Mittwoch, 2. September 2015

D., September: Asymmetric Woman


Du kannst alles tun, was du willst! 
Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Mason, erfolgreicher Schauspieler und Produzent in Kalifornien, ein freiheitsliebender Abenteurer mit atemberaubender Agenda. Daneben die Deutsche Nadja, eine ausgebrannte und ziellose Frau, der das Schicksal alles genommen hat, was ihr einmal wichtig war. Wie Öl und Wasser müssten sich die beiden gegenseitig abstoßen - doch Mason macht Nadja zu seinem Projekt und ein brisantes Experiment beginnt. Ein Roman, der die Macht prickelnder Lebendigkeit heraufbeschwört.

  • Broschiert: 517 Seiten
  • Verlag: Sabine -September- Dierichsweiler; Auflage: 1. (7. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000459936
  • ISBN-13: 978-3000459931




























EINE UNGEWÖHNLICHE GESCHICHTE...


Laguna Beach (Kalifornien)



Nadja ist Anfang vierzig, als ihr der Boden unter den Füßen weggezogen wird und sich ein riesiger Abgrund auftut. Ihr Mann und ihre drei Kinder überleben einen Unfall auf der Autobahn nicht - und nichts ist mehr, wie es vorher war. Nach der Beerdigung igelt sie sich ein, wochenlang, monatelang. Isst kaum etwas, pflegt sich nicht, kümmert sich nicht um den Haushalt, lässt niemanden an sich heran.


Nadja schrie, wähend sie aufwachte, ihre Haut nass vom Schweiß, ihr Herz raste jedes Mal, als hätte sie mit im Wagen gesessen. Jede Minute iher sinnlosen, langsam verwesenden Existenz wünschte sie sich, es wäre so gewesen. Wie einfach. Alle tot, keine Überlebenden. Überlebende, die nicht wussten, weshalb sie weitermachen sollten. Deren Verstand aufgegeben hatte, denen jede Motivation und Kraft fehlten. Sie hatte keine Kraft zu leben und keinen Mut zu sterben. (S. 34)


Als sie merkt, dass sie nicht bereit ist, schon zu sterben, verflucht sie sich. Sie merkt aber auch, dass sie so wie die letzten Monate nicht weitermachen kann. Um allem zu entfliehen, bucht sie für einige Tage ein Zimmer in einem Hotel in Den Haag - das Hotel, in dem sie in dem Leben vor dem Unfall glückliche Tage mit ihrem Mann verbracht hat. Zufällig stößt sie dort auf Mason, einen smarten, gutaussehenden Amerikaner. Warum auch immer: dieser Mann interessiert sich für sie - und geht so einfühlsam mit ihr um, dass sie ihm auf sein Zimmer folgt. Es bahnt sich ein unvergesslicher Tag an - mit vielen Gesprächen, entspannenden Stunden und, ja, auch mit Sex. Etwas, für das Nadja sich ganz bewusst entscheidet - etwas, wodurch sie sich seit Monaten das erste Mal wieder lebendigt fühlt.

Kein Gedanke jedoch an ein Wiedersehen, denn Mason hat vorher klar gemacht, dass er ihr genau diesen einen Tag zur Verfügung steht und dann nicht mehr - ein Vorgehen, das er stets so handhabt, wenn er beruflich unterwegs ist. Als Nadja wieder zu Hause ist, wird ihr klar, dass sie radikal etwas ändern muss. Sie räumt die Sachen ihrer verstorbenen Familie zusammen, gibt alles weg, auch ihre Möbel - und verkauft das Haus. Schließlich kauft sie sich ein Oneway-Ticket in die USA und fährt einfach los, ohne zu wissen, wohin es sie treibt. In einem alten aber zuverlässigen Auto fährt sie schließlich in ihrem Tempo die gesamte Ostküste von Norden nach Süden entlang und versucht, allmählich zu sich zu finden. Ihr einziges Ziel: Sonne. Sie will endlich nicht mehr frieren...

Laguna Beach in Kalifornien - für das Ziel entscheidet sie sich schließlich. Und dort geschieht das Unglaubliche: in einem Geschäft begegnet sie ausgerechnet Mason. Bei einem gemeinsamen Kaffee fühlt sich Mason von der geheimnisvollen, traurigen Aura der Deutschen angezogen, er zeigt Interesse an ihrer Situation und bietet ihr an, erst einmal bei ihm zu wohnen. Aus dem 'erst einmal' werden Wochen und Monate, und Nadja entwickelt sich. Und kehrt ins Leben zurück, wobei Masons Rolle sich zunehmend verändert. Aber nichts ist einfach - und das ganze Leben ist Wandel...


Der Beginn des Buches war ein unglaublich intensives Leseerlebnis - die Situation um den Tod von Nadjas Familie war so eindringlich geschildert, dass ich es kaum ertragen konnte. Daher habe ich das Buch erst einmal wieder weggelegt, um es dann ein paar Tage später wieder zur Hand zu nehmen. Die Schilderung des Verlustes, des Falls ins totale Nichts war geradezu spürbar, nahm mir die Luft. Da begrüßte ich dann den Szenenwechsel mit der Begegnung von Nadja und Mason in dem Hotel, auch dies sehr intensiv geschildert, aber auf einem ganz anderen emotionalen Level. Immerhin hat Nadja durch dieses Erlebnis den Mut gefunden, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, ihr Leben aufzuräumen und einen Neubeginn zu wagen. So weit weg wie möglich. Der Roadtrip die Ostküste der USA entlang hat mir ausgesprochen gut gefallen, auch wenn der Abschnitt recht lang war. Die Symbolik des langen Weges und auch die Rolle des Meeres - das waren alles Bilder, die mir zusagten.

