Montag, 14. Dezember 2015

Berger, Ruth: Eisweihnacht. Eine Wundergeschichte



Wenn aus Wünschen Wunder werden ...

Der Waisenjunge Josua wird im Eiswinter 1844 in Frankfurt auf die Straße gesetzt. Halberfroren läuft er Elise Best über den Weg, die allerdings eigene Sorgen hat: Ihr Vater hat soeben den Bankrott des Geschäftes verkündet. Elise soll sofort heiraten, um versorgt zu sein. Dummerweise hat sie ein lahmes Bein, und der einzige sich anbietende Heiratskandidat ist ein alter Pfarrer. Ein Weihnachtswunder muss her, für Elise und für Josua …

(Klappentext rororo Verlag)



  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. November 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499266679
  • ISBN-13: 978-3499266676










ANNO 1844...


Ausgerechnet im kältesten Winter seit Menschengedenken wird der kleine Josua zur Weihnachtszeit in eine Postkutsche gesetzt und zu einem unbekannten Onkel nach Frankfurt geschickt. Gerade erst zum Vollwaisen geworden, können die nahen Verwandten nicht alle Kinder der Familie aufnehmen, so dass Josua sein Heil in der großen Stadt suchen muss. Nach einem Unfall der Kutsche geht es zu Fuß weiter für den Jungen, doch Kälte und Trauer fordern ihren Tribut. Fast schon erfroren, wird Josua unter einem Baum liegend von einem jungen Mädchen gefunden, das den Kleinen schließlich mehr nach Frankfurt trägt als dass er läuft.
In der Stadt treffen sie auf Elsie Best, die Tochter eines bekannten Frankfurter Grossisten. Diese rühren die Geschichte und der Zustand des Jungen, so dass sie beschließt, ihn fürs erste mit zu sich nach Hause zu nehmen. Dort aber herrscht ihr oft aufbrausender Vater, der als Grossist für 'Spezereiwaren und Importartikel' kurz vor dem Bankrott steht und mit dem anstehenden Weihnachtsfest nichts zu tun haben will. Zudem befindet sich Elsie mit dreißig Jahre in der Lage, sich als ledige Frau dem Status der ewigen Jungfernschaft zu nähern. Dies will der Vater schleunigst ändern, um wenigstens Elsie demnächst versorgt zu wissen...

Reichlich Unruhe also in dieser eigentlich so besinnlichen Zeit - und für viele der Beteiligten bestehen alles andere als rosige Aussichten. Dabei schafft es Ruth Berger, in diesem schmalen Büchlein den harten Winter 1844 klar vor des Lesers Augen entstehen zu lassen. Auch die wiederholte Schilderung des Frankfurter Weihnachtsmarkts sind ausgesprochen bildhaft und anschaulich geraten. Die altertümlich wirkende Sprache lässt die mit liebevollen Details ausgeschmückte Vergangenheit lebendig erscheinen, und auch wenn die Charaktere eher typisiert denn individuell ausgestaltet sind und auch wenn manches ab einem gewissen Punkt vorhersehbar scheint, handelt es sich hier um eine wunderschöne weihnachtliche Erzählung, eingebettet in einen authentischen historischen Kontext.

Eine angenehm zu lesende Geschichte, die vor dem warmen Ofen zu genießen ist, am besten mit Gebäck und aromatisch-heißem Tee und dann, wenn Weihnachten vor der Tür steht und es draußen klirrend kalt ist.


© Parden











Der rororo Verlag schreibt über die Autorin:

Ruth Berger ist Historikerin und Autorin der Romane Die Reise nach Karlsbad, Die Druckerin, Miss Lucy Steele und Gretchen, die von der Presse alle begeistert aufgenommen wurden. Ruth Berger lebt in Frankfurt.

Übernommen vom rororo Veralg


Samstag, 12. Dezember 2015

Scholl-Latour, Peter: Mein Leben


„Je n´enseigne pas, je raconte“ = „Ich belehre nicht, ich erzähle“.

Dies hat der französische Philosoph Montaigne gesagt. Cornelia Laqua, langjährige Lektorin und Reisebegleiterin von Peter Scholl-Latour, schließt mit diesem Motto des im August verstorbenen Journalisten dessen Biographie.[1] Genauer, des ersten Teiles dieser Autobiografie, den zweiten muss nun ein anderer weiterschreiben.

Geboren 1924 in Bochum, der Vater wurde im Elsaß geboren und wuchs in Lothringen auf: von früh an gibt es da eine Nähe zu Frankreich, auch die Annahme des Mädchennamens seiner Urgroßmutter (Latour) weist darauf hin. Und wirklich war es dann auch Frankreich, dem wohl seine Liebe und fortwährendes Interesse galt. Scholl-Latour war Katholik. Warum betone ich das? Weil seine strenge jesuitische Erziehung in der Schweiz doch sehr prägend war. In der Autobiografie erzählt er davon.  In diesem Zusammenhang erwähnt er später, dass er zwar das Zweite Vatikanische Konzil und die Notwendigkeit einer Kirchenreform anerkannte, die liturgischen Änderungen des Gottesdienstes (deutsch, Priester den Gläubigen zugewandt) und damit den Verzicht auf Traditionen aber ablehnte. 


