Montag, 6. Juni 2016

Steegmann, Helena: Tage wie Chili und Honig


Nana arbeitet in Hamburg als erfolgreiche Food-Kolumnistin. Wenn sie über Essen und Genuss schreibt, läuft ihren Lesern das Wasser im Mund zusammen. Was niemand weiß: Nana kann in Wirklichkeit rein gar nichts schmecken, denn nach einem Jahr voller schmerzlicher Trennungen hat sie ihren Geschmackssinn verloren. Sie mogelt sich durch ihren Job – doch die Folgen lassen nicht lange auf sich warten. Als ihr gekündigt wird und die Liebe sich auch nicht auf ihre Seite stellen will, entschließt sie sich zu einer großen Reise. Sie macht sich auf den Weg von Hamburg über Italien nach Istanbul, um zwischen Weingütern, Ölmühlen und Gewürzmärkten ihren Geschmackssinn, sich selbst und die Liebe wiederzufinden.

(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426518783
  • ISBN-13: 978-3426518786



















KEIN FEUERWERK...




Nana ist eine junge Frau, die vor den Scherben ihres Lebens steht. Ihre Mutter ist seit einigen Monaten tot, und der kleine Delikatessenladen in einem Dorf im Alten Land, den sie gemeinsam mit ihrer Mutter und über ihren Tod hinaus betrieben hat, steht vor dem Aus. Ausgerechnet an Heiligabend schließt Nana den Laden ein letztes Mal ab, doch statt den Abend einsam in der dunklen Wohnung über dem Geschäft zu verbringen, setzt sich die junge Frau kurzerhand in ihr Auto und fährt nach Hamburg.

Einfach alles hinter sich lassen, so ihre Devise, auch wenn es noch keinen Plan gibt, wie es jetzt weitergehen könnte. Nana findet tatsächlich auch zu der späten Stunde noch ein keines Zimmer in einer Pension, und mehr als ein Koffer und ein fast leergeräumtes Konto scheinen ihr nicht mehr geblieben zu sein. Doch die kommenden Tage bergen einige Überraschungen. So erhält Nana
beispielsweise durch Zufall die Möglichkeit, die Kolumne in einer angesehenen Zeitschrift zu übernehmen und sich dort kritisch über die Gourmetrestaurants Hamburgs auszulassen. Rasch steigt ihr Ansehen, und Nanas Ruf eilt ihr voraus - doch gibt es dabei ein Problem, von dem zunächst keiner etwas ahnt. Plötzlich und unerwartet hat Nana nämlich der Geschmackssinn verlassen - und der Geruchssinn gleich noch dazu.

Eine recht üble Methode ermöglicht es Nana noch eine ganze Zeit lang, ihre Kritiken dennoch zu verfassen. Die Besuche der unter die Lupe genommenen Restaurants absolviert sie mit wechselnder Begleitung, die Nana ausgiebig zu den einzelnen Gängen befragt. Und so finden die Äußerungen und Eindrücke ihrer jeweiligen Begleitung ohne deren Wissen oder Zustimmung Einzug in die Kolumne. Klar, dass das irgendwann auffliegen muss - und schon steht Nana wieder vor dem Nichts. Wird eine kulinarische Reise quer durch Italien und über die Gewürzmärkte Istanbuls Klarheit in ihr Leben bringen und den Geschmackssinn wiedererwecken können? Nana beschließt, ihren langgehegten Traum zu leben...


"...und sobald sich doch irgendein Gedanke in meine Hirnwindungen schleicht, löst er sich auf wie die Schäfchenwolken hoch über mir am Himmel. Ich genieße einfach das, was eine Reise für mich ausmacht: wenn 'weit weg' zu 'ganz nah' wird und hinter jeder Kurve etwas wartet, das dem Leben eine neue Richtung geben könnte."


Nana ist ein Charakter, den ich versucht habe, sympathisch zu finden. Auch wenn vieles nachvollziehbar ist wie die Trauer über den Tod ihrer Mutter, die bis dahin Nanas Lebensmittelpunkt war, oder die Wut und Enttäuschung über den Vater, den sie kaum je einmal zu Gesicht bekommen hat oder auch die Ratlosigkeit hinsichtlich ihres weiteren Lebensweges, haben mich die Naivität und Oberflächlichkeit der jungen Frau zunehmend genervt. Auch wenn sie am Ende eher auf dem Weg ist, zu sich selbst zu finden, fand ich es phasenweise kaum erträglich, wenn Nana sich plötzlich wieder auf etwas anders konzentrierte und dafür sich anbahnende Freunschaften fallen ließ oder auch wenn sie vor Problemen entweder wieder einmal die Augen verschloss oder davor weglief. Die einzige Konstanz in Nanas Leben scheint die Liebe zu kulinarsichen Genüssen zu sein - und das war mir letztlich zu wenig, um diesen Charakter wirklich sympathisch zu finden, auch wenn die Begeisterung hinsichtlich besonderer Geschmackserlebenisse spürbar war.