Der Einschnitt kam bei der Wiederbegegnung von Nadja und Mason. Einmal abgesehen von dem aberwitzigen Zufall, an den man kaum glauben mag, gefiel mir dann immer weniger von dem, was sich da entwickelte. Zugegeben, es war nett von Mason, Nadja erst einmal ein Dach über dem Kopf anzubieten, und auch okay war, dass er weiter seiner eigenen Wege ging. Aber spätestens als deutlich wurde, dass Nadja schwer depressiv war, fand ich es geradezu vermessen von Mason, dass er sich zum Ziel setzte, dies alleine und ohne professionelle Unterstützung zu regeln. Hausaufgaben für Nadja, ein Verhaltenskatalog und Sprüche wie 'Du kannst alles tun, was du willst!' sollen sie ins Leben zurückholen. Und seine Einstellung zu dem ganzen fand ich teilweise sehr merkwürdig...


Sie wohnten beinahe vier Monate unter einem Dach und es war viel geschehen. Mason war dabei zu Nadjas Universum geworden: ihr Freund, Arbeitgeber, Hausherr, ihre einzige Verbindung zur Außenwelt. Sie hingegen war wie ein liebgewonnenes Haustier für ihn. Aber es ging noch darüber hinaus. Nadja war sein ganz persönliches Projekt." (S. 181)

Passend dazu verhält sich dann Nadja - untertänig, Mason auf ein Podest hebend, immer bemüht, seinen Forderungen zu entsprechen. Auch die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen den beiden scheitert beinahe daran, dass sich Nadja zu selbstbewusst entwickelt und eigene Vorstellungen äußert - wobei Mason sich wenig kompromissbereit zeigt. Bei allem Verständnis für Nadjas desolate Situation: irgendwie war mir letztlich keiner der Charaktere sympathisch.

Der Schreibstil von September D. hat mich wirklich überzeugt. Bildhaft, oft sehr eindringlich, gerade bei der Schilderung von Emotionen, haben mich vor allem im ersten Drittel des Buches manche Szenen geradezu mitgerissen, überrollt, einverleibt. Doch dann - eben nach der Wiederbegegnung mit Mason - kamen die Längen. Zu viele Details, zu viele Wiederholungen, zu viele Szenen, die für Najda eine Bedeutung haben mochten, für den Leser aber eher uninterssant sind. Langatmig, langgezogen, langweilig. Sehr schade, aber so habe ich es nun einmal empfunden.

Letztlich habe ich mich gefragt, was die Autorin da eigentlich erzählen wollte. Die Wiederkehr ins Leben nach einer schlimmen Krise - das ist ihr im ersten Drittel des Buches sehr gut gelungen. Eine Liebesgeschichte, Einschübe aus der Rock- und Filmszene, Abhängigkeitsstrukturen? Das war irgendwie von allem etwas und von allem zu viel.
Zunehmend verstärkte sich bei mir der Eindruck, die Autorin könnte vieles aus ihrem eigenen Leben hier geschildert haben. Als sich Nadja z.B. einen Laptop zulegt, um alle ihre Gedanken festzuhalten, hatte ich das Bild vor Augen: genauso war es in Wirklichkeit. Ich mag komplett falsch liegen, aber das würde auch zu dem Buch passen. Ein wenig wirkt es, als hätte man Tagebuchpassagen versucht in Buchform zu übertragen - und dabei aus den Augen verloren, dass nicht alles, was man für sich und seine persönliche Entwicklung als wichtig empfand, auch den Leser in dieser Weitschweifigkeit interessieren kann. Es ist für mich nachvollziehbar, dass der Weg von Nadja und Mason kein einfacher ist, weil sie ja wirklich ihre Rollen und Positionen neu definieren müssen: vom labilen und nervlich instabilen 'Patienten' bzw. therapeutisch-beschützenden Freund hin zu einem Liebespaar, das nicht so recht weiß 'wie'. Aber diese epische Breite, in der dieser Weg dargelegt wird, hat mich leider ermüdet und das Intersse an den Figuren verlieren lassen.

Noch einmal: die Autorin hat Talent. Und ich finde es selbst ausgesprochen schade, dass mir das Buch nicht besser gefallen hat. Eine Kürzung um wenigstens 200 Seiten hätte dem ganzen m.E. gut getan. Geschwankt habe ich hier zwischen zwei und drei Sternen und entscheide mich hier zur höheren Wertung, weil ich hoffe, dass die Autorin nicht den Mut zum Weiterschreiben verliert.

Das Cover ist im übrigen wundervoll - auf der Rückseite beginnt es mit einem Sprungbrett in einen schmalen Pool, der sich auf der Vorderseite zu einem offenen Meer erweitert. Eine schöne Aussage: Entwicklung ist möglich, die Wege sind offen, das Leben bietet viele Möglichkeiten. Sicher auch für die Autorin.


© Parden

















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September D.
Mit Anfang vierzig begann September D. zu schreiben. Ihre Ideen entwickelten Sogwirkung und schnell war klar, dass das Schreiben kein Hobby bleiben würde: Mit dem Manuskript wandte sie sich an eine Lektorin, einen Illustrator, einen Buchsetzer und eine Druckerei und veröffentlichte ihren Debütroman in professioneller Eigenregie. Seither arbeitet September D. als Autorin, Verlegerin und Vertriebsfrau. Quelle Text






Dienstag, 1. September 2015

BlogPost Nr. 51: Zusammenfassung der Beiträge im August 2015


Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Doch der Lesestoff geht uns nicht aus. Erneut hat sich hier eine bunte Mischung ergeben...






