsche Komikerin, Schauspielerin, Entertainerin, Musikerin,
Synchronsprecherin und Moderatorin. Nähere Informationen s. Wikipedia
Kann man die große Liebe zweimal finden? Eigentlich ist Josephine nach dem Tod ihres Mannes fest davon überzeugt, dass ihre beiden Söhne von nun an die einzigen Männer in ihrem Leben sind. Als sie jedoch im Sommer darauf in eine alte Villa an der Müritz zieht, umdort ein Restaurant zu eröffnen, ist siesich plötzlich gar nicht mehr so sicher. Denn da ist Severin, dessen Augen so blau sind wie der Sommerhimmel.Doch ist sie wirklich schon bereit für eine neue Liebe?
(Klappentext Droemer Knaur)
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 694 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (13. November 2009)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B004X7TZJS
Momentan ist das Buch neu nur als eBook erhältlich...
BEDROHTE IDYLLE...
Für Josephine Gill bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann bei einem
Motorradunfall ums Leben kommt. Um den Schicksalsschlag besser zu
verkraften, beschließt die junge Frau, das gemeinsame Restaurant in
Berlin zu schließen, das gerade einen der begehrten Michelin Sterne
bekommen hat. Mit ihrem jüngsten Sohn Gabriel und ihrer engsten
Vertrauten Edith zieht Josephine nach Valtzow an der Müritz. Die alte
Villa, die ihr Mann kurz vor seinem Tod für seine Familie gekauft hatte,
wird renoviert, und bald schon fühlen sich die drei dort heimisch. Die
Ruhe der Umgebung, die idyllische Lage an einem seerosenüberfluteten See
und die Arbeit, die auf Josephine wartet, sorgen dafür, dass die Wogen
der Trauer allmählich kleiner werden.
Gemeinsam mit Edith
eröffnet Josephine in dem alten Herrenhaus die "Seerose", ein kleines,
feines Restaurant mit regionaler Küche. Durch Zufall lernt sie neben
einigen Dorfbewohnern auch Severin kennen, einen jungen Ingenieur, der
ihr helfen will, für ihr Restaurant eine Terrasse zu bauen, damit die
Gäste künftig auch den idyllischen Blick auf den See genießen können.
Mit seinem Hausboot ankert er bald am Ufer ihres Grundstücks und begibt
sich an die Arbeit. Zwischen der hübschen Josephine und dem blauäugigen
Severin beginnt es zu knistern, doch die junge Witwe fühlt sich noch
nicht wirklich bereit für eine neue Liebe. Und plötzlich wird auch die
Idylle der "Seerose" bedroht, denn am gegenüberliegenden Ufer soll nun
ein Yachthafen entstehen, für den sämtliche Natur dem Beton weichen
müsste. Gibt es für die idyllische Existenz noch eine Chance?
Eine
angenehm zu lesende Sommerlektüre in gewohnt flüssigem Schreibstil
präsentiert Tania Krätschmar hier. Eine nette - und glücklicherweise
nicht zu kitschige - kleine Romanze mit sympahtischen und authentischen
Charakteren entblättert sich hier, gelungen verpackt in eine spannende
Geschichte, bei der beim Lesen die verzweifelte Hoffnung auf ein Happy
End aufkommt - man weiß nur nicht, wie das wohl noch gehen sollte...
Dieses
Buch ist nicht wirklich Teil einer Reihe. Jedoch taucht hier mit der
Schwester Josephines eine Figur auf, zu der es von Tania Krätschmar
einen eigenen Roman gibt: die Biologin Ella, die sich in 'Winterherz'
der Erforschung der Wölfe widmet. Es war nett, Ella hier, wenn auch
kurz, wiederzubegegnen. Aber 'Seerosensommer' lässt sich ganz gewiss
auch ohne Kenntnis des anderen Buches lesen.
Insgesamt also ein
nettes Buch für Zwischendurch, bei dem man einfach mal die Seele baumeln
lassen kann. Bei Gelegenheit gerne mehr davon!
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem
Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als
Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin und
Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Sohn in Berlin.
Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die,
laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis
sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen
seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar
leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme
Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt,
sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen
Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre
einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler,
denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen
herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug.
Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an.
Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der
Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen.
Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (15. August 2016)
Sprache: Deutsch
Übersetzung:Dr. Ki-Hyang Lee
ISBN-10: 3351036531
ISBN-13: 978-3351036539
ABGRÜNDE DER EINSAMKEIT...
Yeong-Hye lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Wohnung in Seoul,
bescheiden und unauffällig. Jeder geht täglich seinen Aufgaben nach,
pflichtbewusst und beflissen, sei es in dem Bürojob, sei es im Haushalt.
Ein durchschnittliches Leben in angenehmer Eintönigkeit, ohne
Ambitionen oder Leidenschaften.
"Bevor meine
Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei
unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv.
Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche
unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich
mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund,
sie nicht zu heiraten."
Yeong-Hyes Mann hätte
so bis ans Ende seiner Tage zubringen können - hätte seine Frau nicht
zu träumen begonnen. Diese Träume jedenfalls sind der Grund, weshalb
Yeong-Hye plötzlich beschließt, kein Fleisch mehr zu essen und auch alle
anderen tierischen Produkte aus dem Haushalt zu entfernen. Die junge
Frau ist dabei sehr konsequent, magert in kurzer Zeit bis auf die
Knochen ab. Bei einem Geschäftsessen blamiert Yeong-Hye ihren Mann mit
ihrer Haltung, bei einem Familienessen kommt es zum Eklat. Während ihr
Mann sich zunehmend von Yeong-Hye distanziert, reagiert ihr Schwager
fasziniert auf sie. Er stellt sie in den Mittelpunkt seines neuesten
Kunstprojekts, Yeong-Hye als perfektes Motiv für seine avantgardistische
Videokunst - und er verfolgt dies obsessiv, bis es auch hier zum Eklat
kommt. Seine Frau, Yeong-Hyes Schwester, versucht zu retten was zu
retten ist. Und zu verstehen.
Dies ist der erste Roman einer
südkoreanischen Autorin, den ich gelesen habe. Trotz seiner Kürze von
gerade einmal 190 Seiten ist er ausgesprochen anspruchsvoll - nicht
aufgrund der Sprache, die klar, wenig poetisch und oftmals auch
reduziert ist, sondern aufgrund der zahlreichen verstörenden, oftmals
traumartigen Bilder, der kafkaesken Erzählung, der surrealen und
gleichzeitig symbolbehafteten Inhalte.
Dennoch habe ich den
Roman gerne gelesen, denn er bietet Einblicke in das Leben Südkoreas, wo
strenge soziale Normen herrschen und alles was aus dem Durchschnitt
herausfällt als subversiv gilt. Die Entwicklung um Yeong-Hye ist der
rote Faden des Buches, doch werden die drei Abschnitte des Romans aus
jeweils unterschiedlichen Perspektiven erzählt, nie allerdings aus der
von Yeong-Hye selbst. Zunächst erlebt ihr Ehemann die Veränderungen
Yeong-Hyes, später wechselt die Perspektive zu ihrem Schwager und als
letztes zu ihrer Schwester. Das Empfinden der Einzelnen letztlich im
Kontrast zu dem der Gesellschaft im allgemeinen und der beteiligten
Institutionen im besonderen auf das veränderte Verhalten Yeong-Hyes
werden so sichtbar und deutlich: die Verwirrung, Verängstigung,
Bedrohung, der Versuch zu verstehen, aber auch das wachsende Bewusstsein
von der eigenen Einsamkeit, das Hinterfragen.
