Kurzmeinung: Feriengeschichte voller Spannung, heiterer Momente und berührender Szenen - netter Reiheneinstieg, der Lust auf mehr macht!
UNTERHALTSAME FERIENGESCHICHTE...
Die zwölfjährige Martha und ihre jüngeren Brüder Mats und Mikkel müssen die Ferien bei ihrer Oma auf dem Land verbringen. Und diese Oma ist ein bisschen seltsam: Sie wohnt allein in einem abgelegenen Haus, verkauft selbst gemachte Marmelade, hat kein Telefon und erst recht kein Internet. Aber Hühner, ein Motorboot und ein Gewehr, mit dem sie ungebetene Gäste verjagt. Als die Idylle bedroht wird, halten die Stadtkinder und ihre Oma zusammen und erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Tatsächlich erscheinen zu Beginn weder die Kinder noch die recht grummelig wirkende Oma besonders sympathisch, was den Einstieg etwas erschwert hat. Die Kinder sind es nicht gewohnt im Haushalt zu helfen, was die Großmutter allerdings selbstverständlich erwartet, Martha aber als Sklavenarbeit empfindet. Die Zwölfjährige beschäftigt sich in Gedanken meist eher mit ihrer im Luxusurlaub verweilenden Schulfreundin und ist genervt, dass es rund um Omas Haus keinen WLAN-Empfang gibt. Den bräuchte es natürlich auch, um Nachrichten von ihrem Vater zu erhalten, der gerade in New York weilt, um seiner verunfallten Frau beizustehen, die dort im Krankenhaus liegt. Der siebenjährige Mikkel passt sich der ungewohnten Situation am leichtesten an - er ist harmoniebedürftig und bemüht sich, auch die Oma bei Laune zu halten. Mit den Tieren auf dem Hof fühlt er sich wie im Paradies, und er versucht, sich mit allen Hühnern und Gänsen anzufreunden. Mats dagegen ist ein verwöhnter Vierjähriger, der es nicht gewohnt ist, selbst nach Lösungen zu suchen und der schnell in Wut gerät und erwartet, dass alle auf seine Launen Rücksicht nehmen.
Allmählich gewöhnen sich die Kinder an das Leben auf dem Land und an die Oma, zu der sie bisher gar keinen Kontakt hatten. Und sie schließen mit den netten Menschen in der Umgebung Freundschaft. Und obgleich es ihr schwerer fällt als den beiden Kleinen, fühlt sich bald auch Martha wohl in Sommerby. Toll an der Oma ist zudem, dass sie den Kindern allerlei zutraut und sie Dinge selber regeln lässt. Aber nicht alles ist immer nur idyllisch. Da gibt es jemanden, der der Oma unbedingt ihr Häuschen abkaufen will. Und es beschäftigt Martha, weshalb der Kontakt zwischen ihren Eltern und der Oma abgebrochen ist. Kleine und große Sommerabenteuer erwarten die drei Kinder, gekrönt von einer lebensgefährlichen Bootsfahrt in einem starken Sturm.
Die (leider) gekürzte Hörbuchausgabe (5 Stunden und 50 Minuten) wird lebendig und unterhaltsam gelesen von Julia Nachtmann.
Vier Sommerby-Bände gibt es mittlerweile, und diese Feriengeschichte voller Spannung, heiterer Momente und berührender Szenen war definitiv ein netter Reiheneinstieg, der Lust auf mehr macht!
© Parden



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