Wie immer wurde der Monat eröffnet mit zwei BlogPosts: Nr. 48 zeigte unsere Neuerwerbungen im Mai, und mit Nr. 49 gab es eine Zusammenfassung unserer Beiträge im Wonnemonat...





Ein beeindruckendes Jugendbuch hat Daniel Höra da geschrieben - Annes Meinung nach zurecht verwendet als Schullektüre. BRAUNE ERDE beschreibt sehr eindrücklich, wie mühelos Menschen in eine rechtsgerichtete Gemeinschaft geraten können und wie schwierig es sein kann, das Gedankengut zu durchschauen und sich dann auch noch davon zu distanzieren und dagegen zu stellen. Ein bisschen mitmachen ist nicht - entweder ganz oder gar nicht. Unbedingte Leseempfehlung!


Einmal mehr ein historisches Buch, an das Anne sich gewagt hat - immer diese dicken Wälzer! DIE KATHEDRALE DES MEERES von Ildefonso Falcones stand aber schon so lange auf ihrer Wunschliste, dass es endlich einmal Zeit wurde, das Werk zu lesen. Leider konnte der historische Roman nicht durchgehend begeistern - denn leider gelang dem Autor die Verquickung von Fiktion und historischen Fakten nicht an jeder Stelle auf unterhaltsame Weise. Bei allem Lob hinsichtlich der detaillierten Recherche, die in der Erzählung zutage kommt, wirkt das Buch doch etwas schablonenhaft und phasenweise langatmig. Anne stimmt hier also nicht in die allgemeinen Lobeshymnen ein...

Etwas mehr hatte sich Anne von diesem Hörbuch versprochen, das sie netterweise vom Hörverlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen hat. EIN DIKTATOR ZUM DESSERT ließ erahnen, dass da wieder einmal ein hundertjähriger Mensch ein Stück Weltgeschichte aus seiner Sicht zu erzählen hat. Franz-Olivier Giesbert hat sich vielleicht durch 'Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und veschwand' von Jonas Jonasson inspirieren lassen und durchaus eine starke Persönlickeit als Hauptfigur kreiert, doch fehlt hier die augenzwinkernde Leichtigkeit - hier gibt es Rachegedanken und die Lust am Leben statt moderner, herzerwärmender Monty Python Geschichte. Irgendwie erfüllte das Hörbuch so leider nicht ganz die in es gesetzten Erwartungen...


Wiederentdeckt. Auf der Suche nach Stichworten zum Thema Hildegard von Bingen fand ich unter den alten Buchgesichterbeiträgen das folgende Buch. Also mal wieder etwas Mittelalterliches. Da steht sowieso noch so einiges aus.

Hier nun erzählt Ricarda Jordan vom Kinderkreuzzug in Der Eid der Kreuzritterin. Der Text der Rezension ist unverändert geblieben.

► zur Rezension 



GOTTES WELT ist eine Novelle des russischen-sibierischen Schriftstellers Aleksander Donskich. In dieser erzählt er die Geschichte einer Familie, die unter dem innerstaatlichen Terror in der Sowjetunion der 30iger Jahre zu leiden hatte. Es ist eine Familiengeschichte über drei Generationen.
Dosnsjich hat viele Jahre recherchiert und mit Opfern und Tätern korrespondiert.

Rezension ►hier


Eine locker leichte Sommerlektüre - was soll man auch anderes lesen bei den Temperaturen?! Schwülwarm und das über Wochen, das erschlägt doch wohl jeden. Also griff Anne zur Abwechslung mal zu solch einem Buch. Allerdings hätte für ihren Geschmack DER GESANG DER WELLEN NACH DEM STURM durchaus etwas spannender sein können. Der Debütroman von Kirsty Wark plätschert ganz angenehm vor sich hin, mehr aber eben leider auch nicht. Dennoch eine unkomplizierte Unterhaltung für ein paar Lesestunden.

Dieses Buch ist das erste Buch für Erwachsene von Nina Blazon. Anne durfte es im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen - und um es vorweg zu sagen: LIEBTEN WIR entsprach in keiner Weise ihren Erwartungen. Der Klappentext deutete an, dass sie da ein turbulenter Roadtrip erwartete, vielleicht gewürzt mit einer kleinen Romanze - doch weit gefehlt. Dieses Buch hat Anne überrascht, überrollt - und überzeugt. Die bildhafte und poetische Sprache, der durchaus auch schwarze Humor, der da immer wieder durchblitzt, die unharmonischen und letztlich doch liebenswerten Charaktere, die Geheimnisse, die sich zunehmend offenbaren - und dazu der Tango, der einen insgeheim mit übers Parkett tänzeln lässt, all dies stellt letztlich ein stimmiges Gesamtpaket dar.Von Anne gibt es daher eine klare Leseempfehlung!

Mal wieder ein Kinderbuch, das Anne in die Hände fiel. HIMMELSGUCKER von Herzlinde Meyerdierks beschreibt die Odyssee eines kleinen Wasserfroschs auf der Suche nach seinesgleichen - und die Gefahren, denen er dabei ausgesetzt ist. Kindgerecht wird dabei auch die Rolle des Menschen kritisch unter die Lupe genommen. Abbildungen hätten das Erlebnis noch abgerundet, aber auch so erscheint das Buch Anne als durchaus empfehlenswert!






Der Fall der Hildegard von Bingen ist ein historischer Roman vom bereits verstorbenen Edgar Noske, der einen Kriminalfall (fiktiv) am Kloster Rupertsberg erzählt. Die betagte Hildegard erzählt die Geschichte ihrem Sekretär weil der, neugierig wie er ist, die Leiche bzw. das Skellett untersucht hat, welches unterhalb der Klostermauern freigespült wurde. Was hat die alte Gelehrte damit zu tun?