Mir scheint, das Rezept für diesen Roman ist nicht ganz aufgegangen: aus den Zutaten Chaos, Trauer, Zufälle, Liebe, Sebstfindung, Lebensträume und Delikatessen ist eher ein Einheitsbrei denn ein Hochgenuss geworden. Kein kulinarisches oder literarisches Feuerwerk ist hier für mich entbrannt, und insgesamt war die Geschichte in ihrem locker-leichtem Schreibstil zwar eine ganz nette Unterhaltung für Zwischendurch, aber eben nichts, was bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Daran ändert auch der originelle, zum Buch gehörende Blog Chili&Honig leider nichts.


© Parden












Die Verlagsgruppe Dromer Knaur schreibt über die Autorinnen:

Hinter dem Namen Helena Steegmann stecken die beiden Autorinnen Anke Bracht und Antonia Schulemann. Anke Bracht war viele Jahre lang als Marketingberaterin tätig, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Heute arbeitet sie als freie Autorin für Verlage und Werbeagenturen und schreibt Reisereportagen. Wenn sie nicht gerade irgendwo in der Welt unterwegs ist, lebt sie in Hamburg. Nach Aufenthalten in Kapstadt und Addis Abeba arbeitet Antonia Schulemann seit 2013 wieder für verschiedene Medienhäuser in Hamburg, München und Berlin. Zuvor schrieb sie für die Berliner Zeitung in einer wöchentlichen Kolumne über Delikatessen.
übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

Sonntag, 5. Juni 2016

Hertz, Anne: Flitterwochen



Ihre Flitterwochen hatte sich Tine ganz anders vorgestellt: Statt mit ihrem Mann im Flieger auf die Seychellen zu sitzen, wird sie kurz vor ihrer Hochzeit entführt – von einer 89-jährigen Oma, die Urne von Opa Heinzi unterm Arm. Ehe Tine weiß, wie ihr geschieht, ist sie auf der Flucht vor der Polizei und kutschiert Oma Strelow nach Polen, wo diese gedenkt, die Asche ihres geliebten Mannes ins Meer seiner alten Heimat zu streuen ...

(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426507234
  • ISBN-13: 978-3426507230













 UND ERSTENS KOMMT ES ANDERS UND ZWEITENS ALS MAN DENKT...





Hochzeit! Etwas anderes hat die junge Lehrerin Tine Samstag nicht mehr im Kopf, jetzt wo endlich Osterferien sind und der schönste Tag im Leben näher rückt. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Alexander soll es auf die Seychellen gehen, wo sie ganz für sich heiraten und ihre Flitterwochen genießen wollen. Nur noch einige Besorgungen sind zu erledigen, und dann heißt es endlich: packen. Doch als Tine am Bankschalter statt des klingelnden Handys eine von einem Schüler konfiszierte Spielzeugpistole zückt, glaubt der Bankangestellte an einen Überall.

Noch bevor Tine das Missverständnis aufklären kann, nutzt die alte Frau vor ihr in der Schlange die Situation und tut so, als wolle Tine sie auch noch als Geisel nehmen. Zittrig rafft die alte Dame das Geld am Schalter zusammen und verlässt mit der verblüfften Tine im Schlepptau die Bank. Zu spät geht ihr auf, wie diese Szene auf die Beobachter wirken musste, und tatsächlich: plötzlich fahndet die Polizei nach ihr als mutmaßlicher Bankräuberin und Geiselnehmerin. Ehe sie noch nachdenken kann, befindet sich Tine auf der Flucht, gemeinsam mit der 89-jährigen Oma Gerda - so heißt die alte Dame - und ihrem Krankenpfleger Jan. Oma Gerda will der Polizei gegenüber erst die Wahrheit erzählen, wenn sie ihre eigenen Pläne verwirklicht hat. Und so befindet sich Tine plötzlich auf dem Weg nach Polen...

Hm. Dieses Buch hat mir tatsächlich etwas besser gefallen als 'Glückskekse' von derselben Autorin, aber irgendwie ist mir die ganze Art dieser Bücher einfach etwas zu seicht. Nette Charaktere, etwas Chaos, ein Schuss Humor, ein wenig Romantik - einmal schütteln, und schon ist das Happy End in Sicht. Hier wird letztlich ein hanseatischer Finanzhai gegen einen polnischen Altenpfleger getauscht, das Spiel mit den Klischees ist recht vorhersehbar, und auch wenn die Bücher dieses Genres etliche Liebhaberinnen haben mögen - ich gehörte einfach nicht dazu.

Nette Unterhaltung für zwischendurch, mehr aber eben nicht.


© Parden














Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über die Autorin(nen):

Anne Hertz ist das Pseudonym der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. 50 Prozent von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 Prozent als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 2,5 Kinder und mindestens 0,5 Männer.

übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

Samstag, 4. Juni 2016

Hertz, Anne: Glückskekse


Wie findet man heraus, ob es die große Liebe wirklich gibt? Eine SMS an eine unbekannte Nummer zu schicken gehört sicher zu den ungewöhnlicheren Ideen. Genau das aber macht Jana, als sie an ihrem 35. Geburtstag von ihrem Freund verlassen wird – und sie am Ende eines sehr feuchten, wenig fröhlichen Abends die Frage losschickt: »Was kann ich tun, um endlich glücklich zu werden? SIE« Am Morgen danach hat Jana einen Kater – und die Antwort: »Das frage ich mich auch oft. ER«
Und so beginnt eine Liebesgeschichte ohne Rendezvous und Kerzenschein – lustig, ein bisschen chaotisch und so romantisch, dass man sich wünscht, sie möge niemals enden.


