Montag, 17. April 2017

Alba, Johanna & Chorin, Jan: Halleluja!



Habemus papam. Und was für einen!
Einen solchen Papst hat die Welt noch nicht gesehen: Petrus II. liebt nicht nur Vino, Caffè und Fußball, er macht auch auf der Vespa bella figura – sehr zum Leidwesen seiner frommen Haushälterin Schwester Immaculata. Aber leider quälen Petrus neuerdings ernste Sorgen. Sein engster Vertrauter, Kardinal Rotondo, wird Opfer eines mysteriösen Anschlags, ein Engel stürzt, eine Madonna weint, und eine blutige Schrift verkündet das Ende aller Tage. Hinter dem göttlichen Strafgericht wittert Petrus ein höchst irdisches Verbrechen. Mit römischem Witz und Gottes Beistand beginnt er zu ermitteln, doch ihm bleibt nur wenig Zeit. Denn Petrus glaubt zu wissen, wer das nächste Opfer sein soll: Seine Heiligkeit höchstpersönlich!


(Klappentext rowohlt Verlag)


  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 7 (1. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499253828
  • ISBN-13: 978-3499253829
  • Reihe: Papst-Krimi Bd. 1










AUGENZWINKERNDER KRIMISPASS...



Einen augenzwinkernden Krimispaß haben Johanna Alba und Jan Chorin hier geschaffen und dabei der Figur des Papstes einen überaus sympathischen Anstrich verpasst. Vor Papst Franziskus (im Amt seit 2013) hätte ich solch eine weltoffene und lebensfrohe Art des irdischen Oberhaupts der katholischen Kirche streng ins Reich der Märchen verwiesen, doch dieses 2010 erschienene Buch hatte demnach wohl eine offenbar prophetische Ausrichtung. Dies aber nur mal nebenbei.

Der literarische Papst Petrus ist ein durch und durch freundlicher Zeitgenosse, in allem keineswegs päpstlicher als der Papst und nur gelegentlich verschnupft, wenn seine verkniffene und sich an Frömmigkeit selbst überbietende Haushälterin Immaculata ihm wieder einmal alle leiblichen Genüsse zu verwehren versucht. Paulus II. sieht Gott in allen schönen Dingen des Lebens und versucht dieses entsprechend zu genießen. Doch der Anschlag auf seinen alten Freund Kardinal Rotondo setzt dem süßen Müßiggang ein Ende. Unterstützt von seinem Privatsekretär Francesco und seiner hübschen adligen Pressesprecherin Giulia nimmt der Papst hinter den Kulissen selbst die Ermittlungen auf und sticht in ein Wespennest aus Korruption, Intrigen, Machtbestrebungen und persönlichen Schicksalen.

Reichlich unrealistisch aber durchaus amüsant zu lesen stolpert der Papst fortan durch Rom, stets erfolgreich inkognito und selbtredend ohne jeglichen Leibwächter. Wenn man sich aber auf diese Idee einlässt, lernt man die Sehenswürdigkeiten und auch Geheimtipps Roms sozusagen nebenher einmal aus ganz anderer Sicht kennen.

Die Charaktere sind recht klischeehaft gestrickt, die Idee hinter der Geschichte jedoch ist ganz originell. Dabei verwirrt allerdings die Anzahl der mögichen Verdächtigen - und am Ende hat die Verwirrung bei mir letztlich auch nicht abgenommen. Zu viele Lösungsteile werden nach einigen überraschenden Wendungen schließlich präsentiert - da schwurbelte bei aller Vorhersehbarkeit am Schluss doch ein wenig der Kopf.

Neben den Ermittlungen präsentiert das Autorenduo auch durchaus kritische Töne hinsichtlich der Situation der katholischen Kirche und der geheimnisvollen Vorgänge, die hinter verschlossenen Kirchenmauern ablaufen mögen. Doch auch andere Religionen und Glaubensrichtungen werden hier eingehender beleuchtet, ohne dass hier dogmatisch für oder gegen eine Richtung Partei ergriffen wird. Für mich erträgliche Denkanstöße, die den Lesefluss nicht störten.

Dieser Papst-Krimi ist der erste Band der Reihe um Paulus II., und ich freue mich schon auf ein Wiederlesen im altehrwürdigen Rom. Abenteuer rund um den Vatikan mit Spannung und Humor - gerne wieder!


© Parden










Der rowohlt Verlag schreibt über die Autorin:

Johanna Alba ist Kulturjournalistin und Kunsthistorikerin. Sie hat unter anderem in Rom studiert, wo sie in einer Künstler-WG gleich hinter dem Vatikan wohnte. Heute schreibt sie für verschiedene namhafte Magazine über Literatur, Kunst und Geschichte.

► übernommen vom rowohlt Verlag





Der rowohlt Verlag schreibt über den Autor:

Jan Chorin ist Historiker und hat sich auf europäische Religions- und Geistesgeschichte spezialisiert. Die Autoren sind verheiratet und leben mit ihren Kindern in München.  

► übernommen vom rowohlt Verlag

Sonntag, 16. April 2017

Lohse, Stephan: Ein fauler Gott


Vom Trost der Freundschaft und vom Glück der Normalität
 

Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit.

