Donnerstag, 29. September 2016

Herrndorf, Wolfgang: Tschick

"Tschick" 
heißt der Roman des Autors Wolfgang Herrndorf, der meiner Meinung nach  Kultpotential hat.
Die Verfilmung des Buches wird am 15.09.2016 in die Kinos kommen.
Den Film werde ich mir auf jeden Fall ansehen.
Momentan aber lese ich mit Genuss das Buch:
Es ist mal wieder eine wunderschön gestaltete Ausgabe der Büchergilde Gutenberg, die in edler Aufmachung als Reisetagebuch daherkommt.
Edel wirken in der Tat sowohl das Lesebändchen, der schön gestaltete Einband und die tollen Illustrationen von Laura Olschok. Das eher kleinformatige Bändchen (12 x19 cm) besitzt einen dreifarbigen Rundumfarbschnitt und ein Gummibändchen zum Verschließen wie ein richtiges Notiz- oder (Reise)Tagebuch.
Also alles in allem schon mal ein Kleinod für den Bücherschrank, ein wirklich liebevoll gestaltetes Buch, dass man gern anschaut und noch lieber in die Hand nimmt.
Wer seine Nase zwischen die Seiten dieses Buches steckt, der atmet sofort das verführerische Aroma von Papier, Druckerschwärze, gestalterischer Kunst und guter Literatur.
Toll, was schöne Bücher in uns wecken können.
Und der Inhalt?
Der hält, was der Einband verspricht!
"Da muss ich strahlkotzen!"
Sätze wie dieser sind es, die mich immer wieder zum Schmunzeln bringen. Eine erfrischend jugendliche Sprache, die sehr authentisch, aber nicht ordinär daherkommt.
Wohlgemerkt: Jugendliche Sprache, nicht aber Jugendsprache.
Denn:
Gott sei dank verzichtet der Autor vollkommen auf billige Effekte.
Soll heißen:
Jugendsprache (auch Kiezdeutsch, Kanakspraak) ersetzt hier eindeutig nicht die gute Story.
Gute Literatur eben, die eigentlich rezeptpflichtig sein müsste, weil sie süchtig machen kann!

"tschick ist einer, mit dem man seinen Sohn nicht unbedingt befreundet wissen will. Kaum neu in der Klasse kommt Andrej Tschichatschow, so der volle Name, betrunken zum Unterricht. Und ist er wirklich bei der Russenmafia, wie einige Mitschüler vermuten? Maiks Eltern kümmern sich nicht um den Umgang ihres Sohnes – oder ihren Sohn. Die Mutter hat mit ihrem Alkoholproblem zu kämpfen, der Vater verabschiedet sich auf Geschäftreise mit seiner Geliebten. Dann sind Ferien und Tschick taucht unverhofft mit einem „geliehenen“ hellblauen Lada bei Maik auf. Er will in die Walachei, zu seinem Großvater. Ohne einen Plan (und einen Schimmer, wo eigentlich die Walachei ist), fahren die beiden los. Das ist der Beginn einer wunderlichen Freundschaft und eines Roadtrips durch Deutschland, der Millionen Leser, Hörer und Zuschauer begeistert hat. "
Quelle: https://www.buechergilde.de/detailansicht/items/tschick_168308.html


Fazit: Ein ausgezeichnetes Jugendbuch!



Wolfgang Herrndorf
tschick
Roman, 272 Seiten
Illustrationen von Laura Olschok

Ausgabe der Büchergilde Gutenberg:
Gestalterpreis der Büchergilde 2016
Lesebändchen, farbig, fester Einband, bedruckt, mit 22 Illustrationen und einer Nachbemerkung der Illustratorin, Hardcover mit Gummiband, dreifarbiger Rundumfarbschnitt, Format 12 x 19 cm, 288 Seiten.
Preis für Mitglieder 22,95 €
Die Originalausgabe ist erschienen bei Rowohlt, Berlin, 2010


1 Kommentar:

  1. Vielleicht hätte ich mir statt DIE GLORREICHEN SIEBEN diesen Film ansehen sollen.

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