Das Abitur machte er in Deutschland (1943). Als er sich 1944 freiwillig zur französischen Armee melden wollte, geriet er in Gestapohaft. Es ist wohl auch die Abenteuerlust gewesen, die ihn dazu brachte, mit den französischen Fallschirmjägern in den Indochinakrieg zu ziehen. Die Autobiografie räumt damit auch mit der Legende auf, dass er Fremdenlegionär gewesen wäre. Allerdings kommt er auf die Fremdenlegion immer mal wieder zurück. Damals waren aber auch sehr viele Deutsche in der Légion étrangère.

Freitag, 11. Dezember 2015

Cook, Thomas H.: Das Buch ohne Geschichte: Biblio-Mysteries 13







Was wäre gewesen, wenn? Fünfzig Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs, den Zweiten hat es nie gegeben, sieht sich der 75-jährige bibliophile Buchsammler Franklin Altman, ein österreichischer Emigrant in New York, plötzlich einem Schulkameraden aus der Realschule in Linz gegenüber. Der Alte wirkt ziemlich heruntergekommen und seine rechte Hand zeigt alle Anzeichen einer Parkinson-Schüttellähmung. Er hat ein dickes, in Packpapier eingewickeltes Manuskript dabei, das er Altman überlässt und in dem er seine Lehren aus der Geschichte festgehalten hat. Dem Sammler kommt es vor wie aus der Zeit gefallen. Und das ist auch besser so ...

(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 279 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 33 Seiten
  • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. Dezember 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Ulrike Clewing
  • ASIN: B00MKJNENE
















WAS WÄRE WENN?


Der 11. November ist ein Erinnerungstag für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. 1968 spielt diese Geschichte, und in New York finden zahlreiche Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Kriegsendes statt - zur elften Stunde des elften Tages des elften Monats endeten 1918 die Kriegshandlungen mit der Unterzeichnung der Waffenstillstandserklärung. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten hält der 75-jährige bibliophile Buchsammler Franklin Altman eine Rede, in deren Verlauf er der These widerspricht, dass der Lauf der Geschichte durch einen einzigen Menschen verändert werden kann.


"Die römische Geschichte hätte denselben Verlauf genommen, wenn es Caesar nicht gegeben hätte", fügte Altman jetzt hinzu, "und Frankreich wäre auch ohne Napoleon denselben Weg gegangen (...) Auch wenn eine Nation nach einem Helden sucht, der ihr hilft, die Lebensfreude und den Glauben an sich selbst wiederzufinden, (...) entsteht Geschichte jedoch durch große Kräfte, nicht durch große Männer."


Altman hat gut reden, denn schließlich hat es - trotz aller Befürchtungen - keinen Zweiten Weltkrieg gegeben. Nach dem Vortrag bleibt einer der Zuhörer sitzen und spricht den Redner an - wie sich herausstellt, haben beide in ihrer Jugend dieselbe Realschule in Linz besucht. Doch das Leben hat es mit dem alten Mann im Publikum offensichtlich nicht so gut gemeint wie mit Altman. Recht heruntergekommen wirkt er, und außerdem zittern Kopf und Gliedmaßen, was auf eine Parkinson-Erkrankung hindeutet. Bei einem gemeinsamen Essen, zu dem Altman den Fremden aus seiner Vergangenheit einlädt, spricht dieser viel aus der Zeit vor New York. Bitter ist er geworden, denn weder seine Kindheit war schön, noch die Erlebnisse im Krieg oder in der Zeit danach.


Die Augen des Alten wurden kalt. "Es ist gefährlich, ein Volk zu erniedrigen. Ein Volk kann auf so etwas reagieren wie ein in die Enge getriebenes Tier." Altman nickte. "Das ist wahr. Und dann sucht es nach einem Helden. Das war der Inhalt meiner Rede heute Abend. Einen großen Führer. Aber ein Held kann die Geschichte einer Nation nicht verändern."


Den ganzen Abend lang trägt der Fremde ein dickes, in Packpapier gewickeltes Bündel mit sich herum - ein Manuskript, wie er verrät. Etwas, das er geschrieben hat und das er mit sich führt, wohin er auch geht, denn es steht für den, der er mal war und für den, der er gerne geworden wäre. Doch an diesem Abend trennt er sich von seinem Lebenswerk und überlässt es Altman und seiner Sammlung deutscher Nachkriegslektüre. Und Altman beginnt zu lesen...

