Samstag, 15. November 2014

Baum, Beate: Weltverloren



"Winter in Dresden. Journalistin Kirsten Bertram liegt im Krankenhaus. Dort lernt sie Marianne "Ännchen" Kulka kennen, die von der Familie Erich Kästners abstammt und einer freikirchlichen Gemeinde angehört. Als Ännchen aus der Klinik entlassen wird, beschließt sie, ihr Leben radikal zu ändern. Sie schließt sich einer Initiative an, die im Namen Kästners den Ausbau der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt verhindern will. Doch dann wird ein Praktikant des Erich Kästner Museums ermordet und Ännchen ist die Hauptverdächtige. Kirsten ist hingegen von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ... " (Klappentext)


DNB / Gmeiner-Verlag / Meßkirch 2. 2010 / ISBN-13: 9783839210772 / 276 Seiten


* * *



Erich Kästner kennt jeder. DAS DOPPELTE LOTTCHEN, EMIL´s Detektive, die Freundschaft von PÜNKTCHEN & ANTON, oder die vom KLASSENZIMMER, das fliegen kann. Die Autobiografie ALS ICH EIN KLEINER JUNGE WAR kennen schon nicht mehr so viele. Darin beschreibt ►Kästner seine Kindheit in der Dresdner Neustadt. Dort wurde er in der Königsbrücker Straße im Jahr 1899 geboren. Die Villa seines Onkels Augustin ist heute das ► Erich – Kästner – Museum und steht am Albertplatz, von dem die Königsbrücker Straße in den Dresdner Norden führt.


Freitag, 14. November 2014

Zelter, Joachim: Die Würde des Lügens



Weil die Wahrheit seine Großmutter immer nur unglücklich macht, rückt der junge Enkel sie so zurecht, dass sie den standesdünkelnden Größenphantasien der alten Dame entspricht. Er lügt, dass sich die Balken biegen, erzählt absurde, nicht selten urkomische Geschichten und rückt seine Talente ins rechte Licht. Dafür hat er immerhin den Segen der heiligen Schrift: Denn dort steht nicht "Du sollt nicht lügen" , sondern "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten". Und das tut er ja nicht!
Schließlich redet er falsch Zeugnis für seinen Nächsten und ein bisschen auch für sich selbst
.







  • Audio CD
  • Verlag: HörbucHHamburg; Auflage: szenische Lesung. (Juni 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389903628X
  • ISBN-13: 978-3899036282
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren











DIE WAHRHEIT IST DIE ERFINDUNG EINES LÜGNERS...



„Du sollst nicht lügen. Jahre später ließ ich einen Freund nach diesem Gebot in der Bibel fahnden. Er fand es nirgends. Er fand nur den Satz: Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen wider deinen Nächsten. Ich war beruhigt. Es hieß nicht: Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen für deinen Nächsten. Und es hieß auch nicht: Du sollst nicht falsch Zeugnis sprechen für dich selbst …“


Anspruchslos ist diese Großmutter mit den englischen Floskeln auf den Lippen wahrlich nicht, und hart ihre Lebensschule. Wichtigste Lektion: Erweise Dich Deiner Herkunft als würdig, indem Du sie mit der geborenen und gebotenen Autorität betonst! Wenn man aber noch nicht zur Schule geht und versucht, beim Krämer diese Autorität durch Betonung des adligen Namens 'von und zu Witzleben' zu erreichen, nun, so ist dies schier zum Scheitern verurteilt.
Damit die Großmutter von ihm nicht ähnlich enttäuscht ist wie von der übrigen Verwandtschaft, biegt der Enkel die Wahrheit beim Rapport ein wenig zurecht. Und berichtet von seinem aufsehenerregenden Auftritt beim Krämer. Die Großmutter ist einfach nur begeistert...

Damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Wer einmal lügt, um die in ihn gesetzten Erwartungen zu umgehen, kommt aus der Chose nicht mehr raus. Vor allem, wenn die Großmutter mit jedem zweiten Satz betont, ihr Leben habe sich erst mit der Geburt des Enkels zum Guten gewendet.
"Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners", hören wir zu Beginn, und so erfindet der Enkel immer weiter. Was der Enkel rückblendend über sein Leben mit der blaublütigen Großmutter in den 60er- und 70er-Jahren zusammenfabuliert, wird von Lügengeschichte zu Lügengeschichte immer absurder. Die unbedingte Leistungsforderung der Großmutter prallt auf den nicht minder zähen Leistungsverweigerungswillen des Enkels, und beide fachen sie sich gegenseitig an.

Wunderbar leichtfüßig spielen sich in dem Livemitschnitt von 2008 Dietmar Mues als naiv-listiger Enkel und Ich-Erzähler und Monica Bleibtreu in der Rolle als mürrisch-selbstverliebte Großmutter die Bälle zu. Sie plaudern, fallen sich ins Wort, übertreiben und schummeln - kurzum sie lügen, bis es kracht.

Der im Jahr 2000 erschienene Roman wurde noch im selben Jahr mit dem Thaddäus-Troll-Preis und der Fördergabe der Internationalen Bodensee-Konferenz ausgezeichnet.

Für mich genau der Humor, den ich mag, ein kleines Juwel für besondere Tage. Dies habe ich sicher nicht zum letzten Mal gehört.