(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)



Zur Zeit nur als eBook lieferbar:
  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 740 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (9. Juni 2010)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004WPH3A4













DES ZUFALLS EIN WENIG ZU VIEL...


https://ssli.ebayimg.com/00/s/MTAyNFg3Njg=/z/WU4AAMXQN8BSM2Gi/$T2eC16RHJHUFFiYNdth9BSM2GiK3PQ~~48_72.JPG


Tja, nun habe also auch ich mein erstes Buch von Anne Hertz gelesen, und hätte ich mir nicht gleich ein zweites dazu ausgeliehen, würde es wohl auch dabei bleiben. Es war nicht unangenehm zu lesen, und dass es eine leicht-seichte Lektüre sein würde, war ja von vornherein klar. Doch worum geht es hier eigentlich?

Jana heißt die Hauptperson, und die Geschichte steigt an ihrem 35. Geburtstag ein, als sie statt eines Geschenks von ihrem Freund die Mitteilung erhält, dass er sie verlassen werde. Untröstlich verbringt Jana daher den Tag mit ihren beiden Freundinnen und viel Alkohol - und stellt am Abend schließlich die Frage ans Universum, was sie nur tun könne, um endlich glücklich zu werden. Ans Universum? Nun, nicht ganz, aber als SMS an eine unbekannte, x-beliebige Handynummer - und zu ihrer großen Überraschung erhält sie darauf auch noch eine Antwort: 'Das frage ich mich auch oft'.

Wem hier Ähnlichkeiten zu anderen Büchern aufstoßen - es gab da beispielsweise mal Glattauers sehr bekanntes Buch: 'Gut gegen Nordwind' - dem sei gesagt: ja, das Rad wurde hier nicht neu erfunden. SMS statt E-Mails, aber auch hier kommen sich die Schreiber allmählich näher, auch wenn sie sich selbst lange Zeit nicht begegnen. Dabei konzentriert sich die Handlung jedoch nicht allein auf Jana und Roland, die per SMS auf immer neue Aspekte der Möglichkeit von Glück stoßen, sondern kreist gleichzeitig um recht turbulente Ereignisse rund um Janas Freundinnen, Janas Job in einem Reisebüro, ihren Nachbarn Felix und so manches kleine oder auch größere Missgeschick.

Mit den meist kurzen Kapiteln aus wechselnden Perspektiven eigentlich eine unterhaltsame Mischung für einen verregneten Tag (und davon gibt es gerade ja so einige), ABER...

Hier gibt es abgesehen von ein paar Binsenweisheiten (nichts auf die lange Bank schieben, lange Aufgeschobenes endlich erledigen, sein Leben aufräumen, sich auf das besinnen, was einem wirklich wichtig ist, Lebensträume endlich angehen, sein Glück nicht von anderen abhängig machen) keine wirklich reaktionären Gedanken zum Thema Glück, doch das ist es noch gar nicht, was mich wirklich gestört hat. Micht störte hier v.a. die Anhäufung von Zufällen, die das Geschehen in eine bestimmte (und durchaus vorhersehbare) Richtung lenkten - ein Umstand, der der Geschichte einen Anstrich von Unglaubwürdigkeit verlieh, und das habe ich dann wirklich als störend empfunden. Zufällig kam die SMS nicht nur bei einem Adressaten an, sondern zufällig darüber hinaus bei einem Mann der zufällig passenden Altersstufe, der sich zufällig nicht nur als sensibel erweist, sondern zufällig zudem auch noch in derselben Stadt wohnt wie Jana. Derlei Zufälle gibt es hier noch so einige, und in der Summe war mir dies einfach too much.

Für mich war dies ein eher überflüssiger "Frauenroman" mit etwas Romantik, ein wenig Herzschmerz und ein bisschen Humor, der sich rasch runterliest, der bei mir aber jedenfalls keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.


© Parden










Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über die Autorin(nen):
    Anne Hertz ist das Pseudonym der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam schreiben, sondern als Schwestern auch einen Großteil ihres Lebens miteinander verbringen. Bevor Anne Hertz 2006 in Hamburg zur Welt kam, wurde sie 1969 und 1972 in Düsseldorf geboren. 50 Prozent von ihr studierten Jura, während die andere Hälfte sich der Anglistik widmete. Anschließend arbeiteten 100 Prozent als Journalistin. Anne Hertz hat im Schnitt 2,5 Kinder und mindestens 0,5 Männer.

    übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

    Freitag, 3. Juni 2016

    Burt, Alexandra: Remember Mia


    »Ich muss mich erinnern, um sie zu finden.«
    Eine junge Mutter kämpft darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen - während die Welt sie für die Mörderin ihres Kindes hält. Nach einem Autounfall erwacht Estelle Paradise im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man hat sie in einer tiefen Schlucht aus dem Wrack ihres Wagens geborgen - schwer verletzt. Doch nicht alle Verletzungen stammen von dem Unfall: Es hat auch jemand auf Estelle geschossen. Wer? Nur sehr langsam dringt die wichtigste Frage in ihr Bewusstsein: Wo ist Mia, ihre sieben Monate alte Tochter? Sie war nicht mit im Unfallwagen. In einem schmerzlichen Prozess kehrt Estelles Erinnerungsvermögen zurück: Mia war schon drei Tage vor dem Unfall aus ihrem Apartment in New York verschwunden. Und Estelle wird auf einmal vom Opfer zur Hauptverdächtigen.
              (Klappentext dtv)


    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. April 2016)
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Susanne Goga-Klinkenberg
    • ISBN-10: 3423261013
    • ISBN-13: 978-3423261012
    • Originaltitel: REMEMBER MIA
















    WO IST MEINE TOCHTER?



    'Wo ist meine Tochter?' Diese Frage stellt sich die junge Estelle Paradise, als sie nach einem Autounfall im Krankenhaus erwacht. Immerhin kann sie sich an ihr sieben Monate altes Kind erinnern - ansonsten hat Estelle nämlich eine hochgradige Amnesie erlitten. Bruchstückhaft schweben einige Erinnerungsfetzen durch ihren Kopf, doch je mehr davon hinzukommen, desto beunruhigender wird das ganze. Denn die kleine Mia ist nicht etwa bei dem Unfall verschwunden - sie verschwand bereits drei Tage davor.

    Nicht nur Estelle, sondern auch die Polizei möchte Antworten. Weshalb hat die junge Mutter das Verschwinden ihres Kindes nicht angezeigt? War es tatsächlich ein Unfall, bei dem Estelle in eine tiefe Schlucht fuhr? Und die Schusswunde, die eine ernsthafte Verletzung zur Folge hatte - Attentat oder Selbstmordversuch? Eine Menge Fragen, auf die die junge Frau keine Antworten hat. Ebensowenig wie auf die drängendste aller Fragen: Wo ist Mia und was ist mit ihr geschehen?!

    Doch nicht allein der Unfall ist die Ursache für Estelles psychische Probleme. Seit Mias Geburt leidet sie an einer schweren postpartalen Depression, die inzwischen psychotische Züge entwickelt hat. Und so wird der Leser in den Strudel der Verwirrung hineingezogen, vestärkt noch durch den ständigen Wechsel zwischen Wahn und Wirklichkeit, Einbildungen und wahren Erinnerungen - was davon stimmt wirklich? Ihre Gedanken und Handlungen nach dem Verschwinden Mias - eine Folge von Estelles psychischer Problematik oder aber die verzweifelten Versuche, die Spuren einer grausamen Tat zu verwischen? Zu dem Schluss scheint jedenfalls die Polizei zunehmend zu gelangen: die junge Mutter wird verdächtigt, ihr immerfort schreiendes Kind - ja, was? Weggegeben, getötet, zum Schweigen gebracht zu haben? Die einzige Möglichkeit, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, scheint der Gang in die Psychiatrie zu sein.


    "Ich wünschte mir immer, dass mich jemand herausfischt, ans Licht hält, mich mit dem Hemdzipfel abwischt und sich freut, mich gefunden zu haben."


    Das Forschen nach Erinnerungen - daraus besteht hier im wesentlichen die Ermittlungsarbeit. Diese harte Arbeit an der eigenen Psyche scheint nämlich der einzige Weg zu sein, um herauszufinden, was wirklich mit Mia geschehen ist. Für manche Leser mag dieser Ansatz zu langwierig sein - ich fand ihn dagegend spannend, weil ich psychologische Einblicke immer interessant finde. Als allerdings auch im weiteren Verlauf Estelles psychische Erkrankung immer wieder als Erklärung für ihr oftmals wirres und irrationales Verhalten herhalten musste, wurde es mir letztlich diesbezüglich manchmal etwas zu viel. Diese Erklärung erschien mir für manche Geschehnisse auf Dauer einfach zu simpel.

    Vier Teile hat dieser Thriller, und die ersten beiden waren für mich persönlich die stärkeren. In den letzten beiden Abschnitten entwich mir gelegentlich ein ungläubiges Schnauben, da ich mir einige Szenen und Verläufe nur schlecht vorstellen konnte. Doch die Frage nach dem Verbleib der kleinen Mia in Verbindung mit einem flüssigen, eingängigen Schreibstil, trieb mich immer weiter durch die Seiten.

    Ein etwas anderer Thriller, oft langsam in der Erzählung, aber vor allem in der ersten Hälfte untergründig spannend durch die Verwirrung um das Geschehen und die immer zahlreicher aufkommenden Fragen. Insgesamt ein nettes Lesevergnügen, dem ich am liebsten 3,5 Sterne vergeben würde, was ich hier aber aufgrund der Besonderheit des Plots gerne aufrunde auf 4 Sterne.


