Donnerstag, 24. April 2014

Gemeinsam (von Anne Parden)


Hand in Hand


Hand in Hand
Schulter an Schulter
Rücken gestärkt -

gemeinsam


 
 Ohne den anderen
Stimme lautlos verhallt
Gedanken unerhört -
gemEINSAM



Taube Ohren
Augen verschlossen
Harsches Wort -
GEMEINsam



Vom Ich zum Du
Das Erkennen im andern
Ein Lächeln im Blick -
GEMEINSAM



© Parden



Mittwoch, 23. April 2014

Vermes, Timur: Er ist wieder da - Dritter Beitrag

Ansich ist es für uns unüblich, für ein Buch gleich drei Beiträge zu veröffentlichen. TinSoldier hat ja bereits am 12. September 2013 eine ► Rezension dazu veröffentlicht und Anne Parden schrieb über das ► Hörbuch dann am 03. Oktober 2013, wobei das Datum ganz sicherlich keine Rolle spielte.

Aufgrund eines noch vorhandenen mehrfachen Guthabens bei audible.de kam ich nun auch in den Besitz des Hörbuches. Eigentlich hatte ich gar nicht unbedingt vor, mich mit dem Buch zu beschäftigen. Einerseits meinte ich, wegen diverser Hörproben von YouTube darauf verzichten zu können, denn diese Stimme über ein ganzes Hörbuch aus- bzw. durchzuhalten, hielt ich für nicht machbar. Statt dessen wollte ich es (vielleicht) mal lesen. 

Unter Arbeitskollegen wurde über das Buch gesprochen und auch gelacht. Dies und das oben erwähnte Guthaben ließen mich nun zugreifen; eine längere Autofahrt am letzten Wochenende ergab die Gelegenheit zum ausgedehnten Hören.

Hab ich nun heute eine andere Meinung? Nun ja, im Gegensatz zur Annahme konnte ich das Hörbuch mit der unverwechselbaren Stimme des ► Christoph Maria Herbst tatsächlich an einem, halt, an zwei Stücken (Hin- und Rückfahrt) "herunterhören". 
 
Zwischen lautem Lachen, welches aber auch ganz plötzlich erstickt wegbrechen konnte, war alles dabei.
 
Da regt sich der ADOLF über den morgendlichen Lärm auf, den ein Mann mit einem Laubblasegerät verursacht. Der Einsatz des Gerätes erscheint dem FÜHRER schon deshalb völlig sinnlos, weil das windige Wetter alle Bemühungen zunichte macht. Aber dann: Der FÜHRER erkennt, das ist ein MANN MIT EINEM BEFEHL. Fanatisch und unbeirrbar befolgt er diesen. Auch seine SS, des ADOLFS SS natürlich ist so fanatisch und unbeirrbar gewesen, denn sie hat nicht gefragt und gejammert, wenn "die Juden schneller angeliefert wurden, als man sie bearbeiten konnte."

Das ist genau so ein Moment, wo einem jegliches Lachen im Halse stecken bleibt.

Genauso die "Erkenntnis" dass die Errichtung des Staates Israel unter lauter feindlichen arabischen Staaten der politische Nachkriegsschachzug schlechthin gewesen sei, denn nun seien die Juden weit weg und ständig beschäftigt. Die paar, die in Deutschland, oder was davon übrig geblieben ist, existieren, fallen nicht ins Gewicht.
 
Und vieles mehr.

TinSoldier hat in seiner Rezension geschrieben:
Timur Vermes ist es gelungen, uns mit seinem Buch zu verdeutlichen, wie Manipulation funktioniert und wie nahe Ernst und Satire, Wahrheit und Verstellung oftmals beieinander liegen. Gleichzeitig wird offenkundig, wie oberflächlich und kritiklos unsere heutige Mediengesellschaft funktioniert und wie leicht man offenbar bereit ist, Geschmacklosigkeiten und selbst menschenverachtende Botschaften unter dem Label von vermeintlicher Komik und Satire zu bejubeln.
 
Dies gilt für die "Veranstaltungen" die der echte FÜHRER als "Commedian" (welch gräßliches Wort) gibt und in denen er die Massen begeistert wie schon mal im Sportpalast mit Goebbels oder auf den Reichsparteitagen in Nürnberg.
Frage: Glit das gleichermaßen schon für dieses Buch?
 
Egal wie man diese Frage beantwortet: die Beschäftigung mit genau diesem Thema rechtfertigt das Lesen eines Buches, dessen Erscheinen ich mir in Deutschland nicht so einfach hätte vorstellen können. Auch glaube ich nicht, dass dies ein gebürtiger Deutscher hätte schreiben können, oder besser dürfen?*

Gegen Ende bekam der Text einige Längen, das konzentrierte Zuhören viel mir zunehmend schwerer. Trotzdem ziehe ich folgendes Fazit: Es hat sich gelohnt. 
 
* * *
Ich möchte es nicht versäumen, den Christoph Maria Herbst zu Wort kommen zu lassen, der im folgenden Beitragzu zu Wort kommt. Erinnert ihr euch an ►DER WIXXER? Nun also ER IST WIEDER DA.
Außerdem, auch das ist sehr interessant, erzählt er über das Medium Hörbuch und was das Einlesen eines solchen Hörbuches für einen Schauspieler bedeuten kann.
 
© KaratekaDD
 
* Es ist ja nicht so, dass es keine Parodien bei uns geben würde. DER WIXXER ist so ein Beispiel. Allerdings wird dabei die Figur des Adolf Hitlers persifliert. Hier wird das Gedankengut ("HABEN SIE MEIN BUCH GELESEN?) ausgebreitet, und satirisch verarbeitet. 
Es ist gut, dass einem dabei das Lachen schon einmal im Halse stecken bleibt.
 


Montag, 21. April 2014

Die wundersame Geschichte von Mama, vom Hasa und vom Kackerli. Episode 1: WER BIST DU?



Wer bist du?


"Wer bist du"? 


Jemand stellte mir kürzlich diese interessante Frage.
Seither denke ich über die richtige Antwort nach:
Wer bin ich denn eigentlich??
Spontan habe ich erst mal geantwortet:
„Ein Mensch - wie Du“.
Aber diese Antwort ist geklaut. 
Papageno
Bei Mozart, 

Zauberflöte, 1. Akt, 2. Auftritt:

Papageno zu Prinz Tamino:
„Wer ich bin? Dumme Frage! Ein Mensch, wie Du.“


Der Text zu dieser Oper stammt übrigens von einem Herrn Schickaneder. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Eigentlich müsste es also heißen:
„….aber diese Antwort ist geklaut, nämlich bei Herrn Schickaneder“.