Für mich strotzt
die Erzählung nur so vor Symbolik, die sich mir vermutlich nur
ansatzweise entschlüsselt. Was für mich hier deutlich Thema ist, ist das
Eingeengtsein, das starre Angepasstsein, das
um-alles-in-der-Welt-nicht-auffallen-Dürfen in der koreanischen
Gesellschaft. Was aber zwangsläufig einhergeht mit der Entsagung von
Lebensfreude, dem Alltagstrott ergeben, mit der Unterdrückung von
Gefühlen und auch von Leidenschaften. Yeong-Heye wagt hier einen kleinen
Akt der Unabhängigkeit, der eine Lawine nach sich zieht - und letztlich
nur eine logische Konsequenz hat. Jeder Ausbruch aus den engen
Konventionen wird in Südkorea nicht nur argwöhnisch beäugt, sondern
gleich auch schwer geahndet - Ächtung durch die Verwandtschaft,
Psychiatrie, Gefängnis. Also bleibt nur die vollkommene Verweigerung,
die Flucht nach innen, weil es sonst keinen Weg zu geben scheint. Alle
drei Perspektiven berichten von dieser Aussichtlosigkeit, und für alle
drei ist das bisherige Dasein unerträglich - der Preis für das ewige,
scheinbar emotionslose, Angepasstsein. Das ist die Botschaft, die dieser
Roman für mich transportiert.
Ein außergewöhnlicher Roman, der
in die Abgründe der Einsamkeit führt und von bizarren und grotesken
Bildern lebt. Mir hat er gut gefallen und meiner Meinung nach völlig
zurecht den International Man Booker Prize erhalten.
Han Kang wurde in Gwangju, Südkorea, geboren. 1993 debütierte sie als
Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches
Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, den Today’s Young
Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Derzeit lehrt
sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.
13. August 2016. KaratekaDD startet das Projekt Brunetti. Eigentlich könnte es auch Venedig-Projekt heißen. Dieses Projekt hat vor allem zu tun mit Donna Leon. Die Amerikanerin wurde am 29. September 1942 in New Jersey geboren. Bekannt geworden ist sie mit eben dieser nunmehr fünfundzwanzigbändigen Reihe um den Commissario Guido Brunetti, der im sogenannten Brunetti Projekt zukünftig besondere Beachtung finden wird. Nebst den inzwischen zweiundzwanzig Filmen. Ein Projekt, dass sich wohl mindestens bis zum September 2018 hinziehen wird, wenn ich es schaffe, jeden Monat ein Buch davon zu lesen, den Film zu schauen und das ganze hier zu besprechen.
Donna Leon, die in Venedig lebt, hat auch andere Bücher geschrieben. über Himmlische Juwelen und Mein Venedig habe ich hier schon einmal geschrieben, in dem Post über vier Frauen, die damit im Zusammenhang stehen.
Über Donna Leon lässt sich viel erzählen, aber dies möchte ich hauptsächlich über ihre Bücher tun.
Das man inzwischen Bücher über ihre Bücher schreibt, zeigt ein Link zur Deutschen Nationalbibliothek.
Nein, in Venedig war ich (noch) nicht. Vielleicht muss ich im Zuge dieses Projekts aber mal dahin. Eine Fotoserie schießen und den Balkon fotografieren, auf dem so oft Paola, Guido, Raffaele und Chiara gesessen haben. Vielleicht weiß der geneigte Leser dieses Blogs, wen ich hier meine. Ja, die Familie des Commissarios Brunetti. Auch ein Bild der Questura und und und...
Fünfundzwanzig Fälle hat Donna Leon bisher den Lesern geschenkt. Zweiundzwanzig davon wurden bereits verfilmt. Nun wird es endlich mal Zeit, die Fälle des Commissarios Brunetti zu präsentieren.
Das Projekt lautet also: Jeden Monat eins der Bücher und den dazugehörigen Film zu präsentieren. Das wir zwangsläufig zwei Jahre dauern; und länger, falls Donna Leon noch ein paar Fälle erfindet. Momentan wird es also dauern bis September 2018.
* 01 * Venezianisches Finale
Hier geht es zum Post über Buch & Film.
* 02 * Endstation Venedig
Ich stelle aber auch gerade fest, dass ich den zweiten Band tatsächlich schon einmal besprochen habe. Das kann man hier nachlesen.
* 16 * Lasset die Kinder zu mir kommen
wurde schon einmal gastrezensiert, nachdem wir ein Exemplar davon verlost hatten.
* 26 * Stille Wasser
Man sieht es geht reichlich durcheinander. dieser Link führt zur Rezension.
* * *
Brunettis Fälle:
Die Jahreszahlen zeigen die Veröffentlichung im Diogenes Verlag Zürich an. Die Links weisen auf Wikipedia - Artikel hin.