Rezension gibt es ► hier.


Die Pfeiler des Glaubens erzählt nicht etwa einen Kirchenneubau, er ezählt die Vertreibung von Andersgläubigen aus Granada. Falcones hat einen breit recherchierten Roman geschrieben, der sich den Morisken widmet, die, obwohl getauft, ausgesiedelt wurden.

Christen contra Muslimen, die mehr oder weniger zwangsgetauft wurden. Wieder ein Beispiel für die historischen Grundlagen heutiger Auseinandersetzungen religoöser und ideologischer Art.

► Hier geht es zur Rezension


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Sind Gedichte noch modern? So fragt der Autor Arno Meier in seinem Klappentext. WOLKENTÜRME heißt die kleine aber feine Sammlung von Versen und Satiren, die Anne sehr ansprechend fand. Und ja: Gedichte verlieren nicht an Aktualität, wie dieser Band beweist!


Tod und Teufel in Köln. Hat der Teufel den Dombaumeister Gerhard vom Gerüst geworfen oder war es ein Mord. Einen Zeugen gibt es und der word nun verfolgt. Frank Schätzing schreibt das Jahr 1260 und nimmt uns mit in die reiche Stadt Köln. Er breitet neben der spannenden und fortschreitenden Handlung auch viel Geschichte vor uns Lesern aus.

Die Rezension und ein wenig mehr findet ihr hier.


Da liest man schon mal einen dicken Schinken - und dann so was. Anne hat SO WEIT DER WIND UNS TRÄGT von Ana Veloso auf ganzer Linie enttäuscht. Es ist weder eine romantische Liebesgeschichte, wie der Klappentext vermuten lassen könnte, noch ist es eine gelungene Familiensaga. Die Autorin zieht kurz vor Schluss selbst den Vergleich zu einer Telenovela. Ja, dem kann man sich anschließen - aber dann ist es eine von den echt seichten Seifenopern. Schade!





Gleich zweimal steht Luca die Fulvio an. Einmal mit dem  historischen Roman Das Kind, das nachts die Sonne fand, ein Roman aus der Zeit des Jan Hus ab 1407, in dem der Fürstensohn Marcus / Mikael um sein Recht und die Gerechtigkeit kämpfen muss; ein Roman in der Tradition von Das Mädchen, das den Himmel berührte.

Außerdem fand ich bei dessen Bearbeitung ein "schmales" eBook. Ein Cent für ein Leben. Dies nun wieder steht in der Tradition von Der Junge, der Träume schenkte, denn in beiden geht es um Einwanderer nach New York und auch um Gangs.

Das eBook hat nur 41 Seiten! und kosten nur 1,49 €! (Was wir ja eigentlich nie angeben)



Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks durfte Anne dieses Buch lesen. Eine Hommage an das Leben und an das Alter - geschrieben in einem poetisch bezaubernden Schreibstil. EIN LEBEN MEHR ist das vierte Buch von Jocelyne Saucier, aber das erste, das auch in die deutsche Sprache übersetzt wurde. Hoffentlich folgen noch weitere Werke dieser Autorin!
Ein Buch der leisen Töne, das Anne berühren konnte, dessen Schreibstil sie bezauberte. Wahrlich eine schöne Entdeckung.




Das zweite Buch von Fredrik Backmann konnte Anne (in der Hörbuchversion) wieder begeistern! OMA LÄSST GRÜSSEN UND SAGT, ES TUT IHR LEID ist eine warmherzige Geschichte, witzig erzählt mit durchaus nachdenklichen Tönen - und eine große Hymne auf das Recht, anders zu sein. Ein einfühlsames, stellenweise melancholisches und zugleich ungeheuer komisches Buch voller überraschender Wendungen. Ein Buch, das berührt, zum Nachdenken anregt und auf eine besondere Weise wunderbar lustig ist. Mit einer solchen Oma an seiner Seite schafft man alles! Mit anderen Worten: nur zu empfehlen!


Anne hat mal wieder eine Challenge für sich entdeckt - diese startet im kommenden Monat und dauert ein Jahr. Drei Aufgaben pro Monat müssen absolviert werden, das sollte machbar sein!
Die Seite für die TASK-CHALLENGE der beiden Blogs 'Schnuffelchens Bücher und Co' sowie 'About Books' ist jedenfalls hiermit erstellt. Auch wenn Uwe wieder den Kopf schütteln mag: Anne freut sich darauf! ☺


Ein sehr schönes Buch bekam Anne vom Aufbau-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. AUERHAUS von Böv Bjerg fängt gekonnt die Zeit Jugendlicher in den 80er Jahren ein - und zufällig ist das Geburtsjahr des Autors dasselbe wie von Anne. Ein überaus passendes Buch also. Ein Buch, das einen durch den besonderen Schreibstil durch die Seiten jagen lässt, das den Leser auf eine emotionale Reise zurück in die 80er und in die Jugendzeit nimmt und das auf flapsig-humorvolle Art unerwartet in die Tiefe geht. In Annes Augen wirklich empfehlenswert!

SUNGS LADEN ist der Debüt-Roman von Karin Kalisa.
Ein schönes Märchen hat die Autorin da geschrieben, eine Utopie, sicherlich. Schnörkellos und doch warmherzig, humorvoll, skurril und liebenswert skizziert sie eine hoffnungsvolle Vision des Zusammenlebens verschiedener Kulturen, die gerade angesichts heutiger Probleme hoffnungsfroh stimmt.
Die Revolution am Prenzlauer Berg hat Anne gut gefallen!