Aber den kennen ja wahrscheinlich die wenigsten. Also bemühen wir den Herrn Mozart. Der ist bekannter. Außerdem hat er das Ganze ja so wunderbar vertont. 
Aber ich schweife schon wieder ab.
Und apropos Prinz: 

Die Prinzen haben es ja auch schon besungen:
„… auch du hast garantiert noch was im Schrank – und das ist alles nur geklaut!“

Aber da war ja auch noch der Lehrer Bahnschulte:
Dem musste man nichts klauen. Der hatte was zu verschenken.
Und außerdem waren da noch viele andere in meinem Leben, die was zu verschenken hatten:
Meine Eltern. Zum Beispiel. Oder meine Großeltern.
Meine Geschwister. Der liebe Herr Hesse. Lehrer Trumbach. Fräulein Stolper. Pfarrer Jung. Mein Peter. Der ganz besonders!
Ja, selbst der gestrenge und streitbare Herr Streitbürger. Nomen est omen.

Und noch ganz viele andere. Die haben mich reich beschenkt.
Mit Liebe.
Mit Aufmerksamkeit. Mit Wissen. Mit einem Mindestmaß an Bildung.
Mit Selbstvertrauen. Mit Geduld. Mit Ehrfurcht vor der Natur.
Mit Andacht vor schönen Dingen. Mit Nächstenliebe. Manchmal mit Strenge.
Mit Vergebung. Mit Glück.
Ja, sogar mit Anhänglichkeit und Treue bis in den Tod.

Von diesen will ich erzählen. Dann lernst Du mich kennen.
Nun denn. Hier beginnt also unsere Geschichte…

Die wundersame Geschichte von Mama, vom Hasa und vom Kackerli:

Geboren wurde ich in einer Holzbaracke in Wewelsburg, an einem 10. Mai, morgens um vier Uhr in der Früh. Meine Eltern nannte man „Flüchtlinge“, denn sie kamen aus einem merkwürdigen Land, das sie immer „Die Ostzone“ nannten. Das war aber kein Ausland. 

                               
Der Verfasser im zarten Vorschulalter


Das war Deutschland. Zumindest ein Teil davon. Der Östliche.
Eigentlich gab es Deutschland ja zweimal.
Der eine Teil hieß also „Ostzone“, der andere hatte den schweren Namen Bundesrepublikdeutschland“.
Die aus der „Ostzone“ weigerten sich aber, das schwere Wort „Bundesrepublikdeutschland“ auszusprechen. War ihnen wohl zu lang. Deshalb sagten sie immer „BRD“. Das war kürzer. Aber es klang wie ein Schimpfwort.
Zum Ausgleich nannten die aus der „Ostzone“ sich jetzt aber „Deutschedemokratischerepublik“. Das war noch länger als „Bundesrepublikdeutschland“.
Deswegen revanchierten sich die anderen aus der „BRD“ und sagten nur noch „DDR“, anstatt „Deutschedemokratischerepublik“. Aber auch das klang eher wie ein Schimpfwort.
Ich war ganz schön verwirrt, damals.
Aber ich glaube, ich war nicht der Einzige……
Mein Vater war der Meinung, 3 Jahre Soldat und anschließend noch mal 5 Jahre Kriegsgefangenschaft in Russland seien genug, da müsse man nicht auch noch den Rest seines Lebens hinter einer hohen Mauer verbringen. Nun, die Mauer gab es damals, um 1956, noch nicht, es sei denn, in den Köpfen mancher Leute. Sie wurde aber dann, 1961, tatsächlich gebaut.
Aber auch das ist schon wieder eine andere Geschichte.
Überhaupt war das alles ziemlich verwirrend damals. Meine Mutter sang immer so ein Lied. Das ging ungefähr so:
„Schlaf Kindchen schlaf, Deine Mutter ist ein Schaf, Dein Vater ist in Pommerland, Pommerland ist abgebrannt, schlaf Kindchen schlaf…..“.
Hä, wie war das jetzt:

Mutter ein Schaf? Pommerland? Wo ist Pommerland? Warum ist Pommerland denn abgebrannt? Und was hat Vater denn dort gemacht?
Ziemlich verwirrend für einen 5-jährigen.
Aber jetzt habe ich schon wieder einen großen Zeitsprung gemacht. Gerade waren wir doch noch in der Wewelsburger Holzbarracke, in der ich meinen ersten Schrei tat. Gehen wir doch noch mal dahin zurück.


Meine Famile war damals
noch nicht komplett:
Ich war noch nicht geboren!
Meine Eltern hatten damals schon 3 Jungs und ein Mädchen, insbesondere mein Vater wollte aber gerne noch ein zweites Töchterchen, und so kam es zu einer Neuauflage, aus der ich entstand. Da ich eindeutig nicht weiblichen Geschlechts bin, war ich wohl eher als Fehlversuch einzustufen.

Die Enttäuschung meines Vaters hielt aber nicht lange an und bereits nach relativ kurzer Zeit war ich s e i n Junge, der, noch in den Windeln, auf dem Beifahrersitz seines LKW lag und überallhin mitfahren durfte.
So entstand von Anfang an eine besonders enge Beziehung zu meinem Vater. Meine Mutter sagte immer, ich sei ein „Papasöhnchen“.
Mein Vater war überhaupt ein ganz besonderer Mann. Der war nämlich in einem WAISENHAUS aufgewachsen und redete oft mit großer Sehnsucht in den Augen von HALBERSTADT, wo er geboren worden war. Das lag aber in der „Ostzone“. Siehe oben. Deshalb konnte er nicht hin.
Geboren wurde er aber nicht in einer Baracke, sondern in einem richtigen Haus. Das Haus gehörte meinem Opa. Der hatte ein zu kurzes Bein und war ein HANDELSMANN. Der HANDELSMANN, nennen wir ihn Herrn Lustig (was dem wirklichen Namen sehr nahe kommt, aber sozusagen nur wie ein Stempelabdruck des richtigen Namens ist), besaß eine SCHIEßBUDE, und deshalb nannte man ihn auf den Jahrmärkten der Umgebung etwas respektlos „Schießbuden-Lustig“.
Er starb an KOPFGRIPPE, als mein Vater noch ganz klein war.
Das war gar nicht lustig.
Ab da war mein Vater HALBWAISE.
Das war ungefähr vor sehr langer Zeit gewesen, damals musste man für ein Brot so ziemlich eine Million Mark oder noch mehr bezahlen. Da mussten die Leute doch ganz schön lange für arbeiten, für so ein Brot!
Die müssen ganz schön dicke Geldbörsen gehabt haben, damals.
Noch weiter vorher soll es schon mal noch so einen Krieg gegeben haben.
Das war dann der ERSTEWELTKRIEG.
Ob mein Opa daher das zu kurze Bein hatte, weiß ich aber nicht.
Aber das wäre ja dann auch schon wieder eine ganz andere Geschichte.
Mein Vater hieß also Lustig, und mit Vornamen ERNST. ERNST LUSTIG.
Als er 8 oder 9 war, erkrankte seine Mutter schwer an TUBERKULOSE und lag von da an meistens im Bett.
Nun musste mein Vater zu Verwandten. Die haben ihn aber immer nur so ´rumgeschoben und deshalb war es für ihn da nicht so schön.
Meiner Oma erging es dann so wie einem berühmten Mann, den man HEINRICH HEINE nannte. Der hatte auch TUBERKULOSE oder so was Ähnliches und musste immer im Bett liegen. Das soll in einer Stadt gewesen sein, die Paris geheißen hat. Dieser Heinrich Heine war berühmt und starb in einer MATRATZENGRUFT.
Ich weiß nicht, was das ist, aber meine Oma soll auch da gestorben sein. In so einer MATRATZENGRUFT. Ganz allein. Aber nicht in Paris. Nur in Halberstadt.
Oma war ja auch nicht berühmt.
Jetzt war Papa eine VOLLWAISE und kam in ein WAISENHAUS.
Damals war er so ungefähr 11 oder 12. Da ging es sehr sehr streng zu, in diesem Waisenhaus. Papa bekam dann öfter mal Prügel.

