Sonntag, 5. Juli 2015

Die Berliner Philharmoniker auf der Waldbühne Berlin - Saisonabschluss-Konzert vom 28. Juni 2015





Was gab es da für ein Bibbern im Vorfeld. Zum einen war lange nicht klar, ob wir überhaupt würden fahren können - der Mann meiner Freundin krank, das Auto plötzlich in der Werkstatt, alles andere als sicher also. Berlin ist vom Niederrhein aus ja kein Katzensprung. Zum anderen war da die Überlegung, ob wir überhaupt würden fahren wollen - zu schlecht war das Wetter im Vorfeld, nur Regen und bitterkalt, jedenfalls für einen Sommer. Und eine Openair-Veranstaltung unter herbstlichen Bedingungen - die Vorstellung lockte uns ehrlich gesagt nicht wirklich.

Aber schließlich  war der Wettergott uns doch hold, es klarte auf und wurde wärmer, das Auto kam doch noch rechtzeitig aus der Werkstatt, und so packten wir unsere Siebensachen und machten uns auf den Weg gen Osten. Das Wichtigste waren natürich die Eintrittskarten... Aber auch Sitzkissen, Regenjacken für alles Fälle, ein wenig Proviant und nicht zu vergessen der Fotoapparat gehörten dringend in den Rucksack.









Wir waren früh da und konnten erst einmal in Ruhe das Programm des Abends studieren:

Simon Rattle und Lang Lang in der Waldbühne

Zum Abschlusskonzert in der Waldbühne umgeben sich die Berliner Philharmoniker mit reichlich Prominenz. Dazu zählen nicht nur Dirigent Simon Rattle und – als Solist in Griegs Klavierkonzert – der Pianist Lang Lang, sondern auch zahlreiche Gestalten der Kinogeschichte: Robin Hood, Tom und Jerry, Ben Hur und andere. Sie alle werden musikalisch zum Leben erweckt, wenn das Orchester einige der berühmtesten Filmmusiken aus Hollywood anstimmt. 

Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle Dirigent

Lang Lang Klavier

 

Alfred Newman

20th Century Fox Fanfare

Bronislau Kaper

Mutiny on the Bounty (Meuterei auf der Bounty)

David Raksin

Laura

Edvard Grieg

Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16

Jerome Moross

The Big Country

Erich Wolfgang Korngold

The Adventures of Robin Hood

Scott Bradley

Tom and Jerry

Miklós Rózsa

Ben Hur-Suite






Von unserem Sitzplatz aus konnten wir die Bühne ganz in der Ferne erkennen, und anfangs war gerade ich als Brillenträgerin etwas enttäuscht. Details oder auch nur Gesichter würde ich so sicher
Lang Lang mit den Berliner Philharmonikern
nicht erkennen können. Aber als das Konzert dann begann, war schnell klar: die Akustik ist schon ein Erlebnis für sich. Vor der Pause wurde Stücke gespielt, die ich persönlich nicht wirklich kannte, doch vor allem das Konzert für Klavier und Orchester von Edvard Grieg mit dem Pianisten Lang Lang war wirklich beeindruckend.
Irgendwann gelang es mir trotz der zusätzlichen Aufregung überall durch die TV-Präsenz (das Konzert wird jedes Jahr aufgezeichnet), mich über die Treppen weiter nach unten zu begeben, wo ich dann mit größtmöglichem Zoom der besseren Kamera meiner Freundin ein paar Fotos machen konnte, auf denen auch etwas zu erkennen war... Mal von rechts, mal von links. Gern gesehen war das nicht, und so wollte ich auch nicht übertreiben.



Der Dirigent Sir Simon Rattle
Wenigstens ein halbwegs scharfes Bild gelang auch von dem Dirigenten - der bewegte sich einfach meistens zu schnell, ganz schlecht zum Fotografieren! :))
Insgesamt sind die die Fotos nicht besonders scharf geworden - es musste einfach schnell gehen, und alle bewegten sich eben. Musik ist Bewegung ist Leben... Manche Musiker bekam ich auch nur verschwommen aufgenommen, weshalb ich es mir hier spare, die Fotos hier zu präsentieren. Einige aber sind doch wenigstens erkennbar:






Berliner Philharmoniker, WaldbühneNach der Pause wurde es allmählich dunkler, die Filmmusik war auch mir meist bekannter, und so wurde die Stimmung zunehmend besser - ein Glas Rotwein dazu: perfekt!






Ausverkauft war die Waldbühne - und obwohl die Bänke dicht an dicht standen und es wirklich voll war, kam auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz. Zwar gab es wie immer die Möglichkeit, sich vor Ort zu verköstigen, aber ein paar Snacks und ein kleines Kaltgetränk durfte man sich auch so mitbringen. Nur direkt vor der Bühne gab es Platz, um sich zum Picknick tatsächlich auf eine Decke zu setzen, aber gemütlich war es auf den höheren Rängen trotzdem, und die Atmosphäre war einfach schön.















Als es richtig dunkel war, war das Konzert im Grunde auch schon zu Ende. Doch kein Konzert ohne
Zugaben. Die standen natürlich nicht auf dem Programm, gefielen mir ehrlich gesagt aber mit am besten. Die Filmmusik von E.T. war zu hören, und spätestens bei der bekannten Musik der Star Wars Filme gab es Gänsehautalarm.