Ein überaus beeindruckendes und stellenweise nur schwer zu ertragendes Buch hat Anne dann noch von der chinesischen Journalistin und Schriftstellerin Xinran gelesen. In WOLKENTÖCHTER stellt sie in zehn Geschichten das Schicksal chinesischer Frauen und ihrer Töchter vor - alle mit dem Tenor: sie sind wertlos. Das Buch war berührend und bewegend, hat wütend gemacht, aber auch Verständnis geweckt. Ein Buch, das nachhallt und nicht mit dem Zuschlagen der letzten Seite aus den Gedanken verschwindet.


BlogPost Nr. 50: Unsere Neuerwerbungen im August 2015




Auch im Sommermonat August erreichten uns einige schöne Neuerwerbungen:





Anne Parden


http://www.chbeck.de/productimages/rsw/images/products/9783406681882_large.jpgKaum ist das Thema hier eröffnet, befindet sich auch schon das erste Buch im Briefkasten, wie schön. Einmal mehr der Gewinn im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks, und ich bin wirklich schon sehr gespannt!

Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.   Rezension


http://sarahsuperwoman.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension-zu-der-totenzeichner-von-veit-etzold-sarahsuperwoman.jpgEin Rezensionsexemplar, das ich durch 'Blogg dein Buch' zugesandt bekommen habe. Auch auf dieses Buch freue ich mich schon!

Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It╔s not over, ╔til it╔s over«. Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?



http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LEEvCRDgL._SY498_BO1,204,203,200_.jpgWieder einmal ein Rezensionsexemplar, das mir der Hörverlag netterweise überlassen hat. Manfred Steffen ist einfach ein hervorragender Sprecher, und ich freue mich riesig auf die vollständige Lesung!

„Da er Raat hieß, nannte die ganze Schule ihn Unrat.“ Der verknöcherte Professor hasst den spöttischen Rufnamen, jeder Schultag ist ein Kampf. Doch dann verliebt er sich dort in die leichtlebige Rosa Fröhlich, verliert seine Stellung und driftet selbst immer weiter in Richtung Abgrund … Heinrich Mann gelingt mit der Geschichte um den Gymnasialprofessor eine meisterhafte Karikatur der Wilhelminischen Zeit. Die frühe Spießer-Satire ist einer der ersten Lehrer- und Campusromane und geht Meisterwerken wie Nabokovs "Lolita" oder Philip Roths "Der menschliche Makel" voraus.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NnQCZFLTL._SX319_BO1,204,203,200_.jpgUnd auch der Liebeskind Verlag hat mir mit diesem Rezensioinsexemplar eine riesige Freude bereitet. Ich liebe die Bücher von Yoko Ogawa, und ja, ich darf auch ihr neuestes Werk lesen!

Auf dem Gelände eines ehemaligen Waisenhauses steht eine Voliere, in der ganz unterschiedliche Vogelarten gehalten werden: Kanarienvögel, Haussperlinge und Prachtfinken, aber auch Papageien. Jeden Tag besucht ein Mann die Voliere, um im Schatten eines Ginkgos dem Gesang der Vögel zu lauschen und mit ihnen zu sprechen. Eines Nachmittags jedoch bricht er neben dem Käfig zusammen und stirbt kurze Zeit später. Die Vögel sind über den Verlust ihres treuen Freundes so bestürzt, dass seinem jüngeren Bruder die Obhut der Voliere anvertraut wird, um sie zu beruhigen. Von den Kindern in der Stadt wird der jüngere Bruder fortan der »Herr der kleinen Vögel« genannt – so aufopferungsvoll kümmert er sich um die Tiere. Er lebt einsam und zurückgezogen, nur zwei Menschen gelingt es, sein Vertrauen zu gewinnen. Einer jungen Bibliothekarin, die er kennenlernt, als er in der Stadtbücherei Fachbücher über Vogelkäfige konsultiert. Und einem alten Mann, der stets eine kleine Holzschachtel mit einer Grille bei sich trägt, um sich an ihrem Gesang zu erfreuen … Als eines Tages ein kleines Mädchen vermisst gemeldet wird, gerät die ansonsten so friedliche Stadt in helle Aufregung. Und der Herr der kleinen Vögel wird von zwei Polizisten über seinen merkwürdigen Bekannten mit der Grille befragt, der ebenfalls spurlos verschwunden ist.

 
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BPMkAYLsL.jpg Ein weiteres Buch, das ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen darf. Das Cover nahm mich sofort gefangen - und ich hoffe, der Inhalt wird dies auch schaffen!

Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte. Ein Leben mehr ist ein wundersam beseelter und berührender Roman, eine leidenschaftliche Hommage an die Liebe, die Freiheit und die Natur. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.   Rezension


http://ecx.images-amazon.com/images/I/51S7gV1d5zL._SX313_BO1,204,203,200_.jpgUnd auch dieses Buch habe ich gewonnen im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks. Eine tolle Glückssträhne!

Mitten in der heißen Wahlkampfphase wird Kopenhagens Oberbürgermeister Mogens Winther-Sørensen tot in seiner Wohnung aufgefunden. Einzige Zeugin ist die junge Prostituierte Serafine. Sie leugnet, etwas mit dem Mord zu tun zu haben, und streitet zudem jeden sexuellen Kontakt mit dem Opfer ab. Und auch bei den Ermittlungen im Umfeld des Politikers stößt Kommissar Lars Winkler auf eine Mauer des Schweigens. Insbesondere die Mutter des Toten versucht, jegliche Nachforschungen in der Vergangenheit ihres Sohnes zu unterbinden. Doch nach und nach kommt Lars Winkler den schrecklichen Ereignissen von damals auf die Spur ...   Rezension bei Lovelybooks

https://www.buechergilde.de/tl_files/buechergilde.de/medien/166879/166879.jpg Ein irres Cover hat dieses Buch aus dem Hause der Büchergilde Gutenberg. Mein Quartalskauf soll DIE Entdeckung aus Brasilien sein - ich lasse mich überraschen!