Vater arbeitete bei Mercedes-Benz
Als er 14 war, durfte er zu MERCEDES. Da hat er dann gelernt, wie man Autos repariert und so Sachen. Später, als er älter war, durfte er manchmal ein KUNDENAUTO fahren. Das hat ihm Spaß gemacht. Und den Mädchen auch. Die mochten meinen Vater gern. Manche jedenfalls.
Manchmal, hat er mir erzählt, manchmal ist er nachts heimlich aus dem Fenster im Waisenhaus geklettert, weil er ein ROHNDEWUUH hatte.
Ich weiß auch nicht so genau, was das ist, aber es hat ihm Spaß gemacht. Glaube ich.
Und den Mädchen auch.
Zu einem ROHNEDWUUH gehört nämlich auch ein Mädchen dazu. Und warum das nachts war, weiß ich aber nicht. Vielleicht, weil Papa dann nicht gesehen wurde, wenn er aus dem Fenster und über das Dach geklettert ist.

Damals sangen sie auch immer so ein komisches Lied, so von einer Laterne und einem Kasernentor. Das handelte von einer Frau, die 
hieß LILY MARLEEN und hat die ganze Zeit auf jemanden gewartet. Ob die auf Papa gewartet hat…… ? 
Irgendwann hatte mein Papa dann mal eine Einladung von einem Mädchen. Da traf er dann ein anderes Mädchen, das war die Freundin von der, die Papa eingeladen hatte.
Das wurde dann meine Mama. Natürlich damals noch nicht. Aber später. Ich war ja noch gar nicht auf der Welt und Papa musste ja auch erst noch mal nach Russland, weil er für die Soldaten dort die Autos reparieren sollte.
Er war ja bei MERCEDES.
Und weil er so gut Autos reparieren konnte, haben sie ihn dann auch gleich fest angestellt. Die Firma hieß WEHRMACHT. Komischer Name. Papa musste dann eine graue Uniform tragen, die stand ihm aber gut.
Und 1941 "durfte" er dann endlich nach Russland. Erst hatten sie ihm aber noch so ein paar Sachen beigebracht, so GRÜSSEN und STRAMMSTEHEN und das alles. Aber Schießen musste er nicht. Er sollte ja nur Autos reparieren. Das war gut.
Denn wer Autos repariert, der wird ja meistens auch nicht erschossen.
So wie seine beiden älteren Brüder. Onkel Rudi und Onkel Walter.
Die konnten keine Autos reparieren.
Sind dann auch glatt erschossen worden, die beiden. Aber nicht zusammen.
Jeder für sich. Schön der Reihe nach. Der eine in Finnland, der andere in Frankreich. Aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

Da Papa ja jetzt nach Russland sollte, haben Mama und er noch schnell vorher geheiratet. Denn in Russland gab es sicher viel zu reparieren, und da wussten die beiden ja nicht, wann er mal wieder Zeit hätte, so zum Heiraten, meine ich. Waren ja ´ne Menge Autos in Russland unterwegs. Damals.
Und da Mama meinte, der Klapperstorch hätte sie doch wohl schon „in´ s Bein gebissen“!
wäre es wohl schon schön, das zu feiern. Und das könnte man ja dann gleich mit einer Hochzeit verbinden. Dann müsste man auch nicht zweimal feiern.
Genau weiß ich nicht, was sie damit eigentlich meinte, weil so ein Klapperstorch doch eigentlich schon ziemlich hungrig sein muss, wenn er meine Mama in´ s Bein beißt. Schließlich tut das weh, und was gibt´s denn da eigentlich zu feiern??
Ich hätte dem vorwitzigen Klapperstorch ja statt zu feiern lieber was auf den Schnabel gehauen!
Als Papa dann in Russland war, war Mama allein. 
Na ja, nicht ganz. Sie hatte ja noch ihre eigene Mama und die andere Tochter von ihrer Mama, ich meine jetzt ihre Schwester. Die hieß Irmgard und war eigentlich gar nicht ihre Schwester. Nur ihre Halbschwester. Dafür war sie aber später dann noch meine Tante. Ganz schön kompliziert, das mit den Familienverhältnissen. 
Ungefähr sechs oder sieben Monate später bekam Mama dann ein Baby. Das war ein Junge und würde später mal mein ältester Bruder sein. Vorläufig aber noch nicht. Vorläufig war er ein Einzelkind und dann erst mal der ältere Bruder von meinem zweitältesten Bruder. Puh, ganz schön kompliziert das alles. Aber ich hab´s ja schon immer gesagt: Mit der Familie hat man nix wie Schwierigkeiten! 
Mama hat Papa dann einen langen Brief nach Russland geschrieben. Da bekam er dann Urlaub von der Wehrmacht und durfte nach Hause fahren, nach GROSSDEUTSCHLAND. Das hieß damals so, weil die hatten da einen ganz großen FÜHRER, den nannte man manchmal auch GröFaZ. Aber nur heimlich. 
Größter Führer aller Zeiten ! GröFaZ eben. 
Dieser GröFaZ war der Boss von dieser Firma, der Wehrmacht und auch von GROSSDEUTSCHLAND. Also quasi der Chef von Papa. Und der von allen anderen auch. Dieser GröFaZ, der war ziemlich schlau. Wurde damals jedenfalls behauptet. Manche hatten da ja Zweifel, aber nicht lange. Weil die hat man ihnen ausgetrieben, die Zweifel. Mit der GESTAPO. Das war so was wie die Polizei damals. Na ja, nicht die richtige Polizei, eher so Agenten waren das. Später nannte man die auch STASI. Aber das war dann schon wieder in diesem anderen Land von Deutschland, in der OSTZONE. Und d i e Geschichte habe ich schon erzählt. Ganz vorne. 
Deswegen musste man damals in GROSSDEUTSCHLAND immer ganz heimlich zweifeln. Es muss so richtig zum Verzweifeln gewesen sein! 

