Samstag, 15. August 2015

Wark, Kirsty: Der Gesang der Wellen nach dem Sturm

Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran, im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. 
Kurze Zeit später erlebt Martha die Über­raschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran vermacht.


  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung Sonja Rebernik-Heidegger
  • ISBN-10: 3426515172
  • ISBN-13: 978-3426515174
  • Originaltitel: The Legacy of Elizabeth Pringle
















EINE NETTE SOMMERLEKTÜRE...





Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran, im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. Kurze Zeit später erlebt Martha die Über­raschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran vermacht. Da Anna krank ist  und kann ihr Erbe nicht antreten kann, beschließt Martha, sich selbst auf den Weg zu machen. Sie fährt nach Arran - auf die sturmumtoste Insel, auf der sie früher als Kind mit ihrer Mutter so glückliche Tage verbracht hat. Martha verliebt sich sofort in das Haus, das voller Geheimnisse um die vorherige Besitzerin ist. Wer war Elizabeth Pringle, und warum hat sie ihr Haus ausgerechnet Anna vermacht?


"Ich sitze hier am Fenster und schreibe. Doch es ist nicht das Schreiben selbst, das mich ermüdet, sondern die Intensität der Erinnerungen."


Erzählt wird der Roman aus der Sicht zweier Frauen: der alten Elizabeth Pringle, die am Ende ihres Lebens ihre Memoiren schreibt und so dem Leser nach und nach Einblick in ihre Vergangenheit gewährt - und von Martha, einer Frau, die sich nach einer gescheiterten Beziehung um ihre demenzkranke Mutter kümmern muss und ein wenig orientierunglos durchs Leben gleitet. Als Martha beschließt, sich um das Haus auf der Insel zu kümmern, damit vielleicht ihre Mutter Anna dort mit ihr ihren Lebensabend verbringen kann, lernt sie auch die Bewohner der Insel kennen - und mit deren Erinnerungen auch Elizabeth Pringle, deren Geist noch in den Räumen des kleinen Häuschens zu schweben scheint.



"Ich bin nun beim letzten Kapitel meines Lebens angelangt. Und mein Herz fühlt sich so schwer an wie ein Stein. Doch ich kann es nicht länger hinauszögern..."

Klar ist, dass da womöglich mehr als ein Geheimnis gelüftet werden muss. Die Tatsache des überraschenden Erbes wirft die Frage auf, was die alte Elizabeth Pringle zu diesem Schritt bewogen haben könnte. Und stets umgab die alte Frau ein geheimnisumwobener, einsamer, auch niedergedrückter Zug, der sich erst am Ende des Romans wirklich erklärt.

Die Erzählung plätschert recht angenehm vor sich hin - sie besitzt keinen hohen Spannungsfaktor, aber durchaus interessante Figuren. Für meinen Geschmack hätte es gerne spannungsreicher sein dürfen, aber für laue Sommerabende ist dieser Roman ein harmloses und unterhaltsames Lesevergnügen.  Der Schreibstil ist angenehm und leicht und schaukelt einen auf leisen Wellen durch das Geschehen. Die Geschichte strahlt eine Ruhe aus, die sich letztlich auch auf den Leser überträgt.

Ein nettes, wenig spannendes Lesevergnügen, das  mit einer Familiengeschichte ein paar angenehme Stunden bereitet.


© Parden













Kirsty Wark wurde 1955 in Dumfries/Schottland geboren. Sie arbeitet als Journalistin undgehört in Großbritannien zu den bekanntesten TV-Moderatorinnen. Kirsty Wark ist mit dem TV-Produzenten Alan Clements verheiratet, mit dem sie einen Sohn und eine Tochter hat. DER GESANG DER WELLEN NACH DEM STURM ist ihr erster Roman.
Quelle Text und Bild







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