© Parden



 

 Joachim Zelter ist einer der Nachfahren des Carl Friedrich Zelter. Er studierte nach dem Abitur von 1982 bis 1989 an der Universität Tübingen Anglistik und Politikwissenschaft. Er schloss dieses Studium mit dem Magistergrad ab. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Tübingen. 1993 promovierte er dort mit einer literaturwissenschaftlichen Arbeit zum Doktor der Philosophie in Anglistik. 1995/96 hatte er einen Lehrauftrag im Fach Germanistik an der Yale University in New Haven (Connecticut) inne, 1996/97 lehrte er neuere englische Literatur an der Universität Tübingen. Mit 34 Jahren beschloss er, Schriftsteller zu werden, wobei er sein erstes Buch Briefe aus Amerika schon fast fertiggestellt hatte. Nach vielen Absagen erschienen Briefe aus Amerika und Die Würde des Lügens schließlich in dem kleinen Ithakaverlag. Als Joachim Zelter dann bekannter wurde, erhielt er eine Anfrage von dem Tübinger Klöpfer & Meyer Verlag, wo seine Werke seither erscheinen. Seit 1997 lebt er als freier Schriftsteller in Tübingen. Sein Werk besteht vorwiegend aus erzählender Prosa, die häufig einen Hang zur politischen Satire, aber auch zum Tragikomischen aufweist. In den letzten Jahren verfasste er Bühnenversionen seiner Prosatexte sowie eigenständige Theaterstücke, die an zahlreichen Bühnen in Deutschland und Österreich aufgeführt wurden. Sein 2010 erschienener Roman Der Ministerpräsident erschien auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Zelter ist Mitglied des Verbands Deutscher Schriftsteller.

  Quelle

Dienstag, 11. November 2014

Rachman, Tom: Aufstieg und Fall großer Mächte


Tooly Zylberberg liebt Tee, lange Spaziergänge und den Buchladen World's End in einem kleinen walisischen Städtchen, dessen stolze, wenn auch nicht gewinnbringende Besitzerin sie ist. Tooly hütet nicht nur tausende Bücher, sondern auch eine Fülle von Geheimnissen, ihre eigene Vergangenheit betreffend, die sie selbst nicht alle kennt. Als sie klein war, hatte Paul sie entführt und war mit ihr durch die Welt gezogen, während Sarah Chaos verbreitete, wo immer sie auftauchte. Doch waren da noch Humphrey, der griesgrämige Russe, der Bücher über alles liebte, und Venn, der Liebhaber von Sarah, ebenso charismatisch wie egozentrisch, dessen Weltsicht Tooly für immer prägen sollte. Ein Dreieck, in dem Tooly versuchte, Grund unter die Füße zu bekommen, während das Leben sie durch die Luft wirbelte. Sie fällt durch alle Netze und Raster ...








  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Bernhard Robben
  • ISBN-10: 3423280352
  • ISBN-13: 978-3423280358
  • Originaltitel: The rise and fall of great powers








 ICH WOLLTE DIESES BUCH MÖGEN...




Matilda, genannt Tooly, lebt ein einsames Leben. Irgendwie gestrandet wirkt sie, da in ihrem Buchladen in Wales, richtig am Platz und doch irgendwie auch nicht. Sie liebt die Bücher, versinkt in deren Welten, und doch ist Tooly eine Getriebene. Immer wieder bricht sie auf zu langen, einsamen Spaziergängen, läuft weiter und weiter. Keine Familie. Keine Freunde - nur ein Telefonbuch mit durchgestrichenen Namen. Ein Weglaufen vor der Vergangenheit...


"Freunde wollten eine Lebensgeschichte hören. Die Vergangenheit war bloß dann wichtig, wenn andere darüber etwas wissen wollten - sie waren es, die verlangten, das man eine Geschichte besaß. Alleine kam man auch ohne zurecht." (S. 61)

Das ist die Tooly der Gegenwart, etwa 30 Jahre alt, verliebt allein in ihren Buchladen, nur so viel besitzend, wie in eine Segeltuchtasche passt. Von allem anderen  hat sie sich getrennt. Sie fühlt sich wohl mit dem Buchladen, doch gleichzeitig wartet sie darauf, dass ihr Erspartes zur Neige geht, damit sie wieder weiterziehen kann.
Doch Rachman gewährt auch einen Einblick in die jüngere Tooly - einmal als 20Jährige , ein anderes Mal als Kind mit neun Jahren.

Die 20Jährige lernen wir in New York kennen, wo sie versucht, alle Straßen der verschiedenen Viertel abzulaufen, um sie dann in einem alten Stadtplan zu markieren. Sie wohnt bei einem alten Mann namens Humphrey, der nur zwei Lieben kennt: das Schachspiel und Aberhunderte von meist schon vollkommen zerlesenen Büchern. Darüber diskutiert er gerne mit Tooly in seinem russischen Akzent. Doch Tooly taucht auch unversehens in fremden Wohnungen auf, oft nur für einen kurzen Einblick in fremde Leben - wenn sie gelassen wird, aber auch länger. Probiert andere Leben, andere Rollen.
Der Tooly als Kind schließlich begegnen wir in Bangkok, wohin sie gerade mit Paul gezogen ist. Paul, der maximal ein Jahr lang am selben Ort lebt, den der Beruf zwingt, immer weiterzuziehen, und mit ihm Tooly. Kein herzliches Verhältnis pflegen die beiden miteinander, Paul ist sehr distanziert. Tooly geht zur Schule, findet sich dort nur schwer ein, hat ansonsten keinerlei Kontakte, nur den zu Paul und zu der gerade eingestellten Haushaltshilfe. Bücher sind schon für die 9Jährige ein großer Trost und eine Möglichkeit, der Wirklichkeit zu entkommen...