Mein Onkel Walter war ein mutiger Mann:
Er lernte die Methoden
der Gestapo kennen!
Er starb 1944 durch einen Kopfschuss
in Frankreich


Diese GESTAPO hat auch Onkel Walter mal eingeladen zu sich. Weil der war ESPEHDEH. Und hatte wohl mal zu laut gezweifelt. Und deswegen wollten die ihn mal dringend sprechen. Haben die dann auch gemacht. Die haben ganz fürchterlich lange mit ihm gesprochen. So richtig intensiv. 2 oder 3 Tage lang. Danach hat Onkel Walter erst mal eine Zeitlang nichts mehr gesprochen. Und auch nicht gezweifelt. Jedenfalls nicht laut. Stattdessen hat er seine Beulen behandelt. Muss damals wohl bei der GESTAPO hingefallen sein, der Arme. 
Er fing dann zwangsweise in der gleichen Firma an, wie sein kleiner Bruder, der mein Papa war. Aber da er keine Autos reparieren konnte, musste er immer dahin, wo geschossen wurde. Und schließlich sollte er sich ja auch bewähren. Weil er ja ESPEHDEH war. Und da wurde er dann erschossen. In den Kopf. Mit einem Scharfschützengewehr. Und mit Absicht. Einfach so. Das war in Frankreich, wieder in diesem Land, wo dieser HEINE gelebt hatte. Auf einer Landstraße, auf dem Fahrersitz eines Autos von dieser Wehrmacht. Da ist er dann gestorben. Für GROSSDEUTSCHLAND. Und für den GröFaZ. Einen Orden hat er dafür aber nicht bekommen. Aber seine 2 kleinen Töchter und die Mama von denen, die haben dann einen netten Brief bekommen. Da stand dann drin, dass ihr Papa GEFALLEN war. 
Für Führer, Volk und Vaterland. 
Dieser GröFaZ, der hatte noch was ganz Tolles. Und das war die VORSEHUNG. Und die war IMMER auf seiner Seite. Also, jedenfalls, wenn alles klappte. Manchmal ließ sich aber einer von diesen blöden KARREN n i c h t aus dem Dreck ziehen, dann war das aber n i c h t die VORSEHUNG. 
Dann waren das Papa, Onkel Walter und Onkel Rudi. Und die anderen auch. Alle. Das ganze DEUTSCHE VOLK nämlich. Die waren das dann gewesen! Und weil die das gewesen waren, wurden auch s i e erschossen, und nicht der GröFaZ. Doch, der wurde auch erschossen. Und vergiftet. Hat er aber selber gemacht. Ganz am Ende. So quasi als Höhepunkt. Weil er dann auch keine Lust mehr hatte. So ganz allein. War ja außer ihm fast keiner mehr da, der noch die Schuld haben konnte. Und da hat er sich dann gesagt: „Mach ich mich auch mal vom Acker hier - bevor noch einer auf die Idee kommt, i c h wäre Schuld an dem ganzen Schlamassel. Dass alle tot sind jetzt und so. Und außerdem: Wenn meine Mitarbeiter von der Firma da, von dieser Wehrmacht, nicht solche STÜMPER gewesen wären und wenn das DEUTSCHE VOLK nicht alles VERSAGER gewesen wären, dann hätten sie ja auch den KARREN aus dem Dreck gezogen, damals, vor MOSKAU, oder in STALINGRAD , oder in KURSK... Haben sie aber nicht. Ätsch, und deshalb, so der GröFaZ, hat das Deutsche VOLK mich ja auch gar nicht verdient. Selber schuld. Und deshalb mache ich mich jetzt vom Acker. Und Tschüs. Seht mal zu, wie ihr klar kommt. 
Vorher, also bevor er sich erst vergiftet und dann noch erschossen hat, und seinen armen Hund gleich noch mit, der Herr Hitler, so hieß er nämlich, der GröFaZ, hat er noch schnell geheiratet. Seine Braut hieß Eva Braun. 
Richtig: BRAUN. 
Der Zufall treibt manchmal wundersame Scherze! 
Nun musste er sich nicht so ganz allein vergiften, mit Zygankali, und dann noch erschießen. Dann hatte er ja eine Frau, die konnte er dann auch noch erschießen. Zu zweit macht das bestimmt m e h r Spaß als alleine. 
Glaube ich. Oder etwa nicht?
Am Ende waren dann alle tot. Wie in diesem Lied da, von den Nebellungen oder wie das heißt. Oder bei diesem Schähksbier. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte. 
So war das jedenfalls mit dem GröFatz und mit seiner Vorsehung…….. 

Nach zwei Wochen musste Papa dann aber wieder weg, weil die in Russland ja jetzt keinen mehr hatten, der ihre Autos reparierte. Na ja, jedenfalls brauchten die da jetzt jeden Mann…
9 Monate später bekam Mama dann schon wieder ein Baby. 
Das waren wieder diese verdammten Störche! Scheint überhaupt ziemlich viele Störche gegeben zu haben, damals. Oder die waren irgendwie aggressiver als heute. 
Danach war aber erst mal Schluss mit Lustig. Weil jetzt gingen scheinbar in Russland doch ziemlich viele Autos kaputt, oder blieben im Schnee stecken. Weil jetzt war da Winter. Und die hatten da auch einen General, die Russen. Der hieß genauso. WINTER. GENERAL WINTER. Das war vor einer Stadt, die nannte sich MOSKAU. Papa sollte da mithelfen, einen KARREN aus dem Dreck zu ziehen. Wahrscheinlich waren damit aber Autos gemeint. Und deshalb kriegte Papa ab da jetzt keinen Urlaub mehr. 
War vielleicht auch ganz gut so. Ich hatte ihn nämlich schon im Verdacht, immer die ganzen Störche anzulocken……. 
Da Papa ja jetzt erst mal da bei den Autos von der Wehrmacht die RÜCKWÄRTSGÄNGE ölt, haben wir ein wenig Zeit, uns MAMA kurz zuzuwenden, bevor wir dann die Baracke in Wewelsburg endgültig verlassen, damit ich endlich wachsen kann.

Aber das ist dann auch schon wieder eine neue Geschichte. 
Und die erzähle ich vielleicht demnächst...

Copyright: TinSoldier

Jede Verfielfältigung und Veröffentlichung nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Verfassers.

Freitag, 18. April 2014

Roger, Marie-Sabine: Das Leben ist ein listiger Kater


Zum Leben ist es nie zu spät...

Jean-Pierre wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Er ist in die Seine gefallen, ein junger Mann hat ihm das Leben gerettet. Jetzt liegt er im Krankenhaus, ein Alptraum für den menschenscheuen Einzelgänger. Über zu viel Besuch kann sich der verwitwete Rentner "ohne Kinder oder Hund" eigentlich nicht beklagen. Aber alleine ist er trotzdem nie, ständig fällt ihm jemand auf die Nerven: Die vierzehnjährige Maëva hat es auf seinen Laptop abgesehen, um "schnell mal Facebook zu checken". Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in der Seine gelandet ist - und schon bald entdecken die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft für Schwarzweißfilme. Der gutherzigen Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat. Allen zusammen gelingt es nach und nach, Jean-Pierre zurück ins Leben zu holen - und für einen Neuanfang ist es bekanntlich nie zu spät.



  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Atlantik (11. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Claudia Kalscheuer
  • ISBN-10: 3455600026
  • ISBN-13: 978-3455600025





Zurück ins Leben...


Brücke über die Seine, Paris   >Quelle


Jean-Pierre Fabre erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man erzählt ihm, er sei aus der Seine gefischt worden, bewusstlos und schwer verletzt.