Mit einem Text so schräg, witzig, schwarzhumorig, spannend, provozierend, phantasievoll und gesellschaftlich hochaktuell, dass dem Leser schon mal schwindlig werden kann. Nichts für Zartbesaitete!
Schon die Anfangsszene ist an Rasanz nicht zu überbieten: als nämlich Amadeu eher zufällig eine Tasche voll Kokain aus dem Chefbüro der Pornoproduktionsfirma entwendet, für die er arbeitet. Er macht es zu Bargeld, um seine Geliebte, eine illegale Preisboxerin, von ihren Schulden zu befreien und mit ihr ein neues Leben zu beginnen. Den Erlös und einen Rest des Kokains versteckt er unter den Dielen eines Dachbodens. Doch dann kommt alles anders: Amadeu wird überfahren. Da kaum einer weiß, dass er nicht mehr lebt, wird nach ihm, nach dem Stoff und dem Geld fieberhaft gefahndet, und die Suche nach dem Toten bringt immer groteskere Situationen hervor.
Ana Paula Maia bedient sich in ihrem furiosen Roman eines schwindelerregenden Reservoirs an Situationskomik mit absurden Zufällen und zwielichtigen Gestalten. Krieg der Bastarde widmet sich mit Witz, Härte und Melancholie den Verkommenen, Maßlosen und Abtrünnigen und führt den Leser in cineastischer Manier in die Halbwelt einer modernen brasilianischen Großstadt.


https://img5.artcom-venture.de/36948/cover/small_image/vergeltung.jpgHui, und der Aufbau Verlag war einmal mehr sehr großzügig, was die Vergabe von Rezensionsexemplaren anbelangt. Gleich fünf Bücher erreichten mich auf einen Schlag! Hier gleich mal Nummer eins:

Die Sonderermittlerin Hannah Jakob, ausgebildete Kriminalpsychologin, ist bundesweit im Einsatz. Ihr Spezialgebiet: vermisste Frauen und Kinder. Dabei hat sie einen ungewöhnlichen Partner: ihren Hund Kotti. Ihr neuester Fall fordert ihren Einsatz in ihrer Heimatstadt Berlin. Ein Anwalt ist spurlos verschwunden. Eigentlich nichts für Hannah, doch Robert Bleichert ist eine überaus zwielichtige Figur. Er war nicht nur Berater im Rotlichtmilieu, sondern übernahm auch die Vertretung von Eltern, gegen die wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung ermittelt wurde. Dann wird eine tote junge Frau gefunden – und der Fall nimmt ungeahnte Ausmaße an.

http://www.aufbau-verlag.de/media/catalog/product/cache/1/image/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/i/m/image_1_13462.jpgNummer zwei klingt auch sehr verlockend:

Florian Berg möchte sprechen und kann oft nur stottern. Er will manchmal rennen, aber stolpert still vor sich hin. Er will sogar küssen und sieht doch zuerst den Leberfleck über Lines Mund. Er ist der beispielhafte Antiheld seiner Generation: matt, witzig, böse und voller Sehnsucht. Ein sauguter Debütroman, voller Komik und Wahrheit.
Florian Berg ist der menschgewordene Widerspruch. Kein Wunder bei diesen Eltern. Der Vater ist Pastor und in ihrer niedersächsischen Gemeinde für die Hochzeiten zuständig, die Mutter ist Pastorin und übernimmt die Beerdigungen. Florian zieht zum Studium nach Leipzig, doch die Widersprüche ziehen mit: Er ist Couch-Potato und Abenteurer, fühlt sich zu Mädchen hingezogen und von ihnen abgestoßen, er sehnt sich nach Liebe und hat Angst vor ihr. Bis er sich eines Tages von der Couch erhebt und auf große Tour geht. Kaum unterwegs, stellt er fest, dass er die größte Rechnung noch mit sich selbst begleichen muss.

http://img.welt.de/img/literarischewelt/crop145274436/5826602981-ci3x2s-w300-ai2x3l/Lauenstein-Cover-Nachts.jpgUnd auch Nummer drei klingt vielversprechend!

Nacht für Nacht streift eine junge Frau durch die Stadt. Sie sucht nach etwas, doch sie weiß nicht, wonach. Vielleicht, denkt sie, kann sie es hinter den letzten erleuchteten Fenstern finden. Sie klingelt an den Türen. Und begegnet Menschen im Moment ihrer höchsten Einsamkeit - Menschen, die nachts erst richtig zu leben beginnen, wenn draußen alles still und dunkel ist. „Die Nacht“, sagt er, „mag ich deshalb, weil man in ihr viel klarer sieht als am Tag. Was ja der Tatsache, dass es tagsüber hell ist, eigentlich widerspricht.“ Ich schweige. Wir gucken zum Fenster hinaus und sehen uns selbst. In der Spiegelung treffen sich unsere Blicke. Dann sagt er: „Und jetzt möchte ich, wenn du erlaubst, gerne ins Bett gehen."

Schacht_Grimsey_rzU1.inddNummer vier ist eine Novelle - und ich bin schon sehr gespannt darauf!