Untrügliches Zeichen, dass das Konzert nun endgültig auf sein Ende zusteurte, war dann die Zugabe,
die die Philharmoniker in jedem Jahr  zum Schluss des Waldbühnenkonzertes spielen - eine Hommage an die Stadt: 'Berliner Luft' von Paul Lincke. Mit Feuerzeugen, Tröten und Pfeifen auf den Fingern war auch das komplette Publikum involviert und klatschte, pfiff und schunkelte mit.



Hier mal zum Abschluss eine Collage der Zugabe 'Berliner Luft' mit 15 verschiedenen Dirigenten der Berliner Philharmoniker:





Ein tolles Konzert, ein wirkliches Erlebnis, das unbedingt nach einer Wiederholung schreit. Ich bin nur froh, dass es am vergangenen Sonntag nicht so heiß war wie hier in den letzten Tagen. Waldbühne bei drückenden 40°C im Schatten - das muss dann auch nicht sein...

Doch so war es einfach grandios!



© Parden



Samstag, 4. Juli 2015

Naundorfer, Georg: Sächsischer Kaffee - Satirische Nostalgien


Nostalgie und Satire, da kann es sich eigentlich nur darum handeln, Kitsch durch den Kakao zu ziehen. Lesen Sie diese Kleine-Leute-Geschichten ruhig, dann werden Sie merken, wie diese Welt abseits der Brennpunkte von Politik und Wirtschaft funktioniert. Vor allem, wie man in der Provinz die wechselnden Stürme des wechselvollen Schicksals in einem verrückten Jahrhundert voller Umbrüche verarbeitet und wie irrsinnig die große Politik sich manchmal in das Leben derer einmischt, die nicht an ihr interessiert sind, die nur ihrem Menschenrecht, dem Streben nach einem bisschen individuellem Glück nachzukommen versuchen, dabei ungewollt in den Mahlstrom der Geschichte geraten und sich dann immer wieder aus diesem unverschuldeten Schlamassel befreien müssen. Etwas Nostalgie, etwas Augenzwinkern und auch etwas Bissigkeit. Das alles am Irrsinn des spießbürgerlichen Lebens gespiegelt und auch ab und zu etwas überhöht. Was eben so in der Provinz passiert. Und verlassen Sie sich darauf, irgendwann betrifft es auch Sie.




  • Taschenbuch: 80 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 3 (9. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3837091929
  • ISBN-13: 978-3837091922












 WENN MIR GEEN'N GAFFEE GRIESCHN, DANN GENN MIR OO NICH GÄMPFN!




Dieses Buch enthält eine kleine satirische Geschichtensammlung zur Benutzeroberfläche Deutschland. Sie ist gegen das Vergessen derer gedacht, die nach der Wende an das Ganze angeflickt wurden.
Diese sehr deutschen Märchen, Fehlinszenierungen, Lächerlichkeiten, Grotesken und Blähungen der Tagespolitik fallen uns im Alltagsgeschehen oft gar nicht mehr auf, weil wir inzwischen an sie gewöhnt wurden oder sie sogar ganz selbstverständlich mitspielen. Hier ist zu erfahren, wie viel Raffinesse, Fleiß und Geisteskraft erforderlich sind, um wirklich großen Blödsinn auszuhecken, ihn dann zu verzapfen und auch noch so zu verkaufen, dass man stolz darauf ist...

Die erste der Geschichten dreht sich tatsächlich nicht nur um den sächsischen Kaffee, sondern um alle Arten der koffeinbehafteten oder auch -freien Variante des beliebten Aufgusses, die zu DDR-Zeiten möglich waren. Viele der Begriffe wie 'Muckefuck' oder 'Blümchenkaffee' sind auch mir als nicht ehemaliger DDR-Bürgerin durchaus ein Begriff. Aber bei der Erläuterung des Rezeptes des sächsischen Kaffees musste ich doch grinsen:


"Man nehme eine geröstete Kaffeebohne (möglichst Westkaffee) und binde sie an einem längeren derben haltbaren Bindfaden fest. Jetzt nehme man einen beliebigen sauberen Topf, fülle ihn mit sauberem Trinkwasser und bringe das Wasser in dem Topf zum Kochen. Die Wassermenge ist dabei frei gestellt. Das richtet sich danach, wie viel Kaffee man braucht. In der Zwischenzeit binde man den Faden mit der Kaffeebohne am Fensterkreuz des geöffneten Fensters fest, dass sie leicht und frei, allerdings nicht zu weit ausschwingen kann. Nun ist die Küchengelegenheit so einzurichten, dass die Sonne den Schatten der frei hängenden Kaffeebohne auf die Oberfläche des in der Zwischenzeit siedenden Wassers werfen kann. Die Stärke des Kaffees können Sie jetzt mit der Dauer des Vorganges regulieren. Bei starkem Sonnenschein wird der Kaffee stärker, weil da auch der Schatten der Bohne dunkler ist. Bei etwas trübem Wetter mit schwächerem Schatten müssen Sie das zeitlich eben etwas länger ausdehnen. Falsch machen können Sie dabei kaum etwas und zu stark geratener Kaffee lässt sich bekanntlich mit heißem Wasser leicht verdünnen..."