Ein Plakat an der Straße. Inmitten von Wahlplakaten, in MV wird bald gewählt. Doch erst fällt meine Wahl auf etwas Besonderes: Giora Feidman & Matthias Eisenberg spielen in der Stadtkirche von Neustrelitz.
"Das besondere an einem Konzert in einer Kirche ist, dass das Publokum auf den Altar blickt, die Künstler jedoch hinten auf der Orgenempore spielen, oft sogar dem Zuschauer gänzlich verborgen bleiben." - So steht es in der Beschreibung der Konzert-CD. Es war nicht ganz so, zu Beginn geht der 80jährige in Argentinien geborene Giora Feidman ganz langsam mit langsamen und ganz leisen verhaltenen Tönen quer durch die Stadtkirche und trifft dann auf den Organisten, der in Dresden bekannt wurde. Es gibt schon ein paar Plätze in dieser Kirche, die einen Blick auf die Empore gestatten. Ich aber habe das Konzert genauso erlebt, wie es die beiden großen Künstler konzipiert haben.
Was folgt ist ein Reigen ganz eigenartiger Musik, wenn zwei Religionen eine Sprache sprechen *, die große Orgel auf eine Klarinette trifft, die Bachsche Toccata & Fuge auf Shalom Chaverim, Classic auf Klezmer, der Altmeister der Klezmer-Klarinette auf den ziemlich genau zwanzig Jahre jüngeren Organisten aus Dresden, der schon mit neun Jahren in Kirchen die Orgel spielte. Einige Stücke werden von einem kleinen Chor begleitet, das Publikum darf mitsingen, bei dem bekannten Donna Donna zum Beispiel.
Ein Plakat an der Straße und eine Karte, kurz vor Mitternacht am Abend vorher im Internet erworben. Doch nicht nur das, ein Buch und die Konzert-CD. Da kam ich nicht vorbei.
Signiert natürlich von einem freundlichen alten Mann, einem Künstler der seinem Instrumente Töne wie Lachen & Weinen, Jauchzen & Schluchzen, Freude & Schmerz entlocken kann. Gelegenheit, darauf zu verweisen, dass erst Jenseits der Stille (der Film, indem er eine klitzekleine Szene mit großer Wirkung hatte - nicht nur auf mich) dazu führte, Klezmer - Musik bewusst zu hören.
Ein Buch, welches ohne die Musik wohl nicht gelesen werden kann. Ich freu mich drauf.
"Ich spiele Klarinette um meine Gefühle mit den Menschen zu teilen."
Giora Feidman
Wenn man ihn sieht, wenn man vor ihm steht, wenn man ihn hört, er tut genau das, seine großen Gefühle mit uns teilen.
Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande ist eine bunte
Chronik der letzten vierzig Jahre, ein Buch über echte Freundschaft und
große Liebe, eine Bestandsaufnahme der Fragen, die uns alle irgendwann
im Leben einmal bewegen - und ganz nebenbei ist Gernot Grickschs Roman
zum Weinen schön und zum Lachen lustig!
Sofort nach der Geburt ihres Sohnes sprang Piets Mutter auf, um den
Vater zu suchen, der sich in einer Toilette eingesperrt hatte. Und Piet?
Der blieb im Kreißsaal liegen und dachte erstaunt: »War's das schon?«
Die gleiche Frage stellt er sich vierzig Jahre später am Grab eines
seiner besten Freunde; er erinnert sich an Prickel Pit und Schlaghosen, Miami Vice
und Startbahn West, den ersten Kuss und die letzte Gehaltsabrechnung.
Und Piet denkt an vier Jahrzehnte mit seinen besten Freunden - kurz: an
die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande...
"Als
die sinnlose Rede vorbei ist, treten wir ans Grab. Den Kübel mit Sand
ignorieren wir. Wir werden unseren Freund nicht mit Dreck bewerfen.
Stattdessen legen wir alle gleichzeitig, als hätten wir es wochenlang
geübt, den Kopf zurück. Und dann spucken wir in hohem Bogen unsere
Kirschkerne in das Grab. Der Pastor funkelt uns wütend an. Doch was weiß
der schon."