"Nein: Ich hatte nicht versucht, mir das Leben zu nehmen. Ich bin nicht selbstmordgefährdet. Das erledigt sich mit der Zeit von selbst." (S. 13)

So viel ist immerhin klar. Klar ist aber auch, dass Jean-Pierre schwere Verletzungen davongetragen hat und nun für lange Zeit nahezu bewegungsunfähig im seinem tristen Zimmer im Krankenhaus verbleiben müssen wird. Pragmatisch nimmt er dies zur Kenntnis, doch fällt dem Eigenbrötler die Zeit der Fremdbestimmung nicht immer leicht.

"Durch Zufall gerammt, in die Seine gestürzt, von einem Strichjungen und Müllmännern gerettet. Ich werde es nicht müde, immer wieder zu denken: Mein Schicksal ist doch ein wahres Glück." (S. 39)

Obwohl er solch ein Einzelgänger ist, ist er trotzdem oft nicht alleine. Besuch bekommt Jean-Pierre lediglich von seinem Bruder und dessen Frau, aber auch sonst erhält er mehr Gesellschaft als er möchte:
Die vierzehnjährige Maëva hat es auf seinen Laptop abgesehen, um "schnell mal Facebook zu checken". Maxime, ein junger Polizist, versucht herauszufinden, wie Jean-Pierre in der Seine gelandet ist - und schon bald entdecken die beiden ihre gemeinsame Leidenschaft für Schwarzweißfilme. Der gutherzigen Krankenschwester Myriam wächst der alte Griesgram mit Galgenhumor so ans Herz, dass sie ihn zu ihrem Lieblingspatienten ernennt. Und dann ist da noch Camille, der Student, der Jean-Pierre aus der Seine gefischt hat.

"Als kinderloser Witwer hat man den Vorteil, dass man nicht von Besuchern überrannt wird. Aber es geht hier trotzdem zu wie in einem Taubenschlag. Genau genommen, habe ich seit Jahren nicht mehr so viele Leute gesehen..." (S. 42)

Marie-Sabine Roger gelingt es sehr gut, mit dem sarkastischen Humor Jean-Pierres die Missstände in Krankenhäusern auf den Punkt zu bringen. Das hat nichts Anklagendes, nichts Weinerliches - aber nachdenklich stimmt es doch, denn man weiß ja: so ist es!
Sei es das allgegenwärtige "Ja, wie geht´s uns denn?", das auf die Behandlung reduzierte Wahrnehmen des Patienten von seiten der Ärzte, ständig offene Türen oder das oft ungenießbare Essen - auch Jean-Pierre kommt nicht um derlei herum...

"Hier hat man keinen Knochenbruch oder eine Krankheit, man ist dieser Bruch oder diese Krankheit. Ich zum Beispiel bin 'das Becken in Zimmer 28'. Ich wage mir nicht vorzustellen, welch tägliche Demütigung es wäre, wenn ich wegen einer Hodenentzündung oder Hämorrhoiden im Krankenhaus läge." (S. 114)

Wenn man so zur Bewegungslosigkeit verdammt ist wie Jean-Pierre, kreisen zwangsläufig die Gedanken immer wieder auch um sich selbst. Er beginnt, Erinnerungen an sein Leben in seinen Laptop zu schreiben und Bilanz zu ziehen. Teilweise wehmütig, teilweise sarkastisch, immer jedoch ehrlich. Dabei mischen sich aktuelle Geschehnisse mit solchen aus früheren Zeiten, vieles wird Jean-Pierre auf diese Art sehr bewusst.

"Hoffnung ist etwas für Träumer und Jugendliche. Ich habe Erinnerungen. In meinem Alter ist das sicherer, als Pläne zu schmieden." (S. 36)

Im Grunde hat Jean-Pierre mit seinem Leben abgeschlossen und erwartet nicht mehr allzu viel. Doch die vielfältigen Kontakte weichen die harte Schale des alten Mannes allmählich auf, und so entpuppt sich das, was er nahezu als das Ende seines Lebens angesehen hat, letztlich als ein Weg zurück ins Leben...

"Sogar vollgepumpt mit Schmerzmitteln auf diesem verdammten Bett in diesem elenden Zimmer liegend, liebe ich das Leben, das ich gelebt habe. Ich finde es in Ordnung, am Leben zu sein. Ich bin noch nicht fertig mit der Inventur und habe fest vor, hundert Jahre alt zu werden." (s. 169)

'Bon rétablissement', so lautet der französische Originaltitel des Buches, was so viel bedeutet wie 'Gute Besserung'. Manchmal fragt man sich schon, wer sich bei der Übersetzung eines Buches den deutschen Titel überlegt - und warum? 'Gute Besserung' wäre m.E. auch im Deutschen ein überaus passender Name für das vorliegende Buch gewesen...

Abgesehen davon hat mir das Buch selbst ausgesprochen gut gefallen. Der sarkastisch-bissige Humor und die oft pragmatische Weltansicht des Jean-Pierre Fabre sind genau meins. Den Schreibstil empfand ich als flüssig, die Sätze sind oft einfach und kurz, Szenen wechseln schnell einander ab - und doch zieht sich eine menschliche Wärme durch den Text, die mich so häufig einfach nur zum Lächeln brachte. Außerdem hatte  ich das Gefühl, mir ständig Zitate aufschreiben zu müssen, um sie nicht gleich wieder zu verlieren.

"Wenn man immer alles tut, um böse Überraschungen zu vermeiden, verpasst man am Ende auch die guten." (S. 198)

Marie-Sabine Roger hat ein eigenartiges Talent, mit Gefühlen zu spielen. Oftmals gluckste ich vor mich hin, um dann im nächsten Nebensatz unerwartet berührt zu werden und einen Abschnitt weiter wieder ans Nachdenken zu kommen. Lebensklugheit, Lebensweisheit, Lebensliebe - all dies steckt in dem kleinen Buch und noch viel mehr. Mich hat es sehr angesprochen, und gerne würde ich Jean-Pierre auch mal besuchen in seiner Wohnung mit dem Kater. Der alte Griesgram, der letztlich doch weich wurde - und sich selbst am meisten damit überraschte...

Nach "Der Poet der kleinen Dinge" und dem Bestseller "Das Labyrinth der Wörter" hat die Autorin Marie-Sabine Roger wieder einen zauberhaften Roman geschaffen, der von mir eine uneingeschränkte Empfehlung erhält...


© Parden





Bisher erschienen von Marie-Sabine Roger:






Marie-Sabine Roger   >Quelle

Marie-Sabine Roger wurde 1957 in Bordeaux geboren. Sie arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Von ihren Romanen wurden mehrere ausgezeichnet. "Das Labyrinth der Wörter" erhielt den Prix Inter 2009. Marie-Sabine Roger lebt heute in Südfrankreich.   >Quelle



Dienstag, 15. April 2014

Ein verwirrender Brief...




Immer wieder stecken im Postkasten neben Katalogen, Zeitschriften und Werbeblättchen auch frankierte Briefe unterschiedlichsten Inhalts. Ich freue mich immer, wenn es sich um keine Geschäftspost handelt, sondern um etwas Persönliches. 
Als ich also den obigen Brief bekam, war ich gleich sehr neugierig, denn die Handschrift kam mir nun wirklich nicht bekannt vor. Zu meinem Erstaunen zog ich gleich zwei beschriebene Blätter schweres Briefpapier aus dem Umschlag - und als mein Blick zu der Unterschrift huschte (Helen Malo, geb. Richter), zogen sich meine Augenbrauen bis zum Haaransatz. Wer um Himmelswillen hatte mir da bloß geschrieben?!

