Dienstag, 25. März 2014

Eine BÜCHERDIEBIN auf der Leinwand


Es ist ein gutes Buch. - Es ist ein guter Film.
Wieder einmal erweist es sich als richtig, die Filme mit den zu Grunde liegenden Büchern nicht zu vergleichen, außer vielleicht mit dem Drehbuch.
Berührend, liebevoll, gut beobachtet und gute Kulissen. Die Geschichte wird mit Filmmethoden genauso gut erzählt wie im Film. Was macht es, dass da das Wörterbuch in Englisch an der Wand steht und die Kamera, wenn sie auf die gestohlenen Bücher der kleinen Liesel Memminger gerichtet wird, englische Wörter erfasst, wo doch sogar auf dem Bahnhof BAHNHOFSWIRTSCHAFT am Bahnsteigkiosk steht.

Berührend, nein, zu Tränen rührend, die Abschiedsszenen von den Pflegeltern und noch mehr vom Jungen mit den Zitronenhaaren. Zum Kinobesuch gehört auch das Mädchen, welches lachen möchte als Rudi zu den Worten "Ich lieb..." ansetzt. Eine Szene, die bewusst anders als im Buch erzählt wird. Das Mädchen erhält von seiner Mutter einen kleinen Stoß und verstummt, während Rudi seinen Kuss bekommt.

Blick über eine fremde, große und moderne Stadt 
aus dem Wohnzimmer einer alten Frau, die ihren letzten Besucher, den Erzähler der Geschichte empfangen hat. Bilder auf Schränkchen und Kommoden von den Steiners und den Hubermanns. Alt ist sie geworden, die Liesel Memminger, alt und glücklich. Auch mit den Erinnerungen. 


© KaratekaDD 


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