Donnerstag, 2. Februar 2017

BlogPost Nr. 87: Zusammenfassung der Beiträge im Januar 2017


Das Jahr begann wieder kunterbunt - wir lassen uns eben auf kein Genre festlegen...







Erneut starteten wir mit zwei BlogPosts zum Monatsbeginn. Nr. 84 zeigte unsere Neuerwerbungen im Dezember, Nr. 85 die Zusammenstellung unserer Beiträge im Vormonat. Wieder einmal eine bunte Mischung..




RUHRZASTER. Eine Fortsetzung oder auch keine. Uwe Wittenfeld meinte mal, es wäre keine. Ich meine, es ist eine. Eine Fortsetzung von MAUERZWILLINGE. Wieder ermitteln ein paar Freunde auch dem Ruhrgebiet und Sachsen, die der Tod eines MAUERZWILLINGS zusammengebracht hat. Diesmal gilt es, zwei IT-Spezialisten zu schützen, die meinten, dass sie, wenn sie schon Zugriff auf die Konten einer Schweizer Bank haben, auch was gegen deutsche Steuersünder tun können. sie geraten an einen, der dabei keinen Spaß versteht.
► Rezension Mauerzwillinge
► Rezension Ruhrzaster


Robert Harris. Um den schleiche ich schon lange herum. Gelesen hatte ich noch keines. Gelegentlich hab ich ihn mit Thomas Harris verwechselt. Nein, verwandt sind die beiden wohl nicht (Thomas Harris ist der Schöpfer von Hanibal Lecter) Von Robert Harris stammen die Geschichten VATERLAND und ENIGMA. Die Filme habe ich gesehen und nun, habe ich mal zugeschlagen.

Wer werd der vermutlich nächste Pabst? Etwas makaber, denn der Papst der hier vor dem KONKLAVE stirbt hat viel von Pabst Franziskus. Die Ränkespiele und die Wahlen: Nicht mehr und nicht weniger ist Inhalt des Buches. Einige Terroranschläge machen die Kardinäle zwar unruhig, aber sie werden einen Pabst wählen. Alle aussichtsreichen Kandidaten haben Macken. Und der Neugewählte? Wer als Pabst in das Konklave geht, kommt als Kardinal wieder heraus, heißt es ...
► Hier geht es zur Rezension


Anne stellt ein Highlight aus dem vergangenen Lesejahr vor. NACH HAUSE SCHWIMMEN war ein reiner Zufallsfund, und zukünftig will Anne bei der Bücherauswahl weiterhin auf ihr Bauchgefühl vertrauen. Rolf Lappert schildert hier die Notlage einer menschlichen Seele, doch gelingt es ihm dabei gleichzeitig stets, seinen unbeschwerten Erzählstil beizubehalten. Andere Rezensenten vergleichen Lapperts Stil mit dem von John Irving, doch da Anne immer noch kein Buch des Amerikaners gelesen habe, kann sie zu diesem Vergleich nichts sagen. In jedem Fall nahm Anne der melancholisch-heitere Ton der Erzählung gefangen, berührte sie vieles von dem, was sie da las, und Anne hätte seitenweise Zitate herausschreiben können, da viele der Formulierungen so unglaublich poetisch-kraftvoll waren.


Nach Uwe hat auch Anne endlich Band 3 um den Abenteurer John Finch gelesen. DER NOSTRADAMUS-COUP von Gerd Schilddorfer erschien in einem anderen Verlag als die ersten beiden, aber Anne hat sich gefreut, dass es endlich weiter ging mit der Reihe! Das filmreife Abenteuer punktete durch bildhafte Schilderungen - ein flüssiger Schreibstil und fiese Cliffhanger locken auch  dazu, immer weiter zu lesen. Dabei ist keine der 800 Seiten des Thrillers überflüssig - bis hin zu den Epilogen ist jede Zeile wichtig, um letztlich alles zu verstehen. Und auch wenn Anne mit solchen 'dicken Schinken' gewöhnlich so ihre Probleme hat - hier herrschte am Ende das Gefühl vor: oooh, schon vorbei.


TinSoldieres Zeichenblog(ck)
Eine neue Zeichnung steuerte TinSoldier für seinen Zeichenblog(ck) bei, denn Zeichnen ist neben Büchern ein weiteres Steckenpferd, dem er sich widmet. Wer seine bisher eingestellten Zeichnungen vergleicht, kann durchaus eine Entwicklung feststellen, wobei zu betonen ist, dass TinSoldier (nicht nur) in dieser Disziplin Autodidakt ist...


DER GAST IM GARTEN von Takashi Hiraide ist für Anne ein kleines Schmuckstück. Das schmale Buch über das flüchtige Glück des Daseins erscheint als Hardcover-Ausgabe in einer außergewöhnlich hübschen Aufmachung. Die Bilder von Quint Buchholz illustrieren die geschilderten Szenen vortrefflich und spiegeln deren klare Poesie. Für Anne  eine überaus gelungene Kombination.