So reichte Anno dazumal ein Päckchen Westkaffe immerhin von einem Weihnachtsfest zum nächsten, wenn dann das nächste Westpäckchen kam...

Die anderen Geschichten und Anekdoten in diesem Buch befassen sich dann aber mit anderen Inhalten als dem Kaffee. Vom 'Genossen Haltsmaul', der wohl nicht unbedingt etwas DDR-Spezifisches, aber dort eben auch anzutreffen war, ist da ebenso die Rede wie von Versicherungspraktiken, durch die man weder vor noch nach der Wende durchblickte, und natürlich von der Planwirtschaft, die manchesmal schon merkwürdige Blüten trieb.


"Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, und wo keiner ist, da ist auch einer..."



Einer Fabrik, die Pappe produzierte, wurde plötzlich in jedem Jahr eine wachsende Anzahl an Sonnenstunden vorgeschrieben. Bei Schlechtwetter musste nämlich die Pappe per beheizbarem Ofen getrocknet werden, was ja Kosten verursachte, bei gutem Wetter dagegen wurde die Pappe auf der großen Wiese hinter dem Haus getrocknet. Einfach Widerspruch einlegen half da nicht, da mussten schon härtere Geschütze aufgefahren werden. Ein Schönwetter-Fahrtenbuch wurde da geführt, welches von der nächstgelegenen Wetterwarte gegenzuzeichnen war. Als dann feststand, dass man zwischen zwei Gewittern im Abstand von sechs Stunden auf einer nassen Wiese beim besten Willen keine Pappe trocknen könnte, gab dann die vorgesetzte Stelle endlich nach...

Flüssig zu lesen, manchesmal Kopfschütteln, gelegentlich ein Grinsen. Satirische Nostalgie: ein unterhaltsamer aber auch bedenkenswerter Rückflug in die ehemalige DDR - denn nicht alles ist Vergangenheit...


© Parden







Über den Autor:

http://p3.spin.de/user/full/d2/86/24133542-55753206.jpg
Vom Autor ließ sich kein Foto finden...
Georg Naundorfers Markenzeichen ist der unterhaltsame und informative gesellschaftskritische Inhalt seiner satirischen Texte. Die Themen sind zwar unterschiedlich, aber es geht in jedem Fall um etwas, was uns beschäftigt, und wie man das meistert. Es ist alles niedergeschriebene Erfahrungen, von Mensch zu Mensch übermittelte Information. In einem gewissen Sinne sind das demzufolge alles Sachbücher. Dass alles Abgehandelte dabei meist sarkastisch auf die Schippe genommen wird, ist in der Natur der uns oft nur eingeredeten Probleme begründet, die natürlich auch nur entlarvt und bewältigt werden können, wenn man ihre lächerliche Komponente, oder zumindest ihre menschliche Seite herausarbeitet. Quelle

Donnerstag, 2. Juli 2015

Fox, Paula: Die Zigarette und andere Stories




Ein Mann kann bei der Beerdigung seines Sohnes nicht weinen. Erst im Kino, wo er sich danach einen Mickey-Mouse-Film ansieht, bricht im Dunklen die Trauer aus ihm heraus. Einem jungen Mann stirbt der Hund, er erinnert sich an eine Frau, die er kurz zuvor abgewiesen hat, und ruft sie an. Eine Frau ist unsterblich in den Mann verliebt, dessen Haushalt sie in Ordnung hält, entscheidet sich aber am Ende für ihre Familie. Paula Fox erzählt in ihrer klaren, eleganten Sprache von Verlust und Liebe, von Verlorenheit und gnädiger Rettung. Sie versteht es, Brücken über den Abgrund zu schlagen, der uns Menschen von der Welt trennt.











  • Gebundene Ausgabe: 255 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (18. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Karen Nölle,  Hans-Ulrich Möhring
  • ISBN-10: 340661289X
  • ISBN-13: 978-3406612893
  • Originaltitel: News from the World: Stories and Essays
















LEBEN IN LICHT UND SCHATTEN...






Ein Mann sitzt nach einer Beerdigung an einem strahlend heißen Sommertag im Kino, sieht einen Zeichentrickfilm an und fängt plötzlich an zu schreien; eine Frau, die auf einer von einem Ölteppich eingeschlossenen Insel lebt, verliebt sich unsterblich in den alten Künstler, für den sie täglich putzt, ohne kaum je mehr als ein paar Sätze mit ihm gewechselt zu haben; eine Schriftstellerin, bei der es sich um Paula Fox selbst handelt, wird um ein Haar an ihrem eigenen Schreibtisch erschossen, weil Jugendliche im Nachbargarten mit einer geladenen Pistole spielen.
Neben ihren Romanen und Jugendbüchern hat Paula Fox seit den 60er-Jahren Erzählungen und kleine Prosastücke geschrieben, die hier zum ersten Mal versammelt sind. Oft sind es kleine, stille Begebenheiten, die sich schließlich zu etwas Unerhörtem ausweiten und so von den großen Themen Liebe, Tod und Verlust erzählen. Paula Fox ist eine Meisterin der genauen Beobachtungen, die selbst den einfachsten Situationen eine Poesie abtrotzt, die einen gefangen nimmt. Mit ihrer feinen, klaren und eindringlichen Sprache erschafft sie eine ganz eigene Welt, in der die Grenzen zwischen Autobiographie und Fiktion irgendwann nahezu aufgehoben scheinen.