„Wo ein Ypsilon ist, da steckt nicht selten ein Geheimnis ...“ Wolfgang Hildesheimer Das kleine Flugzeug hat ihn, den Mann in der Mitte des Lebens, direkt von Akureyri nach Grimsey gebracht. Die winzige isländische Insel im Nordmeer, durch die der Polarkreis verläuft, ist für ihn, der schon viel herumgekommen ist, der fünfte arktische Boden, den er betritt. Fast ist es so, als sammele er Inseln. Sein Weg führt ihn über das karge Eiland, hinein in eine Kirche, in der ein merkwürdiges Summen tönt: Fliegen sind es, unzählige Fliegen, aber auch schon tote, verknäult, verklumpt. Draußen, in der Einsamkeit und Natur, Erinnerungen an früher, als er Kind war und Sandinseln am Strand baute, als er ein Junge war und Altpapierlager nach Büchern durchstöberte, als er ein Mann wurde, sich auflehnte und verhaftet wurde. Er, der Fotograf, Berichterstatter und Chronist, braucht Nahrung und neue Filme, trifft freundliche Einheimische, sieht immer wieder einen kleinen Jungen, alles scheint ganz normal, wenn da nicht die weißen Flecken wären, in den Wiesen. Die weißen Flecken werden mehr, und schließlich erkennt er, es sind tote Möwen. Was hat das zu bedeuten, hier, wo die Stille Musik, wo die Landschaft eins mit ihm ist? Am Ende des Tages, nach dem Überschreiten der Insel und dem Durchschreiten seines Lebens, wird er es wissen und ein anderer sein.

http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/cover/9783351036072.jpgUnd last but not least: Nummer fünf. Ein Roman, bei dem schon das Cover neugierig werden lässt...

Im Herbst 89 wird nahe der Ostseeküste ein riesiges Ölvorkommen entdeckt. Die DDR überlebt nicht nur – sie ist plötzlich das reichste Land der Welt, reicher als Saudi-Arabien. Doch das schwarze Gold bringt nicht nur Segen.

2015 feiert die DDR 25 Jahre Erdöl-Sozialismus – beneidet von ihren Brüdern und Schwestern im verarmten Westen. Dank ihres Wagemuts und wechselnder Identitäten gelingt zwei Reportern, wovon viele nur träumen: ein Blick hinter die Kulissen. Der Westdeutsche Martenstein und der systemkritische DDR-Bürger Peuckert lernen die Schattenseiten des Imperiums kennen – ganz oben und ganz unten. Sie gehören zu jenen Wanderarbeitern, die ihre Körperkraft feilbieten auf den Prunktellern des Petro-Kommunismus. Als Masseur, Portier, Broilerbrater werden sie buchstäblich wie »der letzte Dreck« behandelt. Als Undercover-Reporter werden sie von den Mächtigen hofiert. Trotz aller Demütigungen und Gefahren begegnen ihnen aber auch Freundschaft und, ja, Liebe. Davon berichten sie in ihrem aufrüttelnden Buch, das viele bisher unveröffentlichte Reportagen enthält und dessen sämtliche Einnahmen der Minolpirol-Stiftung zufließen.

(PS: Im Roman "Verflucht und geliebt" von Sakowski, als Mehrteiler verfilmt, geht es genau darum: Erdgas in MeckPom - Die müssen wirklich gefördert haben. Aber nicht lange)

https://fotos.verwaltungsportal.de/seitengenerator/gross/978-3-99051-016-2.jpg Und noch ein Gewinn im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks, wie schön!

Anne Fischer begleitet ihre ehemalige Psychotherapeutin Sanja Delft in ein Rustico am Lago Maggiore. Sanja Delft bietet dort einer Gruppe von Frauen Erholung für Körper, Geist und Seele. Fünf Frauen erscheinen zu dem Seminar, jede mit eigenen Erwartungen und Problemen.
Während Anne Fischer sich um die hauswirtschaftlichen Belange kümmert, kommt es bald zu Spannungen und Anfeindungen innerhalb der Gruppe. Als der cholerische Ehemann einer Teilnehmerin auftaucht, droht die Situation zu eskalieren. Doch niemand ahnt, dass dies erst der Anfang fürchterlicher Ereignisse ist.   Rezension bei Lovelybooks

Und noch weitere fünf Bücher haben den Weg zu mir gefunden. 'Was liest du?' hat neue Buchprämien, und so habe ich meine angesammelten Punkte dort fast komplett eintauschen können...


http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Der-Duft-des-Regens-9783458359555_xxl.jpgNummer 1 war als Prämie im Grunde sofort vergriffen, weshalb ich mich um so mehr freue, dass ich zu denjenigen gehöre, die dieses Buch erhalten haben...

In den weiten Wäldern Kanadas wachsen die Schwestern Maggie und Jenny glücklich und behütet auf. Sie lieben die Ausflüge zu den Seen, sammeln Pilze und Beeren, abends spielen sie mit den Eltern Karten. Doch die Welt der beiden Mädchen gerät vollkommen aus den Fugen, als der Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Und wenig später gibt die Mutter die Schwestern auch noch bei einer fremden Familie in der Stadt in Obhut – vorübergehend, sagt sie. Tage werden zu Wochen, Wochen zu Monaten, Monate zu Jahren. Die Mutter kehrt nicht zurück. Auf sich gestellt, lernen Maggie und Jenny schnell, dass sie sich gegenseitig halten müssen, um den Boden nicht unter den Füßen zu verlieren. Sie entwickeln einen ungeahnten Überlebenswillen – stets begleitet von der Sehnsucht nach ihrer Mutter. Einige Jahre später macht sich Maggie schließlich auf, sie zu suchen. Sie kehrt zurück in die mächtigen Wälder, an die Orte ihrer Kindheit … Frances Greenslade erzählt eine berührende und starke Geschichte von Müttern und Töchtern, von der einzigartigen Liebe zweier Schwestern, von Verlust und Verletzlichkeit, aber auch von Sehnsucht, Hoffnung und ungebrochener Zuversicht.

http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Das-Vermachtnis--The-Legacy-9783862822263_xxl.jpgNummer 2 ist ein Thriller aus dem Acabus Verlag, auf den ich schon sehr gespannt bin!

