Donnerstag, 24. Juli 2014

Okute Sica, John: Das Wunder vom Little Bighorn


Immer wenn ich in den letzten Monaten an JOHN OKUTE SICA dachte, fiel mir natürlich ein, dass ich nun endlich einmal dieses Buch rezensieren müsste. Fast gleichzeitig kamen mir auch zwei Figuren in den Sinn: Da ist zum einen natürlich Inya - he - yukan der Alte, oder Harry Okute aus ► DAS BLUT DES ADLERS [1], und dann der junge Lakota GEORGE aus ►INTO THE WEST.

Ein wenig ähneln sich die Geschichten der Jungen GERORGE und JOHN. GEORGE wurde auf Geheiß seines Großvaters auf die CARLISLE INDUSTRIAL SCHOOL gesendet. Mit anderen Indianerkindern sollte er nach dem Willen des Schulleiters zum Amerikaner „assimiliert“ werden und seine Kultur und Gebräuche vergessen. GEORGE lernt das Stellmacherhandwerk und Lesen und Schreiben, seine Lehrerin schenkt ihm zum Abschied eine Schreibmaschine. Diese „Indianergeschichte“ ist sehr anschaulich in der 5. Episode WISSEN IST MACHT der Miniserie beschrieben.

John OKUTE SICA wurde 1890 geboren, also im Jahr des Massakers der US-Armee an den Lakota - Indianern am ►WOUNDED KNEE, einem Ort in der Lakota – Reservation PINE RIDGE. OKUTE SICA bedeutet so viel wie „Schwer zu treffen“, der indianische Name von John lautet WOONKA-PI-SNI, was so viel wie „Wurde nicht niedergeschossen“ ausdrückt. Vielleicht war das ein Hinweis auf das Verbrechen da am „Verwundeten Knie“. Auch John besuchte eine solche INDUSTRIAL SCHOOL, lernte das Zimmermannshandwerk und natürlich Lesen und Schreiben. Ausgestattet mit diesen Kenntnissen wurde er Schriftsteller: Er schrieb die Geschichten seines Volkes auf. Anfang des 20. Jahrhunderts hat dies natürlich Seltenheitswert.

Es mag unüblich sein, dass man die Rezension eines Buches mit der Geschichte des Autors beginnt, über den noch manches zu sagen sein wird. An dieser Stelle muss ich nun gleich noch  auf zwei weitere Autoren eingehen: Auf ► Liselotte Welskopf-Henrich und Dr. Frank Elstner [2]. Verbunden sind diese beiden auf eine gewisse Art und Weise durch diesen alten Lakota – Indianer, welcher im Jahre 1963 starb. Wenige Monate vorher durfte die Althistorikerin und Professorin an der Humboldt – Universität Berlin, Liselotte Welskopf-Henrich, den Alten kennen lernen.

„Ich saß - in voller Einsamkeit und Abgeschiedenheit - bei dem Ältesten und Häuptling John Okute. Er stand am Ende seines Lebens; langsam sprach er und wog jedes Wort. Die Männer, unter denen er aufgewachsen war, hatten Ta-shunka-witko und Tatanka-yotanka noch gekannt. Er hat es von klein auf geliebt, den Alten zuzuhören und aus der Geschichte und den Mythen der Dakota alles zu erfahren, was er nur erforschen konnte. Daher trug er als Kind schon den Spitznamen »Alter Mann«. Er wußte viel, und sein gan­zes Denken und Leben gehörte den Dakota. Ich lauschte auf das, was er mir zu erzählen hatte, während ringsumher der Wind um Bäume und Gräser strich und der Himmel sich blau über der immer noch einsamen weiten Prärie wölbte. 

Biografie
John Okute war freier Rancher gewesen, bis er sich in seinem Alter zurückzog. Seine Blockhütte stand zwischen Wiesen, Busch und Wald. Weit konnte er über das einsame Land schauen. Er freute sich an Kindern und Enkeln, die gesund heranwuchsen und in deren Ranchhaus ich zu Gast sein durfte. Wenige Monate, nachdem ich bei ihm gesessen und auf seine Worte gelauscht, seine Niederschriften gelesen hatte, ist er gestorben, verehrt und betrauert von allen India­nern, die ihn gekannt haben.