'Die Zigarette und andere Stories' versammelt Texte von den 60er-Jahren bis heute, die noch einmal die kluge Beobachtungsgabe und die Menschenkenntnis einer großen zeitgenössischen Autorin, deren Leben und Schreiben untrennbar miteinander verbunden sind, unter Beweis stellen.


"Ich sehe es bildlich vor mir, wie du auf der Kante eines Hotelbetts sitzt und grundlos eine Nummer wählst, weil dir grundlos irgendjemand aus deiner Vergangenheit eingefallen ist. Aber so warst du schon immer. Lieber läufst du die halbe Nacht durch die Straßen, als einfach mal drei Minuten mit dir allein zu sein."


Was sind das für Geschichten, die eine Seite kurz sein können oder zwanzig Seiten lang, in denen Autobiografisches erzählt und philosophisch resümiert, in denen pointiert etwas festgestellt und sogleich der mögliche Widerspruch daneben entfaltet wird? Sind das Stories? Essays? Erzählungen? Autobiografische Splitter? Vielleicht von allem etwas, vielleicht gibt es keinen Namen, der alles umfasst, der die über fünfundvierzig Jahre hinweg entstandenen kürzeren Texte von Paula Fox auf einen Nenner bringt.


Ihn zu beschreiben drückt nicht aus, was mich ergriffen hatte. Es wäre so albern, als wollte man sagen, der HImmel ist blau, und der Sand ist gelb. Worte sind Netze, durch die alle Wahrheit hindurchfällt.


Fest steht jedenfalls, dass Paula Fox in jeder Zeile dieser Texte authentisch zu finden ist. Sie, die selbst keine einfache Kindheit und Jugend hatte, die die Härte und Unzuverlässigkeit des Lebens schon früh erfahren musste, lässt den Leser teilhaben an den Gefühlen - Einsamkeit, Verlassenheit, Fremdheit, Irritation. Doch nicht anklagend, auch nicht verzweifelt, sondern mit einer Offenheit für das Unerträgliche. Und doch auch nicht hoffnungslos, kein Weltmisstrauen, keine düstere Weltsicht als vorwegnehmender Schutz vor noch mehr Schmerz - Nichts ist sicher. Alles ist möglich. Und wenn dies bedeutet, dass man immer auf alles gefasst sein muss, bedeutet dies auch: auf das Allerschönste...


Er war erst sechsunddreißig. Erst! Würde er sich an seinem nächsten Geburtstag sagen, dass er erst siebenunddreißig war, und sich mit einem Wort zu trösten suchen, das sich auf der Kippe zwischen Hoffnung und Grauen befand?


Eine unaufgeregte aber überaus eindringliche Sprache begegnet dem Leser da in diesen 17 Geschichten, berührend auf eine ganz eigene Weise. Eine großartige zeitgenössige Schriftstellerin, der ich hier endlich begegnen durfte, und ein Buch, das in jedem Fall Lust auf weitere Werke von Paula Fox macht. 'Paul ohne Jakob' oder 'Was am Ende bleibt' beispielsweise kenne ich bislang nur dem Titel nach. Ich denke, es wird Zeit, das zu ändern.


Später, nachdem wir uns angefreundet hatten, nahm ich sein Gesicht genauer wahr, die Andeutung von Verschwiegenheit darin, die Wandelbarkeit und den, wie mir schien, inbrünstigen Wunsch, gemocht zu werden. In seinem unsicheren Lächeln erkannte ich erschrocken mich selbst wieder, doch im Unterschied zu meinem Lächeln war seines ungeschützt. Ich begriff rasch, dass wir beide nur dann offen zu anderen waren, wenn wir in ihnen dieselbe Hoffnung spürten - wobei ich mich im Leben darin mitunter geirrt habe.


Ein beeindruckender Zufallsfund, der mir hier in die Hände gefallen ist. Und ich bin nun sehr neugierig darauf, mehr von der Autorin zu entdecken!



© Parden










Paula Fox (* 22. April 1923 in New York City) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die in New York lebt. Lange Zeit war sie vergessen, heute sieht man sie als eine Klassikerin der Moderne.
Ihre Eltern - der Vater war irisch-englischer Abstammung, ihre Mutter kam aus Kuba - ließen sie zunächst bei einem Pastor aufwachsen, mit sechs Jahren kam Paula Fox in ein Kinderheim nach Kalifornien. Zwei Jahre später zog sie zu der Familie ihrer Mutter nach Kuba, wo sie auf einer Zuckerrohrplantage lebte. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr war Paula Fox bereits auf neun verschiedene Schulen gegangen. 1933 kehrte sie zusammen mit ihrer Großmutter nach New York zurück, wo sie auch heute noch lebt. Paula Fox ist verheiratet, hat drei Kinder und mehrere Enkelkinder - eines davon ist die Sängerin Courtney Love.