    © Parden



















    Lovelybooks schreibt über die Autorin:

    Alexandra Burt Alexandra Burt wurde in der hessischen Stadt Fulda geboren. In Kindertagen machte sie sich gerne gemeinsam mit ihren beiden Brüdern auf Abenteuersuche in dunklen, verlassenen Bauernhöfen und las alles, was ihr zwischen die Finger kam. Ihre Mutter teilt ebenfalls die gleiche Leidenschaft für Literatur und ihr früheres Zuhause glich daher einer kleinen Bibliothek. Nachdem sie ihren Bachelor-Abschluss im Bereich Business Administration in der Tasche hatte, machte sie sich nur wenige Tage später auf den Weg in die Vereinigten Staaten, wo sie heiratete und eine kleine Tochter bekam. Neben ihrer Arbeit als Übersetzerin, belegte Alexandra Burt Schreibkurse und veröffentlichte währenddessen bereits einige Kurzgeschichten in verschiedenen Online-Magazinen. Der Thriller "Remember Mia" ist ihr Debütroman, an ihrem zweiten Roman arbeitet sie bereits schon. Die freie Zeit genießt die aktive Tierschützerin und Veganerin am liebsten in der texanischen Natur, wo sie mittlerweile mit Ehemann, Tochter und ihren beiden Hunden lebt.

    übernommen von Lovelybooks

    Donnerstag, 2. Juni 2016

    BlogPost Nr 71: Zusammenfassung der Beiträge im Mai 2016



    Jetzt ist der Frühling ernsthaft da. Gelesen wird zu jeder Jahreszeit - doch mit Sonnenschein und Blumenduft macht es noch einmal so viel Spaß!








    Wie immer wurde der Monat eröffnet mit zwei BlogPosts: Nr. 68 zeigte unsere Neuerwerbungen im April, und mit Nr. 69 gab es eine Zusammenfassung unserer Beiträge im vergangenen Monat...



    Auf manche Bücher und Autoren stößt man eher zufällig - und wenn es sich dann auch noch um einen Glücksgriff handelt, kann man schon zufrieden sein! Sabine Schäfers hat mit ihrem neuesten Buch SCHLÄFERKIND einen unterhaltsamen Jugendthriller geschaffen. Anne hat vor allem beeindruckt, wie authentisch und eindringlich die Gefühlswelt des Hauptcharakters geschildert wurden. Gerne mehr davon, befand Anne jedenfalls am Ende...


    Auf dieses Buch war Anne schon lange neugierig! Es gehörte zu dem Gewinnpaket, das Anne zu Beginn des Jahres erreichte und war nun das erste von den 15, das gelesen wurde. Leider hat DER TAG, AN DEM DER GOLDFISCH AUS DEM 27. STOCK FIEL von Bradley Somer nicht ganz gehalten, was Anne sich davon versprach - sie hatte etwas Humorvolleres, Spritzigeres, Tiefgehenderes erwartet. So war es eine nette Unterhaltung, insgesamt aber leider zu oberflächlich und belanglos. Wirklich schade!





    Tinsoldier zeigt in einem Post, wie ein Bild entsteht...

    Einfach ein "Bild" oder mehr?

    Zeichnen schult die Beobachtung und fördert die Hand-Augen-Koordination. Eine Person zu zeichnen ist aufschlussreich für den Zeichner und für den Gezeichneten, zeigt das Ergebnis doch, wie
    der Zeichner den Menschen sieht...


    Im Mai befasste TinSoldier sich viel mit dem Steckenpferd
    "zeichnen". Die Ergebnisse auf dem Niveau des "ambitionierten Amateurs" zeigt er uns hier, denn Litterae-Artesque ist ja ein Blog, der sich mit Kultur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen befasst.
    Zitat von unserer Startseite:

    "Litterae Artesque ist lt. Latein-Lexikon eine Bezeichnung für Kultur.
    Dieser lateinische Ausdruck vermittelt die Assoziation zu Literatur und Kunst, was wir für unseren Blog passend fanden."


    Insoweit ist es folgerichtig, breit gefächerte Angebote für den "Besucher" zu machen und Litterae-Artesque weiterhin lebendig zu gestalten.


    Schon lange wollte Anne mal einen True Crime Thriller von Michael Tsokos lesen, der spätestens in aller Munde ist, seit er mit Sebastian Fitzek ein gemeinsames Buch geschrieben hat. Ein Rechtsmediziner, der Thriller schreibt. Hört sich nicht nur vielversprechend an, sondern hält diese Erwartungen auch. ZERSCHUNDEN ist der erste Band der Reihe und konnte Anne trotz einger kleiner Schwachpunkte gut unterhalten. Für Thrillerfans, die an wahren Gegebenheiten und Hintergründen interessiert sind, in jedem Fall empfehlenswert...




    Und der zweite Band der True Crime Thriller von Michael Tsokos wurde von Anne gleich hinterher gelesen. ZERSETZT konnte sie jedoch leider nicht so überzeugen, wie der erste Band. Drei Fälle sind zwei zu viel - jeder für sich hätte das Potential zu einem guten Thriller gehabt, aber die Vielzahl geht hier eindeutig auf Kosten der Spannung. Schade - aber die Hoffnung auf den dritten Band bleibt...



