Samstag, 6. Mai 2017

Giebeler, Susanne: Gymnasium


Schule als Kampfarena? Auch zu meiner Zeit gab es einen gewisse Wettbewerb untereinander. Aber heute, über 30 Jahre nach dem Verlassen der zehnten Klasse, kann ich wohl nur froh sein, nicht mehr zur Schule zu müssen. Obwohl ich eigentlich jeden Tag in eine Schule, genauer in ein polizeiliches Ausbildungszentrum gehe, aber dazu vielleicht später etwas mehr.

Wenn man jeden Tag in so ein Ausbildungszentrum geht, dann gibt es da so ein gewisses Grundinteresse an schulischen Dingen und an Schulgeschichten. Eine der bitterbösesten Schulgeschichten hat Susanne Giebeler geschrieben. Über Literaturtest bekam ich ein Exemplar von Gymnasium.

* * *

Der 14jährige Alexander lebt mit seiner alkoholabhängigen Mutter Sabine zusammen. Diese hat einen Job als Krankenschwester, von Alex Vater lebt sie getrennt. Der Justizbeamte entspricht so einigen Beamtenklischees und versucht gelegentlich mit wenig geeigneten Methoden den Jungen zu besseren Schulnoten zu bekommen.  Alex wird auf einem Gymnasium in der 8. Klasse angemeldet, das Gymnasium steht in einer besseren Gegend des Ruhrgebietes. Er denkt, wenn er es hier schafft, bessere Schulnoten zu bekommen, dann bringt das die Eltern wieder zusammen.

„An diesem Gymnasium ringt die akademische Mittelschicht um ihren Status, schickt ihre Kinder ins Rennen... Alle lieben ihre Kinder und wollten sie vor dem Niedergang bewahren, vor einem Dasein als Klempner, als Krankenschwester oder kaufmännische Angestellte.“ (Buchrücken)

Allen voran schreitet in diesem Sinne die Mutter von Leonie Bürgelmann, Birgit. Ehemals pharmazeutische Fachangestellte, heute „Frau Chefarzt“, ihr Mann führt eine Klinik, mehr schlecht als recht wie sich herausstellt. Sie führt die Elternpflegschaft an, auch auf Landesebene ist sie in der Landeselternschaft tätig.

(Elternpflegschaft. So heißt das wirklich in NRW. Hier, in diesem Roman brauchen die Eltern wirklich Pflege) 

Die Tochter Leonie, mit unübertroffenem Goldhaar gesegnet, gibt in der neuen Klasse von Alex  den Ton an. Vor allem den Ton der „Hyänenmädchen“. Ein Kind, bei dem man das Weite suchen möchte. Einzige Ausnahme, Sharzad Kaatani, Iranerin und ebenfalls Arzttochter. (Das einzige Mädchen, das am Ende als normal angesehen werden kann).

Alex freundet sich mit Richard an, potentieller Bombenbauer, wofür er die Zutaten aus dem Chemielabor klaut.

Die Lehrerin der Bande ist u.a. Eva Jägersberg. Deutsch und Literatur. Relativ engagiert, aber auf absteigendem Ast. Einzige Ermahnungsform an Leonie & Co: „So nicht!“ – Wie dies und das anders gehen könnte, erklärt sie nicht. Abgesehen von ihrem Schulalltag besucht sie zur Entspannung einen Escortservice. Wo anders nennt man entsprechende Begleitung Gigolo. Klar, dass sie sich erpressbar macht. Welche Rolle spielt Leonies Mutter dabei?

Außerdem wäre noch zu nennen der Erdkundelehrer Herr Wüst. Den lernt Alexanders Mutter in der Klinik von Leonies Vater kennen, in der sie arbeitet und gelegentlich Medikamente für eine Art kalten Entzug mitgehen lässt.

Die Desillusionierung Wüsts sowie seiner Kolleginnen und Kollegen und zugleich ein gewisses Genrationenproblem kommt in folgenden Zeilen gut zum Ausdruck:

„Deutsch, Erdkunde, Literatur."
„Was am liebsten?"
„Erdkunde."
,Warum?"
Wüst seufzte. Eigentlich unterrichte er gar nichts mehr gern. Aber früher sei es Erdkunde gewesen. Er selbst habe die ganze Erde bereist, die Metropolen Amerikas, den asiatischen Regenwald, die Sahara, die karibischen Inseln und vieles mehr. Es habe ihm Spaß gemacht, den Kindern davon zu berichten, ihnen die Schönheit ihrer Erde nahe zu bringen, sie neugierig zu machen auf fremde Länder, ihnen Verantwortung zu vermitteln für das Fortbestehen der Natur. Aber seit einiger Zeit, er wisse gar nicht mehr genau, wann es begonnen habe, hätten die Schüler kein Interesse mehr an der Schönheit der Erde. Dagegen fragten sie viel nach Dingen, die natürlich auch zum Fach gehörten, wirtschaftliche Zusammenhänge vor allem, von denen er aber zugegebenermaßen wenig verstehe. Er habe mehr Ahnung von den anderen Bereichen des Faches.
Sabine verstand.
„Ja, das Schöne kommt zu kurz. Und das Gute. Das Herz." (Seite 97ff)