 

(Klappentext Suhrkamp Verlag)

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (6. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518425870
  • ISBN-13: 978-3518425879











VOM LEBEN UND VOM TRAUERN...




Die Erzählung beginnt im Jahr 1972, als der kleine Bruder des 11jährigen Ben unerwartet stirbt. Nach Fassungslosigkeit und Erstarrung hält Trauer Einzug in die kleine Familie, die nunmehr nur noch aus Ben und seiner Mutter besteht. Bens Vater wohnt nicht mehr bei ihnen, sondern hat vor einger Zeit beschlossen, sein Leben an der Seite einer anderen Frau und in einer anderen Stadt zu führen.


"Die ewigen Jagdgründe musst du dir wie eine Lücke in der Zeit vorstellen. Dort wird Jonas ewig so bleiben, wie du ihn erinnerst."


Einsamkeit. Das ist das Wort, das mir zu diesem Debüt-Roman von Stephan Lohse als erstes in den Kopf kommt. Ben und seine Mutter sind meist allein mit ihrer Trauer. Vor allem Ruth hat niemanden, der für sie da ist - keine Familie, keine Freunde, keine Nachbarn, keine Kollegen. Sie zieht sich in ihrer Trauer in sich selbst zurück, gestattet sich nur auf ihrer voll eingeschalteten Heizdecke zu weinen, will Ben nicht mit ihren Gefühlen konfrontieren. Immer wieder kommt sie an den Punkt, das Leben unerträglich zu finden.

Ben vermisst Jonas auch, kann jedoch mit seiner Mutter kaum darüber reden - merkt er doch, wie sehr sie leidet. Er fühlt sich im Gegenteil für sie verantwortlich und macht dies in kleinen Gesten immer wieder deutlich. Doch im Gegensatz zu seiner Mutter hat Ben auch ein Leben im außen. Die Schule mit seinen Freunden, die Bibliothek mit ihrer Welt der Bücher - und Herrn Gäbler. Ihm, dem im Grunde vollkommen Fremden aus der Nachbarschaft, kann Ben seine Gedanken und Fragen zum Tod seines Bruders anvertrauen.


"Ich glaube nicht, dass die Seelen überhaupt etwas sprechen", sagt Herr Gäbler. "Ich vermute eher, dass sie sich telepathisch verständigen. "Wie mit Funkgeräten?" Herr Gäbler nickt. "Wie mit Funkgeräten." Ben überlegt, dass die Seelen, wenn sie über telepathischen Funk verfügten, nicht lachen oder mit dem  Kopf nicken müssten (...) Sie machten alles innerlich. Per Himmelsfunk. Vielleicht klingt ihr Himmelsfunk wie Luftmusik. Wie der Ton aus Philip Bührmanns Staubsaugerschlauch."



Erzählt wird der Roman aus den wechselnden Perspektiven von Ben und seiner Mutter Ruth - und dieser Umstand ist es, der mich hier am meisten gestört hat. Der Klappentext ließ vermuten, dass es hier nur um Ben und seine Art geht, mit der Trauer um seinen Bruder fertig zu werden. Den Perspektivwechsel empfand ich im Gegensatz zu anderen Büchern hier als störend, weil so keiner der Charaktere wirklich zu seinem Recht kam. Vieles wurde nur angerissen, genauso wie einzelne Episoden ohne wirklichen Zusammenhang aneinander gereiht wurden. Neben der Trauer gab es zahlreiche andere Themen, die hier eine Bedeutung erhielten, jedoch keinen wirklichen Raum: Pubertät, Schulzeit, das Flair der 70er Jahre, Musik und Literatur... Einerseits machen diese Themen deutlich, dass das Leben für Ben schon irgendwie weitergeht, andererseits verwässern sie sich durch ihre Vielfalt gegenseitig. Insgesamt wirkt der Roman dadurch über weite Strecken zerfasert.

Der Autor selbst ist 1964 geboren und damit auch Kind der geschilderten Zeit. Meine Gedanken beim Lesen solcher Bücher sind stets, wie viel Autobiographisches darin stecken mag. Das würde auch erklären, weshalb Lohse so viele Aspekte der Kindheit Bens so ausführlich schildert und manche anscheinend zusammenhanglose Ereignisse einfließen lässt, die das Geschehen nicht so sehr 'voranbringen'.


"Den eigenen Tod sterben wir, den Tod unserer Kinder müssen wir leben."


Einzelne Szenen in dem Roman konnten mich berühren, insgesamt jedoch blieb die Erzählung für mich trotz der bedrückenden Thematik eher an der Oberfläche. Vielleicht sah der Autor die Gefahr, dass die Geschichte durch die allgegenwärtige Trauer zu sehr ins Melodramatische abdriften könnte, doch hat er für mich da zu sehr gegengesteuert. Dabei entwickelt sich die Situation durchaus dramatisch, wie gerade das Ende aufzeigt.

Insgesamt ein Buch zum Thema 'Leben und Trauern', das ich nicht ungerne gelesen habe, dessen Umsetzung ich aber nur bedingt für gelungen halte.