01/13/2007. Close-Up, American author Paula Fox
Zum 90. Geburtstag der Autorin erschien in der FAZ am
HIER



Mittwoch, 1. Juli 2015

BlogPost Nr. 47: Zusammenfassung der Beiträge im Juni 2015




Juni - ein Geburtstagsmonat. Nicht nur für eines unserer Mitglieder hier, sondern auch und vor allem für unseren Blog selbst. Zwei Jahr alt ist unser Blog nun schon, kaum zu glauben. Und auch in diesem Monat gab es etliche neue Beiträge. Mögen die Ideen und die Freude am Schreiben nie ausgehen...



Wie immer wurde der Monat eröffnet mit zwei BlogPosts: Nr. 42 zeigte unsere Neuerwerbungen im Mai, und mit Nr. 43 gab es eine Zusammenfassung unserer Beiträge im Wonnemonat...





Unseren zweiten Geburtstag galt es zu feiern. Leider schien dabei unterzugehen, dass wir zu diesem Anlass auch einige Bücher verlosen wollten. Die Beteiligung war entsprechend mager, aber um so höher fielen dadurch die Gewinnchancen für die aus, die sich dann doch beteiligt haben. Bei der Vielzahl der Blogs gehen einzelne Artikel wohl oft unter. Schade, aber intern haben wir uns gefreut, nun schon zwei Jahre gut durchgehalten zu haben! ☺



LITTERAE ARTESQUEEinen Rückblick gab es dann auf das, was im Juni 2013 so los war, als wir endlich zu dritt starteten. Irgendwie lange her, aber irgendwie auch als wäre es erst gestern gewesen...


Nach den Feierlichkeiten gibt es auch wieder neues von Büchern zu vermelden. Den Anfang macht der vielversprechende Auftakt zu einer neuen FantasySaga aus der Feder von Marah Woolf: FEDERLEICHT - WIE FALLENDER SCHNEE. Für Anne steht fest: diese Reihe wird sie weiter verfolgen! Danke noch einmal an dieser Stelle an Ina Körner alias Marah Woolf und Blogg dein Buch für die Möglichkeit, dieses Buch lesen zu dürfen! Da sieht man mal, dass auch selbstaufgelegte Bücher einen riesen Erfolg haben können!





Amüsant ging es weiter. DAS TOTAL GEFÄLSCHTE GEHEIM-TAGEBUCH VOM MANN VON FRAU MERKEL, genial gelesen von Christoph Maria Herbst - wahrlich gelungen. Eine Parodie auf den Kanzlergatten und alles was in der Politik Rang und Namen hat(te), und das nicht in übler 'Haudrauf-Manier', sondern wirklich witzig und einfallsreich - und dazu die Stimme von Christoph Maria Herbst, der hier als Hörbuchsprecher echt eine Klasse für sich ist. Anne fand es jedenfalls richtig gut!


Spannung und Unterhaltung liefert Sonja Rüther mit ihrem Thriller BLINDE SEKUNDEN. Das Cover wirkt eher reißerisch, dahinter verbirgt sich aber ein intelligent gestrickter und spannender Thriller mit interessanten Charakteren. Grausamkeit vs. Menschlichkeit, und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Eine Mischung, die Anne gefallen hat!







Tim Piepers Autorenseite wurde aktualisiert. Anlass dafür war sein neuester Roman DUNKLE HAVEL, den Anne und ich natürlich verschlungen habe. Möger er noch mehr solche Bücher schreiben. Tim ist immer eine Empfehlung wert. Natürlich wegen seiner Bücher und inzwischen auch noch persönlich, da wir uns vor kurzem trafen.

Da ist es doch nur natürlich, dass die Seite mal nach "oben" geholt wird.




Durch die zahlreichen technischen Details war LITTLE BROTHER nicht ganz das Richtige für Anne. Dennoch ein überaus wichtiges Thema, das hier jugendgerecht verpackt wurde. Sicherheits- und Verfolgungswahn vs. Freiheit - der gläserne Mensch als Horrorszenario. Beruhigend, dass sich heute noch Menschen einsetzen für Werte wie Freiheit und Datenschutz. Cory Doctorow zählt in jedem Fall dazu. Empfehlenswert!

Dieses Buch fand ich, der KaratekaDD, sehr interessant und suchte nach dem eBook. Hier ist meine zusätzliche Rezension zum Buch.  




Schon wieder ist Juni und das Jahr zur Hälfte ´rum. Da wurde es Zeit, TinSoldiers ersten "Bücherstapel" in diesem Jahr "auf´s Wasser zu lassen"! Als Blogpost Nr. 45 erschien die Ausgabe Nr. 01/2015. Mindestens 2 weitere sollen in diesem Jahr noch folgen. Mal sehen, was der Buchmarkt uns bis zum Jahresende noch so bringt. Im Oktober ist ja erst einmal Buchmesse in Frankfurt...