Klar, ein interessantes Spiel mit der Geschichte treibt Thomas H. Cook hier: was wäre, wenn es den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben hätte? Aber bereits nach dem Lesen des Klappentextes war zu erahnen, um wen es sich bei dem Alten aus dem Publikum handelte, so dass hier für mich der Überraschungseffekt fehlte. Auch waretete ich lange Zeit auf ein spannendes Ereignis, eine spannenden Wendung, weshalb ich eher besorgt die schrumpfende Zahl der noch zu lesenden Seiten beobachtete.  In flüssigem Schreibstil beschreibt diese Kurzgeschichte eine Möglichkeit von 'was wäre gewesen, wenn' - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Dies war nun der letzte Band der Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Insgesamt hat mir die Reihe ein großes Lesevergnügen bereitet! ☺


© Parden













Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schrieb über den Autor:

Thomas H. Cook, geboren 1947, hat über zwanzig Kriminalromane verfasst, erhielt den Edgar Award und andere Auszeichnungen. Er gilt als einer der versiertesten Spannungsautoren der USA. Seine Romane bekommen in der amerikanischen Presse regelmäßig hymnische Besprechungen. Cook lebt in New York City und auf Cape Cod.

übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Spillane, Mickey: Das Sündenregister: Biblio-Mysteries 12





Don Nicholas Giraldi aus New York war ein Mafia-Pate, wie er im Buche steht. Und er führte Buch, wie es im Buche steht. In einer dicken Schwarte sind alle Polizisten, Manager und Politiker verzeichnet, die jemals auch nur einen Cent Schmiergeld von ihm angenommen haben. Mit diesem Sündenregister würde sich so manches Schwergewicht problemlos ans Messer liefern lassen. Und darum will es nach Dons Ableben auch jeder haben. Nur dass keiner weiß, wo es ist. Privatdetektiv Mike Hammer erhält den Auftrag, dieses Verzeichnis alter Sünden so schnell wie möglich aufzutreiben - bevor es in falsche Hände gerät.

(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 319 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 49 Seiten
  • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. Dezember 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Ulrike Clewing
  • ASIN: B00MUKVH3C














GESTATTEN: MIKE HAMMER...

Der raubeinige Privatdetektiv Mike Hammer ist überraschenden Besuch in seinem Büro gewöhnt. Doch nun überschlagen sich die Ereignisse. Unbekannte Polizisten und bekannte Gangster geben sich die Klinke in die Hand - und alle sind nervös. Denn Don Nicholas Giraldi ist tot, der Mafia-Pate aus New York. Hier geht es nicht nur um die mögliche Nachfolge, sondern hier geht es vor allem um ein Buch. Ein höchst brisantes Buch, das alle fürchten, denn es handelt sich hierbei um die geheimen Aufzeichnungen des Paten, in denen alle Namen und Taten verzeichnet sein sollen, mit denen Giraldi im Laufe der Zeit zu tun hatte...


"Der Don hatte lange Zeit die Fäden in der Hand... seit Ende der vierziger Jahre, um genau zu sein. In einigen Dingen war er nach heutigen Maßstäben bis zum Schluss ein wenig altmodisch. Eine seiner besonders kauzigen Angewohnheiten bestand darin, sich über jedes Geschäft, jede Vereinbarung, die er traf, handschriftlich Notizen zu machen. Kein Mensch weiß ganz genau, was in diesem Buch stand."


Doch dieses Buch ist verschwunden. Und Mike Hammer erhält jetzt von verschiedenen Seiten die ehrenvolle Aufgabe, sich auf die Suche nach dem Buch zu machen. Dem Privatdetektiv ist klar, dass er kaum eine Chance hat, heil aus dieser Sache herauszukommen. Zu viele Interessen prallen hier aufeinander, und jeder Mitwisser ist einer zu viel...

Als ich zu Beginn der Lektüre die Worte 'Mafia' und 'Privatdetektiv' las, verzog ich ehrlich gesagt erst einmal das Gesicht. Beides reizt mich in der Regel nicht sonderlich, aber ich muss gestehen: hier lohnte sich das Weiterlesen! Dies lag zum einen sicherlich an der raubeinigen Art von Mike Hammer, der mich mit seinem Zynismus und seinen coolen Sprüchen immer wieder zum Lachen brachte - nicht zuletzt bekamen hier auch Politik und Religion gehörig ihr Fett weg. Zum anderen war es aber auch die interessante Thematik, die wirklich Spannung erzeugte. Was war das für ein Buch? Wer konnte es haben? Was stand wirklich darin? Wie konnte der Privatdetektiv seine eigene Haut retten? Und wie viele Tote würde es letztlich geben?


"Der Krieg hat mir gezeigt, dass Gott das alles entweder ziemlich egal ist oder er einen schrägen Sinn für Humor hat."



Wie die Informationen über die Autoren berichten, hat Mickey Spillane im Laufe seines Lebens zahlreiche Romane mit dem Privatdetektiv Mike Hammer verfasst. Diese Geschichte schrieb nach Spillanes Tod sein langjähriger guter Freund Max Allan Collins zu Ende, den er als 'literarischen Erben' eingesetzt hatte. Es ist der Erzählung kein Bruch anzumerken - ich hätte nicht sagen können, wo der eine aufgehört und der andere den Faden aufgenommen hat.  Auch wirkt die Figur des Mike Hammer ausgereift, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass es eben nicht das erste Buch mit dem Privatdetektiv ist.