Als ich dann zu lesen begann - die Anrede bestätigte, dass der Brief wirklich mich erreichen sollte - wurden die Fragezeichen nicht gerade kleiner...


 Verehrte Frau Parke,

Ihren Namen entnahm ich dem Adressbüchlein meiner Großmutter Hermine Richter, die Ihnen vielleicht eher unter dem Namen "Mimi" bekannt ist. 

(Richter? So hieß doch meine angeheiratete Tante mütterlicherseits?)

Sie spricht häufig über Ihre gemeinsamen Treffen in Herrn Planas Antiquariat, auch ein gewisser Markus Walther findet immer wieder Eingang in Mimis ausführliche Referate über klassische und moderne Kriminalliteratur. 

(Markus Walther? Herr Plana? Die kamen mir bekannt vor, klar, schließlich habe ich "Buchland" geliebt. Aber wer war denn nun bloß Mimi?)

Ich bitte Sie vielmals um Entschuldigumg für die unaufgeforderte Korrespondenz, jedoch schränken zukünftige Ereignisse meine Möglichkeiten ein.

(Das klang ja reichlich mysteriös...)


Ich verfasse diesen Brief mit der Intention, eine etwaige Untat verhindern zu können. Verzeihen Sie mir meine kryptische Wortwahl, jedoch lassen sich ausgewählte Anliegen nur vertraulich bereden. 
Mimi versendet in diesem Augenblick Einladungen an diverse Personen, welche reges Interesse an Vermögen und Besitz meiner Großmutter innehaben. Aufgrund dieser Tatsache habe ich berechtigte Sorge um die leibliche Unversehrtheit wenigstens einer Person im Anwesen meiner Großmutter durch die Visite dieses Personenkreises.

(Werbung, ganz sicher - aber wofür?)


Meine Großmutter schwärmte zu verschiedenen Anlässen von Ihnen und Ihrer Begabung, Streitigkeiten zu schlichten.
Ich hege daher große Hoffnungen, in Ihnen einen Verbündeten zu finden, mit dessen Hilfe dieser Kleinkrieg einen friedlichen Ausgang nehmen kann. Ich erbitte Ihre Anwesenheit und Hilfe; Sie sind meine letzte Hoffnung!

(So was. Neugierig war ich jetzt ja schon...)


Da ich befürchte, dass diese Nachricht von unbefugter Seite eingesehen wird, bitte ich Sie, mir Ihre Entscheidung über Ihre Mithilfe an das Postfach

<http://bit.ly/1el0gPb>

zu senden.

Hochachtungsvoll,

Helen Malo (geb. Richter)


Puh, was war denn jetzt das? Klar musste ich schauen, was es mit diesem Link auf sich hatte. Hättet Ihr das nicht gemacht?

HIER bin ich gelandet und musste echt grinsen. Was für eine originelle Werbemasche!




Das neueste Werk des Autors vom "Buchland" ist da: "Der Letzte beißt die Hunde". Und ich freue mich schon sehr darauf - danke für die Erinnerung!



© Parden



Sonntag, 13. April 2014

KaratekaDD erklärt... Kant

Diese Geschichte ist eine pseudophilosophische Antwort für Buchgesichter. Die sich jetzt angesprochen fühlen, sind wohl welche. Buchgesichter sind in der Regel bibliophile Mitmenschen, der vor einigen Wochen ihre Community - Heimat verloren haben und nun mehr oder weniger heimatlos durch das große weite Internet irren. In dieser nunmehr vergangenen Community gabs gelegentlich Streit. Zum Beispiel darum, wie denn nun Buchgeschichten und Rezensionen aussehen sollten, damit sie in einer offenen Community halt veröffentlicht werden können. Außerdem war Philosophie etwas, was den meisten Buchgesichtern eher nicht so geläufig war. Daher unter anderen auch dieser Erklärungsversuch vom 09.Mai 2010, welcher sich auf folgendes Buch bezieht:

Kant für Anfänger: Der kategorische Imperativ von Ralf Ludwig

ISBN: 3423301449

Eine Lese-Einführung.
'dtv-Taschenbücher Wissenschaftliche Reihe'.
Mit Abbildungen.

DTV Deutscher Taschenbuch
kartoniert - 128 Seiten 

Davon gibt es noch mehr. 
Hinweisen möchte ich auf folgende mediale Erklärung:

Bayern@ hat eine Doku - Serie gemacht, in der die Philosophiestudentin Sofie, der Name ist bezeichnend und seit Jostein Gaarder untrennbar mit der Jugendbücherei zum Thema verbunden, dem philosophen Kant auf der Spur ist. ► Kant für Anfänger

Doch nun erst mal zur Buchgeschichte:

Als KARATEKADD in Japan war…, doch halt das ist eine andere Geschichtenreihe.
 Diese hier heißt:  
KaratekaDD erklärt... den kategorischen Imperativ.

Wenn diese gerade dran wäre, dann würde es um Zenbuddhismus oder Shintoismus gehen, hier aber geht es um die idealistische deutsche Philosophie. Um die des Ostpreußen ►  Immanuel Kant. Der mit dem kategorischen Imperativ. Kompliziert, schwer anwendbar, aber fassbar.
Der meinte, nach dem er feststellte, dass man seiner Wahrnehmung nicht voll trauen kann, das der Mensch so handeln soll, dass dieses Handeln als Grundlage für ein allgemeines moralisches Gesetz stehen könnte. Dazu soll sich der Mensch seines Verstandes bedienen und das selbstständig. So weit, so gut.

Quelle (wiki)
So was Schweres muss von einem kantigen Preußen kommen. Von einem Bayern wäre das undenkbar. Die Lebensmaxime: "Jo mai, schau mer mal…" klappt da nicht so richtig. Der Bayer kann mit einem kategorischen Befehl (imperare) nichts anfangen. Die Preußen schon. Und die Moral haben die sowieso gepachtet. Der König ist dort nämlich der erste Diener seines Staates. Zu einer Zeit, wo man in Frankreich in Versailles, aber auch in Dresden eher rauschende Feste feiert und die Akzisen (Steuern) dafür mit Gewalt eintreibt, während Preußens König die Bauern zwingt, Tartuffelis, bekannt als Kartoffeln, anzupflanzen. Die Feste bedeuten schnödes Fressen und Saufen. Die Kartoffeln sind dem Bereich Agrikultur zuzuordnen. Auf ein paar Jahrzehnte kommt es mir gerade nicht an, und die Kartoffeln spielen im Weiteren auch keine Rolle.