"Bücher (...) sind wie Pilze. Sieht man nicht hin, vermehren sie sich. Ihre Zahl wächst nach Regeln von Zinseszins: Ein Interesse führt zu nächstes Interesse, und das verbindet sich mit drittes Interesse. Und schwups, hast du nicht gesehen, hat man mehr Interesse als Platz im Schrank." (S. 407)



Zwischen den drei Erzählebenen der verschieden alten Tooly wechselt das Buch kapitelweise, und immer bekommt man ein paar Puzzleteile mehr zu fassen, setzt Stück für Stück das Leben von Tooly zusammen, bis sich ein ganzes Bild ergibt. Doch das dauert. Und wie bei einem vielteiligen Puzzle sitzt man anfangs etwas hilflos vor der Aufgabe, verzagt etwas bei der Betrachtung eines einzelnen Teils, denn man versteht noch nicht dessen Bedeutung. Und manchmal wird man fast etwas mutlos, wenn man erkennt, wieviel einem noch fehlt, obwohl man sich doch schon einige Zeit lang damit beschäftigt hat.
So erging es mir mit dem Buch. Immer wieder beleuchtet Rachman einen Ausschnitt aus Toolys Leben, aufwändig im Bühnenbild, detailverliebt und bildhaft dargestellt, kleine Szenen plastisch herausgearbeitet. Rachmans Schreibstil ist unbestritten von Talent geprägt. Der anfangs eher lockere Ton schlägt um, als das Gesamtbild deutlicher wird. Beziehungslosigkeit und Einsamkeit wabern durch die Zeilen - nicht nur was Tooly anbelangt, sondern auch jeden, der ihr begegnet oder mit dem sie zu tun hat.

Ich wollte dieses Buch mögen, in die Erzählung eintauchen. Doch es fiel mir schwer, überhaupt in die Geschichte hineinzukommen. Manchmal auch die Langatmigkeit zu ertragen. Irgendjemanden der Personen zu mögen - leider gelang es mir nur bei einem, Humphrey, unbestritten mein Held, trotz seiner oft ruppigen Art. Doch er war nur ein Teil der Geschichte, und so habe ich mich oft eher durchs Buch kämpfen müssen, Pausen eingelegt, bevor ich einen Neustart wagte.
Letztlich war die Geschichte in sich rund, der Schluss stimmig nachvollziehbar und auf angenehme Art offen, und Tooly auf ihrem Weg ein Stück weiter:


"Die Menschen behielten ihre Bücher, dachte Tooly, nicht, weil sie sie noch einmal lesen wollten, sondern weil die Bücher ihre Vergangenheit enthielten - die Struktur des eigenen Ichs an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit..." (S. 484 f.)



Ich bedauere es nicht, das Buch gelesen zu haben. Ich hätte es nur gerne lieber gemocht und weniger gekämpft... Anderen in der Leserunde gefiel das Buch ausnehmend gut, und ich gestehe, dass ich sie darum beneide.
Am besten, man macht sich selbst ein Bild davon!


© Parden






Tom Rachman, author of The Rise & Fall of Great Powers, photographed at The Paper Hound in Vancouver
Tom Rachman
Tom Rachman, geboren 1974 in London, hat zunächst im kanadischen Toronto Filmwissenschaft studiert und dann an der Columbia Universität in New York einen Master in Journalistik gemacht. Nach seinem Studium begann Tom Rachman für die Associated Press in New York zu arbeiten. Während dieser Zeit bereiste er verschiedene Länder, unter anderem war er längere Zeit in Indien und Sri Lanka. Später arbeitete er dann als Auslandskorrespondent und berichtete aus Italien, Japan, Südkorea, der Türkei und Ägypten.
Die berufliche Wende kam für Tom Rachman im Jahr 2006, als er sich dazu entschloss, eine Teilzeitstelle als Redakteur bei der Zeitung International Herald Tribune in Paris anzunehmen. So blieb ihm ausreichend Zeit, um seinen ersten Roman " Die Unperfekten" zu schreiben. Dieser erzählt die Lebensgeschichten verschiedener Menschen, die für eine englischsprachige Zeitung in Rom arbeiten. Insofern lässt Tom Rachman auch seine persönlichen Erfahrungen in das Buch mit einfließen.
Das Debüt von Tom Rachman sorgte für Furore: "Die Unperfekten" wurde in zehn Ländern zeitgleich veröffentlicht. In den USA erhielt das Buch einen der höchsten Vorschüsse, die in den vergangenen zehn Jahren für ein Debüt bezahlt wurden. Tom Rachman lebt in London und Rom.

►  Quelle

Sonntag, 9. November 2014

BlogPost Nr. 29: Messebesuch SCHRIFTGUT

Für mich ist diese, nennen wir sie mal Bücherbloggerei, reine Freizeitbeschäftigung. Warum sollte ich also nun unbedingt Buchmessen besuchen wie in Frankfurt am Main oder Leipzig? Eine Unmenge an Menschen, ein schier unglaubliches Angebot, von Fahrtstrecke und Zeit ganz zu schweigen. Nee, nee, nichts für mich. Bücher findet man beim Stöbern in diversen Buchhandlungen und im Internet, zum Beispiel in diversen Bücherblogs. Vielleicht auch mal über Facebook.

© KaratekaDD
Nun war ich doch auf einer Messe. Jedoch ist die SCHRIFTGUT durchaus eine Büchermesse, aber vor allem auch eine Messe rund um das Buch.Vom Buchbinden und Drucken, Gestaltung, Illustration, den Repräsentationen von Buchhandlungen Dresdens, Verlagen bis zu einzelnen Autoren reicht diese Messe, welche als Nachbar eine Parallelmesse bekommen hat, die SPIELRAUM. Eine schöne Möglichkeit für Eltern ihre Kinder zu bespaßen und doch ausdauernd in der "langweiligen" Messe nebenan zu verweilen. (Man tut der SCHRIFTGUT ja unrecht, denn es gab auch viele Angebote für Kinder.)