Insgesamt hat mich diese Folge der Biblio-Mysteries deutlich besser unterhalten als ich anfangs erwartet hatte. Dies war bereits der vorletzte Band der Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Nun freue ich mich auf die letzte Folge der Reihe!


© Parden













Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über den Autor:

Mickey Spillane (1918 - 2006) ist eine Legende als Thrillerautor. Seine Romane mit dem rauhbeinigen Privatdetektiv Mike Hammer waren schon Ende der vierziger Jahre der Startschuss für Krimis als preisgünstige Taschenbücher, Millionen Exemplare wurden verkauft. 1995 wurde Mickey Spillane von den Mystery Writers of America zum "Grand Master" ernannt. Noch vor seinem Tod 2006 setzte er seinen langjährigen guten Freund Max Allan Collins als "literarischen Erben" ein, der sein Werk fortsetzen sollte.

übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

Bell, David: Der Mann, der nur die Bücher liebte: Biblio-Mysteries 11




Obwohl Don und sein Vater geradezu vernarrt in Bücher sind, könnte ihr Geschmack nicht unterschiedlicher sein. Don ist Literaturprofessor, während sein Vater eigentlich nur Schund liest. Das ganze Haus ist vollgestopft mit Groschenromanen, zerfledderten Krimis und vor allem Western. Doch nach dem Tod des Vaters erlebt Don eine große Überraschung: Es stellt sich heraus, dass sein Vater früher einmal Schriftsteller war und sogar einen Roman veröffentlicht hat. Und der ist mittlerweile so schwer zu bekommen, dass manche vor Mord nicht zurückschrecken ...

(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 344 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 61 Seiten
  • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. Dezember 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Ulrike Clewing
  • ASIN: B00MUL7B7M













POST MORTEM...

Don hat die Liebe zu Büchern und zum Lesen von seinem Vater geerbt - mehr noch, er hat diese Liebe zu seinem Beruf gemacht und ist nun Literaturprofessor. Doch während er sich meist mit gehobener Literatur beschäftigt, liest sein Vater eher die trivialen Sachen: Bestseller, Krimis, Groschenromane, Western. Die vor allem. Kaum ein Raum im Haus der Eltern, der nicht vollgestopft wäre mit zerlesenen Büchern.


"Er las sie und er las sie noch einmal. Er kaufte immer mehrere Exemplare. Jedes Mal, wenn er eines zerlesen hatte, kaufte er dasselbe Buch noch einmal und las es so oft, bis auch dieses vollkommen zerlesen war."


Nach dem Tod des Vaters tritt während der Trauerfeier ein kleiner, untersetzter Mann an Don heran. Ein Antiquar, Spezialist für seltene Bücher, wie die Visitenkarte verrät. Dieser bittet dringend um eine Unterredung mit Don, und auch wenn der sich kaum vorstellen kann, dass zwischen den ganzen zerlesenen Büchern seines Vaters irgendetwas von Interesse sein könnte für einen Bücherliebhaber, sagt er nach kurzem Zögern zu. Doch als Don tags darauf das Antiquariat betritt, ist der Kater zwischen den Regalen das einzige Lebewesen in dem Geschäft. Der Antiquar selbst liegt erschossen in seinem Büro. Die polizeilichen Ermittlungen fördern Unglaubliches zutage: Der Erschossene war auf der Suche nach einem Buch, einem ganz bestimmten Buch - einem Buch, das Dons Vater geschrieben haben soll...


" 'Nein', sagte Mom. 'Das kann nicht sein.' Wieder lachte sie. 'Mein Mann hat niemals ein Buch geschrieben. Er war nicht einmal imstande, eine Einkaufsliste zu schreiben. Einmal ist er an einem Wochenende zum Angeln gegangen, ohne es für nötig zu halten, mir eine kurze Notiz dazulassen. Er hat nie auch nur irgendetwas geschrieben."


Trotz seiner Zweifel, dass auch nur irgendetwas davon stimmen kann, macht sich Don auf die Suche. Auf die Suche nach der Wahrheit, nach dem Buch, nach seinem Vater, den er nicht wirklich gekannt zu haben scheint - und ein wenig auch auf die Suche nach sich selbst...

Dieses Buch ist eine der der besten Folgen der Biblio-Mysteries Reihe. Spannend auf gleich mehreren Ebenen und mit Gedankengängen, die Viellesern und Buchliebhabern nicht unbekannt sein dürften. Mir hat die Mischung gut gefallen, und das Ende ließ mich gar ein wenig melancholisch zurück.

Dies war bereits Band 11 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Nun freue ich mich auf die letzten beiden Bände der Reihe!


© Parden













Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über den Autor:

David Bell, geboren 1969 in Cincinnati, Ohio, hatte nach dem College an der Indiana University verschiedene Jobs, u.a. als Barkeeper, Buchhändler und Marketingkaufmann, bevor er sich für das Schreiben entschied, das ihn schon als Jungen fasziniert hatte. Also ging er noch einmal an die Uni, studierte Creative Writing in Miami und machte schließlich seinen Doktor an der University of Cincinnati. Sein Debüt, "The Condemned", erschien 2008. Daniel Bell lehrt an der Western Kentucky University.

übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Lippman, Laura: Der Buchbefreier: Biblio-Mysteries 10



Tess Monaghan mag den örtlichen Buchladen mit seinen schönen Kinderbüchern, die sie am liebsten alle ihrer Tochter zu lesen geben möchte. Allerdings versteht sie nicht, warum Octavia, die Inhaberin, so unwirsch ist. Bis sie erfährt, warum es Octavia die Laune verhagelt: Jeden Samstag stiehlt ein dreister Dieb einen Stapel kostbarer Kinderbücher und gefährdet damit allmählich die Existenz der Buchhändlerin. Genau das Richtige für die couragierte Ermittlerin Tess, die der armen Octavia kostenlos ihre Dienste anbietet. Allerdings ist Tess mehr als überrascht, als ihr so langsam das Motiv für den Diebstahl dämmert ...

 (Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)



  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 283 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 34 Seiten
  • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. Dezember 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Silvia Visintini
  • ASIN: B00MUKV070















 UNGELESEN, UNGELIEBT...


Tess Monaghan liebt Bücher, und seit der Geburt ihrer kleinen Tochter versinkt sie auch wieder in der Welt der Kinderbücher. Wie schön, dass vor zwei Jahren in North Baltimore ein flippiger kleiner Kinderbuchladen eröffnet hat, der mit seinen bunt gestrichenen Miniaturschaukelstühlen und bequemen Sesseln auf der verglasten Veranda einfach nur zum Verweilen einlädt. Der Aufenthalt in diesem Laden wäre perfekt, wenn da nicht die Inhaberin wäre. Octavia schaut meistens missmutig drein, was es schwer macht, sich dort wirklich wohl zu fühlen. Doch eines Tages erfährt Tess, weshalb die Buchhändlerin sich meist so unwirsch gibt. Regelmäßig werden dort offensichtlich gezielt stapelweise kostbare Kinderbücher gestohlen, und allmählich fühlt sich Octavia in ihrer Existenz bedroht.


"Es ist gar nicht so einfach, Bücher zu stehlen, erst recht nicht, sie weiterzuverkaufen. Es kommt natürlich vor, aber ich habe nie erlebt, dass sich jemand systematisch und über längere Zeit hinweg an Büchern vergriffen hätte (...) Das klingt mir fast wie eine Racheaktion gegen die Ladenbesitzerin."


Eine Racheaktion? Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter? Tess' Instinkt als Ermittlerin ist geweckt, und tatsächlich entdeckt sie bald schon eine Spur. Doch als das Geheimnis gelüftet wird, ist sie doch sehr überrascht...

Auch mich hat das Buch überrascht. Als Liebhaberin von Büchern ging mir bei der Schilderung der flippigen kleinen Kinderbuchhandlung natürlich das Herz auf, und als Leserin zahlreicher Krimis war ich dann auch gleich von dem Geheimnis um den Bücherdiebstahl gefesselt. Tess ist eine charmante junge Mutter, und durch ihre uneingeschränkte Liebe zu Büchern war sie mir gleich sympathisch. Was mich überrascht hat, waren die Gedankenspiele rund um das Thema Buch. Ist es ein Zeichen von Lebensqualität, sich mit zahlreichen Büchern zu umgeben, von denen ein Großteil noch ungelesen ist und womöglich auch bleibt? Oder ist es eher eine Missachtung dem geschriebenen Wort gegenüber? Haben Buchläden überhaupt eine Chance zu überleben angesichts der Online-Konkurrenz? Hat das Buch als solches Zukunftsaussichten oder wird das eBook es langfristig verdrängen? All diese Themen greifen hier ineinander, werden auch nicht abschließend behandelt, regen den Leser nebenher allerdings zum Nachdenken an. Eine interessante Mischung.


"Ist das Haus mit Büchern voll, lebt sich's da so richtig toll."



Toll fand ich auch ein Projekt in Baltimore, von dem hier ebenfalls gesprochen wird. 'Book Thing' heißt es und befindet sich in einer riesigen Lagerhalle. Dort kann jedermann ungeliebte Bücher abgeben, und die einzige Bedingung ist, dass sie anschließend verschenkt werden. Jeder kann sich dort nach Schätzen umschauen und sich die Bücher kostenfrei mitnehmen. Maximal 150.000 Bücher lt. Homepage, aber das ist ein Limit, das wohl kaum jemand zu überschreiten versucht ist... ;) Eine interessante Idee, wie ich finde.

Insgesamt wieder einmal eine sehr unterhaltsame Folge der Reihe. Dies war Band 10 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Ich freue mich immer noch auf mehr!


© Parden














Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über die Autorin:

    Laura Lippman, geboren 1959 als Tochter eines Journalisten, war zunächst selber Journalistin. Ihr erster Roman, "Baltimore Blues", erschien 1997. Bereits in diesem Debüt hob sie ihre Heldin Tess Monaghan aus der Taufe, eine willensstarke Privatermittlerin mit einer Vergangenheit als Reporterin. Seitdem sind zehn weitere Romane mit Tess Monaghan in der Hauptrolle erschienen, mit denen sie alle wichtigen Krimipreise der USA gewonnen hat, u.a. den Edgar und den Shamus Award.


    übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

    Estleman, Loren D: Der Buchjäger: Biblio-Mysteries 9



    Avery Sharecross war mal Polizist. Doch seit längerem jagt er keine Verbrecher mehr, sondern seltene Bücher. In Good Advice, einem Kaff in New Mexico, hat er eine Buchhandlung, in der er seiner Passion nachgehen kann. Als ein Sammler von Raritäten aus der Gegend ermordet aufgefunden wird und in dessen Bibliothek ein Buch spanischer Herkunft mit dunkler Vergangenheit fehlt, bittet der örtliche Sheriff Avery um Hilfe.

    (Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


    • Format: Kindle Edition
    • Dateigröße: 278 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 30 Seiten
    • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. September 2014)
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Silvia Visintini
    • ASIN: B00KP58264










    VON JÄGERN UND SAMMLERN...


    In einem kleinen Ort in New Mexico ticken die Uhren noch anders. Ereignislos und geruhsam verlaufen die Tage dort in der Regel, und das Aufregendste sind beinahe schon die Treffen der Lesekreise in der düsteren Buchhandlung von Avery Sharecross.


    "Schon als das Gebäude noch leer gestanden hatte, war es dunkel gewesen und mit Moos überwuchert, anheimelnd wie eine Höhle. Doch Sharecross war es gelungen, es noch dunkler zu machen, indem er meterhohe Bücherregale aufstellte, nur ganz schmale Gänge dazwischen frei ließ und die Regale dicht mit Büchern bestückte, die zum Teil ebenso antik waren wie die Missionsstation selbst."


    Doch Avery Sharecross war nicht immer der passionierte Buchhändler, als den ihn jeder in dem stillen Örtchen kennt. Eines Tges taucht Sheriff Dockerty in der Buchhandlung auf, um Sharecross um seine Unterstützung in einem Mordfall zu bitten. Denn Avery war lange Jahre ein sehr erfolgreicher Polizist. Und der Mord betrifft einen von Sharecross' Freunden, ebenso Sammler von Raritäten auf dem Büchermarkt wie dieser selbst, und eine deutliche Lücke in den Regalen voller literarischer Schätze lässt den Verdacht schnell zur Gewissheit werden: ein kostbares Buch wurde entwendet...


    "Ich bin zwar Polizist, aber nicht bei der Kripo", sagte der Chief. "Das ist Ihr Spezialgebiet." --- "Ich bin schon länger Buchhändler, als ich je Kriminalpolizist war. Damals war DNA noch die Abkürzung für 'Darf nicht in den Arrest'.



    Einen recht spannenden Kurzkrimi präsentiert Loren D. Estleman hier. Die Schlussfolgerungen des schon lange nicht mehr aktiven Polizisten Avery Sharecross sind bewundernswert, und seine bescheidene und unaufdringliche Art hat mir gefallen. Manche Sprünge in der Handlung waren mir ein wenig zu harsch, da hätte ich mir doch ein paar Seiten mehr gewünscht. Insgesamt aber war die Geschichte dicht und durchdacht, und die Beschreibung der Buchhandlung des ehemaligen Polizisten war sehr bildhaft - da hätte ich Spaß, einmal stöbern zu gehen...

    Dies war Band 9 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

    Ich freue mich immer noch auf mehr!


    © Parden













    Die Verlagsgrupper Droemer Knaur schreibt über den Autor:


    Loren D. Estleman, geboren 1952 in Ann Arbor/Michigan, studierte Englische Literatur und Journalismus an der Eastern Michigan University und arbeitete anschließend als Zeitungsreporter. Mittlerweile hat er fast siebzig Romane und Hunderte von Short Storys und Artikeln veröffentlicht. Mit der Gestalt des Privatdetektivs Amos Walker schuf er einen Klassiker des modernen Kriminalromans. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit seiner Frau, der Schriftstellerin Deborah Morgan, lebt er im Bundesstaat Michigan.

    übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

    Dienstag, 8. Dezember 2015

    Coleman, Reed Farrel: Buch der Geister: Biblio-Mysteries 8



    Er hat das Konzentrationslager Birkenau überlebt und ist in Amerika als Zeitzeuge berühmt geworden. Immer wieder erzählt Jacob Weisen den Menschen die Geschichte des Schriftstellers Isaac Becker, der im KZ zu Tode gefoltert wurde, nachdem sein Manuskript den Wachen in die Hände gefallen war. Das Manuskript ist verschollen, Weisen der einzige Zeuge – und deshalb fürchtet er nichts so sehr wie die Wahrheit …

    (Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


    • Format: Kindle Edition
    • Dateigröße: 325 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 35 Seiten
    • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. September 2014)
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Silvia Visintini
    • ASIN: B00KP5823C

















    LEBENSLÜGEN...


