Sonntag, 1. Dezember 2013

Klaviersdelikte - Steckbrief

Quelle
Klaviersdelikte sind Offizialdelikte, die von kabarettbegeisterten Besuchern verfolgt werden. Tatmittel ist in den meisten Fällen ein Klavier wobei auch eine Okulele bemerkt wurde und ein Klopfholz oder wie dieses Perkussionsinstrument sonst heißen mag. Rechts sehen wir einen gewalttätigen Vertreter dieser Deliktsform, der mit diversen Schlaghandschuhen das arme Tatwerkzeug bearbeitet.

Dem nicht kriminologisch gebildeten Leser dieses Blogs sei folgende Erklärung gewidmet:

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In der Kriminologie wird die Bezeichnung Delikt als allgemeiner (eher soziologisch als juristisch definierten) Begriff für eine strafrechtlich relevante Verfehlung verwandt. In gleicher Weise sprechen Soziologie und Kriminologie vom Straftäter auch als von dem Delinquenten. Von Delinquenz wird in den Sozialwissenschaften sowohl bei der vollendeten Begehung krimineller Delikte (dann gleichbedeutend mit individueller Kriminalität) als auch im Sinne einer anhand objektiver Kriterien (in der Regel Handlungen) feststellbaren, subjektiv verankerten Neigung dazu gesprochen.
Kriminologisch werden bestimmte Arten von Straftaten oder Rechtsverstößen auch zu Deliktgruppen zusammengefasst:

  • Beziehungsdelikte
  • Drogendelikte
  • Gewaltdelikte
  • Sittlichkeitsdelikte
  • Verkehrsdelikte
Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man bei vorgeblich „entschuldbaren“ Taten auch von einem Kavaliersdelikt.(wiki)  Hier allerdings handelt es sich eben um Klaviersdelikte.

Die Delikte werden genaustens geplant, dies beweist folgendes liegen gebliebenes Beweisstück.

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Quelle
Der Täter ist ein am 21. Mai 1977 in Hamburg geborener junger Mann, der sein Musikstudium auf Lehramt (tatsächlich?) insofern schmiss, dass er nach dessen Abschluss keinesfalls Lehrer sondern eher Belehrender wurde. Außerdem betätigt er sich in seinen Unterrichtsstunden gelegentlich auch als Fremdsprachler, dem selbst allgäuisch, klingonisch oder gar mittelerdische Elbensprachen scheinbar geläufig sind.

Der Täter trat früher öfter dadurch in Erscheinung, dass er die Revers von Hemden in grellen Farben über dem Kragen des Jacketts eines meist blaufarbenen Anzugs schlug. Diesmal wollte Bodo, so heißt der Knabe wohl, weniger auffallen, denn das getragene weiße Hend blieb kragenmäßig unter dem Revers. Es sollte noch bemerkt werden, dass der brünette junge Mann ca. 170 bis 185 cm groß ist und eine Brille trägt.

Der Täter ist sich nicht zu schade, seine mittels Klavier begangenen Taten 
auch im Internet zu verbreiten:

http://www.bodowartke.de/programme


Auch seinen Lebenlauf bietet er der Öffentlichkeit im Internet dar. Die ermittelnden Beamten versucht er zu narren, denn in eben diesem Medium spielt er wohl mit ihnen Versteck:


Gestern, 2000 301113 (taktische Zeit), ist es einem Ermittler gelungen, besagten Bodo Wartke in Neubrandenburg aufzuspüren. Mehrere hundert Zeugen sind allerdings für die Ermittlungen nicht zu gebrauchen, durch anhaltendes Klatschen und Trampeln und ständiges Gelächter muss angenommen werden, dass sämtliche Zeugen eher Zeugen der Verteidigung werden könnten. (Der ermittelnde Schreiber dieser Öffentlichkeitsfahndung ist ebenfalls schwankend geworden).

Wer nun noch so richtig weiß, ob er sich ebenfalls auf Fahndung gegen den nunmehr in Berlin lebenden Klavierverbrecher begeben sollte, kann hier etwas von ihm hören oder sehen oder lesen.


Der in Bezug auf Bodo Wartke angesetzte Zielfahnder fordert alle Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, Kollegen, Karatekas, Wadokaier, Hatorianer, Buchgesichter, Buchblogger, Kommissarsanwärter, Dresdner, Berliner, Deutsche, Europäer, Kabarettisten und andere auf, sich an der Fahndung zu beteiligen. Spesen werden ersetzt, wenn der Zivilfahnder auf einer Veranstaltung persönlich mit Hinweis auf diese Öffentlichkeitsfahndung angesprochen wird. Zu beachten ist, dass wegen § 111 OWiG bei falscher Namensangabe in diesem Fall Verdruss droht. 
An weibliche Geschöpfe mit seltsamen Namen jedoch verteilt der Begeher der Klaviersdelikte kostenlose Machwerke bzw. Momentaufnahmen seiner Klaviersdelikte.


Viel Spaß und viel Erfolg bei den eigenen Ermittlungen.

© KaratekaDD
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Kommentare:

  1. Das scheint ja gestern ein wirklich amüsanter (Ermittlungs)Abend gewesen zu sein! Live habe ich Bodo Wartke bislang nicht gesehen, aber das klingt wirklich reizvoll!
    Und die Präsentation hier macht auch Spaß... :)

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    1. Das war es auch. Übrigens kann man unter BODO WARTKE viel unter YouTube finden. Der Begriff "Delikte" forderte eine solche Beschreibung des Abends geradezu heraus.

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