Und Sabine klagt dem Lehrer ihr Leid mit dem Sohn. „Bevor ihr Kind in die Schule gekommen sei, habe sie es bedingungslos geliebt, denn so, wie es war, war es gut. Als es in die Schule kam, habe sich das geändert. Man habe ihr vermittelt, ihr Sohn sei faul und damit fehlerhaft, und wenn sie ihn liebe, dann dürfe sie ihn nicht in seiner Fehlerhaftigkeit belassen, sondern müsse alles dafür tun, die Fehler auszumerzen. 
Mit einem Mal sei es schwierig gewesen, ihr Kind zu lieben, obwohl sie gewusst habe, dass man auch ein Kind lieben könne, das Fehler habe. Doch die Liebe zu ihrem Sohn sei plötzlich nicht mehr beglückend gewesen, sondern ein brennender Schmerz. 
Weil sie sich gewünscht habe, die Fehler würden verschwinden, damit ihre Liebe wieder beglückend sei, habe sie alles daran gesetzt, dass Alex mehr für die Schule lerne. Gleichzeitig habe sie den Irrsinn der Sache gesehen und trotzig am alten, am wirklichen Alex festgehalten, ihn immer wieder mal für eine Zeit in Ruhe gelassen mit der Lernerei. Aber die Quittung sei meistens auf dem Fuße gefolgt.“ (Seite 97 bis 98)

Hier zeigt sich schon mal das Dilemma und irgendwie kann man sich da sogar hinein denken.




"eigenes Produkt"
Was eigentlich ist Mappenführung? Als der Begriff erstmals auftauchte, verstand ich gar nichts. Und dann: Vermutlich damit sich die miesen Schüler ein paar Ausgleichsnoten verdienen können, gibt es Noten auf die Schulhefter. Oder eben Mappen. Für die Ordnung, die Schrift, die Inhaltsverzeichnisse – Meisterin dabei ist Deborah Tüchting. Hier ist wohl schon der Name Programm. Deborah hat die besten Mappen. Sogar mit Farbsystem. Ansonsten ist sie doof wie Brot. Natürlich ist dies nachahmenswert für Alex.

„Er selbst hatte sich für die Flucht nach vorn entschieden und den ganzen Sonntag Schularbeiten gemacht, insbesondere die Mappen auf Vordermann gebracht. Nicht nur für Frau Jägersberg, auch für die anderen Lehrer ausgenommen Wüst und Wiechmann, war eine ordentliche Mappenftihrung Indiz dafür, ob man den Stoff verstanden hatte oder nicht, und wer eine ordentliche Mappe hatte, wurde mit Noten nicht unter Drei belohnt.
Alex selbst war der Meinung, eine ordentliche Mappe könnte man auch haben, wenn man nichts von all dem Abgehefteten verstanden hatte, denn bei der Bewertung gab es viele Punkte für das Inhaltsverzeichnis, die Seitenzahlen, die Vollständigkeit und die grafische Gestaltung. Er hatte sich unauffällig Deborah Tüchtings Mappen angeschaut. Deborah liebte ihre Mappen sehr.“ (Seite 120f)

Recht hat er der Alex. Aber weil er selber nicht so toll auf der Penne, ist das schon mal eine Möglichkeit, den Schnitt zu senken.

Schulischen Stoff rekapitulieren. Das wäre ja mal was. Geht über schlichte Hausaufgaben doch etwas drüber hinaus. Das Gekritzel abschreiben, ist eigentlich sinnlos, es mit Anmerkungen, Querverweisen, eigenen Auffassungen usw zu versehen, scheint ja fast schon "wissenschaftliche Arbeit" zu sein. Warum? Nur wenige Abiturienten haben mir bisher bewiesen, dass sie so arbeiten. Und ich habe einige Mappen von angehenden Diplomverwaltungswirten gesehen. Man ist doch eher darauf aus, und da unterscheiden sich immer weniger Abiturienten von Realschülern, den ultimativen Prüfungslernstoff per Kopie in die Hand zu bekommen. Vollständig und ja nicht darüber hinaus. Übrigens ist das peinlich für Abiturienten, für die Realschüler ist es auch kein Lob.

