Über fünfzig Jahre lang teilen sie ihr Leben. Doch nun ist der Mann
schwer krank. Lange schon palliativ umsorgt, wird sein Radius immer
eingeschränkter, der Besuch weniger, die Abhängigkeiten größer. Entlang
der Stunden eines Tages erzählt Helga Schubert davon, wie man in solchen
Umständen selbst den Verstand und der andere die Würde behält, wie es
ist, mit einem todkranken Menschen durch dessen Zwischenwelten zu
wandeln. Und davon, wie Liebe zu Erbarmen wird. Die Texte mäandern in
der gemeinsamen und der eigenen Vergangenheit, sind von zartem Humor und
frei von Pathos. Eine rührende Liebeserklärung an den Mann an ihrer
Seite und all die Dinge, die das Leben inmitten der Widrigkeiten des
Alters lebenswert machen. (Verlagsbeschreibung)
Eine Leserunde bei Whatchareadin bescherte mir diesen neuen Roman von Helga Schubert, deren Titel "Vom Aufstehen" auch hier im Blog zu finden ist. Diesmal möchte ich Helga Schubert selbst zu Wort kommen lassen - als Zitat: "Liebe Leserinnen, liebe Leser, so viele von Ihnen haben
mein Buch ›Vom Aufstehen‹ gekauft, es gelesen und weiterempfohlen. Das
habe ich nicht zu hoffen gewagt. Nun lege ich Ihnen hier
mein neues Buch ans Herz, ›Der heutige Tag‹. Es erzählt eine lebenslange
Liebesgeschichte bis ins hohe Alter und berührt auch die letzten Dinge.
Keine Angst: Es geht zwar um Pflege und nahen Abschied, aber meine
Hoffnung ist, dass Ihnen, wenn Sie sich auf das Buch einlassen, leicht
ums Herz wird, so wie mir beim Schreiben. Vielleicht sehen Sie nach der
Lektüre sogar etwas zärtlicher, liebevoller und zuversichtlicher auf Ihr
Leben und womöglich auch auf dessen Hürden und Einschränkungen." Bessere Worte zum Roman hätte ich kaum finden können. Wie er mir letztlich gefallen hat, könnt Ihr hier nachlesen:

