Donnerstag, 1. Februar 2018

BlogPost Nr. 114: Zusammenfassung der Beiträge im Januar 2018


Zu Beginn des Jahres hofften wir, wieder mehr Posts zu veröffentlichen. Themen gibt es genug, nur Zeit und Energie reichen nicht immer für die Umsetzung. Ob wir unser Vorhaben erreicht haben? Schaut selbst...




Wir starteten mit einem kleinen Ausblick: EIN NEUES JAHR! Statt einem Jahresrückblick gab es ein paar Gedanken zu den 365 vor uns liegenden Tagen, zu unseren Hoffnungen und Plänen. So steht im Mai beispielsweise schon unser fünfjähriges Jubiläum an. Unfassbar!


Anne stellte dann einen Erzählband der Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro vor: TANZ DER SELIGEN GEISTER. Den begehrten Nobelpreis erhielt die Schriftstellerin als "Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte", was sie bereits hier in ihrem Debüt eindrucksvoll unter Beweis stellt. Das verbindende Glied der 15 Erzählungen ist im weiteren Sinne der Abschied von der Kindheit, das Finden eines eigenen Weges. Besonders hat Anne der Schreibstil Munros beeindruckt: präzise, unsentimental und intensiv, dabei oftmals poetisch und melancholisch, zeitweise ironisch, immer aber durchzogen von einer tiefen Ernsthaftigkeit. Sicher nicht das letzte Buch der Autorin für Anne!


Anne ließ sich mit DAS LIED DES BLAUEN MONDES in die Stadt der Liebe entführen. Ein zauberhaft leichtes Buch hat Natalie Simon hier geschrieben, gefühlvoll aber nicht zu kitschig und mit einer gelungenen Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Humor und Spannung, aus Liebe und Musik. Viele französiche Texte (mit deutscher Übersetzung) erwarten den Leser hier und begleiten ihn durch den Roman, was die Stimmung auf angenehme Art färbt.Anne hat sich mit dem Buch jedenfalls sehr wohl gefühlt...


Auch Kinderbücher werden bei uns immer wieder gerne vorgestellt. Diesmal ist Anne auf einen Kinderkrimi gestoßen, und EISKALTE JAGD - EINE GANGSTERJAGD IM SCHNEESTURM von Hans-Rainer Riekers konnte sie überzeugen. Im Schnee auf Usedom, das ist ja schon etwas Besonderes, und wenn dann noch spannende Abenteuer warten, das kann ja nur gut sein. Trotz kleiner Kritikpunkte hat Anne jetzt Lust bekommen, noch mehr aus der Feder des Hobbyautors zu lesen...


Der nächste Beitrag gilt mal wieder den Romanen der Liselotte Welskopf-Henrich, denn der Palisander-Verlag hat DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN als Druckwerk neu herausgebracht. Damit ist der Verlag der vermutlich einzige, welcher beide Romanreihen der Autorin, die von den nordamerikanischen Ureinwohnern erzählen sowohl als eBook wie auch als gedruckte Version heraus gebracht hat.




Dies ist bereits der fünfte Band der CyberWorld-Reihe, und wieder hat sich Nadine Erdmann etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine komplette virtuelle Stadt, die Sightseeing vollkommen neu definiert, das hat schon etwas. Aber natürlich geht es hier in erster Linie wieder um die Abenteuer, die die sechs Freunde auch in BURNING LONDON erwarten. Actionlastig ist dieser fünfte Teil der Reihe, und tatsächlich gönnt die Autorin ihren Helden - und dem Leser - kaum einmal eine Atempause. Gut gefallen hat Anne unter anderem, dass in dieser Folge auch einmal die Kehrseite der Medaille beleuchtet wird - die möglichen Gefahren und Nachteile, die solch eine erweiterete Technologie wie die CyberWorld mit sich bringen kann. Bei aller Begeisterung, die die technischen Errungenschaften so mit sich bringen, wird hier doch deutlich, dass man nicht alles kritik- und gedankenlos hinnehmen kann und darf, und dass mit den zunehmenden Möglichkeiten auch das Gefahrenpotenzial steigt. Doch sind diese Themen nicht der Schwerpunkt der Handlung - es erwarten den Leser also keine philosophischen Grübeleien - sie sind vielmehr einfach der notwendige Hintergrund für ein überaus spannendes Jugendbuch mit authentischen und sympathischen Charakteren, die man am Ende gar nicht gerne ziehen lässt. Anne jedenfalls freut sich schon auf den sechsten und den abschließenden siebten Band!



Es war ein schönes Geschenk zum richtigen Zeitpunkt: Das Büchlein, welches nur sechsundzwanzig Zeilen zu sechsundzwanzig Bildern von Quint Buchholz enthält. Die Bilder sind sehr schön, sie fördern Tränen und Lachen. Immer wieder kann man sie sich ansehen.
Schwer zu rezensieren, hier der Versuch.


Einen Kurzgeschichtenband stellte Anne vor. HERRN MURMELSAMS FIEBERTRÄUME von Philipp Multhaupt beinhaltet 29 Geschichten / Fieberträume, die Anne alle gefallen haben. So unterschiedlich die Erzählungen auch sind, die fein geschliffene, bildhafte Sprache, die sanfte Poesie, die Liebenswürdigkeit in der Darstellung der Figuren, das ist allen Geschichten gemein. Anne jedenfalls hält Ausschau nach weiteren Werken des jungen Autors!


HERR JAKOB TRÄUMT von A.S. Dowidat ist ein schmales Buch, das jedoch nicht wirklich schnell gelesen werden will. Ein Buch, in das Anne gerne eingetaucht ist und bei dem sie feststellen musste, dass es nicht nur vom Entschleunigen schreibt, sondern auch das Lesen selbst entschleunigt. Ein Buch, das einen Kontrakpunkt darstellt zu unserer schnelllebigen Zeit und an das gemahnt, was uns wirklich gut tut: Achtsamkeit und Ruhe. Anne hat es jedenfalls genossen!


DER HECKENRITTER VON WESTEROS - Das Urteil der Sieben sind eigentlich drei Geschichten. in einem Band, die auch zu unterschiedlichen Zeiten veröffentlicht wurden, aber chronologisch zusammengehören. Angepriesen als die Vorgeschichte zu DAS LIED VON EIS UND FEUER. Nun ja.
Spannende Rittergeschichte mit Fantasy. Vom Großmeister George R.R. Martin. ► Hier geht es zur Rezension


Eine gemeinsame Buchbesprechung von Uwe und Anne gab es zum vierten Band um John Finch: DER ZERBERUS-SCHLÜSSEL. Anhand von 10 Fragen hangelten sie sich durch den neuesten Thriller von Gerd Schilddorfer und förderten viel Positives und leichte Kritik zutage. Letztendlich sind und bleiben aber beide Fan dieser Reihe und freuen sich schon auf Band Nummer fünf!


Uwe begab sich wieder einmal mit Sabine Ebert ins Mittelalter. DER JUNGE FALKE ist der zweite Band von SCHWERT UND KRONE. Mit dem Leben von Adela und Kunigunde sowie des fiktiven Ritters Christian schafft es die Autorin wiederholt, große Geschichte und die Lebensweise der hohen Fürsten bis zum niederen Adel, durch Christians Eltern bis in das Volk zu erzählen. Wiederum gilt hier, dass dadurch ein echter historischer Roman entsteht, nicht nur eine Abenteuer- oder Liebesgeschichte, die in das Mittelalter verpflanzt wurde und in jeder anderen Zeit hätte spielen können. Uwe war jedenfalls wieder einmal sehr angetan. ► Hier geht es zur Rezension


Zum Monatsende las Anne noch ein gefühlvolles Buch rund um eine trauernde Familie. NUR ZUSAMMEN IST MAN NICHT ALLEIN von Mike Gayle bietet eine schöne Mischung aus sehr emotionalen Szenen und Abschnitten, die dem Leben als solchem gewidmet sind, oftmals durchzogen von köstlichem Humor. Ein Roman, der eine Achterbahn der Gefühle bietet ohne dabei kitschig zu werden und der den Leser letztlich mit einem eher offenen Ende versöhnt zurücklässt. Für Anne ein angenehmes Leseerlebnis...