© KaratekaDD

© KaratekaDD
Darum darf natürlich das Erich-Käster-Museum hier nicht fehlen. Gehört doch Erich Kästner als gebürtiger Dresdner zu den "unsterblichen" Kinderbuchautoren, wenn ich das so mal sagen oder schreiben darf. Natürlich ist dieses außergewöhnliche Museum mit einem Stand präsent. In der Villa von Kästners Onkel Augustin ist das Museum untergebracht.
Überhaupt habe ich mich gefreut, dass viele Kinderbücher dargeboten wurden.

© KaratekaDD
Wer erinnert sich noch an Knabes Jugendbücherei? Der Knabe-Verlag Weimar bringt alte und neue Kinderbücher im "alter" Aufmachung heraus. Das ist nicht nur sehr schön anzusehen.





© Kathrin Maddox
Eigentlich zog mich vor allem ein Thema auf die SCHRIFTGUT und das war die Präsentation des Kinderbuches "Akis und Nibis Polarabenteuer". Auf den Markt kam ist erst vor wenigen Wochen. David Maddox und seine Frau Kathrin betreuten ihren eigenen Stand. David, der im Jahr 2013 ein Polarrennen zum magnetischen Nordpol mitmachte, hat doch ganz schnell die Möglichkeit für einen Stand auf der Messe erhalten.Sehr schön auch die Lesung aus dem Buch, die die Kinder Leonie (9) und Sascha (12) übernahmen, unterstützt von David, der seine Schaufel dabei hatte. Natürlich bekommt dieses Thema in den nächsten Tagen einen eigenen gebührenden Beitrag.


Quelle facebook
Quelle facebook
Ausschau gehalten habe ich auch nach einer Person, deren Anwesenheit
man doch unbedingt erwarten konnte. Die Bianca Raum, welche den Blog  
LITERATWO betreibt, ist unter den Literaturbloggern doch sehr bekannt. Dank Smartphon konnte ich auf ein "Fahndungsfoto" zurückgreifen, am Halstuch erkannte ich dann die freundliche Bloggerin, dabei lernte ich gleich noch die Josefine Gottwald  kennen. Dabei entstand dann gleich dieses Foto.

Josie ist eine Dresdner Fantasy-Autorin. Demnächst flattert sicher noch dieses Kinderbuch zum rezensieren bei mir ein, welches die Josi auf der Messe vorstellte.

© KaratekaDD
Am Ende des Tages war es mir noch vergönnt, einer Lesung des Autors Ralf Günther beizuwohnen, das ist der Kölner, welche einige historische Dresden - Romane geschrieben hat. (hier zum Beispiel).  Gelesen hat er aus DER DIEB VON DRESDEN, aus DIE TÜRKISCHE MÄTRESSE und aus JESUSMARIAUNDJOSEF, eine humorvolle "kölnisch - dresdnerische" Neufassung der Weihnachtsgeschichte. Ist ja bald wieder so weit. Mit dabei waren Katja Ertelt und damit auch ein ehemaliges Buchgesicht und Conni, beide lernte ich vor einem 3/4 Jahr auf einem Konzert eines Liedermachers (?) kennen und traf sie nun am Stand von David wieder.



Hängen geblieben bin ich auch eine Weile am Stand des Dresdner Buchverlages. Da stand der Historiker Hans Joachim Böttcher und erzählte mit wachsender Begeisterung von sächsischen Königinnen und Prinzessinnen. Über das Thema Rezensionsexemplare habe wir dort auch gesprochen. Dass so ein unbekannter Typ wie ich nicht gleich welche bekommt, kann man ja verstehen, aber mir wurden welche in Aussicht gestellt. Wozu gibt es denn e-Mail. (Da kann ich dann gleich noch etwas Werbung betreiben - Für den Blog natürlich)

Dafür hat es dann amStand daneben geklappt. Frank GOLDAMMER schreibt auch Romane über Dresden, bekannt geworden ist er durch Krimis. Vergessen habe ich, dieses "Geschäft" fotografisch zu dokumentieren. Dem konnte ich unter Hinweis auf die Bloggerei ein Rezensionsexemplar, den Krimi REVIERKAMPF, "abschwatzen", indem ich zusätzlich den mystischen (?) Dresden-Roman NEBELGEFLÜSTER erstand.

* * *

Was folgt nun daraus? Ein Besuch der SCHRIFTGUT wird wohl für das nächste Jahr ein unbedingt wahrzunehmender Termin.

© KaratekaDD


Montag, 3. November 2014

Eickhoff, Peter: 111 Orte am Niederrhein die man gesehen haben muss


Wo entschied sich Joseph Beuys, die Welt künstlerisch auf den Kopf zu stellen? In welcher Schifferkneipe begann eine Liebesaffäre, die ganz Europa erschütterte? Wo ging ein Autor erwartungsvoll ins Wasser und schrieb anschließend einen Bestseller? Auf welcher Wiese ragte der Arm des Jungen heraus, der bis heute museal bewundert wird? Wo wird die Macht am Niederrhein nostalgisch bekocht? Und wo ist der Deich, der allen Rheinwassern trotzte und nie brach? 111 Orte zwischen Wassenberg und Emmerich zeigen die Faszination der einmaligen Kulturlandschaft Niederrhein.












  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Emons, H J; Auflage: 3. Vollständ. überarb. (7. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897058154
  • ISBN-13: 978-3897058156









 EIN SCHÖNER EINBLICK IN LAND- UND ORTSCHAFTEN DES NIEDERRHEINS...