Doch bevor KARATEKADD hier weitermacht, spricht er eine Warnung aus. Erstens müssen gleich ein paar BUCHGESICHTER für ein paar, zugegebener Weise weit hergeholte, "Beweise" herhalten. Zweitens ist KARATEKADD, im Gegensatz zur vorhergehenden Geschichte, nüchtern. Zum Dritten wird er gleich ein paar Fettnäpfe aufstellen, in die er dann tappen kann. Im PARDENschen Sinne. Wem das jetzt schon zuviel wird, der oder die könnte jetzt mal hier und da nachlesen. Oder weiterklicken. Ist moralisch nicht verwerflich. Glaubt´s. Macht KARATEKADD auch so. Gelegentlich. Gleich geht’s los. Gleich wird´s imperatistisch kategorisch. Zumindest relativ. Mit Spaß. Hoffe ich jedenfalls. Wollen wir?

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, 
dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
Diese Universalisierungsformel führt bei Immanuel, was übrigens "Gott ist mit uns" bedeutet, zum Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft.

Das lautet:
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ 

Daraus folgt dann:
„[Handle so], dass der Wille durch seine Maxime sich selbst zugleich als allgemein gesetzgebend betrachten könne.“ 

Hier wird es schwierig. Klar wäre es toll, wenn sich KARATEKADD´s Wille als allgemein gesetzgebend für die Buchgeschichten erweisen könnte. Doch das will ja keiner. KARATEKADD auch nicht - wirklich. Gleichzeitig würde das auch für alle BUCHGESICHTER gelten können. Das will dann wiederum ich nicht. Ganz schön verfahrene Kiste, oder?

KARATEKADD wird jetzt nicht darauf eingehen, wieso diese Lehrsätze einen Imperativ, also eine Aufforderung oder einen Befehl darstellen, wenn im Satz dann plötzlich der Konjunktiv, die Möglichkeitsform auftaucht. Mit dem kategorischen Imperativ ist gemeint, du sollst so handeln und zwar immer, also kategorisch. Und moralisch sauber. Wie sagt Captn. Jean-Luc Picard immer? "Machen sie es so!" So!

Also, KARATEKADD schwenkt jetzt erst mal auf die Verwendung der ersten Person Singular um. Denn: "MEIN WILLE GESCHEHE!" oder: "ICH WILL!" Kategorisch, imperationalistisch. Irgendwie hat Kant das aber nicht so gemeint, denn dabei bleibt die Moral auf der Strecke. Außerdem käme ich so in göttliche Sphären. Will ich aber gar nicht. Denn ich glaub, dass ich nicht glaub. Glaube ich wenigstens. Ich weiß ja seit SOKRATES, leider kein Buchgesicht, dass ich nichts weiß. Also, ich glaube nicht, dass ich nichts weiß. Zum Beispiel ist Ein Buchgesicht + Ein Buchgesicht = Zwei Buchgesicht. Äh, Buchgesichter. Oder BuchgesichterInnen. Aber das ist Mathe und entspricht der political correctness. Blöde Anglismen. Spielt aber keine Rolle. Darum bleibt´s dabei, viel weiß ich nicht.

Also handle ich so, dass mein Wille als allgemeines, moralisch vertretbares Buchgesichtergeschichtenschreibgesetz herhalten KÖNNTE. Beachtet bitte den Konjunktiv bevor ihr losschreit und meckert. Ich will ja kein Buchgesichtergeschichtenschreibgesetz verfassen. Würde auch spätestens beim Bundesrat der BuchgesichterInnen durchfallen. Wegen fortgesetzten Streits. Will ich auch nicht haben.

Zum Beispiel will ich, dass die goethesche Sprache auch angewendet wird. Vollständig. Genial. Ohne Fehler. Fällt schwer. Mir auch. Egal ob alte oder neue Rechtschreibung. (Hinweis: Keinen Streit - sagte ich eben). Aber das Buchgesicht HINKENPINKEN wird schon wieder gähnen. Muss sie aber nur, wenn sie müde ist. Das ist jetzt vielleicht der Zeitpunkt zum weg- oder weiterklicken. Ein Buchgesicht INNOCENT AND SWEET findet diese "Abhandlung" vielleicht auch nicht gerade nett. Muss sie auch nicht. Denn auch "EUER WILLE GESCHEHE!"

Einschub - Anfang: Die neue Rechtschreibung hat gesetzgeberischen Charakter. Trotzdem finde ich sie unmoralisch und gemein. Die ist schuld, dass ich meinen eben geäußerten Willen schon mir selbst gegenüber nicht durchsetzen kann. Einschub - Ende.

Kant meint, dass die Buchgesichter sich immer wieder überprüfen müssten. Damit meint der auch mich. Komisch, der hat sich mir noch gar nicht vorgestellt. Zum Beispiel sollen wir wohl nichts Böses schreiben. So wie MAYA nie was Böses geschrieben hat. Höchstens mal im Zusammenhang mit F. Aber das ist verjährt. Fast. MAYA schreibt überhaupt nur freundliche Sachen. Es ist ihr WILLE, sich oft zu bedanken. [Für Kommentare zum Beispiel*] Es ist aber nicht mein WILLE, dass sie das andauernd tut. Zum Beispiel bei KAMUI. Geht mich aber nichts an. Trotzdem kommt es dazu, dass ich Geschichten wegklicke, wenn ich Worte lese wie "Ritalein" oder "Corilein" (Nicht böse sein ihr beiden - siehe Fettnäpfe). Dann kommt wahrscheinlich das Wort DANKE darin vor. Das ist nun der Moment, wo ich mich dahingehend überprüfen muss, ob mein hier eben geäußerter Anspruch moralisch ist. MAYAS ist es bestimmt, denn Danke sagen gehört zu den allgemeinen Gepflogenheiten der Gesellschaft. Wird zwar weniger, aber MAYA und KAMUI gleichen das aus. Dafür gehört Danke gesagt. Mach ich jetzt hier. Wenn ich den IMMANUEL und mein Lexikon und wikipedia und Christoph Süß richtig verstanden habe, dann sind mein Wille, meine Maximen immer dann moralisch, wenn ich den kategorischen Imperativ auch für alle anderen Buchgesichter gelten lasse. Will ich versuchen.

Das Buchgesicht KAMUI meinte mal, nicht alle meiner seltsamen, und spätestens in dieser Woche abtrifftenden absonderlichen Buchgeschichtenschreibergüsse, würden ihr gefallen. Gelegentlich aber doch. Ergebensten Dank! Das nenn ich ehrlich und damit moralisch. KAMUI wusste also schon vor mir, was der Ostpreuße aus Königsberg wollte. Hab ich nicht gewusst. Kann mich auch nicht mit SOKRATES rausreden.

Daher muss ich, wohl oder übel, den Anspruch aufgeben, dass mein Wille gesetzgeberisch wirken könnte. Schade.

Quelle
So. KANT würde sich vermutlich im Grabe rumdrehen, wenn er das lesen würde. Der weiß aber nicht, dass ich das geschrieben habe. Wem diese Abhandlung nicht gefällt, der kann ja, nach Lektüre meiner nunmehr vorletzten Buchgeschichte annehmen, ich wäre nicht existent. Zumindest, können das die, die mit mir noch keine Bücher ausgetauscht haben. In diesem Buch hier rechts könnt ihr nachlesen.