© Parden 












Der Suhrkamp Verlag schreibt über den Autor:

Stephan Lohse wurde 1964 in Hamburg geboren. Er studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und war unter anderem am Thalia Theater, an der Schaubühne in Berlin und am Schauspielhaus in Wien engagiert. Ein fauler Gott ist sein Debütroman. Stephan Lohse lebt in Berlin.

► übernommen vom Suhrkamp Verlag

Samstag, 15. April 2017

Thompson, Colin: Bücher öffnen Welten


Peter macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Buch "Für immer leben". Nach vielen Irrwegen stößt er auf den einzigen Menschen, der das Buch gelesen hat, das uralte Kind. "Colin Thompson erzählt davon, was in und hinter den Büchern geschieht, die uns sonst nur den Rücken zukehren." (DIE WELT) 

(Klappentext Lappan Verlag)


  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: Lappan (15. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Hildegard Krahé
  • ISBN-10: 3830361637
  • ISBN-13: 978-3830361633
  • Originaltitel: How to Live forever














DIE WELT HINTER DEN BÜCHERN...

Was für ein wunderschönes Buch! Ja, es geht um Bücher, um ein bestimmtes Buch, um die Welt hinter den Büchern. Bereits das Cover vermittelt einen guten Eindruck davon, was einen im Inneren erwartet: eine Entdeckerreise, ein Wimmelbuch, eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher.

Die Rede ist von einer Bibliothek mit vielen tausend Räumen, wo alle Bücher stehen, die jemals geschrieben wurden. Allein die Vorstellung... Doch damit nicht genug - bei Nacht kommt Leben in die Regale. Lichter gehen an, Türen und Fenster öffnen sich auf den Buchrücken, und aus den Seiten ertönt Stimmengewirr. Die Bücher erwachen zum Leben und mit ihnen die Dinge und Personen, die ihnen innewohnen.

Peter wohnt mit seinen Eltern in einem Regal mit Büchern, deren Titel mit 'Q' beginnen. 'Quiz für Querdenker' und 'Quappen mit und ohne Kaul' stehen in seiner Nachbarschaft. Peter beschäftigt ein Geheimnis - er hat entdeckt, dass eines der Bücher in der Bibliothek spurlos verschwunden ist. Die verstaubte Karteikarte zum  Buch  hat er zufällig gefunden, doch in dem Regal gab es nur eine Lücke voller Staub. Der Titel: 'Für immer leben' reizt ihn jedoch so sehr, dass Peter sich auf eine jahrelange Suche danach begibt. Schließlich stößt er auf den einzigen Menschen, der das Buch je gelesen hat: das uralte Kind.

Ein tiefgründiges Bilderbuch hat Colin Thompson hier geschaffen, und jede einzelne Seite lädt zum Entdecken ein. Es bereitete mir eine nahezu kindliche Freude, wieder und wieder und wieder eines der liebevollen Details zu finden. Es lohnt sich so sehr, sich lange auf die einzelnen Bilder einzulassen - das jeweilge Bild verändert sich laufend, je mehr und tiefer man entdeckt. Alltagsgegenstände und Bücher sind so eng verwoben, und das Surreale in den Bildern wirkt um so mehr, je tiefer man sich hineinschaut. Eine überbordende Fantasie kommt hier in den Seiten zutage, und der Titel könnte nicht passender gewählt sein. Ein Buch zum oft-in-die-Hand-Nehmen, denn immer wieder entdeckt man hier Neues. So schön!

Neben der fantastischen Welt, die es hier zu entdecken gibt, gelingt es Colin Thompson auch, mit seinen Bildern Stimmungen zu erzeugen. Beim Betrachten der Seite mit dem uralten Kind beispielsweise kamen mir fast die Tränen, unglaublich. Dazu verpackt Thompson in dem begleitenden Text auch eine Botschaft, die den Leser auch über die Lektüre hinaus begleitet.

Für mich eine absolute Entdeckung, und entsprechend gebe ich für das Buch eine unbedingte Empfehlung - für alle, die Freude am Entdecken und an Fantasie haben, für Kinder, für Jugendliche, für Erwachsene, einfach für alle, die sich durch Bild und Schrift bezaubern lassen wollen. Auch als wundervolle Geschenkidee geeignet.


© Parden







Da der Lappan Verlag sich über den Autor ausschweigt, verweise ich an dieser Stelle auf die Homepage von Colin Thompson, wo er sich selbst in einer Biografie vorstellt


► Hier geht es zur Biografie!


Samstag, 8. April 2017

Unser 1000. Post! ♥

Himmel! Was macht man nur in einem Beitrag, der die einmalige Zahl 1000 aufweist? Statistik? Mal sehen:

1000 - Beiträge
437.655 - Aufrufe
67 - Follower - Eher noch bescheiden.
157 'Gefällt mir'-Angaben bei Facebook

BlogPost Nr. 91
...
Siehe unten.