An seinem 40. Geburtstag steht Piet
am Grab seines Freundes. Zum Begräbnis sind auch die anderen Freunde aus
Kindheitstagen erschienen Alle im Jahr 1960 geboren und von
Kindesbeinen an miteinander verbunden. 'Die Kirschkernspuckerbande'
wurden sie seinerzeit genannt: Piet, Sven, Petra, Susann, Bernhard und
Dille. Und auch wenn sich ihre Leben im Laufe der Jahrzehnte
auseinanderentwickelt haben - die Freundschaft blieb.
Piet lässt
die vergangenen gemeinsamen 40 Jahre Revue passieren, und da ich im
selben Jahrzehnt geboren wurde wie die sechs Helden, war das wie eine
Reise durch meine eigene Kindheit und mein Leben. Ereignisse, die ich
längst verdrängt hatte, politische Bewegungen, besondere Augenblicke
kamen wieder zum Vorschein, Gegenstände, Ausdrücke, Mode und Musik im
Wechsel der Jahre - ein herrliches Wiedertreffen! Die Beschreibung
der Freundschaft unter den sechsen mit allen Höhen und Tiefen, Krisen
und freudige Ereignisse im Leben der verschiedenen Charaktere - alles
glaubwürdig geschildert, herrlich unpathetisch und unsentimental, und
doch auf ganz eigene Art berührend. Sechs Leben im Zeitraffer, so
anschaulich, so lebendig, so normal, so nachvollziehbar beschrieben,
dass man fast meint, man würde dazugehören. Und keine einzige Seite des
Buches ist langweilig.
Das Buch war ein Zufallsfund, und ich bin
begeistert. Natürlich sollen sich auch jüngere Leser über das Buch
freuen können - aber ich glaube doch, dass es vor allem die Leser meiner
Generation sind, die das Buch in erster Linie anspricht.
Irgendwo
las ich mal: 'Haben Sie schon ein Lieblingsbuch? Nehmen Sie einfach
dieses!' Nun, eines meiner Lieblingsbücher ist dieses hier nun ganz
gewiss...
Gernot Gricksch, geboren 1964, ist Kolumnist, Kinokritiker und
Autor von Romanen, Sachbüchern und Drehbüchern. Er ist einer der
meistverfilmten deutschen Autoren und lebt mit seiner Familie in
Hamburg. Gernot Gricksch versteht es wie kaum ein anderer deutscher
Unterhaltungsautor, sein Publikum zum Lachen zu bringen, zu Tränen zu
rühren und dabei so einiges über das Innenleben von Männern zu verraten,
was »echte Kerle« nur zu gerne für sich behalten und viele Frauen
gerade deswegen hochspannend finden. Zu Gernot Grickschs größten
Erfolgen gehören »Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande«
und »Freilaufende Männer«. Sein Roman »Robert Zimmermann wundert sich
über die Liebe« wurde 2006 mit dem Literaturpreis DeLiA als bester
Liebesroman des Jahres ausgezeichnet, die eigene Drehbuchadaption mit
dem Norddeutschen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis. Nach
»Freilaufende Männer« wurde 2012 der Roman »Das Leben ist nichts für
Feiglinge« mit Wotan Wilke Möhring verfilmt.
Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes
gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau
wurden die Haare abgeschnitten, ein zerfetzter Vogel ist auf ihrem
Körper platziert. Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während
sie die ersten Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord:
Wieder hatte das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der
Federmann einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Unterstützt
von der Psychologin Jana Michels macht sich Trojan an die Lösung des
Falls – und befindet sich unvermittelt auf einer Reise in die tiefsten
Abgründe einer kranken Seele.
Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines Mordes
gerufen wird, erwartet ihn eine grausame Inszenierung: Der jungen Frau
wurden die Haare abgeschnitten, die Augen ausgestochen und der Bauchraum
geöffnet - und ein zerfetzter Vogel wurde auf ihrem Körper platziert.