    Wer diesen Blog verfolgt, weiß, dass Siegfried Langer hier immer wieder ein gern gesehener Gast ist. Sein neuester Thriller BERLIN RIPPER ist bereits der dritte Band um die Privatdetektin Sabrina Lampe und Kriminalhauptkommissar Niklas Steg - und Anne hat sich sehr gefreut, es erneut als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt zu bekommen. Allerdings blieb hier die Spannung etwas auf der Strecke, und für Anne handelt es sich bei dem Buch auch eher um einen humorvollen Krimi. Dennoch war das Buch angenehm und unterhaltsam zu lesen, und Anne hofft weiterhin auf mehr von diesen liebenswerten Ermittlern!



    Eine unkomplizierte Urlaubslektüre begleitete Anne an den Nordseestrand in den Niederlanden. OMA ZEIGT FLAGGE von Regine Kölpin sorgte für unterhaltsame Lesestunden, und auch wenn einiges etwas überzogen war, war es für Anne ein nettes Buch für zwischendurch...


    Rotkehlchen im Winter
    Tinsoldier zeichnet fleißig weiter...

    diesmal farbig...







    Ernie LaPointe ist der Urenkel des legendären Häuptlings und Medizinmannes der Hunkpaka Lakota Tatanka Iyotake, besser bekannt als Sitting Bull. Dessen Leben und Vermächtnis sind in dieser Biografie, die ausschließich auf den mündlichen Überlieferung im Familienzweig der direkten Nachkommen beruhen, dargestellt. Zudem berichtet der Autor auch über die Schwierigkeiten, die Nachkommenschaft nachzuweisen.

    Hier geht es zur Rezension.



    Hana Brady
    Tinsoldiers berührender Beitrag zu Hanas Koffer...

    Für Hana

    Sie haben Dein junges Leben ausgelöscht
    aber die Erinnerung an Dich
    vermochten sie nicht zu töten!

    Auch hier durfte eine Zeichnung von Hana nicht fehlen!

    Zum Beitrag geht´s hier!




    Enders Game ist ein Sience Fiction Roman von Orson Scott Card. Die fragwürdige Botschaft, in der Kindersoldaten wie in einem Computerspiel gegen reale (?) Alliens kämpfen wurde mit Herrison Ford und Ben Kingsley verfilmt, was KaratekaDD dazu brachte, sich Film und Buch zu Gemüte zu führen.

    Was da heraus kam, könnt ihr hier nachlesen.




    Die Gutenberg - Streich
    Die Gutenberg - Streich


    Der Name "Gutenberg - Streich" ist doppeldeutig:
    Er bezieht sich auf die instrumentelle Regelbesetzung (2 Violinen und eine Bassgeige) die neben Gitarre, "Hackbrett" und auch Blasinstrumenten die beherrschenden Klangfarben übernehmen. Daneben lässt der Begriff "Streich" auch an einen humorvollen und entspannten Umgang mit der Musik schließen - ein Eindruck, den ich nur bestätigen kann!
    Bei einem Besuch in Ungarn zur Pflege einer Städtepartnerschaft konnte TinSoldier viele Eindrücke sammeln. Die zufällige Begegnung mit einer Musikantengruppe aus Österreich führte zu einer Portraitserie. Die Bilder wird TinSoldier bei einem geplanten Treffen in der Steiermark Ende August persönlich an die Mitglieder überreichen (und natürlich darüber berichten).

    Tinsoldiers Porträts der Musikantengruppe Gutenberg-Streich:

                                                             
                                           



    HIER klicken, um den Beitrag aufzurufen!
     







    Das neueste Buch von Andreas Izquierdo durfte Anne im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen. ROMEO & ROMY ist im Grunde ein Buch über die Liebe - vor allem über die Liebe zum Leben und zu sich selbst. Eine Erzählung um Träume und das Leben, um Liebe und Heimat und darum, dass letztlich jeder das Heft seines Lebens selbst in die Hand nehmen kann. Ein Buch für jung und alt, befand Anne - denn frischen Lebensmut kann schließlich jeder gebrauchen.



    Tinsoldier zeichnet nicht nur - er liest auch... :)
    Vorzugsweise die schön gestalteten Exemplare der Büchergilde-Gutenberg. Hier ist es der Klassiker ALICE IM WUNDERLAND von Lewis Carroll.

    Lt. TinSoldier lesenswert!

    Hier geht es zur Rezension.





    Auch die 'Klassiker' gesellen sich immer wieder zu dem bunten Reigen der Bücher, die hier besprochen werden. Kurt Tucholsky ist es diesmal, von dessen Texten sich Anne einen guten Einruck verschaffen konnte durch dieses Hörbuch, das den Titel eines seiner Stücke trägt: EIN EHEPAAR ERZÄHLT EINEN WITZ. Acht Gedichte und Erzählungen beinhaltet diese CD, satirisch, hintersinnig und oft mit spitzer Zunge. Ein ganz besonderes Hörvergnügen, befand Anne.