Die Witwe John Okutes gab mir das Manuskript, in dem er aufgezeichnet hat, was ihm wichtig und überliefernswert erschien.“
[3]


So schrieb sie in einem Aufsatz [4], welcher dem hier zu besprechendem Buch voran gestellt ist. Welskopf - Henrich hatte durchaus vor, das Manuskript zu veröffentlichen, jedoch fand sie dafür wohl keinen Verleger. Den Aufsatz verwendete Dr. Frank Elstner als Vorwort für dieses Buch. Natürlich, was sonst, könnte man sagen. Denn der Palisanderverlag hatte im Jahr 2009 das Werk DAS BLUT DES ADLERS der im Jahre 1979 verstorbenen Schriftstellerin neu aufgelegt. [5]

Durch diverse Artikel und Internetrecherche kannte ich diesen Text der Autorin, aber erst durch die umfangreichen Anhänge der einzelnen „Adler-Bücher“ wurde ich richtig auf John OKUTE SICA aufmerksam, dem Welskopf-Henrich in der Figur des Harry Okute in ihren Romanen ein Denkmal setzte.

* * *
Dr. Elstner, der das Buch nicht nur heraus gab sondern auch übersetzte, geht in der Einleitung zu diesem Buch auf die Geschichte der Lakota ein und erklärt dem geneigten Leser, in welchem Umfeld der schreibende Indianer aufwuchs. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die kleine Gruppe von Lakota, die nach der Flucht in Richtung Kanada in den Wood Mountains blieb und dort sesshaft wurde, denn unter diesen war der Vater des John Okute. [6] Elstner erzählt die Lebensgeschichte des Autors und erläutert anschließend, wie es in Wood Mountain heute aussieht. [7] Im Jahre 2008 gaben die Nachfahren des John OKUTE SICA ihr Einverständnis für dieses Buch. [8]  Dr. Rudolf Welskopf, der Sohn Liselotte Welskopf-Henrichs, übergab das Typoskript der Erzählungen des indianischen Autors dem Palisanderverlag. [9] Und so schließt sich ein sehr spannender und informativer Kreis.

* * *
Das Buch hat vier Abschnitte oder Kapitel. Im ersten Kapitel, DIE WELT DER ALTEN LAKOTA, erzählt Okute Sica von der heiligen Pfeife, den Tänzen der Indianer, der Bedeutung der Büffel als ihrer Lebensgrundlage, der Bedeutung der Federkrone und wie die Lakota Bildernachrichten schrieben.

Die Hauptgeschichte aber handelt von MAIDEN CHIEF. Mit diesem Text, so Frank Elstner in der Einleitung, hat der Autor wohl den ersten Kurzroman der Sioux geschaffen. Die Geschichte handelt von einer jungen Frau, die sich in einen Krieger verliebt und diesem dann auf einen Kriegszug folgt. Die Geschichte zeigt sehr schön auf, welche kriegerische Züge kleine Trupps von Kriegern unternahmen und auch, dass diese sehr lange andauern konnten und sie ihre Stammesgruppe bei der Rückkehr erst suchen mussten. Auch gab es Gruppen, die mehr tausend Angehörige aufwiesen. [10] Eine Ansammlung solcher Größenordnung hatte ich höchstens am Little Bighorn vermutet, kurz vor der bekannten Schlacht im Jahr 1876.


Buchseite 199
Der Sieg der Sioux – Indianer am Fluss des Kleinen Dickhornschafes war der letzte große Sieg. Im Stil einer Reportage könnte man sagen, schildert der Autor diesen Kampf zwischen den vereinigten Stämmen unter Tatanka-yotanka und Tashunka-witko und der 7th. Cavallry unter George Armstrong CUSTER. Ein Sieg, der den Untergang des freien Prärie –Indianers endgültig einleitete. Interessant dabei ist, dass Okute Sica die Geschichte eines bei den Indianern lebenden Negers AZÉ mit aufgenommen hat. Dies war vielleicht selten, aber auch Welskopf-Henrich hat eine solche ►Episode in Gestalt von Vater (Fremde Muschel) und Sohn (Tschapa Kraushaar) in DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN verarbeitet. [11]

Im Bericht erklärt er auch, dass er die Aussagen mehrerer beteiligter Krieger verwendet hat. Den Ausgang der Schlacht bezeichnet er als DAS WUNDER VOM LITTLE BIGHORN, weil die Sioux, hauptsächlich mit Pfeil und Bogen und wenigen Gewehren gegen hochgerüstete reguläre Armeeeinheiten antraten und gewannen. [12]

Okute Sica äußert sich auch in Anmerkungen zu seinen Texten:

„Anmerkung

Die Geschichte von Samsons Sieg über die Philister wurde in der Bibel überliefert. Die Sioux besaßen keine Schrift. Somit gibt es keine schriftliche Überlieferung ihrer Siege und Niederlagen. Wir, ihre Nachkommen, kennen nur noch Bruchstücke der Tradition. Tatsächlich sind wir modernen Sioux bloß ein Schatten unserer Vorfahren. Wir haben sogar die schönsten Tugenden unserer einst so stolzen Rasse verloren, wie Aufrichtigkeit, Freigebigkeit, Tapferkeit und Gottesfurcht. - Ich selbst habe Sioux kennengelernt, die die Geschichte ihres Volkes falsch überliefert haben, um auf diese Weise zu Geld zu kommen...“
[13]

Der Hinweis auf die Bibel mag verblüffen, aber Okute Sica war Christ und in der Lage, die mit indianischem Glauben und indianischen Traditionen in Einklang zu bringen. [14] Auch an diesen Zeilen kann man den Einfluss auf den Roman DAS BLUT DES ADLERS erkennen.


Quelle
Wiederum sehr interessant sind die Ausführungen zu Tashunka-witko, bekannt auch unter dem Namen Crazy Horse. Okute Sica hat den Häuptling beschrieben. Er soll nie Farben oder Federn getragen haben. Okute Sica beschreibt ihn als Krieger, Kämpfer, Häuptling und dass der Ermordete an einem geheimen Ort begraben wurde. Ebenso erwähnt er das 1948 begonnene Monument. [15] Dieses ist noch immer nicht fertig, für den Bau werden weitere 10 Jahre veranschlagt.



Im Abschnitt NEUE ZEITEN erzählt der Autor auch von einer Frau namens Ité-ská-wí. Liselotte Welskopf-Henrich verwendete dien Namen dieser Frau im fünften Band des Zyklus DAS BLUT DES ADLERS, ►Das Helle Gesicht. Diese Frau wurde einmal sehr krank. Der Medizinmann, der sie heilte, verlangte von ihrem Mann, dass er dessen Liebstes als Lohn für die Heilung mitnehmen wolle. Dies versprach der Krieger. Dies war eine Prüfung, denn der Geheimnismann hatte dies nicht vor. Ité-ská-wí kam übrigens von den Wood Mountains in die Pine-Ridge-Reservation zurück. [16]

Die Geschichte HANTA erzählt von einer Hündin und auch davon, dass die Feindschaft zwischen den Stämmen der Prärieindianer auch im späten 19. Jahrhundert und auch in den Wood Mountains immer noch gegenwärtig war.

Okute Sica erzählt anschließend vom Ende Sitting Bulls aus der Sicht der Sioux und darüber, dass die Ermordung Tatanka – yotankas nichts mit der Geistertanzbewegung im Jahr 1890 zu tun hatte sondern damit, sondern weil der Geheimnismann „nicht müde [wurde], den Raub des Indianerlands in den Black Hills durch die Weißen anzuprangern. Das war der Grund, aus dem man nach einem Vorwand suchte, sich seiner zu entledigen.“  [17]

In welche Gegensätze die ehemaligen Büffeljäger nun gekommen sind, erzählt sehr anschaulich die Geschichte EIN INDIANER IN NEW YORK. In dieser kommt eine Indianerband aus der Carlisle Indian School, von der schon die Rede war, um die Jahrhundertwende nach New York. Die Angehörigen waren in genau diese Schulen gepresste Kinder. Im Laufe der Reise stoßen die Indianer auf Slumbewohner, die in ihrem Elend auf sie schon fast wie Tote wirken. Wieder zurück an der Schule sprechen sie über ihre Erlebnisse.

Erstaunlich dabei die Ansprache des Lehrers an die Jungs:

»Jungs, als die Schulleitung diese Reise in den Osten für euch plante, tat sie das nicht, um euch zu beeindrucken oder wegen des Geldes. Sie sollte hauptsächlich aus erzieherischen Gründen stattfinden. Wir wollten, daß ihr Jungs die Welt kennenlernt und die Lebensweise, mit der die Indianer es in Zukunft zu tun haben werden. Wir, die Schulleitung, verlangen nicht, daß ihr Indianer unsere Ideale, unseren Glauben und unsere Lebensweise übernehmt. Man hat uns eingestellt, damit wir euch die englische Sprache beibringen, damit ihr sie sprechen und schreiben lernt. Ihr selbst müßt entscheiden, ob ihr alles andere akzeptiert oder ablehnt.

