Mittwoch, 10. August 2016

Gricksch, Gernot: Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande



Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande ist eine bunte Chronik der letzten vierzig Jahre, ein Buch über echte Freundschaft und große Liebe, eine Bestandsaufnahme der Fragen, die uns alle irgendwann im Leben einmal bewegen - und ganz nebenbei ist Gernot Grickschs Roman zum Weinen schön und zum Lachen lustig!

(Klappentext Verlagsgruppe Droemer Knaur)

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (1. Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426618923
  • ISBN-13: 978-3426618929











 ÜBER FREUNDSCHAFT UND MEHR...





Sofort nach der Geburt ihres Sohnes sprang Piets Mutter auf, um den Vater zu suchen, der sich in einer Toilette eingesperrt hatte. Und Piet? Der blieb im Kreißsaal liegen und dachte erstaunt: »War's das schon?« Die gleiche Frage stellt er sich vierzig Jahre später am Grab eines seiner besten Freunde; er erinnert sich an Prickel Pit und Schlaghosen, Miami Vice und Startbahn West, den ersten Kuss und die letzte Gehaltsabrechnung. Und Piet denkt an vier Jahrzehnte mit seinen besten Freunden - kurz: an die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande...


"Als die sinnlose Rede vorbei ist, treten wir ans Grab. Den Kübel mit Sand ignorieren wir. Wir werden unseren Freund nicht mit Dreck bewerfen. Stattdessen legen wir alle gleichzeitig, als hätten wir es wochenlang geübt, den Kopf zurück. Und dann spucken wir in hohem Bogen unsere Kirschkerne in das Grab. Der Pastor funkelt uns wütend an. Doch was weiß der schon."


An seinem 40. Geburtstag steht Piet am Grab seines Freundes. Zum Begräbnis sind auch die anderen Freunde aus Kindheitstagen erschienen Alle im Jahr 1960 geboren und von Kindesbeinen an miteinander verbunden. 'Die Kirschkernspuckerbande' wurden sie seinerzeit genannt:  Piet, Sven, Petra, Susann, Bernhard und Dille. Und auch wenn sich ihre Leben im Laufe der Jahrzehnte auseinanderentwickelt haben - die Freundschaft blieb.

Piet lässt die vergangenen gemeinsamen 40 Jahre Revue passieren, und da ich im selben Jahrzehnt geboren wurde wie die sechs Helden, war das wie eine Reise durch meine eigene Kindheit und mein Leben. Ereignisse, die ich längst verdrängt hatte, politische Bewegungen, besondere Augenblicke kamen wieder zum Vorschein, Gegenstände, Ausdrücke, Mode und Musik im Wechsel der Jahre - ein herrliches Wiedertreffen!
Die Beschreibung der Freundschaft unter den sechsen mit allen Höhen und Tiefen, Krisen und freudige Ereignisse im Leben der verschiedenen Charaktere - alles glaubwürdig geschildert, herrlich unpathetisch und unsentimental, und doch auf ganz eigene Art berührend. Sechs Leben im Zeitraffer, so anschaulich, so lebendig, so normal, so nachvollziehbar beschrieben, dass man fast meint, man würde dazugehören. Und keine einzige Seite des Buches ist langweilig.

Das Buch war ein Zufallsfund, und ich bin begeistert. Natürlich sollen sich auch jüngere Leser über das Buch freuen können - aber ich glaube doch, dass es vor allem die Leser meiner Generation sind, die das Buch in erster Linie anspricht.

Irgendwo las ich mal: 'Haben Sie schon ein Lieblingsbuch? Nehmen Sie einfach dieses!' Nun, eines meiner Lieblingsbücher ist dieses hier nun ganz gewiss...


© Parden












Die Verlagsgruppe Droemer Knaur schreibt über den Autor:

Gernot Gricksch, geboren 1964, ist Kolumnist, Kinokritiker und Autor von Romanen, Sachbüchern und Drehbüchern. Er ist einer der meistverfilmten deutschen Autoren und lebt mit seiner Familie in Hamburg. Gernot Gricksch versteht es wie kaum ein anderer deutscher Unterhaltungsautor, sein Publikum zum Lachen zu bringen, zu Tränen zu rühren und dabei so einiges über das Innenleben von Männern zu verraten, was »echte Kerle« nur zu gerne für sich behalten und viele Frauen gerade deswegen hochspannend finden. Zu Gernot Grickschs größten Erfolgen gehören »Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande« und »Freilaufende Männer«. Sein Roman »Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe« wurde 2006 mit dem Literaturpreis DeLiA als bester Liebesroman des Jahres ausgezeichnet, die eigene Drehbuchadaption mit dem Norddeutschen Filmpreis und dem Bayerischen Filmpreis. Nach »Freilaufende Männer« wurde 2012 der Roman »Das Leben ist nichts für Feiglinge« mit Wotan Wilke Möhring verfilmt.

übernommen von der Verlagsgruppe Droemer Knaur

Kommentare:

  1. Ein toller Zufallsfund, in die Zielgruppe passe ich auch. Das Buch könnte mir auch gefallen �� Liebe Grüße, Renie

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    1. Wie schön, Dich hier zu lesen, Renie! :) Ja, ich könnte mir gut vorstellen, dass Dir das Buch auch gefallen könnte... Liebe Grüße, Anne

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  2. Das hört sich gut an, Anne. Bin zwar etwas jünger, aber gehöre wohl auch noch in die Zielgruppe. Deine Tipps sind bisher immer gut gewesen, höre gerade den neuen von Jonas Jonasson und amüsiere mich köstlich, danke!
    liebe Grüße, Tina

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    1. Auch schön, Dich hier wiederzulesen, Christina! :) Ich glaube, unser Lesegeschmack ist ziemlich ähnlich. Von daher könnte ich mir gut vorstellen, dass das auch ein Buch für Dich sein könnte. Viel Spaß weiterhin mit Jonas Jonasson! Liebe Grüße, Anne

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  3. DAS muss ich lesen. Du kannst es gleich in ein Päckchen packen. ;)

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    1. Zufallsfund bedeutet in diesem Fall: im Regal meiner Freundin gefunden. Ups. Da wird es wohl nichts mit dem Päckchen, lieber Uwe... :)

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  4. Welch Glück. Muss ich eins weniger lesen;)

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  5. Und nun habe ich doch eins bekommen.

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