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Juni 2009: Eine Mail erreichte den Bloggründer, der 1343 Tage später den ersten Post auf diesem Blog veröffentlichte. Die Jahre zuvor konnte er üben. Bei den Buchgesichtern. Leider gibt es die nicht mehr. Trotzdem haben hier gleich drei ehemalige Buchgesichter bei Litterae-Artesque zusammengefunden.  Und sind sich seither trotzdem noch nie über den Weg gelaufen.

Buchgesichter: Das hieß Rezensionen, Buchgeschichten und Wortgeflüster, wo es um Geschichten abseits von Büchern ging. Durch den anfangs kleinen Kreis an Mitgliedern war die Seite sehr überschaubar und geradezu familiär - wenn man dort vorbeischaute, war es ein wenig so wie 'nach Hause kommen'. Als bekannt wurde, dass die Seite der Buchgesichter vom Netz genommen würde, war guter Rat teuer.

Die Konsequenz daraus betreiben wir nun seit nahezu vier Jahren: unseren Blog. Im Mai 2013 wurde Litterae Artesque von KaratekaDD gegründet, dann kam TinSoldier hinzu, schließlich Anne Parden - im Juni waren wir dann komplett. Eine bunte Mischung an Beiträgen hat es seither gegeben. Schwerpunkt sind auch bei uns die Bücher, aber auch andere Interessen wie Fotografie, Kunst und Kultur, Lyrik, Karate u.a.m. finden sich in unseren Posts. Nicht immer machen wir etwas gemeinsam - aber eben immer wieder. Und der Blog entwickelt sich immer weiter, wird vielfältiger, bunter.

Sicherlich sind die meisten Betreiber von Blogs deutlich jünger als wir (das genaue Alter wird nicht verraten!) - aber wir bieten dafür vielleicht auch ein interessantes Kontrastprogramm. Oft lesen wir Bücher abseits des Mainstreams, aber auch wir haben unsere Leser... Und dafür sagen wir:
DANKE!


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Übrigens war Anne Parden bei den Buchgesichtern die unschlagbare Nr. 1. Das setzt sie hier fort. Die allermeisten Beiträge stammen nämlich aus dem Gebiet des Niederrheins. Die beiden Herren der Schöpfung schweigen da lieber. Der eine macht mehr Sport, der andere malt.





Das hier sind die angeblich erfolgreichsten Beiträge. Der ganz oben, den hat KaratekaDD mal beworben. Mit Facebook. Und mit etwas Geld. Er wollte wissen, ob das was bringt. Nun, Aufrufe gab es. Aber eigentlich wären Kommentare interessanter gewesen. Persönlich findet er es zwar schön, dass der Beitrag über den Bergsteiger im Flachland erfolgreich war, hätte aber lieber diesen Beitrag hier gesehn:  SPAAL. Anne Parden hätte auch gerne den ein oder anderen Beitrag auf dem Treppchen hier gesehen - so z.B. Ein Mann namens Ove, Rote Kirschen, schwarze Kirschen oder auch Léon und Louise - aber hier richtet sich 'Beliebtheit' eben nicht nach unseren persönichen Vorlieben...

Durch die beiden Herren und deren unlautere Mittel scheint es, als wären Politik & Geschichte der Hauptzweig. Aber wie war das? Man schaue mal in das nächste Bild: Es hat schon seinen Grund, warum Pardens BücherBlog oben an steht. Wir verneigen uns ehrfürchtig. (Wieso aber das uninteressante Impressum da steht...? Vielleicht wegen der Verlage und Autoren, die uns mittlerweile dankenswerterweise großzügig mit Rezensionsexemplaren bedanken und mal schauen wollen, wer genau da in diesem Blog mitmischt.)





Das wir förmlich weltweit agieren, finden wir natürlich gut, haben aber keine Ahnung, wer uns da so auf der Spur ist.

Ob es an den Autoren liegt?
Amundsen * Bazyar * Berling * Camus * Clanxy * Carol * de Saint - Exupery * Dickens * Dumas * Ebert * Engstler * Falcones * Fallada * Fontane * Follett * Gaarder * Goldammer * Goethe * Grisham * Groeper * Hawking * Herzl * Hohlbein * Hesse * Houellebecq * Illies * Jonasson * Joyce * Kerkeling * Kuhlmann * Kafka * Lamb * Lang * Leon * Lorenz * McGregor * 4 x Mann * Nesser * Okute Sica * Orwell * Oskamp * Oz * Pala * Perel * Reich-Ranicki * Reza * Rose-Billert * Rowling * Rusdie * Salinger * Schiller * Segev * Schätzing * Strobel * Simmel * Sempf * Süßkind * Tellkamp * Thürk * Traven * Tostoi * Takano * Tucholkski * Twain * Updike * Ustinov * Vernes * Vonnegut *  Walter * Welskopf-Henrich * Wißmann * Wilde * Wangenheim * Wittenfeld * Zamoyski * Zahn * Zweig * Zhao ...


Da fehlen welche? Aber ja! zum Beispiel Tim Pieper und Gerd Schilddorfer, zwei, die man (fast)persönlich kennt. (Den Gerd lernt KaratekaDD schon noch persönlich kennen).