    Jakob Weisen ist alt. Als Überlebender des Konzentrationslagers Birkenau ist er vor Jahrzehnten nach Amerika ausgewandert, wo er eine Familie gründete und ein Leben fernab seiner Vergangenheit führte. Fast. Denn einmal erzählt, verselbständigte sich seine Geschichte eines verschollenen Manuskripts, das Isaac Becker, ebenfalls ein Insasse Birkenaus, geschrieben hat. Als einziger überlebender Zeuge präsentiert Jakob Weisen seine Version der Geschichte - doch die Wahrheit sieht anders aus...


    "Weisen fürchtete den Tod nciht - er hatte ihn in all seinen Permutationen gesehen und erkannt, dass er eine Art Frieden bedeutete. Er sehnte ihn jedoch auch nicht herbei - er hatte ihn während seiner Jahre in der Hölle zu heftig bekämpft, um sich ihm jetzt einfach geschlagen zu geben, nur weil er alt und müde geworden war."


    Die Legende über 'Das Buch der Geister' geriet im Laufe der Jahre zunehmend ins öffentliche Bewusstsein, doch Jakob Weisen zehrt davon, dass das Manuskript verschollen ist, seit es heimlich aus dem KZ herausgeschmuggelt wurde. Doch was geschähe, wenn das Buch gefunden würde?

    Lebenslügen, die zwangsläufig an die Oberfläche drängen, das muss Jakob Weisen allmählich einsehen, sind ein unbarmherziges Erbe. R.F. Coleman präsentiert hier eine Geschichte, die von der Spannung lebt, was letztlich übrig bleibt von der Seifenblase, in der Jakob Weisen seit langem lebt - und was geschieht, sollte diese zum Platzen gebracht werden...

    Eine Geschichte, die mir gefallen hat, die sehr komprimiert und in sich schlüssig ist und ein für mich passendes Ende aufweist. In meinen Augen gelungen...

    Dies war Band 8 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

    Ich freue mich immer noch auf mehr!


    © Parden












    Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über den Autor:

    Reed Farrel Coleman wurde in Brooklyn, New York, geboren, wo er aufwuchs und studierte. Nachdem er sich einige Jahre mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten und die Schriftstellerei nur in seiner Freizeit betrieben hatte, gelang ihm 2001 mit Spur ins Gestern der Durchbruch. Heute lebt er mit seiner Familie auf Long Island und arbeitet an seinem zweiten Moe-Prager-Roman.

    übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

    Bruen, Ken: Buch des Verrats: Biblio-Mysteries 7



    Als sein Vater einen jämmerlichen Krebstod stirbt, ist Tommy erleichtert. Der Alte war Alkoholiker, ein brutaler Tyrann, der ihm schon als Kind das Leben zur Hölle gemacht hat. Tommys einziges Erbstück ist ein schweres, ledergebundenes Buch, in dem sein Vater Sinnsprüche und Ratschläge notiert hat. Nach der Lektüre wird Tommy, der auf dem Sprung zu einer Karriere in der Unterwelt ist, das beklemmende Gefühl nicht los, dass ihm sein Leben allmählich entgleitet …

    (Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


    • Format: Kindle Edition
    • Dateigröße: 273 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 32 Seiten
    • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. September 2014)
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Silvia Visintini
    • ASIN: B00KP580P2













    DAS BUCH DER WAHREN WERTE...



    Tommy ist der Handlanger eines Clubbesitzers und auf dem bestem Weg in die Unterwelt. Als sein Vater nach einem langen Krebsleiden stirbt, ist er vor allem eines: erleichtert. Denn der hat ihn Zeit seines Lebens drangsaliert und niedergemacht, oftmals auch mit Prügeln unter Alkoholeinfluss. Tommy hätte gar nicht erwartet, überhaupt etwas zu erben von seinem Vater - und das schon gleich gar nicht. Plötzlich hält er ein schweres, ledergebundenes Buch in den Händen, voller Sprüche und Ratschläge seines Vaters. Eine lebenslange Sammlung.


    "Es gibt Leute, Arschlöcher durch und durch, die machen einen auf Gutmensch und glauben, damit haben sie das Buch ihres Lebens umgeschrieben."



    Immer wieder einmal blättert Tommy in dem dicken Buch, doch vor allem ist er mit seinem eigenen Leben beschäftigt, das ihm plötzlich zu entgleiten droht. Nach dem Tod seines besten Freundes reift in ihm ein wagemutiger Entschluss...

    Durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive ist der Leser nahe am Erleben und den Gedanken von Tommy, dem Hauptcharakter. Doch der Schreibstil (meist knapp, cool und recht derb) wollte mir oftmals nicht so recht gefallen. Hinzu kommen einige Übersetzungsfehler, die mich hier doch zuweilen störten. Und so ganz wollte sich mir ehrlich gesagt letztlich nicht erschließen, was das geerbte Buch nun tatsächlich mit dem Geschehen um Tommy zu tun hatte.

    Diese Folge ist der für mich bislang schwächste Band der Reihe, und ich hoffe, dass ab hier kein Abwärtstrend zu erwarten ist...

    Dies war Band 7 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

    Ich freue mich trotz der aufgezählten Schwächen auf mehr!