 




Na, was kann das schon sein, so dachte ich, als ich diesen Führer geschenkt bekam. Schließlich bin ich aufgewachsen am Niederrhein und nach Lehr- und Studienjahren auch dorthin zurückgekehrt. Was kann da schon noch kommen?
Und in der Tat: viele der vorgestellten Orte, Landschaften, kulturellen oder auch kulinarischen Stätten waren mir durchaus bekannt. Anderes jedoch noch nicht, und nach anfänglich skeptischem Blättern in diesem Führer blieb ich schließlich doch hängen und las ihn komplett, selbst wenn ich das Dargestellte bereits kannte.


"Geologisch gehört der Niederrhein zu den Niederlanden, und so ist es nicht verwunderlich, dass man an vielen Orten an Holland oder zumindest an etwas unbestimmt Holländisches erinnert wird (...), und es gehört zu den unergründlichen Geheimnissen und sperrigen Eigenarten des Niederrheins, dass man immer gegen den Wind fährt." (S. 114)


Oh ja. Das kann ich bestätigen. Nicht in den Ortschaften selbst, aber wenn es in die Landschaft hinaus geht, hat man auf dem Fahrrad eigentlich immer Gegenwind. Ein Phänomen, das für den Niederrhein ebenso gilt wie für die Niederlande, insofern hat der Autor schon recht! :)

Vorgestellt wird jeder Ort in diesem Buch auf einer Doppelseite, wobei die Information (Historisches und Aktuelles) jeweils auf der linken Seite verortet ist, rechts befindet sich ein Foto sowie die Adresse bzw. Anfahrtsbeschreibung. Eigentlich nicht schlecht gemacht, allerdings musste ich gelegentlich schmunzeln, beispielsweise bei der 'Adresse' des Reichswalds, das mit 5.000 Hektar größte Waldgebiet am Niederrhein...
Im Anhang befindet sich noch ein detailliertes Kartenmaterial, versehen mit den Nummern der vorgestellten Sehenswürdigkeiten, so dass man sich auch geografisch einen guten Überblick verschaffen kann.

Natürlich kann solch ein Führer nie wirklich alle Sehenswürdigkeiten aufzeigen, und so gebe ich den Kritikern recht, die bemängeln, dass der südliche Niederrhein hier kaum vertreten ist, während der nördliche Niederrhein überproportional dargestellt wird. Da ich aber am nördlichen Niederrhein geboren und aufgewachsen bin und auch heute wieder in diesem Gebiet wohne, stört es mich persönlich jetzt nicht so sehr.
Ebenso natürlich finde ich es, dass jeder Leser manche der vorgestellten Sehenswürdigkeiten nicht unbedingt als solche empfindet, vielleicht lieber andere vertreten gesehen hätte. Aber solchen Werken ist eben eine gewisse Beschränkung immanent, und als repräsentativ würde ich die Darstellung schon bezeichnen.

Abgesehen davon, dass jetzt etliche Post-Its die Seiten markieren, deren Tipps ich in naher Zukunft gerne aufgreifen würde, fand ich die eingestreuten Informationen über den Niederrhein durchaus auch spannend und für mich neu. Wer z.B. weiß, was wohl der 'Zonser Grind' ist? Oder 'Klein-Jerusalem'? Oder dass ein Haus in Kempen buchstäblich um die Ecke gebracht wurde - abgerissen und einen Straßenzug weiter originalgetreu wieder aufgebaut, um es erhalten zu können? Oder dass das Dorf 'Salmorth' danach benannt wurde, dass dort früher einmal Salme (Lachse) gefangen wurden - lange ist´s her...? Und überhaupt: damals. Wer weiß schon, dass am Niederrhein einst Tabak angebaut wurde?


"Der niederrheinische Tabak soll pur nicht so ohne Weiteres zu rauchen gewesen sein, weshalb man ihn gern zu Schnupftabak oder Kautabak verarbeitete. Beim Kautabak kam es auf die würzige Soße aus Rübenkraut, Kaffee und Rum an, mit der er durchzogen war." (S. 66)

Mmmmhm. Lecker... ;) Lecker wäre sicher auch der Käse vom Niederrhein. Wenn es ihn denn geben würde. Ein einziges Mal wurde der - durchaus erfolgreiche - Versuch gestartet, weshalb es sogar ein Käsedenkmal gibt. Aber weshalb sich die Käseherstellung in der Nähe zu den Niederlanden und bei exzessiver Viehwirtschaft  am Niederrhein letztlich nicht durchsetzte - niemand weiß, warum...

Insgesamt also ein Buch, das Lust macht, mal wieder auf Entdeckungstour zu gehen. Und der Fotoapparat muss mit!


© Parden











Um einen Einblick in die Region zu erhalten, hier die Videos 1-4 der sechsteiligen Reihe vom WDR:
Weiter Himmel, grünes Land - der Niederrhein






 








Peter Eickhoff arbeitet als Autor und Fotograf. Von ihm erschienen die Reiseführer »Historische Restaurants und Landgasthäuser am Niederrhein«, »Altstadt,Kö und Hafen« und »art&travel Düsseldorf«. Für »Cotta's kulinarischen Almanach« porträtiert er regelmäßig europäische Metropolen.