Ansonsten sind es 496 Autoren mit 671 Büchern. Aber nur, wenn alle drei Blogautoren immer alles richtig eingetragen haben. Das bedeutet auch, dass neben 19 Seiten, die direkt Autoren gewidmet sind, 310 Beiträge nichts oder nur indirekt mit Büchern zu tun haben. Was indirekt bedeutet? Na zum Beispiel dieses Interview hier ist so ein indirekter Beitrag. Wenn 90 Beiträge der Kategorie BlogPost angehören, dann sind 220 anderen Künsten gewidmet. Aber nun sei es genug mit der Statistik, das ist ein Literaturblog und nicht das statistische Bundesamt. (Wobei, es gibt Blogs, da werden die Lesestunden und die Seitenzahlen statistisch berücksichtigt)


Festlegen lassen wir uns jedenfalls auf kein Genre, und jeder hier bringt seine ganz speziellen Vorlieben mit ein. Gegen einen guten Thriller hat wohl keiner von uns etwas einzuwenden, aber KaratekaDD beispielsweise liebt dazu noch Bücher über nordamerikanische Indianer, die Bücher von Liselotte Welskopf-Henrich, Bücher 'Gegen das Vergessen', historische Romane aus dem Mittelalter u.v.m. TinSoldier mag Anthologien, historische und politische Romane und Bücher über das Militärwesen z.B. zu Zeiten Napoleons. Und Anne Parden liest sowieso alles querbeet, aber neben Krimis und Thrillern v.a. Bücher der sog. 'Zeitgenössischen Literatur'. Gerne gibt sie auch unbekannten AutorInnen eine Chance und hat dabei schon manche Perle für sich entdecken können.


Tatsache ist: Der Stapel der ungelesenen Bücher wird bei uns keineswegs kleiner - und das ist auch gut so. Denn so ist gewährleistet, dass auch die kommenden 1000 Beiträge hier im Blog für uns wohl kein Problem darstellen dürften. Also: Auf eine lesereiche Zukunft! ♥

Sonntag, 2. April 2017

BlogPost Nr. 90: Unsere Neuerwerbungen im März 2017



Der Frühling hat begonnen, alles beginnt zu sprießen - und auch bei uns wurde es bunter im Regal!


TinSoldier

Ich habe im März nur eine einzige Neuerwerbung zu vermelden, dafür aber eine sehr vielversprechende:

Homo Deus von Yuval Noah Harari



Dieses Buch fiel mir beim Stöbern im Buchladen in die Hände und es war eine schnelle

Entscheidung, es zu kaufen.
In Homo Deus befasst sich der Autor mit der hochinteressanten Frage, ob durch Zukunftstechnologien, die dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen werden, ein neuer Menschentyp, eben der homo deus entsteht, der den heutigen homo saphiens ablösen wird.
Der Autor Yuval Noah Harari ist bereits bekannt geworden mit seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menscheit.

Wen würde sie nicht interessieren: Die Zukunft der Menschheit?
Und vor allem die Frage, wie die künftige menschliche Gesellschaft sich  philosophisch, ethisch und moralisch entwickeln wird. 
Ein hochspannendes und wichtiges Thema!






KaratekaDD



Was habe ich bisher erworben? Es waren wohl zwei Bücher bisher. Zum einen, und das ist sehr wichtig, kam der Folgeroman zu Durchbruch bei Stalingrad von Heinrich Gerlach heraus. Dieser heißt Odyssee in Rot und behandelt seinen Weg durch die sowjetische Kriegsgefangenschaft. Wie schon der erste Roman ist auch dieser ein Kriegsbuch mit autobiografischem Hintergrund, wie er mir bisher nicht in die Hände fiel. Da steckt noch viel Blogarbeit drin.

Das zweite Buch ist vor allem eins, sehr schön. In der einzigen und sehr schönen Buchhandlung in Neustrelitz, der Buchhandlung Wilke, sah ich gestern ein Buch, an dem es kein Vorbeikommen gab. Das wäre vielleicht jedem so gegangen, der von Torben Kuhlmann LINDBERGH angeschaut und gelesen hat. Ein Kinderbuch mit lehrreichem Inhalt. Eine Maus flog im selbstgebauten Flieger nach Amerika. Nun ist es wieder eine Maus, doch diesmal fliegt ARMSTRONG zum Mond. Bildergeschichten vom Feinsten.








Anne Parden



Ein Rezensionsexemplar von Random House Audio erreichte mich freundlicherweise über das Bloggerportal. Vielen Dank schon einmal dafür! Gelesen wird das Hörbuch von Iris Berben, und ich freue mich wirklich sehr darauf!

Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?


Über Whatchareadin erreichte mich ein Rezensionsexemplar dieses Thrillers - hinter dem Pseudonym verbirgt sich die mir bereits bekannte Autorin Sonja Rüther, und natürlich bin ich schon sehr gespannt auf ihr neuestes Werk!