Eines Tages werdet ihr erfahren, daß das, was zählt, nicht die Welle ist, sondern der Sog. Ihr werdet verstehen, daß diese Welt eine Welt des Menschen ist — unglaublich zerbrechlich, wie Big Embers sagte. Die Welt eurer Völker beruht auf dem Großen Geist. Doch wenn fromme Leute damit prahlen und wenn das Böse darin Fuß faßt, dann wird sie wie die Welt der Weißen sein. Ich persönlich glaube, daß die Amerikanisierung, die vollständige Amerikanisierung der Indianer, wenn sie denn möglich ist, Jahrtausende brauchen wird. Aber wenn diese Zeit gekommen ist, werden nur noch sehr wenige Vollblutindianer übrig sein.«
[18]

Eine solche Haltung ist wohl eher selten gewesen unter dem Lehrpersonal der Indian Schools, damals natürlich und auch achtzig Jahre später ebenso. Aber es wird wohl auch Lehrer gegeben haben, die eine solche Einstellung aufwiesen. Dies hier aus der Feder eines Indianers zu lesen, der dies aus eigenem Erleben schildert, gibt dem natürlich eine besondere Authentizität. [19]

Auch schließt sich hier für mich der Kreis, welchen ich mit Hinweis auf die Gemeinsamkeiten einer fiktiven Filmfigur und des Autor von DAS WUNDER AM LITTLE BIGHORN, begonnen habe.

AMBER MOON heißt der letzte Abschnitt des Buches und er beinhaltet die ursprüngliche Geschichte von MAIDEN CHIEF. Frank Elstner führte in der Einleitung aus, dass Okute Sica hier einen Kunstgriff anwandte, indem er eine ältere Geschichte in die Zeit seiner Eltern und Großeltern holte um deren Leben in der Endzeit ihres Volkes besser beschreiben zu können. [20]



Lebewohl
Leb wohl, Amerika, Land der Geheimnisse,
Land der eingeborenen Menschen.
Unwissend, unschuldig und frei lebte ich in dir, liebte ich
und gab mich Spielen hin...
Ich fürchte mich vor dem Abschied, obgleich ich weiß,
daß wir uns in der Welt des Geistes wiedersehen werden,
für immer.
Die Zeit der Lakota ist zu Ende...

Mit meinem Amerika bin ich gestorben, 
und ich hinterließ keine Spuren.
Wie der Büffel bin ich entschwunden.
ich bin in ein anderes Land der Geheimnisse gegangen.
Dort lebe ich mit meinem Gott, für immer. [21]
 
* * *
Das Buch ist auch sehr schön gestaltet. ► Carl Bodmer, der benannte Indianermaler des 19. Jahrhunderts lieferte die Vorlage "Totengerüste eines Sioux-Chefs" für den Schutzumschlag, während die Zeichnung auf der Rückseite von John Okute Sica selber stammt. Die Gestaltung des Schutzumschlages übernahm Anja Elstner. Sehr schön sind auch die Zeichnungen im Buch selber, sie stammen von Margaux Allard, einer Enkeltochter des Autors.

* * * 

Herr Dr. Frank Elstner vom ► Palisander - Verlag hat mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wie schon die Bände zu DAS BLUT DES ADLERS. Die erneute Beschäftigung mit den Helden einer meiner Lieblingsschriftstellerinnen nach einer „Abstinenz“ von ungefähr 25 Jahren ergab einen viel tieferen Einstieg in die Materie. Dieser Bücherblog gab mir die Möglichkeit, diese Werke nicht einfach nur zu rezensieren, sondern mit den Mitteln des Internets ausführlicher vorzustellen. Dieser Beitrag hier wird wohl nicht der letzte gewesen sein.

Der Palisander - Verlag hat mit seinen "Indianerbüchern" eine besonders fein ausgewählte Reihe herausgebracht. Persönliches Interesse des Mitinhabers Dr. Frank Elstner, eigene Reisen an die Schauplätze in Nordamerika, nicht zuletzt die eigene Übersetzerleistung und sicher auch die Freundschaft zu Dr. Rudolph Welskopf ( ► Interview) sind der Grund für die Veröffentlichung ausgewählter "Indianerliteratur". Hier wäre noch zu erwähnen das ► Buch  DIE LIEDER DER ALTEN DAKOTA von der Musikethnologin Frances Densmore, welche Anfang des 20. Jahrhunderts in der Standing Rock Reservation Leben, Kultur und nicht zuletzt die Musik der Lakota studieren konnte.


Zu wünschen wäre, dass der Verlag damit nicht aufhört und persönlich würde ich
mir wünschen, dass DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN zur Erweiterung des Verlagsangebotes beitragen könnten.


DNB / Palisander Verlag / Chemnitz 2009 / ISBN: 978-3-938305-10-2 / 353 Seiten


© KaratekaDD
_________________________________________

[1] Siehe Liselotte WELSKOPF-HENRICH: DAS BLUT DES ADLERS; Palisander Verlag; Chemnitz 2009  
[2] Mitinhaber des Palisander Verlags Chemnitz  
[3] Siehe OKUTE SICA, John (JOS): DAS WUNDER VOM LITTLE BIG HORN, Palisander Verlag, Chemnitz 2009, Seite 11

[4] Der Text des Vorworts wurde dem Aufsatz »Bei den Dakota in den Wood­mountains« (Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissen­schaften, Nachlaß Liselotte Welskopf-Henrich, Nr. 152) entnommen und um einige Passagen aus der Einleitung Liselotte Welskopf-Henrichs zu ihrer Über­tragung der Erzählung John Okute Sicas »Der Mann mildem Namen Mato-wa-wo-yuspa, der Bär der zupackt« (im vorliegenden Buch »Der Mann, den sie Seizing Bear nannten«), ergänzt, die sich in ihrem Nachlaß befindet. IN: OKUTE SICA, a.a.O  

[5] Die Werke der Liselotte Welskopf-Henrich sind in diesem Blog bereits umfangreich „bearbeitet“ wurden.  

[6] Eine ähnliche Geschichte erzählt LWH in ► ÜBER DEN MISSOURI, 5. Band aus DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN. Die Geschichte muss ihr vor dem Kennenlernen des alten Indianers bereits bekannt gewesen sein.  
[7] In DAS BLUT DES ADLERS erzählt LWH, wie ihre Romanhelden immer wieder zu Verwandten in die Waldberge fahren.
[8] Siehe JOS: Das Wunder…, Seite 21  
[9] vgl. Ebenda, Seite 23 sowie http://litterae-artesque.blogspot.de/2013/07/welskopf-henrich-l-licht-uber-weien.html  

[10] Ein Grund dafür, dass die großen Stammesgruppen nicht in Kanada (im Exil) bleiben konnten war, dass sich diese Massen an Indianern nicht herkömmlich, also durch Jagd ernähren ließen und auch nicht so viel Land für Ackerbau und Viehzucht vorhanden war. Siehe dazu Einleitung von Dr. Elstner IN OKUTE SICA, Das Wunder…  

[11] Der ehemalige Negersklave Fremde Muschel wird vom Geheimnismann bei den Watschitschun (Geister = weiße Männer) frei gekauft mit einem Goldkorn. Dessen Sohn wird Jugendfreund von Harka dem Häuptlingssohn und auch als Erwachsene ist Tschapa, der schlaue „kraushaarige“ Bieber Berater und Freund des Häuptlings der Bärensöhne. In: LWH: DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN  

[12] Das der Lieutenant Colonel Custer, der aus den Zeiten des Bürgerkriegs den Titel des Brevet Brigadier Generals weiter tragen durfte, durch eine überhebliche Falscheinschätzung der Lage seine Truppen in den Tod führte, wird durch Okute Sica nicht betrachtet. Zu empfehlen ist hier neben diverser Literatur wieder INTO THE WEST, Episode 5: Wissen ist Macht. Hier wird der Kampf anschaulich und wohl historisch genau wiedergegeben.  

[13] Siehe JOS: Das Wunder…, Seite 221  
[14] Vgl. ELSTNER, Frank: Der Mann der Harry Okute war In: LWH:  LICHT ÜBER WEISSEN FELSEN, Palisander, Chemnitz 2009, Seite 441 ff  
[15] vgl. JOS: Das Wunder…, Seite 222 ff; weitere Informationen zum Bildhauer und zum Monument selbst bietet diese Webseite: http://johngun.de/index.php/history/7-crazy-horse-memorial.html

[16] Diese Geschichte verarbeitete Welskopf-Henrich im Roman Der Siebenstufige Berg (Band 4 aus DAS BLUT DES ADLERS. Hugh Wasescha Mahan verzichtet auf Magasapa-win, die durch seinen Freund und Rivalen geheilt wird. Auch dies ist allerdings nur eine Prüfung des Geheimnismannes. IN LWH: DER SIEBENSTUFIGE BERG, Palisander, Chemnitz 2009  

[17] Siehe JOS: Das Wunder…, Seite 256  
[18] Ebenda, Seite 283  

[19] In der Episode WISSEN IST MACHT aus der US-Miniserie INTO THE WEST übernimmt diese Rolle ein junges weißes Lehrerehepaar, die filmische Darstellung wird durch die Darstellung Okute Sicas umso glaubwürdiger. Ebenso sei auf das Thema Schule und Schulinternat in DAS BLUT DES ADLERS verwiesen. Hier besucht eine junge Malerin aus der Pine Ridge Reservation eine Kunstschule für Indianer.  

[20] Vgl. JOS: Das Wunder…. Seite 22
[21] Ebenda, Seite 353

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