Sonntag, 13. April 2014

KaratekaDD erklärt... Kant

Diese Geschichte ist eine pseudophilosophische Antwort für Buchgesichter. Die sich jetzt angesprochen fühlen, sind wohl welche. Buchgesichter sind in der Regel bibliophile Mitmenschen, der vor einigen Wochen ihre Community - Heimat verloren haben und nun mehr oder weniger heimatlos durch das große weite Internet irren. In dieser nunmehr vergangenen Community gabs gelegentlich Streit. Zum Beispiel darum, wie denn nun Buchgeschichten und Rezensionen aussehen sollten, damit sie in einer offenen Community halt veröffentlicht werden können. Außerdem war Philosophie etwas, was den meisten Buchgesichtern eher nicht so geläufig war. Daher unter anderen auch dieser Erklärungsversuch vom 09.Mai 2010, welcher sich auf folgendes Buch bezieht:

Kant für Anfänger: Der kategorische Imperativ von Ralf Ludwig

ISBN: 3423301449

Eine Lese-Einführung.
'dtv-Taschenbücher Wissenschaftliche Reihe'.
Mit Abbildungen.

DTV Deutscher Taschenbuch
kartoniert - 128 Seiten 

Davon gibt es noch mehr. 
Hinweisen möchte ich auf folgende mediale Erklärung:

Bayern@ hat eine Doku - Serie gemacht, in der die Philosophiestudentin Sofie, der Name ist bezeichnend und seit Jostein Gaarder untrennbar mit der Jugendbücherei zum Thema verbunden, dem philosophen Kant auf der Spur ist. Kant für Anfänger

Doch nun erst mal zur Buchgeschichte:

Als KARATEKADD in Japan war…, doch halt das ist eine andere Geschichtenreihe.
 Diese hier heißt:  
KaratekaDD erklärt... den kategorischen Imperativ.

Wenn diese gerade dran wäre, dann würde es um Zenbuddhismus oder Shintoismus gehen, hier aber geht es um die idealistische deutsche Philosophie. Um die des Ostpreußen  Immanuel Kant. Der mit dem kategorischen Imperativ. Kompliziert, schwer anwendbar, aber fassbar.
Der meinte, nach dem er feststellte, dass man seiner Wahrnehmung nicht voll trauen kann, das der Mensch so handeln soll, dass dieses Handeln als Grundlage für ein allgemeines moralisches Gesetz stehen könnte. Dazu soll sich der Mensch seines Verstandes bedienen und das selbstständig. So weit, so gut.

Quelle (wiki)
So was Schweres muss von einem kantigen Preußen kommen. Von einem Bayern wäre das undenkbar. Die Lebensmaxime: "Jo mai, schau mer mal…" klappt da nicht so richtig. Der Bayer kann mit einem kategorischen Befehl (imperare) nichts anfangen. Die Preußen schon. Und die Moral haben die sowieso gepachtet. Der König ist dort nämlich der erste Diener seines Staates. Zu einer Zeit, wo man in Frankreich in Versailles, aber auch in Dresden eher rauschende Feste feiert und die Akzisen (Steuern) dafür mit Gewalt eintreibt, während Preußens König die Bauern zwingt, Tartuffelis, bekannt als Kartoffeln, anzupflanzen. Die Feste bedeuten schnödes Fressen und Saufen. Die Kartoffeln sind dem Bereich Agrikultur zuzuordnen. Auf ein paar Jahrzehnte kommt es mir gerade nicht an, und die Kartoffeln spielen im Weiteren auch keine Rolle.

Doch bevor KARATEKADD hier weitermacht, spricht er eine Warnung aus. Erstens müssen gleich ein paar BUCHGESICHTER für ein paar, zugegebener Weise weit hergeholte, "Beweise" herhalten. Zweitens ist KARATEKADD, im Gegensatz zur vorhergehenden Geschichte, nüchtern. Zum Dritten wird er gleich ein paar Fettnäpfe aufstellen, in die er dann tappen kann. Im PARDENschen Sinne. Wem das jetzt schon zuviel wird, der oder die könnte jetzt mal hier und da nachlesen. Oder weiterklicken. Ist moralisch nicht verwerflich. Glaubt´s. Macht KARATEKADD auch so. Gelegentlich. Gleich geht’s los. Gleich wird´s imperatistisch kategorisch. Zumindest relativ. Mit Spaß. Hoffe ich jedenfalls. Wollen wir?