Carola Martins hat die Menschen und sozialen Netzwerke fest im Griff. Regelmäßig veranstaltet sie Partys, zu denen sie wichtige Persönlichkeiten einlädt, und erschleicht sich subtil Vorteile. Ihrer Karriere im Rampenlicht scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Doch gerade, als sie den bedeutendsten Erfolgen entgegensieht, werden Menschen aus ihrem Bekanntenkreis brutal ermordet. Alles deutet auf Carola als Täterin hin. Offenbar will jemand ihr Leben vollkommen zerstören. Um das zu verhindern, muss sie ihren kostbarsten Besitz aus der Hand geben: die Gästeliste!



Ein Fall für Fuchs & Haas: Die Tote im RäucherofenEinmal mehr habe ich mich kurzfristig bei einer Leserunde bei Lovelybooks um ein Exemplar beworben. Das Losglück war mir treu, und ich freue mich auf eine hoffentlich nette Lektüre für zwischendurch.

Die verträumte Ostseeküste Vorpommerns: Weil ihm beim Dienst in Berlin einmal zu oft der Kragen geplatzt ist, wird Kommissar Bodo Fuchs in seine alte Heimat strafversetzt. Wenn er jedoch hofft, hier oben im Schoß seiner schrägen Familie das letzte Dienstjahrzehnt in Ruhe und Frieden auf der linken Backe absitzen zu können, hat er sich gewaltig geschnitten! Schon der erste grausige Mordfall konfrontiert ihn mit seiner weit zurückliegenden Kindheit: Die Tote im Räucherofen war Bodos erste heimliche aber vor allem unerfüllte große Liebe! Die Untersuchungen führen ihn und seine – in Bodos Augen viel zu logisch denkende – Partnerin Gisa Haas in einen reißenden Mahlstrom aus Intrigen, uralten Familiengeheimnissen und Schauermärchen.



Ragdoll - Dein letzter TagBei Vorablesen.de konnte ich mal wieder nicht 'Nein' sagen und habe mich (erfolgreich) um eines der Leseexemplare von diesem Thriller beworben.

Ein Killer versetzt die ganze Stadt in Angst. Dein Name steht auf seiner Liste. Mit dem Datum deines Todes. Dein letzter Tag ist nah. Und fliehen ist zwecklos. Atemberaubender Stoff für Serien-Fans: der Auftakt zur Thriller-Reihe von Daniel Cole!



Ein fauler Gott
Und noch ein Gewinn im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks erreichte mich. Auch auf dieses Buch bin ich sehr gespannt!

Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit. Voller Empathie und mit anrührender Komik erzählt Stephan Lohse in seinem Debütroman vom Aufwachsen Anfang der Siebzigerjahre, von Teenagernöten und dem Trost der Freundschaft. Vor allem aber erzählt er vom Mut und dem Einfallsreichtum eines Kindes, das seine Mutter das Trauern lehrt und ihr zeigt, dass das Glück, am Leben zu sein, auch noch dem größten Schmerz standhält.



Bildergebnis für grammatik der rennpferdeDieses Buch erreichte mich auf kuriosem Weg. Die Autorin schrieb mich bei Facebook an, nachdem sie unseren Blog durchstöbert hatte, und fragte nach, ob ich Interesse an dem Buch hätte. Spontan sprachen mich hier weder der Titel noch das Cover wirklich an - ich habe weder zur Grammatik noch zu Rennpferden eine besondere Affinität -, aber neugierig wie ich bin, schaute ich mir das Buch näher an. Und siehe da, lauter begeisterte Rezensionen. Da wuchs mein Interesse doch erheblich! Nun hat das Buch also als Rezensionsexemplar bei mir Einzug gehalten, wofür ich mich bei der Autorin sowie beim dtv Verlag schon einmal herzlich bedanke.

Eine Lehrerin, die Ausländern Deutsch beibringt. Ein russischer Ex-Jockey, der Pferdeställe ausmistet. Zwei, die nichts miteinander gemein haben, aber plötzlich miteinander zu tun bekommen, entdecken, dass es manchmal keine Regeln gibt ...
Für die Studenten von Salli Sturm ist die Grammatikstunde täglich großes Kino. Und für Salli wird daraus eine Liebesgeschichte, mit der sie nicht mehr gerechnet hätte. Weil sie die Altersgrenze für Romanzen überschritten hat und weil sich ihr Schüler Sergey so hartnäckig gegen Konjunktive und Artikel stemmt. Bis Salli schließlich in einer kalten Februarnacht alle erlernten Regeln fallen lässt. Und sich selbst gleich dazu.



Bei Lovelybooks gewann ich bei der Aktion 'Sound der Bücher' eines der Hörbuchexemplare für den Monat März. Vom 31. März auf den 1. April findet hierzu eine gemeinsame Hörnacht bei LB statt, worauf ich schon sehr gespannt bin!

Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Der Weg der Gewalt ist nicht grundlos. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Der Tag, an dem sie eine Mörderin wird. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.


Über Whatchareadin erreichte mich freundlicherweise am letzten Tag des Monats noch ein Rezensionsexemplar der Frankfurter Verlagsanstalt. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank!

Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht hat, hätte Jesse Bronske nicht geglaubt. Und dass die Sitzschönheit Mona die Frau an seiner Seite sein würde, ebenso wenig. Mona ist Kassiererin im »SUPERBUHEI«, wo Jesse auch die Kneipe »Klaus Meine« betreibt. Tag für Tag schenkt er trostlosen Gestalten Drinks aus, die er nach Scorpions-Songs Gin of Change oder Grog you like a hurricane genannt hat. Doch der Wunsch nach Einzigartigkeit wurde ihm zeitlebens von seinem Zwillingsbruder Aaron auf gemeine Art vereitelt. Aaron, der ihm so sehr gleicht, dass noch nicht einmal ihr Vater, Imbissbudenbesitzer und Elvis-Imitator in Hamburg-Rahlstedt, sie auseinanderhalten kann. Jesse war vor Aaron geflohen, doch als er eines Nachts vor seinem Haus eine dunkle Gestalt im Maisfeld sieht, ist er sich plötzlich sicher: Aaron ist zurückgekehrt, um ihn zu ersetzen. - Sven Amtsbergs furioses Romandebüt ist Komödie und Vorstadtroman, am Ende sogar ein Thriller, eine Symbiose von Sven Regeners »Herr Lehmann«, Frank Schulz’ »Onno Viets« und »Fight Club«. Der unverwechselbare Sound von Amtsberg, hanseatisch-lakonisch, zart-melancholisch, ein »Unernst mit Tiefenwirkung« (Hamburger Abendblatt) und sein schräger, unschlagbar charmanter Witz machen diesen Roman zu einem unwiderstehlichen Spaß.

Samstag, 1. April 2017

BlogPost Nr. 89: Zusammenfassung der Beiträge im März 2017


Nachdem die Zusammenfassung von Februar leider versehentlich gelöscht wurde, hoffen wir, dass die Märzbeiträge Bestand haben. Es hat sich nämlich mal wieder gelohnt - eine bunte Mischung ist da zusammengekommen...






Diesmal gab es aus o.g. Gründen zu Beginn des Monats nur unsere Neuerwerbugnen im Vormonat als BlogPost - die Nr. 88 war dies bereits.



Mit einem Thriller startete Anne dann in den März. FÜRCHTE DICH von J.S. Carol konnte aber trotz des interessanten Plots in der Umsetzung letztlich nicht ganz überzeugen. Nett zu lesen, aber nicht herausragend.


DINGE, DIE VOM HIMMEL FALLEN ist bereits der zweite Roman der finnischen Autorin Selja Ahava. Von der Macht des Schicksals erzählt dieses Buch, oft leicht in der Sprache, dabei meist schwer im Inhalt, was einen reizvollen Kontrast darstellt. Ein forderndes Buch, keine bequeme Lektüre, doch ein Roman, den Anne letztlich wirklich gerne gelesen hat.


Hat es dem Karateka doch vor einiger Zeit eine seltsame amerikanische Serie, die man nur im Internet schauen kann, angetan The Man Of The High Castle. Die Vorlage für diese Alternativweltgeschichte ist das Buch Das Orakel vom Berge  von Pilipp K. Dick aus dem Jahr 1962. In der hier existierenden Welt herrschen die Japaner im Westen der USA und die Deutschen im Osten. Klar, irgendwie haben die den Krieg gewonnen. Jedenfalls habe ich mir das buch zugelegt und dann diesen Post hier geschrieben.





In einer Zeitung, die ich wöchentlich erhalte, war ein Artikel über einen Film und ein Buch, welche das Thema Euthanasie behandeln. Nebel im August ist die Geschichte eines Dreizehnjährigen, der Zeuge der Ermordung behinderter Kinder wird und als er dies anprangert, selbst eine Spritze erhält. Es war ein erschütternder Film, der auf dem gleichnamigen Buch von Robert Doemes beruht. In diesem Post hier kann mehr über den mutigen Ernst Lossa erfahren.




Eine Genremischung, der sich Anne nicht so oft zuwendet, aber hier konnte der Fantasy-Science-Fiction-Mix überzeugen. RAT DER NEUN - GEZEICHNET ist der gelungene Auftakt einer vielschichtigen Dilogie von der Erfolgsautorin Veronica Roth ('Die Bestimmung').Neben der passenden Lesung des Hörbuchs konnte die Erzählung durch eine ausgewogene Mischung von Spannung und Gefühl punkten. Auf die Fortsetzung ist Anne jedenfalls gespannt!


Nicht oft, aber immer wieder einmal gibt es auf Annes Nachttisch auch eine Anthologie als Bettlektüre. Immer mal ein oder zwei kleine Geschichten vor dem Schlafengehen, das geht sich aus. KATZENMUSIK UND KATERSTIMMUNG ist eine Sammlung von Erzählungen, die von den schrillen Tönen der Katzen, des Lebens und der Liebe berichten. Herausgegeben wurde diese Anthologie von Elke Heidenreich, die selbst auch einen Beitrag verfasst hat. Wie immer bei Anthologien sprach Anne hier nicht alles an, aber manches eben doch, und so war es insgesamt wie eine Tüte Gemischtes, die eine unglaubliche Themenvielfalt bot.