    Es gibt sie, die Bücher, die man irgendwann einmal geschenkt bekommt, ihnen daraufhin sorgfältig einen adäquaten Platz im Regal verschafft - und dann zu lesen vergisst. So fristen sie dann ein trauriges, staubiges Dasein, doch plötzlich... wiederentdeckt und mit großem Vergnügen verschlungen! A HARD DAY'S WRITE von Steve Turner hat Anne jedenfalls vergnügliche Stunden beschert. Für Fans der Beatles in jedem Fall empfehlenswert!


    Einige Bücher von Sonja Rüther hat Anne nun schon gelesen - genug,um zu wissen, dass die Autorin immer für eine Überraschung gut ist! So auch hier. TÖDLICHER FOKUS ist ein Thriller, der sich kaum mit anderen Büchern dieses Genres vergleichen lässt, denn er ist einfach: ungewöhnlich und anders. Aber gut. Sehr gut sogar. Spannend, überraschend, flüssig zu lesen und mit interessant ausgearbeiteten Figuren. Anne freut sich schon auf mehr aus der Feder von Sonja Rüther!


    Und noch einen Wohlfühlroman hat Anne im Mai gelesen - auch wenn Uwe nicht glaubt, dass es dieses Genre überhaupt gibt... ;) OPA WILL ZUM NORDKAP von Heike Denzau ist klar ein Frauenroman, ein herzerwärmendes Buch, bei dem man das Gefühl hat, die Personen wirklich zu kennen - oder zumindest, sie kennenlernen zu wollen. Ein Buch, das Anne einen verregneten Tag versüßt hat und sie mit einem leisen Lächeln zurückließ. Mehr kann man nicht erwarten...

    Mittwoch, 1. Juni 2016

    BlogPost Nr. 70: Unsere Neuerwerbungen im Mai 2016



    Der Flieder duftet, die Sonnenstunden nehmen sichtlich zu - herrlich. Ob sich das auf die Wahl des Lesestoffs auswirkt? Hier könnt Ihr es sehen...





    Anne Parden



    http://www.dtv.de/_cover/640/remember_mia_thriller-9783423261012.jpgEin Gewinn im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks, hurra. Ich bin schon sehr gespannt auf den Thriller, zu dem es geteilte Meinungen zu geben scheint...

    Eine junge Mutter kämpft darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen - während die Welt sie für die Mörderin ihres Kindes hält.
    Nach einem Autounfall erwacht Estelle Paradise im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man hat sie in einer tiefen Schlucht aus dem Wrack ihres Wagens geborgen - schwer verletzt. Doch nicht alle Verletzungen stammen von dem Unfall: Es hat auch jemand auf Estelle geschossen. Wer? Nur sehr langsam dringt die wichtigste Frage in ihr Bewusstsein: Wo ist Mia, ihre sieben Monate alte Tochter? Sie war nicht mit im Unfallwagen. In einem schmerzlichen Prozess kehrt Estelles Erinnerungsvermögen zurück: Mia war schon drei Tage vor dem Unfall aus ihrem Apartment in New York verschwunden. Und Estelle wird auf einmal vom Opfer zur Hauptverdächtigen.


    http://www.suhrkamp.de/cover/640/36141.jpg Und noch ein weiterer Gewinn bei einer Leserunde von Lovelybooks. Das Buch klingt so vielversprechend! Ich freue mich auf die Lektüre!

    Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr. Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß – nur Idioten.
    Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt ...


    http://www.suhrkamp.de/cover/640/42517.jpg Ganz besonders gefreut habe ich mich über eines der seltenen Rezensionsexemplare aus dem Hause Suhrkamp - hierfür schon einmal einen herzlichen Dank! Ausgesprochen neugierig bin ich schon auf das Buch!

    Es gibt zahlreiche Versuche, aus dem Schatten des Vaters herauszutreten: Er nimmt einen anderen Namen an, will in Marseille Fremdenlegionär werden, reist kurz nach dem Mauerbau wieder in die DDR ein, darf dort kein Abitur machen, bringt es gleichwohl, glückliche Umstände ausnutzend – Glückskind eben –, in den späten DDR-Jahren bis zum Rektor einer Oberschule – fast.
    Am Ende erkennt er: Eine Emanzipation von der allgemeinen und der persönlichen Geschichte ist zum Scheitern verurteilt. Durch solche Verkettung von Vergangenheit und Gegenwart wird aus dem Glückskind ein Unheilskind. Gerade dadurch verkörpert er wie in einem Brennspiegel bis ins kleinste Detail die unterschiedlichsten Gegebenheiten Deutschlands in den politischen, gesellschaftlichen und privaten Bereichen. Ironisch-humoristisch, anrührend, ohne Sentimentalität oder Sarkasmus erzählt Christoph Hein ein beispiellos-beispielhaftes Leben in mehr als sechzig Jahren deutscher Zustände.



    Tödlicher FokusDen neuesten Thriller von Sonja Rüther darf ich als gewonnenes Exemplar in einer Leserunde bei Whatchareadin mitlesen. An der Leserunde beteiligt sich gewohnt präsent auch die Autorin. Ich freue mich schon!

