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Samstag, 25. Juni 2022

Bulgakow, Michail: Die Weiße Garde

Michail Affanassjewitsch Bulgakow (1891 bis 1940) zählt zu den bekanntesten russischen bzw. sowjetischen Schriftstellern. Begegnet ist er mir bisher durch  seinen Roman DER MEISTER UND MARGERITA. Auf den hier nun zu besprechenden Roman kam ich im Zusammenhang mit „Ukraine-Recherchen“. Es war ein Tipp, dem ich nachkam, um auf meine „bewährte“ Art und Weise Geschichte aus Romanen zu lernen. Also besorgte ich mir in der Buchhandlung Windlicht  eine Ausgabe aus dem Verlag Volk und Fortschritt, Berlin, aus dem Jahre 1969.

Ob ich entsprechend schlauer wurde, könnt ihr hier nachlesen.

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Wir schreiben das Jahr 1918. Im Dezember. In DER STADT ist der Teufel los. Auf nichts kann man sich mehr verlassen. Wer hat denn das Sagen in der Ukraine, die am 25. Januar 1918 durch die Zentralna Rada ihre Unabhängigkeit erklärt hatte?  Am 08. Februar eroberten die Bolschewiki Kiew zum ersten Mal. Doch dann ging es hin und her. Der erste Weltkrieg war noch im Gang. Erst im März schied Sowjetrussland durch den Vertrag von Brest-Litowsk aus dem Krieg aus. Doch so leicht ließen sich die Mittelmächte ( Deutsches Kaiserreich / Österreich- Ungarn / Osmanisches Reich und Bulgarien) nicht zum vollständigen Rückzug bewegen. So sind neben der deutschen Armee noch die Kräfte des Hetmans Pawlo Skoropadsky (1973-1945)  in der Stadt. Im Vormarsch befinden sich Truppen eines gewissen Peturra (Symon Wassyljowytsch Petljura, 1879 – 1926).  und vor allem die WEISSE GARDE, zu der gehört Alexej Turpin, ein Militärarzt. Die Weiße Garde, oder die Weiße Armee, bildeten in der Regel Freiwillige und Junker (Fähnriche) aus der ehemaligen zaristischen Armee, bzw der Armee der provisorischen Regierung vor der bolschewistischen Oktoberrevolution.