 Quelle Text und Bild




 

Sonntag, 2. November 2014

Aparain, Mario Delgado: Die Ballade von Johnny Sosa




Eines Morgens ist in dem kleinen Dorf Mosquitos einiges merkwürdig: Durch das Guckloch in der Mauer sieht Johnny Sosa nicht wie jeden Tag das geheimnisvolle Schattenspiel der Eukalyptusbäume, sondern eine lange Reihe grauer Militärlastwagen, und an Stelle der geliebten Musiksendung über sein großes Sängeridol Lou Brakley dröhnt Militärmusik aus dem kleinen Radio. Am Abend dann, in der »Bar«, in der die Männer nach der Arbeit ihren Schnaps trinken, ein paar Damen ihrem Gewerbe nachgehen, Johnny wie immer schwarz gekleidet, mit scheppernder Gitarre und mit viel Schmelz in der Stimme den Blues singt und mit seinem zahnlosen Lächeln die Damen begeistert, sind im Publikum ein paar Uniformierte, die ungute Stimmung verbreiten. Johnny legt sich mächtig ins Zeug und singt und spielt mit ganzem Herzen und ganzer Seele - vergeblich, die Stimmung bleibt gespannt. Fast noch schlimmer ist, dass der bewunderte Moderator von Radio Mosquitos sagt, Johnnys Musik und sein unverständliches Kauderwelsch seien schlicht entsetzlich.
Wie zum Trost macht ihm ein paar Tage später der Oberst der neuen Herren im Dorf ein verführerisches Angebot: Johnny bekommt neue, strahlend weiße Zähne und Gesangsunterricht, wenn er mit der »Negermusik« in der Bar aufhört und stattdessen »schöne Boleros« singt, vor großem Publikum, auf Festivals! Aber, überlegt Johnny, als der Zahnarzt Maß nimmt für die neuen Zähne, was ist eine Karriere als Hofsänger der Putschisten wert, wenn die Freunde nicht mehr zuhören, weil sie einer nach dem anderen ins Gefängnis wandern, abgeholt werden, verschwinden?

»Die Ballade von Johnny Sosa« ist ein großes kleines Buch über den Traum vom Ruhm, über die Menschenwürde, den Blues und die Schwierigkeit, im richtigen Moment nein zu sagen.




  • Broschiert: 116 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch (1998)
  • Übersetzung: Thomas Brovot
  • ISBN-10: 3596136768
  • ISBN-13: 978-3596136766
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,8 x 1 cm










 EIN ROMAN DER LATEINAMERIKANISCHEN WÜRDE...




  Ai nied tubi frie
wit juh ander de trie.
Bat aijam an only black man,
an only black man, an... ou, beiby.
(aus 'Melancholy on your Knees')


Das Thema ist eigentlich so ernst, wie es ernster nicht geht. Die Diktatur in Uruguay war sicher eine der grausamsten in Lateinamerika, das Land als 'Folterkammer Südamerikas' bekannt. Johnny Sosa aber begreift diese Zusammenhänge nicht, er bemerkt zunächst nur die Veränderungen, die ihn selbst betreffen. So gibt es beispielsweise die allmorgendliche Radiosendung über den amerikanischen Bluessänger Lou Brakley, sein Idol, plötzlich nicht mehr. Militärmusik sendet 'Radio Mosquitos' fortan.
Doch die Veränderungen greifen um sich, und Johnny Sosa, der große schwarze Bluessänger mit dem zahnlosen Lächeln beobachtet. Sieht, erkennt, versteht letztendlich. Längst hat er sich arrangiert mit den Herrschenden, ist zu deren Spielball geworden, soll seiner Musik abschwören und statt dessen 'genehmere' Lieder singen. Als Gegenleistung dafür erhält er Gesangsunterricht. Und neue Zähne. Doch ist das neue Lächeln wirklich seines?


Die Idee, ihm die Lust daran zu nehmen, zu sein, wie er sein wollte, war aus einer Feierabendlaune heraus entstanden, in einer Runde von Honoratioren, die es nun unternahm, ihn zu verwandeln (...), was Johnny aber erst durchschaute, als die Tragödie bereits nahe war und die Träume aufgehört hatten, das Dunkel seines Lebens zu erhellen.


Tatsächlich nicht viel länger als eine Ballade ist dieses Buch von Mario Delgado Aparain, voller subtiler Andeutungen, die Perfidität der Diktatur oft in einem Nebensatz zur Schau stellend. Dabei durchaus mit einem Augenzwinkern und durchsetzt mit trockenem Humor, dazu Johnny Sosas doch sehr eigenwilliges Englisch durchmengt mit einer durchaus zuweilen sehr poetischen Sprache - eine außergewöhnliche und interessante Mischung, die dem Leser da begegnet.


Denn wenn man nicht wie sie das Glück hatte, dass einem der Tango bereits an der Wiege gesungen wurde, dann war es nur natürlich, dass alles Leid im Leben, das jemals über einen kam, in einer anderen Musik aus dem Herzen brach.


Nun, bei Johnny Sosa ist es nicht der Tango und auch nicht der Bolero, der ihm innewohnt, sondern der Blues. Ein Lebensgefühl, das ihn begleitet in seinen Träumen, seiner Liebe, seiner Sicht der Dinge, seinen Entscheidungen. Und in der Mögichkeit, sich selbst letztlich treu zu bleiben...

"...der Roman der lateinamerikanischen Würde", so ist es im Nachwort zu lesen - und in der Tat lässt diese Ballade ihren Helden letztlich hocherhobenen Hauptes durch die Querelen der Diktatur schreiten.
Ein beeindruckendes kleines Werk...


© Parden







Mario Delgado Aparain wurde 1949 in Florida/Uruguay geboen. Während der Militärdiktatur musste er auf dem Land untertauchen. Für seinen Roman "Februarmond" hat er den Premio Internacional Alfaguara verliehen bekommen. Heute lebt er in Montevideo.

Quelle





Samstag, 1. November 2014

BlogPost Nr. 28: Zusammenfassung der Beiträge im Oktober 2014






Bunt ist nicht nur der Herbst. Auch unsere Beiträge im Oktober bieten wieder einen farbigen Reigen...