Habt ihr jetzt den ► kategorischen Imperativ verstanden? Ich glaub nicht, dass ich ihn verstanden habe. Daher muss ich wohl noch das Buch lesen, dem ich die Geschichte zugeordnet habe. Eure Bewertungen werden mir zeigen, ob die Reihe "KARATEKADD erklärt…" fortgesetzt wird oder nicht. Allerdings verrat ich euch nicht die meinem Willen dazu entsprechende Punktegrenze.

© KaratekaDD**


PS: Zum Schluss verweise ich noch einmal auf die Dokumentation, in der Immanuel Kant der Sofie seine Philosophie sehr anschaulich erklärt. Nebenbei muss Sofie in der Unibibliothek suchen. Zehn Meter Kant und 25 Meter über ihn. Da reih ich mich jetzt ein. Aber nur digital. ;) 

PPS: Natürlich hätte ich diese Geschichte noch aktualiseren können. so mit vielen Querverweisen und weiteren Links. Vielleicht verstehen auch nur die geannten Buchgesichter und diejenigen Buchgesichter, welche KARATEKADD erklärt... kennen und vielleicht sogar gern gelesen haben. Aber jede Geschichte hat ihre Zeit. Oder ihre Zeit gehabt. So wie die Geschichte der Buchgesichter. Vermutlich, und das ist traurig, spricht man von diesen irgendwann nucht mehr. Der Immanuel aber bleibt.

* kurz gesagt, es ging mir auf... ;)
** Wahrscheinlich habe ich beim Schreiben auch was getrunken...

Die Bestimmung - Der Film


Ich hätte auf mein Gefühl achten sollen. Bestimmte Filme haben es halt schwer bei mir. So ging es mir mit dem eben erst in die Kinos gekommenen ersten Teil von Veronica Roths DIE BESTIMMUNG. Wie soll es auch anders sein, es ist ein Dreiteiler.
Unsere Literatur - Community, ►  LitaCom stellte im Magazinteil diesen Film vor. Das die Geschichte verfilmt wurde, liegt ganz sicherlich an enormen Auflage von 2,6 Mill. Büchern weltweit. Die Autorin, ► Veronica Roth, ist noch sehr jung, sie wurde 1988 in Yew York geboren und schrieb nach einem Studium (?) "Kreatives Schreiben", welches sie 2010 abschloss, den ersten Roman der Reihe. Der kam dann bereits 2011 heraus.
* * *
Um was gehts? Irgendwann in finsterer Zukunft, 100 Jahre nach einem Weltvernichtungskrieg, ist Chikago eingezäunt, außerhalb finden sich ein paar Farmen einer der sogenannten Fraktionen in diesem diktatorischen Staat, der sich versucht, demokratisch zu geben. Die 16jährigen Jugendlichen müssen sich "typisieren" lassen und kommen dann zu der Fraktion von Fünfen, zu der sie am besten passen sollen, dürfen aber wählen. Beatrice, genannt Tris, will zu den Soldaten, den Ferrox. Natürlich will dann eine Fraktion von einer anderen die Macht, die "Beschützer" werden mittels Serum manipuliert und gehen dann mit Waffengewalt vor. Wie das ausgeht, dass ist eigentlich klar.
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Die Bestimmung - Trailer (YouTube)



Der Trailer gefiel mir irgendwie, weiß auch nicht warum. Kurzentschlossen ging ich ins Kino. Gestern. Und was bekam ich zu sehen? Ich hätte es mir eigentlich denken können. eine vorhersehbare Geschichte mit Heldentum eines Mädchens und eines Jungen, der ihr Ausbilder bei den Ferrox war. Kampfszenen und eine düstere Welt, welche allerdings in hellen Farben gemalt ist. Das Chikago ist vom Verfall der alten Wolkenkratzer betroffen. Die Fraktionen kommen einem wie die verschiedenen katholischen Orden vor, jede hat ihre Bestimmung, ihre Farben, ihre Aufgaben. die Hauptperson kommt aus einer Gruppe, die den Franziskanern gleicht: Etwas ärmlicher aber zum Samariter erzogen.


* * *
Machen wir uns nichts vor, die Riesenauflage war ein gefundenes Fressen für Filmemacher, man dachte wohl, einen würdigen und ähnlich erfolgreichen Stoff nach DIE TRIBUTE VON PANEM nach einer gewissen Suzanne COLLINS gefunden zu haben.
* * *
Ich kann mir nicht helfen: Warum gieren vor allem junge Leute nach Bildern solcher Filme? Anders ausgedrückt, muss der große Roman ► 1984 von ► Orson Welles nun immer wieder und wieder neu für andere Geschichten und Filme herhalten? (Nein, nein, - ich meine nur die grundsätzliche Idee) Ist es denn nicht möglich, dass mal eine Zukunftsgeschichte auf den Markt kommt, die davon erzählt, wie die Menschheit sich in den Griff bekommen hat: Hunger und Not (fast) ausgerottet, Kriege nicht mehr an der Tagesordnung, Energieprobleme fast nicht mehr vorhanden...

Die Menschheit, vor allem wohl die junge, glaubt wohl nicht an diese Möglichkeit. Fast könnte man meinen, dass sie diese Diktatur für unausweichlich halten und sich nach Heldentum sehen, welches sich allerdings an den heutigen Maßstäben mißt. Ältere Generationen schütteln über diese Geschichten eher den Kopf. 
die junge Generation flüchtet sich mit solchen dystopischen und auch mit einer Unmenge an fantastischen Geschichten per Buch, Film oder Computerspiel aus der realen Welt.

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Die Gegenwartsliteratur mit der ich aufgewachsen bin, gibt es nicht mehr. Zumindest ist sie schwer zu finden. Statt dessen dominiert Fantasy der fantastischen und dystopischen Art. Wenn es nicht solche Geschten wie DIE BESTIMMUNG oder die TRIBUTE sind, dann geht es um Elben, Zwerge, Alben, Drachen... 
Die einzigen Geschichten, die sich noch mit Familie, Schule, Freundschaft, Liebe beschäftigen sind wohl, man verzeihe mir den Begriff: Mädchenbücher - möglichst was mit Pferden. (Ab die kann sich ja auch nicht jedes Elternpaar leisten). Man verzeihe mir dieses nicht gerade originelle Abtriften in solche Klischees, diese hier soll nur oben Gesagtes unterstreichen. TKKG, DIE DREI FREUNDE, DIE DREI FRAGEZEICHEN und andere sind schon schöne Kinderliteratur, obwohl es auch da schon eigentlich um Krimis geht. Als Erwachsene lesen sie dann Thriller mit möglichst grausigen Verbrechen und mehr Serienmördern als die Welt hervorbringen kann.* Wahrscheinlich nach ihrer Fantasyphase.

* * *
Die Kinder- und Jugendbücher meiner Jugend sind wohl tatsächlich unerrreichbar. In Menge und in Inhalt.
Die von heute sind nicht für mich gemacht. Aber ich gehöre ja auch nicht mehr zur Zielgruppe.
Schade! Das Eine, wie das Andere. ;)

 ►Das Buch:  DNB / CBT / München 2014 / ISBN: 978-3-570-16285-9

© KaratekaDD

* Allerdings lese ich die auch