Trojan und sein Team sind entsetzt, doch noch während sie die ersten
Ermittlungen einleiten, ereignet sich ein zweiter Mord - wieder hatte
das Opfer lange blonde Haare, und wieder hinterlässt der 'Federmann'
einen makabren Gruß in Gestalt eines toten Vogels. Trojan hofft, durch
die kleine Tochter der Ermordeten einen Hinweis zu bekommen, doch dann
verschwindet das Mädchen von einem Tag auf den anderen. Es beginnt ein
gefährlicher Wettlauf mit der Zeit...
Nils Trojan steht als
ermittelnder Kommissar im Mittelpunkt des Geschehens. Erfahren, wie er
ist, verlässt er sich häufig und zurecht auf seinen Instinkt, doch auch
er kann die Serie der Morde nicht verhindern. Stets laufen sie dem
Mörder hinterher, ohne wirklich ein Muster zu erkennen oder auch nur
einen Zusammenhang zwischen den Ermordeten wahrzunehmen - außer den den
dichten, blonden Haaren scheint es keine Gemeinsamkeiten zu geben.
Die
erste Hälfte des Thrillers weiß zu begeistern. Die Spannung wird
aufgrund der Dichte der Ereignisse hochgehalten, und mit Trojan hat Max
Bentow einen sympathischen neuen Charakter im Thrillergenre geschaffen.
Dabei erhält der Leser auch Einblick in seine private Situation.
Geschieden ist er, doch er bemüht sich, für seine Tochter ausreichend
Zeit zu finden. Aufgrund von Versagensängsten befindet er sich außerdem
ohne das Wissen seiner Kollegen in psychologischer Behandlung. Dabei
verliebt er sich zusehends in seine attraktive Psychologin Jana Michels,
auch wenn er weiß, dass diese allein schon aus Gründen der
Professionalität Distanz wahren muss. Doch für persönliche Belange
bleibt bald schon keine Zeit mehr - dafür sorgt der Fall um den
Federmann.
Leider lässt in meinen Augen die Spannung in der
zweiten Hälfte des Thrillers zusehends nach, wodurch es zu einigen
Längen kommt - auch wenn die Frage, wer hinter den Taten stecken könnte,
bis kurz vor dem Ende offen bleibt. Und so glaubwürdig, wie die Person
Nils Trojans insgesamt gezeichnet wurde, sein Verhalten am Ende mutet
dann doch eher an wie 'Supermann'. Manche der Schlussszenen waren so wie
geschildert für mich einfach nicht nachvollziehbar, auch wenn ich
glaube, dass man mit viel Adrenalin im Körper und mit unbedingtem Willen
über sich hinauswachsen kann.
Trotz der genannten Schwächen ist 'Der
Federmann' in meinen Augen jedoch ein vielversprechendes Debüt, und sicherlich
werde ich auch die folgenden Bände der Reihe noch lesen. In der Hoffnung auf anhaltende Spannung bis zum Schluss und auf ein glaubwürdigeres Ende.
Max Bentow wurde 1966 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium
war er an verschiedenen Bühnen als Schauspieler tätig. Für seine Arbeit
als Dramatiker wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen und
Stipendien ausgezeichnet. Mit den fünf bisher erschienenen
Kriminalromanen um den Berliner Kommissar Nils Trojan gelang Max Bentow
ein großer Erfolg, alle Bücher standen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
In Schleswig-Holstein häufen sich die Todesfälle. Innerhalb weniger Tage
werden zwei Leichen an Land geschwemmt, und in einem Kieler Krankenhaus
sterben nicht nur Patienten, sondern auch ihre behandelnden Ärzte. Und
während immer mehr Todesnachrichten bei der Kieler Kripo eingehen,
scheinen nicht nur Kommissar Armin Stahl und sein Kollege Birger Harms
ein Interesse an der Lösung der Fälle zu haben …
Stefanie Baumm hat einen brisanten und äußerst spannenden Krimi über
organisierte Kriminalität, illegalen Organhandel und die Abgründe der
menschlichen Seele geschrieben.