Buchcover: JulischattenHat das Buch LAKOTA MOON von Antje Babendererde schon mal zu einer guten Rezenzion geführt, gilt dies für JULISCHATTEN ebenso. Dieses Buch bekam ich als Rezensionsexemplar von der Autorin selbst. Auch dieser Roman spielt in der Lakota-Reservation PINE RIDGE in South Dakota, USA. Eine junge Thüringerin verbringt dort einige Wochen nachdem sie einen Alkoholexzess hatte. Eine Geschichte um Freundschaft, Liebe, Gewalt und darüber, wie Kulturen aufeinander prallen.

Hier geht`s zur Rezension.



Vor einigen Jahren fand ich im Internet das Buch AUF DEN SPUREN DER SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN von Dr. Uli Otto und dessen Sohn Till. Ein Regensburger Kulturwissenschaftler schreibt über Hintergründe, Entstehung und Inhalt des Romans, der meine eigene Kindheit und Jugend doch sehr geprägt hat. Daher musste das Buch unbedingt auf die "Indianerseite".

Hier könnt ihr nachlesen.



Wieder einmal konnte Pete Dexter Anne überzeugen. Mit UNTER BRÜDERN schuf er einen weiteren Roman noir, ein stilles, ein düsteres Buch, eines, das aufwühlt und bei dem die Ausweglosigkeit und Hoffnungslosigkeit, eine tiefe Einsamkeit und Verlorenheit, die Dexter nie im Worte fasst, die aber zwischen den Zeilen ständig mitschwingt, alles durchdringt.
Düster, sprachgewaltig, beeindruckend. Das ist der Eindruck, der bleibt.





Einen interessanten Einblick in die Launen der Natur bietet Mara Grunbaum hier mit ihrem Buch LIEBE EVOLUTION, IST DAS DEIN ERNST?! In erster Linie ein Bildband begleiten kurze amüsante Textabschnitte die Skurrilitäten aus Fauna und Flora. Kein Buch, das vor Informationen nur so strotzt, aber eines, das einen auf amüsante Weise unterhält... Anne hat es gefallen!



Jussi Adler-Ohlsen Buch "Verheissung" rangiert auf den Bestsellerlisten weit oben. Dies war für TinSoldier Anlass genug, das Buch "unter die Lupe" zu nehmen und das Ergebnis hier vorzustellen. Sein Urteil: Eine klare Kaufempfehlung!

Dem TinSoldier stand übrigens diesmal ein vom Autor handsigniertes Exemplar zur Verfügung, das der beliebte Autor bei der Verleihung des "Ripper Award" mit einer persönlichen Widmung versehen hat.
Näheres dazu gibt es HIER!

Dieser Roman spannt weite Bögen - geografische ebenso wie zeitliche und thematische. Zwischen Berlin, Caracas und New York erzählt Vanessa F. Fogel Geschehnisse aus der Zeit Hitlers bis heute und kreist dabei rund um das Thema 'Familie'. Das Überleben des Holocaust und danach ist dabei ebenso Gegenstand der Erzälung wie die Konflikte zwischen den Generationen und zwischen Geschwistern. Und die Familie ist dabei das Konstrukt, das alles zusammenhält, das allem eine Bedeutung verleiht.
HERTZMANN'S COFFEE empfand Anne als eine lesenswerte Familiengeschichte mit einem Plädoyer für die Familie und gegen das Vergessen.


BlogPost Nr. 46: Unsere Neuerwerbungen im Juni 2015




Sommerbeginn - ob die Lektüre dann eine andere ist als in den kalten Monaten des Jahres? Mal schauen, was es im Juni so gab...





KaratekaDD

Der Bücheraffe stellt dann mal unsere Neuerwerbung Nr. 1 vor:  Das Rezensionsexemplar mit dem Namen "111 Orte in der Mecklenburgischen Seenplatte, die man gesehen haben muss". Das Buch hat Jana Jrüss geschrieben, man könnte auch sagen zusammen  gestellt. Passt natürlich, damit werde ich einige Orte in meinem Wohn-Landkreis aufsuchen und darüber natürlich berichten.

Das Buch stammt aus dem emons: Verlag, das ist der, der Tim Piepers Romane verlegt, daher stammt auch die Beziehung und die Anfrage an mich. Schön. Langsam erlangen wir Aufmerksamkeit.



Antje Babendererde, bereits bekannt durch LAKOTA MOON, hat mir ihren Jugendroman Julischatten zugesendet. Es geht wieder um die Bewohner der Pine Ridge Reservation in South Dakota / USA. Simona liegt mit 17 mit einer Alkoholvergiftung in einem Krankenhaus, die Eltern schicken Sie anschließend zu ihrer Tante in die Reservation. Bekanntlich ist Alkohol auf der Reservation streng verboten. Zumindest den Lakota und natürlich Jugendlichen. Bin schon sehr gespannt. Der Bücherwurm ist schon beim Schmökern.






Lübeck: Wo geht ein Bücherwurm da hin? Nein, das Günter-Grass-Haus war noch nicht dran, ich war im BUDDENBROOK Haus. Das Haus, das dem Vater von Thomas und Heinrich Mann gehörte und dass der Familie Mann und dem Nobelpreis-Roman DIE BUDDENBROOKS gewidmet ist. Zu diesem Buch gesellte sich noch MEPHISTO von Klaus Mann. Das hab ich schon gelesen, aber ich fand, es gehört in mein Bücherregal. 




Ein eBook ist noch hinzugekommen: Das heißt GROPUS - DIE LEGENDE DER FÜNF STEINE und wurde von einem angehenden Abiturienten namens Tariq Abo Gamra geschrieben, der unseren Blog auf bloggerei.de fand und mich anschrieb. SF ist eigentlich nicht so mein Fall, aber der Umstand, dass das als eBook veröffentlichte Buch von einem Jugendlichen geschrieben wurde, reizte mich wiederholt. Daher wartet der Roman nun auf meinem e-Reader.


 

Anne Parden 

Der Poststreik macht sich bemerkbar. Erstaunlich wenige Bücher haben in diesem Monat den Weg zu mir gefunden. In der Warteschleife sind noch mehrere!


http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Das-Madchen-mit-den-blauen-Augen-9783352008764_xxl.jpgDer Aufbau Verlag hat sich großzügig gezeigt und mir DAS MÄDCHEN MIT DEN BLAUEN AUGEN von  Michel Bussi  als Rezensionsexemplar überlassen. Vielen Dank schon einmal dafür! 1980. In der Vorweihnachtsnacht kommt es im verschneiten Jura zu einem tragischen Unfall: Ein Flugzeugabsturz, den allein ein kleines Baby überlebt. Doch auf der Passagierliste sind zwei Säuglinge vermerkt, beide Mädchen, beide drei Monate alt. Welches der Babys wurde gerettet? In einer Zeit, in der es noch keine DNA-Tests gibt, ist dies kaum mit Sicherheit nachzuweisen. In einem aufwühlenden Sorgerechtsprozess, den die Großeltern beider Familien führen, fällt trotz letzter Zweifel schließlich ein Urteil: Emilie Vitral hat überlebt, nicht Lyse-Rose de Carville. Achtzehn Jahre später entdeckt ein Privatdetektiv den Schlüssel zur Wahrheit, kurz darauf wird er tot aufgefunden. Zuvor aber hat er Emilie seine Aufzeichnungen zukommen lassen, die das Leben der jungen Frau von Grund auf verändern.

http://www.aufbau-verlag.de/media/catalog/product/cache/1/image/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/i/m/image_1_12674.jpg Ebenfalls als Rezensionsexemplar vom Aufbau Verlag erreichte mich DAS LICHT DER TOTEN von Cyrus Darbandi. Frank Abraham ist Polizist in Berlin, Mordermittler, ein „großer, stiller Mann mit traurigen Augen“, der eine besondere Vergangenheit hat. Sein Vater wurde als Serienmörder verhaftet. Nun wird sein Vater entlasten, sein Bruder, der für die Mafia Kurierdienste leistet, taucht wieder auf – und Abraham bekommt einen besonderer Fall. Stefan Phelps, ein Deutscher, der nach Australien ausgewandert ist, stürzt von einem Hochhaus. Anscheinend ohne Motiv. Bis die Polizei in die Wohnung eindringt, die Phelps zuletzt aufgesucht hat. Dort finden sie eine ermordete Frau – die Mutter des Toten. Ist Phelps aus Australien zurückgekehrt, um seine Mutter zu töten? Lydia, seine Schwester, hat ihre begründeten Zweifel. Abraham glaubt ihr und fühlt sich zu ihr hingezogen. Dann findet er heraus, dass noch eine dritte Person in der Wohnung war. Ist er einem Serienmörder auf der Spur? 

http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Die-Quersumme-von-Liebe-9783734850110_xxl.jpg DIE QUERSUMME VON LIEBE von Katrin Zipse ist ein Gewinn, den ich bei Lovelybooks erhielt. Auf das Buch freue ich mich schon sehr! Eine Neuerscheinung, die der Magellan Verlag erst am 17. Juli veröffentlicht. Luzies geordnete Welt gerät ins Wanken, als sie einen Brief ihrer verstorbenen Großmutter erhält. Das Geheimnis, mit dem er sie konfrontiert, nimmt ihr Leben Stück für Stück auseinander. Doch plötzlich ist da Puma, bei dem sie sich frei fühlt und geborgen. Damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss Luzie ihre Erinnerungen zu einem neuen Bild zusammensetzen, in dem Lügen keinen Platz haben.
http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/An-den-Randern-der-Nacht-9783955307202_xl.jpg Da eBooks keine Transportprobleme kennen, erreichte mich der Gewinn von 'Blogg dein Buch' problemlos. AN DEN RÄNDERN DER NACHT von Isabel Morland verspricht spannende Lesestunden! Eine junge Frau leidet an Gedächtnisverlust, spontan und aus der Not geboren nennt sie sich „Audrey Lafayette“. Verloren und von Angst getrieben, irrt sie durch Paris, ehe sie dank eines Zufalls eine Stelle als Hausmädchen in einer Botschaft ergattert. Für Audrey ist dies die Chance auf einen Neuanfang. Schon bald zieht sie die Aufmerksamkeit von gleich zwei jungen Männern auf sich, doch die behütete Atmophäre in ihrem neuen Zuhause trügt. Audrey ahnt nicht im Geringsten, dass jeder in dieser Botschaft ein falsches Spiel treibt, und nichts so ist, wie es scheint. Denn durch ihre Ankunft gerät eine sorgsam vorbereitete Intrige ins Wanken. Ihre Verletzlichkeit, ihre Attraktivität bringen sowohl Luc, der für den französischen Geheimdienst arbeitet, ebenso wie Philippe, der als Mitglied der korsischen Mafia auf den Botschafter angesetzt ist, dazu, ihre Aufträge zu vernachlässigen. Zunächst kann sie sich nicht zwischen den beiden Männern entscheiden, doch als sie mit Luc eine leidenschaftliche Liebesnacht verbringt, eskaliert das fragile Gefüge in der Botschaft. Audrey befindet sich unversehens in einem mörderischen Intrigenspiel, in dem sie nicht einmal sich selbst vertrauen kann. Denn immer noch weiß sie nicht, warum sie ihr Gedächtnis verloren hat. Doch eine dunkle Ahnung keimt in ihr … 

