Montag, 3. September 2018

Schäfer, Miriam: Das Fehlen des Flüsterns im Wind

Gelesen habe ich dieses tolle Buch aus dem Acabus Verlag bereits vor drei Monaten - doch weil die immense Sommerhitze mich außer Gefecht gesetzt hat, gab es von meiner Seite im Blog eine ungeplante Sommerpause. Nun aber sind die Temperaturen endlich wieder erträglich und ich kann damit beginnen, die Buch-Schätze, die mir in letzter Zeit in die Finger gefallen sind, nach und nach hier vorzustellen.

Dieses Buch durfte ich mit einigen anderen glücklichen Gewinnern im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen, gemeinsam mit der Autorin selbst, die nicht nur passende Musikuntermalungen zu den einzelnen Geschichten beisteuerte, sondern auch viel Hintergrundwissen vermittelte, was ich sehr bereichernd fand. Mehr zum Buch gibt es hier:

21 phantastische Geschichten vom Grund der Dinge. Zum Gruseln, Träumen und Nachdenken.
Geheimnisvoll, düster und melancholisch erzählt Miriam Schäfer von den Welten zwischen Traum und Wirklichkeit, Licht und Schatten, Wahrheit und Legende.

(Klappentext Acabus Verlag)

  • Taschenbuch: 184 Seiten
  • Verlag: Acabus Verlag; Auflage: Originalausgabe (27. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862825639
  • ISBN-13: 978-3862825639










GEHEIMNISVOLL, DÜSTER UND MELANCHOLISCH...


© Anne Parden

21 phantastische Kurzgeschichten präsentiert uns Miriam Schäfer hier. Gruseliges findet sich hier ebenso wie Geheimnisvolles, Düsteres und Melancholisches - eine große Bandbreite, der aber eines gemein ist: die Bildhaftigkeit und die jeweils dominierende Atmosphäre. Oft genug lief mein Kopfkino auf  Hochtouren, war ich gefangen in der Geschichte, spürte ich nahezu körperlich die Atmosphäre. In die Stimmung einer geschriebenen Handlung vollkommen einzutauchen - solche Erlebnisse sind etwas Besonderes.

Es hat mir sehr gefallen, dieses Buch aus dem Acabus Verlag im Rahmen einer Leserunde zu lesen, in der die Autorin selbst sehr präsent war. Ansonsten wären mir bei einzelnen Geschichten sicher Details verloren gegangen, hätten sich mir einige Bedeutungen und Interpretationen nicht erschlossen. So ist die Namensgebung der handelnden Figuren beispielsweise oft genug nicht einfach klanglich passend gewählt worden, sondern hat in vielen Fällen eine weitaus tiefere Bedeutung. Beeindruckend fand ich auch den Hinweis Miriam Schäfers, dass ein bestimmter Song sie zu einer Geschichte animiert hat und sie beim Schreiben begleitete.

Auch wenn mich nicht jede der 21 Geschichten - manche darunter sind durchaus etwas länger gehalten - gleichermaßen begeistern konnte, ist das Buch als Gesamtkonzept einfach äußerst stimmig. Titel, Cover, die Zusammenstellung der Erzählungen, die Sprachgewalt, die Metaphern, das Mystische, die Welt zwischen Traum und Wirklichkeit - es hat mir eine große Freude bereitet, in diese Geschichten einzutauchen. Immer wenn ich überzeugt war, meine Lieblingserzählung gefunden zu haben, wurde ich spätestens zwei Geschichten weiter eines Besseren belehrt. Definitiv gab es hier für mich etliche Favoriten...

Sicherlich werde ich dieses Buch immer wieder einmal zur Hand nehmen und einzelne Erzählungen erneut lesen. Gleichzeitig hoffe ich, dass es bald mehr von Miriam Schäfer zu lesen gibt! Für alle, die phantastischen Kurzgeschichten etwas abgewinnen können, gibt es hier jedenfalls eine dringende Leseempfehlung!


© Parden










Der Acabus Verlag schreibt über die Autorin:

Miriam Schäfer wurde 1978 in Wuppertal geboren, wo sie auch heute mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn als freie Autorin und Schulbibliothekarin lebt. Sie studierte in Berlin Neuere deutsche Literatur und Japanologie und veröffentlichte seit 2012 mehrere Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien. 2014 wurde sie für „Claire“ mit dem Deutschen Phantastik Preis für die „Beste deutschsprachige Kurzgeschichte“ ausgezeichnet.

übernommen vom Acabus Verlag

Kommentare:

  1. Und welche Geschichte hat dich am meisten fasziniert?

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  2. Das würde mich auch interessieren! Ich fand alle einfach großartig und habe das Buch für den Herbst schon wieder auf den Lesestapel gelegt, weil es glaube ich gut zum Herbst passt. Ich mag die Titel Geschichte gern, aber auch den Halbach und Claire und Purpunacht und Hunger und den Puppenspieler und und und :D

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  3. Das Buch passt definitiv zum Herbst! Aber ich kann tatsächlich keine einzelne Lieblingsgeschichte benennen, da mir so viele richtig gut gefallen haben... Nicht umsonst habe ich hier seltene 5 Sterne vergeben! Viel Spaß beim Reread! ☺

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