    © Parden













    Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über den Autor:

    Ken Bruen, geboren 1951 in Galway/irland, studierte am Trinity College in Dublin, promovierte über Metaphysik und war 25 Jahre lang Englischlehrer in Afrika, Japan, Südostasien und Südamerika, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Er gilt als Hauptvertreter des sog. Irish Noir. Für seine düsteren, sozialkritischen Kriminalromane um die Figur des Privatdetektivs Jack Taylor erhielt er zahlreiche renommierte Preise. Heute lebt er mit seiner Familie wieder in Galway.

    übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

    Montag, 7. Dezember 2015

    Box, C.J.: Bis zur letzten Seite: Bibilio-Mysteries 6


    Der Tag fängt schlecht an für Paul Parker, einen betagten Rechtsanwalt. Im winterlichen Wyoming lauern ihm die Gangster Lyle und Juan in der Morgendämmerung auf und nehmen ihn als Geisel. Jahre nach ihrer letzten Begegnung vor Gericht glaubt Lyle, dass Parker ihm noch etwas schuldig ist. Mit vorgehaltener Waffe zwingen die Kriminellen den Anwalt, mit ihnen zur alten Ranch der Anglers hinauszufahren. Dort gibt es eine Bibliothek mit äußerst wertvollen Sammlerstücken, auf die es die beiden abgesehen haben. Doch ihr Coup läuft nicht wie geplant ...

    (Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)


    • Format: Kindle Edition
    • Dateigröße: 330 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 34 Seiten
    • Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (1. September 2014)
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Ulrike Clewing
    • ASIN: B00KP58106











    SPANNUNG IM WILDEN WESTEN...


    Der erfahrene Rechtsanwalt Paul Parker beginnt seinen Tag wie immer: er wird geweckt von seinem alten Hund, der dringend vor die Tür muss. Kaum hat er diese geöffnet, erwartet ihn jedoch nicht nur der beginnende Schneefall, sondern auch eine böse Überraschung. Zwei Männer lauern Parker auf und bringen ihn in ihre Gewalt. Der Anwalt kennt einen von ihnen von einer Begegnung vor Gericht, auch wenn diese schon Jahre her ist.


    "Aus Kojoten würden niemals Hunde werden, genauso wenig wie aus Raben jemals Singvögel würden. So würde auch aus Lyle Peebles niemals ein anständiger Mensch werden. Er gehörte zu den Männern, deren Existenz auf nichts als Kummer und Leid beruhte."


    Lyle Peebles ist der Meinung, dass Parker ihm noch etwas schulde, denn seinetwegen hat er damals bei Gericht einen wichtigen Fall verloren. Mit Waffengewalt zwingen Lyle und sein Kumpel Juan den Rechtsanwalt, in ihr Auto zu steigen und mit ihnen zu einer alten Ranch zu fahren. Dort hofft Lyle, mit Hilfe der Schlüssel des Anwalts in die Bibliothek des Anwesens zu gelangen, wo es äußerst wertvolle Sammlerstücke gibt. Der Verkauf der Bücher, so hofft er, wird ihn für erlittene Schmach entschädigen. Doch dann kommt alles anders als geplant...


    "Er verachtete Männer, die Geschehenes für die Situation verantwortlich machten, in der sie steckten, als wäre das Leben vorherbestimmt. Hatte Lyle nicht begriffen, das man sich im Westen einfach nur neu erfinden musste?"


    C. J. Box erzählt hier eine erfundene Geschichte rund um ein reales Foto, das hier am Ende auch abgedruckt ist. Dieses Foto ist in der Tat beeindruckend, und so verwundert es nicht, dass es die Fantasie eines Autors beflügelt hat.

    Die Geschichte selbst lebt von der Spannung, wie wohl der Ausgang sein wird und überrascht am Ende gleich mehrfach. Eine der Überraschungen ließ mich doch etwas schlucken, aber da sich keine Alternative bot, sei dem Autor verziehen. Jeder passionierte Leser, der an diese Stelle gelangt, wird sofort wissen, was ich meine... Insgesamt war dies jedoch wieder eine gelungene Folge der Biblio-Mysteries-Reihe, die Spannung aus dem winterlichen Wyoming brachte.

    Dies war Band 6 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

    Ich freue mich auf mehr!


    © Parden










    Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über den Autor:

    C. J. Box, geboren 1958, lebt mit seiner Familie in Cheyenne in Wyoming, dem Bundesstaat im Westen der USA, in dem er auch aufwuchs und der ihn prägte. Bevor er zu schreiben begann, arbeitete er als Rancher, Landvermesser, Jagdaufseher und Journalist. Seine mittlerweile fast zwanzig Kriminalromane, allen voran die Reihe um Joe Pickett, einen Wildhüter aus Wyoming, wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, u.a. dem Anthony Award, dem Macavity Award, dem Barry Award und dem französischen Prix Calibre 38. Für Stumme Zeugen erhielt C.J. Box 2009 den wichtigsten amerikanischen Krimipreis, den Edgar Award.

    übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur