Vor vierundsiebzig Jahren erschien im Juni 1949 der Roman Nineteen Eighty-Four, im Deutschen 1984 von George Orwell (1903 – 1950). Nachdem der Text zu diesem Buch nunmehr gemeinfrei geworden war, gab es eine Reihe neuer Übersetzungen. Für den INPUT-Verlag und für die Reihe Perlen der Literatur übersetzte Gerrit Pohl den Roman neu und schrieb dafür ein Vorwort sowie das Nachwort. Verschiedene Übersetzungen zu vergleichen ist meine Sache nicht. Warum mir die hier vorliegende Ausgabe allerdings gut gefällt, ist Gegenstand dieser Buchbesprechung.
Inhalt: Orwell hat den Roman in drei überschriftslose Kapitel eingeteilt, die auch nur Eins, Zwei und Drei benannt sind. Eins beinhaltet die Schilderung des dystopischen Überwachungsstaates. Winston Smith Arbeit im Wahrheitsministerium – Minitrue –, seine Beschäftigung dort besteht in der Veränderung oder Neufassung alter Nachrichten auf Grund neuer „Erkenntnisse“ des Großen Bruders - Big Brother. Die daraus resultierende „Geschichtsfälschung“ ist schon keine mehr, denn inzwischen werden ja die „Fälschungen“ gefälscht. Dann lernt Winston Julia kennen...
Zwei erzählt von der beginnenden Liebe zwischen Julia und Winston, dem Weg in den inneren Widerstand gegen die Diktatur und der Verhaftung der Hauptfigur. Im Drei geht es um Gefangenschaft, Folter und darüber. dass die auch durch Folter erfolgte Gehirnwäsche funktioniert. Winston steht wieder an der Seite des Großen Bruders.