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ssUi2HpfL._SY344_BO1,204,203,200_.jpg Der Liebeskind Verlag hat mir netterweise einmal mehr ein Rezensionsexemplar überlassen: DAS LIEBESLEBEN DES NATHANIEL P. von Adelle Waldman. Danke auch dafür! Eigentlich könnte es kaum besser laufen für Nathaniel Piven. Er hat seinen ersten Buchvertrag in der Tasche, schreibt für angesagte Magazine und tummelt sich in der hippen Kulturszene von Brooklyn. Auch sein Liebesleben hat Aufwind. Seine Exfreundin Elisa versucht, ihn wieder zu verführen, die attraktive Greer flirtet mit ihm, und als er die intelligente, selbstbewusste Hannah kennenlernt und eine Beziehung mit ihr eingeht, scheint das Glück endgültig vor seiner Tür zu stehen. Das Problem ist nur, dass Nate es nicht hereinlässt. Je ernster es zwischen ihm und Hannah wird, desto mehr wird er von Zweifeln geplagt. Ist er tatsächlich bereit, sich jetzt schon zu binden? Ist Hannah wirklich die richtige Frau? Ein quälender Zerfallsprozess beginnt ... Scharfsinnig und mit großer Beobachtungsgabe seziert Adelle Waldman die Psyche des modernen Mannes und sein Verhältnis zu Frauen. Ihr viel diskutierter Bestseller ist ein humorvolles, aber auch entlarvendes Porträt einer Generation, die alles hinterfragt, sich aber bei der ersten aller Fragen – wie passen Männer und Frauen überhaupt zusammen? – immer wieder selbst im Wege steht.

http://www.antiquariat-peter-sodann.de/images/product_images/popup_images/14959.jpg Ein wenig Geburtstagspost immerhin hat den Weg zu mir gefunden. Über ein antiquarisches Buch von Inge von Wangenheim: SPAAL durfte ich mich freuen! Auch an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank... :) "Spaal" - das ist: Forst und Jagdhaus des einstigen Schlossherrn auf Kochberg, Josias von Stein, desen Frau Charlotte auf diesem in seiner Art einmaligen Schauplatz von zaubrischer Anmut zehn Jahre lang mit einem gewissen Goethe... nein, nicht von dieser Liebe handelt Inge von Wangenheims neuer Roman; die Autorin spiegelt nur ihre sehr heutige Liebesgeschichte in dieser alten und vertraut dabei auf die Bereitschaft des Lesers, vergangenes Liebesglück als Gegenwart zu gewinnen und in einer gegenwärtigen Liebe das Glück seiner und unser aller Geschichtlichkeit zu erleben. Sensibilität, Schaugenuss und Produktivität der goethischen Landschaft, der goethischen Natur schlehcthin werden im Weimarischen Umkreis mit all seinen Schätzen, die es bezeugen, in einer so leidenschaftlichen wie auch etwas ungewöhnlichen Handlung zwischen dem jungen Schauspieler Lutz Faber und der Archivarin Lily Graf, einer weimarischen Dame aus dem Hause Pappenheim, zum fugischen Begleitthema. Sie lassen den Leser auf unterhaltende Weise Einblick nehmen in das Milieu der kleinen Stadt an der Ilm, die täglich eine Welt bei sich zu Gast hat und das "Mekka der Klassik" genannt wird. Inge von Wangenheim schrieb einen Liebesroman. Außerdem erzählt dieses Buch von ihrer Liebe zu der Landschaft, die ihr zur Wahlheimat wurde.


TinSoldier


Bei mir gab´s im Juni nur eine Neuwerwerbung:

Kinder der Freiheit von Ken Follet
ist ja ein Bestseller und eines der meist gelesenen Bücher der letzten Zeit.
Also musste auch ich es besitzen, zumal ich die anderen Bände der Reihe auch schon habe. Ich glaube, zu diesem Buch muss ich nichts mehr sagen, man lese die Rezension von KaratekaDD in diesem Blog!
Nur eines wünsche ich mir:
Das ich demnächst auch mal dazu komme, alle drei Bücher der Trilogie zu lesen!