Hat mich mein Gefühl doch nicht getrogen... Obschon ich nach dem ersten Band der Reihe um die Kommissare Armin Stahl und Birger Harms recht
enttäuscht war, wollte ich unbedingt auch den zweiten Band lesen, denn
durch die Werke unter Stefanie Baumms Pseudonym (Alex Berg) wusste ich
einfach, dass sie es besser kann. Et voilà: das Dranbleiben hat sich
gelohnt!
Im Ostseebad Strande wird die angespülte Wasserleiche
eines Mannes gefunden. Durch einen Kopfschuss aus nächster Nähe ist der
Unbekannte regelrecht hingerichtet worden. Die Kommissare Armin Stahl
und Birger Harms übernehmen den Fall, und bald schon ist die Identität
des Toten geklärt. Ein altes Gut in Schleswig Holstein gerät dabei ins
Visier der Ermittlungen - der erschossene Mann war der ehemalige
Verwalter des Gutes, auf dem traditionell und erfolgreich seit
Jahrzehnten Pferde gezüchtet werden. Schon bei den ersten Gesprächen mit
der alteingesessenen Familie auf dem Gut ist den Ermittlern klar, dass
da irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht - die Familie hat
offensichtlich etwas zu verbergen. Doch was hat das mit dem Toten zu
tun?
Parallel dazu erfährt der Leser von Geschehnissen in einer
Kieler Klinik, in der die Ärztin Andrea Groth Unregelmäßigkeiten auf die
Spur kommt: ein Patient von ihr - ein kleiner Junge - stirbt dort unter
dubiosen Umständen, seine Krankenakte verschwindet spurlos und der
Ärztin wird dringend angeraten, sich aus allem rauszuhalten. Obschon die
Warnung deutlich war, lässt der Ärztin der Fall keine Ruhe, und sie
beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Doch der Kollege, den sie
deshalb unbedingt sprechen will, kommt unerwartet zu Tode. War es
wirklich ein Herzinfarkt? Oder steckt hier etwas ganz anderes dahinter?
Spannend
gestrickt ist dieser Krimi, wobei sich die Hintergründe der Verbrechen,
die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, erst nach und
nach entblättern, um dann jedoch um so grausamer im Raum zu stehen.
Armin Stahl und seine Kollegen sehen sich plötzlich mit der
organisierten Kriminalität konfrontiert, und auch wenn der Wunsch 'David
gegen Goliath' sicher immer wieder auch in den Köpfen der Kommissare
herumspukt, ist doch klar, dass selbst jeder sogenannte Erfolg nur ein
nichtssagender Tropfen auf den heißen Stein ist. Dennoch verbeißen sich
die Kommissare in die Fälle und erfahren dabei die Unterstützung durch
das BKA. Denn organisierte Kriminalität in all ihrer Skrupellosigkeit
ist für die kleine Behörde alleine dann wohl doch eine Nummer zu groß...
Ein
wenig zu sehr hat die Autorin für meinen Geschmack allerdings in die
Klischeekiste gegriffen bei der Ausgestaltung der Charaktere. Auf der
einen Seite der Gutsbesitzer, der wirklich alle gängigen Klischees
bedient, auf der anderen Seite die Russen, die hier hinter der
organisierten Kriminalität stecken - keiner von ihnen bietet so noch
einen überraschenden Zug. Sowohl die 'russische Seele', tiefgründig,
melancholisch und poetisch, als auch die brutale, skrupellose Seite des
russischen Mannes werden hier aus meiner Sicht arg bemüht.
Ansonsten
aber ist dies ein flott zu lesender, stimmig gestalteter und spannender
Krimi, der mit geschickt gesetzten Perspektivwechseln die Neugier des
Lesers immer wieder entfacht und zum Weiterlesen verführt. Ich habe mich
gut unterhalten gefühlt, und auch das Ende hat mich diesmal nicht
enttäuscht. Ich freue mich jedenfalls auf ein Wiedersehen mit den
Kommissaren Stahl und Harms!
Stefanie Baumm arbeitete viele Jahre als freie Journalistin, bevor sie
mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihre politisch brisanten Thriller
„Machtlos“ und „Die Marionette“ sowie die Romane „Dein totes Mädchen“
und „Tochter der Angst“ erschienen unter dem Pseudonym Alex Berg.