    Ein Jäger weiß, wie man Hasen fängt: mit einer Schlinge, die das Opfer erst sieht, wenn es zu spät ist … Für die junge Schauspielerin Marike geht ein Traum in Erfüllung, als sie ihre erste Filmrolle bekommt – noch dazu an der Seite des charmanten Top-Stars Lars Behring. Aber während sie vor der Kamera über sich hinauswächst, fallen nach Drehschluss dunkle Schatten auf Marike: Sie fühlt sich beobachtet, verfolgt, schutzlos. Noch ahnt Marike nicht, welcher Horror ihr bevorsteht … und wie er sie verändern wird!



    http://www.kiwi-verlag.de/ifiles/cover/large/9783462048957.jpgUnd noch ein gewonnenes Exemplar, das ich im Rahmen einer Leserunde lesen darf - diesmal bei Was liest du? Ein dickes Buch, aber ich bin schon sehr gespannt!

    Stendal in den Dreißigerjahren: Hier kreuzen sich die Wege von Margo und Helene. Margo ist Lehrling in der Buchhaltung, Helene Fotografin. Sie lieben denselben Mann, werden durch den Krieg und die deutsche Teilung getrennt und bleiben doch miteinander verbunden. Die Geschichte zweier Frauen mit einem gemeinsamen Geheimnis, berührend, fesselnd und voller Überraschungen!


    Mein Quartalskauf bei der Büchergilde Gutenberg - diesmal habe ich mich für ein Sachbuch entschieden. Ich liebe Bäume, der Titel macht unglaublich neugierig - und das Cover ist einfach wunderschön. Ich freue mich auf die Lektüre!

    Nachrichten aus einem fremden Universum: dem Wald. Wussten Sie zum Beispiel, dass Bäume ein Gedächtnis, gar Gefühle haben? Dass sie miteinander kommunizieren, sich umeinander kümmern, auf den Nachwuchs aufpassen? Dass es vorsichtige und Draufgängerbäume gibt? Und dass man spüren kann, ob es dem Wald gut geht?



    http://img.welt.de/img/literarischewelt/crop150788573/1596608076-ci3x2s-w300-ai2x3l/Walsers-neuer-Roman-Ein-sterbender-Mann.jpgUnd ein weiteres Rezensionsexemplar hielt Einzug bei mir - diesmal aus dem Hause Rohwohlt. Auch hierfür schon einmal meinen herzlichen Dank!

    Theo Schadt, 72, Firmenchef und auch als „Nebenherschreiber“ erfolgreich, wird verraten. Verraten ausgerechnet von dem Menschen, der ihn nie hätte verraten dürfen: Carlos Kroll, seinem engsten und einzigen Freund seit 19 Jahren, einem Dichter. Beruflich ruiniert, sitzt Theo Schadt jetzt an der Kasse des Tangoladens seiner Ehefrau, in der Schellingstraße in München. Und weil er glaubt, er könne nicht mehr leben, wenn das, was ihm passiert ist, menschenmöglich ist, hat er sich in einem Online-Suizid-Forum angemeldet. Da schreibt man hin, was einem geschehen ist, und kriegt von Menschen Antwort, die Ähnliches erfahren haben. Das gemeinsame Thema: der Freitod.
    Eines Tages, er wieder an der Kasse, löst eine Kundin bei ihm eine Lichtexplosion aus. Seine Ehefrau glaubt, es sei ein Schlaganfall, aber es waren die Augen dieser Kundin, ihr Blick. Sobald er seine Augen schließt, starrt er in eine Lichtflut, darin sie. Ihre Adresse ist in der Kartei, also schreibt er ihr – jede E-Mail der Hauch einer Weiterlebensillusion. Und nach achtunddreißig Ehejahren zieht er zu Hause aus. Sitte, Anstand, Moral, das gilt ihm nun nichts mehr. Doch dann muss er erfahren, dass sie mit dem, der ihn verraten hat, in einer offenen Beziehung lebt. Ist sein Leben “eine verlorene, nicht zu gewinnende Partie"?


    TinSoldier


    TinSoldier hatte diesmal keine Neuerwerbungen.

    KaratekaDD

    Es gab tatsächlich Neuerwerbungen:


    Lauf Junge Lauf inst allerdings ein Film, der ubedingt zur Rubrik "Gegen das Vergessen" gehört. Ein kleiner jüdischer Junge schlägt sich unter falschem Namen durch Polen. Er erhält Mitleid und Hilfe, erntet aber auch auch Hass und Verrat. Es gibt auch ein Buch zum Film.

    Mein Michael ist ein Roman von Amos Oz. Von dem war schon die Rede hier. In diesem Roman geht es um eine von vorn herein zum Scheitern verurteilte Ehe, aber auch um ein Stück israelische Geschichte.

    Unter Freunden knüpft an Eine Geschichte von Liebe und Finsternis an. In ihr erzählt Amos Oz von seinen Kibbuz Jahren und vom Gärtner Ziv, der die Mitglieder mit "Katastrophenmeldungen" versorgt und dessen "heilige Alltagsroutine ins Wanken gerät: Wegen der "weiblichen Präsenz der Witwe Luna...