Gleich zwei neue BlogPosts machten den Anfang. Wie immer: unsere Neuerwerbungen im vergangenen Monat - BlogPost Nr. 24 - und die Zusammenfassung unserer Beiträge im September - BlogPost Nr. 25.
Ohne würde uns inzwischen wirklich etwas fehlen. Wir freuen uns darüber, dass wir diesen Einfall mit den BlogPosts hatten... :)))



                                                      * * *
Der Name deiner erstgeborenen Tochter. Das Gesicht deines Mannes. Dein Alter. Deine Adresse. Was wäre, wenn du dich an all diese Dinge nicht mehr erinnern könntest? Was wäre, wenn es kein Gestern mehr gäbe, sondern nur noch den Zauber einzelner Augenblicke?

Alzheimer und die Geschichte einer Familie - Rowan Coleman ist es gelungen, in EINFACH UNVERGESSLICH einen sehr authentischen Einblick in die Alzheimer-Erkrankung und ihre Bedeutung für die Betroffenen und ihre Umgebung zu vermitteln. Anne hat das Buch über weite Strecken berühren können...
                                                                                                  * * *

Dieses Buch stellte der Verlag PANINI COMICS zur Verfügung als Reaktion auf die Rezension eines anderen ► Buches. Comics als Geschichtsbücher sind für mich immer noch ein neues Medium. Dieses hier handelt von einer jüdisch - terroristischen Untergrundorganisation aus den 40ziger Jahren. der LECHI, welche unter anderem für den Mord am schwedischen UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte verantwortlich war. In schwarz-weiß gezeichnete eindingliche Geschichte, selbst "erzählt" vom Attentäter. Geschrieben und gezeichnet von Luca Enoch und Claudio Stassi. Interessant.
Rezension vom 03.Oktober 2014 (KaratekaDD)

                                                      * * *

In den letzten Monaten hat KaratekaDD mehrere Bücher zum Thema ►Palästina rezensiert und hier vorgestellt. Da lag es nahe, den Begründer des pokitischen Zionismus mal zu Wort kommen zu lassen. Zumindest aber auf sein Buch DER JUDENSTAAT zu verweisen. Theodor Herzl schieb dieses Buch Ende des 19. Jahrhunderts, resigniert hielt er es vor seinem Tod (1904) für überholt. Dass eine Menge seiner Ideen den Staat Israel heute ausmachen, erlebte er also nicht mehr mit. Ein durchaus bedeutendes Zeitdokument.

Rezension vom 04. Oktober 2014 (KaratekaDD)




                                                                                                  * * *
Anne hat wieder einen tollen Zufallsfund gemacht: ALLEIN UNTER SCHILDKRÖTEN von Marit Kaldhol.

Für mich ein ganz besonderes Buch, das mich auch noch lange nach dem Lesen beschäftigt, das nachhallt. Das Buch hat mich echt umgehauen, und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man mit einer wirklichen emotinalen Erschütterung fertig werden muss, wenn man sich für die Lektüre entscheidet...





                                                      * * *

Es kann nicht immer nur schwere Kost sein. Und so hat Anne denn auch zur Abwechslung eine seichte Wohlfühl-Lektüre gelesen, die zudem auch noch zu zwei der angestrebten Challenges passte...
DER SOMMER DER BLAUBEEREN von Mary Simses verschafft lt. Anne ein paar unbeschwerte Lesestunden...




                                                                                                  * * *

Ein neuer Roman von Jo Nesbø wird bei vorablesen.de angeboten. Das ist DIE LARVE ist der bereits neunte Band des norwegischen Erfolgsschriftstellers.
doch ein Grund, die bücher um den für deutsche Verhältnisse etwas seltsamen Kommissar Harry Hole aus Oslo wieder einmal rauszukramen.

                                                      * * *
Hinzu kommt etwas später noch die ebenfalls nicht ganz neue Rezension zum achten Band der Reihe LEOPARD




                                                                                                  * * *

Durch den Abschluss der Jahrhundertrilogie von Ken FOLLETT kam wieder einmal eine Autorenseite hinzu. FOLLETT hat es unbedingt verdient. STURZ DER TITANEN, WINTER DER WELT und KINDER DER FREIHEIT sind neben DIE SÄULEN DER ERDE und TORE DER WELT wirklich umfassende und beindruckende Werke.

* * *




Ein Gewinn bei Was liest du? überraschte Anne. Passend zur Buchmesse in Frankfurt, wo die Finnen im Mittelpunkt standen, erschien auch dieses Werk eines finnischen Schriftstellers: WINTERKRIEG.

Der Debütroman des finnischen Nachwuchsautoren Philip Teir beschäftigt sich exemplarisch am Beispiel einer Mittelschichtsfamilie mit der Fragestellung, weshalb es so schwierig ist, in der heutigen modernen Gesellschaft zu seinem Glück zu finden.

Mich konnte das Debüt leider nicht ganz überzeugen...



                                                      * * *

Ein außergewöhnliches Experiment wagte die Anne dann: DIE WAHLVERWANDTSCHAFTEN von Johann Wolfgang von Goethe als Hörbuch. Geht das überhaupt? Ja, es geht. Und es hat sogar gur gefallen... Obwohl der Roman nun über 200 Jahre alt ist, ist er dennoch interessant, beschäftigt er sich doch mit den Beziehungen der Menschen untereinander - die verlieren erfahrungsgemäß nie an Aktualität...


                                                           

                                                                                                  * * *
Im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin durfte Anne EIN ZUFRIEDENER MANN von Zoë Beck lesen. Eigentlich ist ihr Name eher aus dem Krimi- und Thrillergenre geläufig, aber sie kann auch Kurzgeschichten. Nach Annes Meinung nach jedenfalls...
Schön, was man oftmals durch Zufall entdeckt!