Im Rahmen einer kleinen Leserunde bei Whatchareadin durfte Anne das neueste Buch von Sonja Rüther lesen, das sie diesmal unter dem Pseudonym Sanne Averbeck veröffentlichte. DIE GÄSTELISTE ist ein Thriller rund um das Thema 'Social Media'. Die Mischung aus spannender Unterhaltung einerseits und kritischen Gedanken zum Umgang mit den Sozialen Medien andererseits fand Anne sehr gelungen. Fehlende Sympathieträger, einige Längen in der zweiten Hälfte des Buches und kaum Informationen zum Täterhintergrund sind Minuspunkte, die verschmerzbar sind, die aber durch den ständigen Wechsel hinsichtlich der Vermutung, wer denn nun der Täter ist, auch fast wieder wettgemacht werden. Insgesamt jedenfalls einmal mehr eine spannende Lektüre aus der Feder Sonja Rüthers.


Ein wundervolles Hörbuch durfte Anne hören: UND JETZT LASS UNS TANZEN. Die Anne bis dahin unbekannt belgische Autorin Karine Lambert präsentiert hier eine berührende, lebensbejahende, behutsame Erzählung, die dem Alter der Hauptcharaktere entsprechend ein langsames Tempo anschlägt. Zu keiner Zeit gleitet das Geschehen ins Kitschige ab, und doch kennt der Roman kein Tabu. Liebe im Alter - welch tröstliche Vorstellung, dass es dafür nie zu spät ist.


Ein Buch, für das Anne ungewöhnlich lange gebraucht hat, das sie nichtsdestotrotz aber sehr beeindrucken konnte. MACHANDEL ist der erste Roman von Regina Scheer und portraitiert hier ein Stück deutscher Zeitgeschichte von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Gegenwart. Sie erzählt von den Anfängen der DDR, als die von Faschismus und Stalinismus geschwächten linken Kräfte hier das bessere Deutschland schaffen wollten, von Erstarrung und Enttäuschung, von dem hoffnungsvollen Aufbruch Ende der 80er Jahre und von zerplatzten Lebensträumen. Keine einfache Lektüre, aber ein großer Wurf!


Lange habe ich nichts mehr von der Fotofront veröffentlicht. Aber nun präsentiert KaratekaDD eine Fotoserie, die er mit dem Smartphone fabriziert hat. Seitdem er dieses Smartphone hat, hat er nämlich auch einen Instagram - Account. Der ist nicht schlecht für allerhand Bilder, die nicht immer nur einfache Schnappschüsse sind. Hier lest ihr Instagram & Co.



Kurz vor dem Monatsende veröffentlichte TinSoldier nun auch noch einen Post: Das Seelenleben der Tiere von Peter Wohlleben.
Es ist ein hochspannendes Thema, dem sich der Autor in seinem Buch widmet, dass den interessierten Leser sofort in seinen Bann zieht. Mit hoher Sachkompetenz und guter Beobachtungsgabe zeigt uns der Autor an vielen Beispielen, dass Tiere eben mehr sind, als rein instinktgesteuerte Wesen ohne eigenes Empfinden. Die Erkenntnis wird heute in weiten Teilen der Forschung nicht mehr bezweifelt, wie man auch bei einer Internetrecherche schnell feststellen kann. Das Buch von Peter Wohlleben ist sehr zu empfehlen. Wer es ernst nimmt, der wird sein Verhältnis zu Tieren gründlich überdenken müssen!


DIE SEHNSUCHT DES VORLESERS ist das Romandebüt von Jean-Paul Didierlaurent. Mit diesem Buch hat Anne schon lange geliebäugelt, und endlich ist sie dazu gekommen, es zu lesen. Wer außergewöhniche Geschichten und schräge Bücher mag, der ist hier richtig. Dem Autor ist es gelungen, die Figuren in diesem Roman zu kleinen Helden ihres monotonen und grauen Lebens zu machen. Trotz oft einfach anmutender Sprache gibt es nahezu poetische Passagen, und durch die Melancholie des Alltags zieht sich auch stets ein breiter Streifen Humor. Ein Buch für Bücherliebhaber und ein modernes Märchen - ein Wohlfühlroman, der ein wenig Farbe ins Alltagsgrau zaubert.


HERZ AUF EIS von Isabelle Autissier ist ein Psychothriller der Emotionen. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? Nicht nur die bildhaften Schilderungen der kargen Einöde auf der Insel, die sich unter den Naturgewalten duckt, ließen Anne beim Lesen frösteln - auch die existentiellen Fragestellungen lösten diesen Effekt aus. Ein eindringlicher Roman, der nicht zuletzt auch die Frage stellt, was das Menschsein eigentlich ausmacht. Beeindruckend...



Der letzte Beitrag im Monat März ist mal wieder ein gruseliger Schocker. Na eigentlich ist es ein Kinderbuch. Dresden zum Gruseln zum zweiten. Wieder von Mario Sempf & Thomas Zahn. Kurzweiliger Stadtrundgang zu mehr oder weniger gruseligen Orten und Stätten.  Sehr zu empfehlen für Dresdner, Wahldresdner und deren Freunde.

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