München, Alte Pinakothek, 2003: Ein alter Mann wird brutal gefoltert, doch das Geheimnis um sein Vermächtnis gibt er nicht preis. Ein Mord, ein verschollenes Kunstwerk, ein gefährliches Vermächtnis. Um die Unschuld seines Großvaters zu beweisen, die Mörder zu fassen und den Schleier um sein Vermächtnis zu lüften beginnt Gabriel ein tödliches Spiel und gerät immer mehr in ein undurchsichtiges Netz aus Intrigen, in das auch die Polizei verstrickt zu sein scheint.



http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/Dreimal-im-Leben-9783458175803_xxl.jpgAls ich in einer Rezension zu dem Buch folgenden Satz las: "Dreimal im Leben ist ein Roman voller Poesie, der einen in die nostalgische Welt des Tangos, der Liebe und des Verbrechens entführt.", war mir klar: dies wird das Buch Nummer 3!

Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal. Es ist das Jahr 1928, Max – jung und von wildem Charme – arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre aparte Schönheit, der weltberühmte Komponist an ihrer Seite, das funkelnde Collier um ihren schlanken Hals. Es folgt ein Tanz, ein nichtssagender Smalltalk, der verheißungsvoller nicht sein könnte. In Buenos Aires angekommen, führt Max das Paar durch die zwielichtigen Tangobars seiner Geburtsstadt. Doch in dieser Nacht geraten die Dinge außer Kontrolle, und für Max und Mecha beginnt das Abenteuer ihres Lebens: die große Liebe. Eine Liebe, die erst viele Jahre später auf der Promenade Nizzas zwischen entrücktem Glamour und den Wirren des Krieges eine zweite Chance erhält ... »Dreimal im Leben« erzählt eine Geschichte voller Sehnsucht und Eleganz. Durchweht von der Nostalgie nach einer Welt, deren Glanz verblasst und deren Melodie verklungen ist, beschwört der Roman den bittersüßen Zauber verstrichener Gelegenheiten und die lebenslange Liebe zweier Menschen.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ufCv7ZspL._SX319_BO1,204,203,200_.jpgErst einmal habe ich gestutzt - diesen Ausspruch kenne ich doch von Frank Goosen. Und richtig, er ist Namensgeber dieses Buches. Aber geschrieben hat es ein anderer... Nummer vier - denn Humorvolles braucht man ja auch mal zwischendurch...

Kalli wächst im Ruhrgebiet der 90er Jahre auf, und er hat es nicht leicht: Weil er Kalli heißt. Weil seine Mutter eine Frisur wie Brigitte Nielsen hat. Weil die Frauen aus den MTV-Videos seiner Fantasie schwer zu schaffen machen. Weil er einfach uncool ist. Erst im örtlichen Fußballverein lernt er das echte Leben kennen – denn die Wahrheit liegt auf dem Ascheplatz, an der Theke im Vereinsheim und in der Musik von Metallica.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51LlMGldneL._SX305_BO1,204,203,200_.jpgUnd schließlich das letzte Buch, Nummer fünf. Cover und Titel machten mich neugierig, mal genauer hinzuschauen - und der Klappentext ließ die Entscheidung für das Buch fallen. Und nein, es ist kein Buch über Demenz! ☺

Auch Jacks Kollegen erkennen ihn nicht wieder. Sobald er aus ihrem Blickfeld tritt, ist er vergessen. Als er Zuflucht bei seiner Mutter sucht, droht sie, die Polizei zu rufen, wenn er nicht aufhört, sie zu belästigen. Jack versteht die Welt nicht mehr. Ein Albtraum wird zur Realität. Als er allmählich jegliche Hoffnung auf eine Rückkehr in sein altes Leben aufgegeben hat, lernt er Marie kennen, die wie er eine Vergessene ist. Diese Begegnung gibt seinem Dasein eine Wendung, mit der er nicht mehr gerechnet hätte.







KaratekaDD



Hat auch Bücher erworben. Eins. ;)

Fluchtpunkt Karibik - Jüdische Emigranten in der Dominikanischen Republik. Von Hans-Ulrich Dillmann und Susanne Heim.

"Vor über 70 Jahren, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, war die heutige Kleinstadt Sosua einer der wenigen "sicheren Häfen" für Juden." Ausgerechnet eine Dikatur wie die Trujillos ließ öhnlich einem Kibbuz ein landwirtschaftliches Vorzeigeobjekt entstehen.

Bin schon sehr gespannt.




Hab aber auch noch anderes gekauft. Zweimal Felix Krull: Den alten Film mit Horst Buchholz und den "neuen" Film des ZDF. Gute Ergänzung zum Roman des Thomas Mann.

Ganz schön freizügig der "neue" Film.







Ein Zufallsfund ist ein ganz "schmales" eBook mit dem Titel EIN CENT FÜR EIN LEBEN von Luca Di Fulvio. Thema ist die Geschichte zweier junger jüdischer Männer, deren Väter um die Jahrhundertwende (die vorletzte) nach New York einwanderten. Beide haben zwangsläufig andere Ansichten als die religiösen Eltern. Doch gehen diese Ansichten in sehr verschiedene Richtungen.

Die Rezension ist auch schon fertig.









TinSoldier

Scheint sich sehr konsequent dem SuB-Abbau verschrieben zu haben... :)))