                                                      * * *
Anne beschäftigte eine Frage, die für Rezensenten nicht unerheblich ist: Sprache und Schreibstil - ist das eine Frage des Originaltextes oder doch eher eine Frage der Übersetzung? Sie hat sich nicht alleine mit diesem Thema beschäftigt, sondern mit Mitgliedern eines Bücherforums sowie mit dem Übersetzer PETER TORBERG darüber diskutiert... Und so viel sei verraten: es gibt durchaus kontroverse Meinungen zu diesem Thema!


                                                                                                  * * *
Anne kann es einfach nicht lassen. Wenn eine Challenge reizvoll klingt, muss sie einfach daran teilnehmen... Auch wenn das vielleicht nicht gerade auf das Verständnis ihrer Mitstreiter stoßen mag, liebt sie solche Herausforderungen, die das Salz in der Suppe im Leseparadies sind... :)
Diesmal hat sie sich entschieden, an der BÜCHER-DART-CHALLENGE teilzunehmen, die Ann-Bettina Schmitz von der ABS-Lese-Ecke veranstaltet. Sie startet am 01.10.2014 und endet spätestens am 31.08.2015. Der Einstieg ist jederzeit möglich!



                                                      * * *

Die eben erwähnte Bücher-Dart-Challenge lies mich aus irgendeinem Grund an eine ältere Rezension eies Romans von Michael Tietz denken: RATTENTANZ. Was passiert, wenn aller Strom und alle energie ausfällt in der Welt? Chaos. Beginnend in der Eifel bahnt sich eine Katastrophe an, welche am Ende nicht ganz in der Urgesellschaft mündet. Was Computerviren von Schuljungs so anrichten können, erfährt man in diesem spannenden Roman. Aber dystopisch würde ich ihn nicht nennen wollen.

Rezension vom 16. Oktober 2014


                                                                                                  * * *

Und wieder ein Buch, auf das die Anne durch Zufall stieß: 6 UHR 41 von Jean-Philippe Blondel. Eine Zugfahrt, die es in sich hat, ein kleines Kammerspiel mit vielen Untertönen. Trotz der melancholischen Note hat der Anne das Buch gefallen! "Eine Entdeckung", befand sie abschließend...







                                                      * * *
Manchmal liest die Anne auch gerne Lyrisches. Und Hermann Hesse sowieso. Weshalb also nicht einmal die Gedichte des Literatur-Nobelpreisträgers versuchen?
MUSIK DES EINSAMEN ist eine schöne aber melancholische Sammlung von Poesie, die am besten häppchenweise genossen werden sollte, befand Anne...





                                                                                                  * * *

Band 1 der Reihe um Harry Hole bietet erste Einblicke in dessen verschrobene Persönlichkeit. Der Alkohol spielt hier bereits eine große Rolle, aber hier ist Hole noch deutlich jünger als in den Bänden 8-10, die Anne witzigerweise zuerst las. Doch in DER FLEDERMAUSMANN von Jo Nesbø beginnt man zu ahnen, weshalb Harry Hole eben ist, wie er ist. Auch wenn Band 1 noch nicht die Stärke aufweist wie die letzten Bände der Reihe, macht der Einstieg doch schon Lust auf mehr...




                                                      * * *

Mit seinem neuen Roman DER ALLESFORSCHER landete Heinrich Steinfest erst auf der Longlist, dann auf der Shortlist des Deutschen Bücherpreises 2014. Ausschlaggebend für das Lesen dieses Romans waren für Anne jedoch die überzeugenden Rezensionen anderer Leser - Jury- und Leserurteile stimmen nicht in jedem Fall überein.
»Heinrich Steinfest ist ein Meister der skurrilen Sprachbilder und alltagsphilosophischen Exkurse.«, befand der Spiegel. Der Meinung kann sich Anne nur anschließen! Eine beeindruckende Lektüre, Fabulierkunst auf höchstem Niveau...


                                                                                                  * * *


KaratekaDD & PARDEN wurden gebeten, den Debütroman ALLES BLEIBT ANDERS von Siegfried LANGER zu rezensieren. Also, der Autor hat danach noch einige andere Romane geschrieben, die zumindest Anne alle kennt. KaratekaDD hat hier "sein" Debüt mit Siegfried Langer.
Uns lag ein fantastischer Roman mit historischen Fakten und ungeahnten Folgen vor, dessen Titel das Geschehen gut beschreibt wobei das Ende erstaunt und bis zuletzt irgendwie im Nebel bleibt.

Rezension vom  22.10.2014


                                                      * * *

DIE KLEINE SPINNE WIDERLICH lief der Anne zufällig über den Weg. Ein Bilderbuch für die Kleinsten hat Diana Amft da verfasst - bezaubernd vor allem durch die ansprechenden Bilder von Martina Matos, befand Anne...







                                                              * * *

TinSoldier präsentierte in der BlogPost Nr. 26 seinen Bücherstapel Nr. 04/2014 - wieder eine interessante Auswahl!








                                                      * * *


Im Rahmen einer Leserunde mit dem Autor durfte Anne dann noch DIE RACHE DER WALE lesen. Wolfgang Müller präsentiert hier eine gut recherchierte Geschichte, die eher in Richtung Jungendbuch geht, fand Anne. In jedem Fall spannend und unterhaltsam, dabei mit einem ernsthaften Hintergrund. Empfehlenswert!





                                                                                                  * * *
Eine bittersüße Gangsterkomödie las Anne zuletzt im Oktober. AM ENDE DES TUNNELS beruht auf der wahren Gegebenheit eines Tunnel-Bankraubs in Berlin im Jahre 2012/2013. Dr. Tobias Klatt hat sich eingängig mit dem Fall beschäftigt und auf dessen Grundlage einen fiktive Geschichte verfasst. Amüsant und wirklich nett für Zwischendurch, befand die Anne...







                                                      * * *