Hörbücher vernachlässigt Anne auch im Jahre 2017 nicht. DAS HAUS, DAS IN DEN WELLEN VERSCHWAND ist das neueste Werk von Lucy Clarke. Einiges war etwas vorhersehbar, manche Passagen empfand Anne auch als langatmig. Doch insgesamt ist dies ein Roman, wo die latente Spannung meistens präsent ist und die überraschenden Wendungen zwischendurch für neuen Schwung sorgen. Trotz der gekürzten Fassung durchaus hörenswert, befand Anne.


Alte Schätze im Regal - dieses Werk gehört auf jedem Fall dazu. Ludwig Anzengruber hat sich dem Theater verschrieben, und so ist auch DER PFARRER VON KIRCHFELD ein Volksstück - vier Akte mit Gesang. 1870 entstanden, ist die Sprache gewöhnungsbedürftig - nicht nur altertümlich, sondern von breitestem Dialekt durchzogen, machte sie Anne das Lesen etwas schwer. Letztendlich waren die 159 Seiten jedoch recht rasch gelesen, und manche der angeschnittenen Themen sind auch heute noch aktuell.


Nicht abgesprochen, aber dennoch passend zum vorherigen Beitrag dann eine Buchbesprechung vom TinSoldier:
Ein Besuch am Geburtshaus des Schriftstellers Peter Rosegger inspirierte TinSoldier zur erneuten Lektüre der Lausbubengeschichten vom Waldbauernbuben, die in dem Buch Waldheimat gesammelt sind. Die Geschichten Roseggers haben autobiografischen Charakter, sind mithin keineswegs frei erfunden. Und lesenswert sind sie allemal - auch heute noch!


DAS BÖSE KOMMT AUF LEISEN SOHLEN ist ein eher unbekanntes Werk von Ray Bradbury. Ein Buch voller Symbolik und Allegorien, das nicht immer einfach zu lesen ist, das aber den Leser fordert, in die Abgründe hinter den Zeilen einzutauchen. Eine ürberaus bildhafte und metapherschwangere Sprache, doch gleichzeitig ein immer wieder anschwellendes Grauen, das einem da den Rücken hochkriecht. Anstrengend, letztlich aber lohnenswert. 'Fahrenheit 451' von Bradbury möchte Anne in jedem Fall noch lesen!


Mit WIR FANGEN GERADE ERST AN von Catharina Ingelman-Sundberg hoffte Anne, auf ein unterhaltsames Buch mit viel Seniorenpower, mit Charme und Witz, schwungvoll und bissig und mit dem Esprit der Geschichten eines Jonas Jonasson oder dem Wohlfühlcharakter der Romane eines Fredrik Backman zu stoßen. Doch dem Roman merkte man das Alter seiner Charaktere an: Unterhaltung mit Längen, teilweise eher lahme Dialoge, eine von zu vielen Zufällen geprägte Handlung und alles in allem eine zu bemüht und konstruiert wirkende Erzählung. Da bleibt noch Luft nach oben - und Anne möchte demnächst gerne testen, ob der zweite Band um die Seniorengang hält, was sie sich davon verspricht...


SCHWIMMEN ist der Debütroman von Nicola Keegan und verdeutlicht sehr ausdrucksstark, welche Bedeutung das Schwimmen für den Hauptcharakter hat: es bietet Halt im Leben, eine Welt, in der nichts anderes existiert als der Rhythmus der Bewegungen, in der Sorgen ausgeschaltet und von Erschöpfung überlagert werden, ein Abtauchen aus dem Leben, ein Übersetzen der Gefühle in gerichtete Energie - alles ist erträglich, solange es diese Welt gibt. Dieses Buch fand Anne außergewöhnlich,wortgewaltig und gefühlsstark - jedoch teilweise düster und nicht immer leicht zu lesen...


Es gibt schon einen aktuellen Grund, warum diese Graphic Novel von Heiner Lünstedt und Ingrid Sabisch jetzt gerade hier im Blog besprochen wird. Auch dieser wird ausführlich dargestellt. Hauptsächlich aber geht es um Sophia Magdalena Scholl, die als Mitglied der Weißen Rose im Februar 1943 in München unter dem Fallbeil sterben musste. Es waren junge Leute, die sich der Konsequenzen ihrer Handlungen gegen das Regime der Nationalsozialisten sehr wohl bewusst waren. Das genau gezeichnete Buch zeigt den Weg der jungen Frau unter Bezugnahme auf ihren Briefwechsel mit ihrem älteren Freund, dem Offizier Fritz Hartnagel.  ► lest selbst


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