Postiv fast schon Frau Jägermann, beispielgebend für das eben Dargestellte dagegen besagte Leonie:

Sie gab den Schülern Entscheidungsfreiheit, so oft es ging. Als Einstieg in die Reihe ,Argumentation" stellte sie mehrere Dilemmageschichten zur Auswahl. Zwei Drittel stimmte für Geschichte vier:
„Eine Gruppe Wanderer verläuft sich im Wald. Ein Rudel hungriger Wölfe nähert sich. Die Leute suchen Zuflucht auf einem Hochstand. Die Wölfe werden erst wieder abziehen, wenn sie satt sind. Eine Frau schlägt vor, man solle losen, wer von ihnen den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wird, damit die anderen überleben."
„ Können wir nicht mal was machen, wo die Antwort klar ist?"
Eva bemühte sich, ruhig zu antworten.
„Man muss lernen, Argumente sorgfältig abzuwägen, bevor man ein Urteil fällt. Ein eigenes Urteil."
Leonie fuhr hoch: „Sagen Sie doch einfach, was die Leute im Wald jetzt machen sollen! Sagen Sie einfach mal ganz klar A oder B, nur ein einziges Mal. Ihr Larifari kotzt uns an!"
„Zum gymnasialen Lernen gehört es, Widersprüche auszuhalten, Kontroversen und Ambivalenz."
Ambiwas?"
„Uneindeutigkeit."
„Leck mich am Arsch."
„So nicht."
„Wie denn? Wie wollen Sie überhaupt Noten geben, wenn Sie selber nicht wissen, was richtig und was falsch ist, hä?“
Die Klasse trommelte auf den Tisch. Die Klasse lachte sie aus. Es war müßig. Sie verteilte eine Tabelle mit Formulierungshilfen und eine praktische Bauanleitung zum Verfassen perfekter Argumentationen. Sie schrieben den Einleitungssatz, sie schrieben die Inhaltsangabe, Stück für Stück arbeiteten sie den Plan ab. Sie schrieben viel. Alex Haase malte einen Wolf auf sein Etui.
Eva hatte keine Lust, sich länger mit der Debattierverweigerung herumzuschlagen, und wandte sich in der folgenden Woche der Lyrik zu. (Seite 221f)

Beispielgebend auch die geplante Theateraufführung der „Iphigenie auf Tauris“ von JWvG im JWvG – Gymnasium:

„Dem Ensemble fehlte das nötige Herzblut. Viele wollten nicht einmal die Wikipedia-Zusammenfassung des Stückes lesen. Was sie wollten, war ein Kostüm und einen Text. Den wollten sie auswendig lernen und auf der Bühne aufsagen. Spielen wollten sie nicht“ ( Seite 228)

Wie es ausgeht, mit dem Alex, der natürlich mit dieser Leonie aneinander gerät, und was es mit dem Löwen vor der Schule auf sich hat, der Alex einst inspirierte, auf dieses „tolle“ Gymnasium zu wollen, und ob der Bombenbastler eine Bombe bastelt, dass verschweigt der Blogger, denn es soll ja noch was übrig bleiben.

* * *

In der Mail von Literaturtest fand sich folgende Romanbeschreibung:

„Giebeler rechnet schonungslos mit einem System ab, in dem Chancengleichheit und echte Bildung nur auf dem Papier stehen und die Lehrer mehr Richter als Pädagogen sein müssen. Dabei räumt sie im Interview ein, dass nicht alle Gymnasien so sind, legt aber den Finger in eine schwärende Wunde: „Wenn es nicht gelingt, die Chancenungleichheit in der Bildung abzulegen, wird sich die Spaltung der Gesellschaft verschärfen.“

Diese brachte mich dazu, das Buch anzufordern. Es entsprach natürlich überhaupt nicht den „Schulgeschichten“, die ich aus der Kinder- und Jugendzeit gewöhnt war. Jugendbücher wie Frank, Frank und Irene, Frank bleibt Kapitän von Karl Neumann * hier als einziges Beispiel von vielen möglichen genannt, gibt es kaum noch.

Susanne Giebeler bestätigte mir in einer Mail, dass es tatsächlich eine bitterböse Schulkritik mit diversen Überspitzungen, einschließlich Ironie sein soll.

„Ich bin der Überzeugung, dass das deutsche Schulsystem einer Generalüberholung bedarf. Chancengleichheit, als Grundprinzip unserer Demokratie, sehe ich in diesem System nicht gegeben, Leistungsdruck und Interessen der Wirtschaft dominieren, echte (Herzens-)bildung und soziale Werte werden unzureichend vermittelt, usw.
Das schließt natürlich nicht aus, dass es auch andere Schulen, andere Schüler, andere Lehrer, andere Eltern gibt. „Zum Glück“ – wie Sie treffend schreiben. Aber nicht genug, möchte ich antworten und einen das Gymnasium ... Es handelt sich bei „Gymnasium“ um einen fiktionalen Text, der an vielen Stellen über die Mittel satirischer Überzeichnung der Diskussion über das Bildungssystem Impulse vermitteln könnte, auch wenn die Lektüre für manchen Leser vielleicht unerquicklich sein mag. Und vielleicht gibt es ja einen engagierten Lehrer, der gerade ein positives Pendant schreibt.“

