Sonntag, 18. Oktober 2015

King, Stephen: Das Mädchen






Ich habe keine Angst.
Überhaupt keine Angst.
Der Wanderweg ist gleich dort vorn.
Es ist wirklich ganz unmöglich, sich hier zu verlaufen …


Um zehn Uhr sitzt Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um halb elf hat sie sich im Wald verirrt. Um elf Uhr versucht sie, sich nicht zu fürchten. Nicht daran zu denken, dass Leute, die sich verirren, vielleicht nie mehr zurückkehren. Hunger und Durst, Insekten und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit – Trisha hat dem Grauen der Wälder wenig entgegenzusetzen. Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …


(Klappentext Droemer-Knaur)



  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Wulf Bergner
  • ISBN-10: 3426508540
  • ISBN-13: 978-3426508541
  • Originaltitel: The Girl Who Loved


















VIEL HARMLOSER ALS ERWARTET...


Das Mädchen irrt durch die Wälder. Sie ist allein. Sie ist vom Weg abgekommen. Noch hat niemand bemerkt, dass sie verschwunden ist. Nur sie weiß, dass sie sich verirrt hat und keiner da ist, der sie beschützen kann - vor dem Hunger und dem Durst, vor den Mücken und den wilden Tieren, vor der Einsamkeit und der Dunkelheit. Aber vor allem nicht vor dem, was sich in den Wäldern aufgemacht hat, die Neunjährige heimzusuchen.
Eine Basketballkappe, ein kleiner Walkman und die Erinnerung an die Gespräche mit ihrem Vater sind die einzige Ausrüstung, die Trisha mit sich führt. Mehr hat sie dem Grauen der Wälder nicht entgegenzusetzen. Und das ist sehr, sehr wenig...

Hm, ehrlich gesagt, von einem King-Roman habe ich mir etwas anderes erwartet, kenne auch anderes.
Klar spielt er hier mit der Urangst der Menschen, aber das Buch ist sehr baseball-lastig und manche Passagen ziehen sich sehr in die Länge. Für ein neunjähriges Mädchen ist Trisha auch mit einem erstaunlichen Wissen ausgestattet - natürlich will ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Neunjährigen, die ich kenne, wären damit wohl hoffnungslos überfordert.

An manchen Stellen wurde es spannend, aber so richtig gruselig fand ich es nicht. Das Ende ist gelinde gesagt überraschend - ich fand es eher enttäuschend, da ich mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen bin.
Irgendwie ist das ein Buch für King-Einsteiger, sehr bedächtig, sehr harmlos.

Nur bedingt empfehlenswert.


© Parden

















Der Verlag Droemer-Knaur schreibt über den Autor:


Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft.

(übernommen vom Verlag Droemer-Knaur)

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