Es wäre schön, wenn es auch andere „Schulgeschichten“ gäbe, in denen engagierte Lehrer, Eltern und Kinder vorkommen. Vielleicht gibt es sie, aber sie werden vermutlich in die hintersten Regale verbannt, da gerade heute die Leute nach solchen Romanen wie diesem hier greifen. Sie fühlen bestätigt, was sie so hören und diskutieren, verdrängen gegebenenfalls ihre eigene, wenig pragmatische und nicht zielorientierte Elternrolle. Ähnliches gilt für die Lehrerinnen und Lehrer. Der Roman hat natürlich seine Berechtigung, es bleibt trotzdem ein ungutes Gefühl.


* * *



Quelle / Video
Noch einmal zum polizeilichem Ausbildungszentrum:
Wir Fachlehrer erleben durchaus, dass es an Lernkompetenzen des öfteren mangelt. Die oben beschriebenen Verhaltensweisen, Auswendiglernen, Minimalismus, Weg des geringsten Aufwandes, sind uns bewusst und bei den Polizeischülern erkennbar. Diese setzen sich zusammen aus 16jährigen Realschülern, Abiturienten und Erwachsenen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Da sind auch Familienmütter und -väter dabei. Zum Glück wirken die  unbedingt notwendigen Eignungsauswahlverfahren (noch). Gleichermaßen erleben wir aber auch das Gegenteil, also Engagement, Interesse und zielorientiertes Lernen. Die allermeisten Lehrkräfte und Fachlehrer sind aber keine Pädagogen. Es lernen Polizisten von Polizisten, was diese von Polizisten gelernt haben.* Es gibt auch in der polizeilichen Ausbildungspraxis eine Menge Nachholebedarf um sich besser auf die Generation Y und Z einzustellen. Man muss die Versäumnisse des bundesdeutschen Schulsystems ja nicht alle wiederholen.


Zum Schluss: Gelegentlich behaupten Buchblogger, dass sie Self Publishing ablehnen, bleiben aber meist die Begründung schuldig, Die Tredition GmbH ist so ein Self Publishing Verlag und dieser Roman der Beweis dafür, dass die Form von Veröffentlichungen auch ihre Berechtigung hat. Schon deswegen freue ich mich, dass mir der Roman angeboten wurde.


DNB / tredition / 03.2017 / ISBN: 978-3-7345-8215-8 / 291 Seiten

* geschrieben zwischen 1958 und 1982 - Jugendbuch (DDR)
** aus Möllers: Prüfen und Lehren in der Polizei

© KaratekaDD






Kommentare:

  1. Hallo,

    ein wirklich schwieriges, aber auch interessantes Thema mit dem sich das Buch befasst. Dein Beitrag ist schön gestaltet und durch die ganzen Auszüge aus dem Buch bekommt man schon einen ersten Blick was einen erwartet sollte man es sich zulegen.

    Das deutsche Schulsystem gehört wirklich mal überarbeitet bzw. liegt die Schuld nicht wirklich am System an sich sondern eher an den Menschen. Steigender Leistungsdruck, überarbeitete, überforderte Eltern, die ihre Kinder nicht im Griff haben, Schüler die keinen Respekt mehr haben und dem Lehrer auf der Nase herumtanzen und Lehrer die sich nicht durchsetzen können.

    Ich denke, dass Lehrer heutzutage eine äußerst undankbarer Job ist, owbwohl man ein wichtiger Teil ist die nächste Generation auf das Leben vorzubereiten. Aber sowas hat man ja auch in vielen anderen Bereichen.

    Aber nun zurück zum Buch. Du hast mich wirklich neugierig darauf gemacht und das es ein Selfpublishing-Buch ist, ist doch kein Problem. Auch in diesem Bereich gibt es genügend Perlen.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend

    Drachige Grüße
    Beluri von Drachenleben

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Beluri,
      vielen Dank für deine Zeilen. Schön, wenn ich dich für das Buch begeistern konnte. Vermutlich gibt es Gegenden, Schulen und Lehrer, wo das Thema Undankbarkeit weniger eine Rolle spielt, ein Beispiel habe ich ja aus eignem Erleben angerissen.
      Natürlich aber ist dies nicht vergleichbar mit den Schulen ringsum, die heute von den Sieben- bis Achtzehnjährigen besucht werden.
      Viele Grüße
      KaratekaDD

      PS: Morgen geht es noch einmal um Schule und Lehrer, allerdings fast schon historisch.

      Löschen