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, 
dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
Diese Universalisierungsformel führt bei Immanuel, was übrigens "Gott ist mit uns" bedeutet, zum Grundgesetz der reinen praktischen Vernunft.

Das lautet:
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ 

Daraus folgt dann:
„[Handle so], dass der Wille durch seine Maxime sich selbst zugleich als allgemein gesetzgebend betrachten könne.“ 

Hier wird es schwierig. Klar wäre es toll, wenn sich KARATEKADD´s Wille als allgemein gesetzgebend für die Buchgeschichten erweisen könnte. Doch das will ja keiner. KARATEKADD auch nicht - wirklich. Gleichzeitig würde das auch für alle BUCHGESICHTER gelten können. Das will dann wiederum ich nicht. Ganz schön verfahrene Kiste, oder?

KARATEKADD wird jetzt nicht darauf eingehen, wieso diese Lehrsätze einen Imperativ, also eine Aufforderung oder einen Befehl darstellen, wenn im Satz dann plötzlich der Konjunktiv, die Möglichkeitsform auftaucht. Mit dem kategorischen Imperativ ist gemeint, du sollst so handeln und zwar immer, also kategorisch. Und moralisch sauber. Wie sagt Captn. Jean-Luc Picard immer? "Machen sie es so!" So!

Also, KARATEKADD schwenkt jetzt erst mal auf die Verwendung der ersten Person Singular um. Denn: "MEIN WILLE GESCHEHE!" oder: "ICH WILL!" Kategorisch, imperationalistisch. Irgendwie hat Kant das aber nicht so gemeint, denn dabei bleibt die Moral auf der Strecke. Außerdem käme ich so in göttliche Sphären. Will ich aber gar nicht. Denn ich glaub, dass ich nicht glaub. Glaube ich wenigstens. Ich weiß ja seit SOKRATES, leider kein Buchgesicht, dass ich nichts weiß. Also, ich glaube nicht, dass ich nichts weiß. Zum Beispiel ist Ein Buchgesicht + Ein Buchgesicht = Zwei Buchgesicht. Äh, Buchgesichter. Oder BuchgesichterInnen. Aber das ist Mathe und entspricht der political correctness. Blöde Anglismen. Spielt aber keine Rolle. Darum bleibt´s dabei, viel weiß ich nicht.

Also handle ich so, dass mein Wille als allgemeines, moralisch vertretbares Buchgesichtergeschichtenschreibgesetz herhalten KÖNNTE. Beachtet bitte den Konjunktiv bevor ihr losschreit und meckert. Ich will ja kein Buchgesichtergeschichtenschreibgesetz verfassen. Würde auch spätestens beim Bundesrat der BuchgesichterInnen durchfallen. Wegen fortgesetzten Streits. Will ich auch nicht haben.

Zum Beispiel will ich, dass die goethesche Sprache auch angewendet wird. Vollständig. Genial. Ohne Fehler. Fällt schwer. Mir auch. Egal ob alte oder neue Rechtschreibung. (Hinweis: Keinen Streit - sagte ich eben). Aber das Buchgesicht HINKENPINKEN wird schon wieder gähnen. Muss sie aber nur, wenn sie müde ist. Das ist jetzt vielleicht der Zeitpunkt zum weg- oder weiterklicken. Ein Buchgesicht INNOCENT AND SWEET findet diese "Abhandlung" vielleicht auch nicht gerade nett. Muss sie auch nicht. Denn auch "EUER WILLE GESCHEHE!"

Einschub - Anfang: Die neue Rechtschreibung hat gesetzgeberischen Charakter. Trotzdem finde ich sie unmoralisch und gemein. Die ist schuld, dass ich meinen eben geäußerten Willen schon mir selbst gegenüber nicht durchsetzen kann. Einschub - Ende.

Kant meint, dass die Buchgesichter sich immer wieder überprüfen müssten. Damit meint der auch mich. Komisch, der hat sich mir noch gar nicht vorgestellt. Zum Beispiel sollen wir wohl nichts Böses schreiben. So wie MAYA nie was Böses geschrieben hat. Höchstens mal im Zusammenhang mit F. Aber das ist verjährt. Fast. MAYA schreibt überhaupt nur freundliche Sachen. Es ist ihr WILLE, sich oft zu bedanken. [Für Kommentare zum Beispiel*] Es ist aber nicht mein WILLE, dass sie das andauernd tut. Zum Beispiel bei KAMUI. Geht mich aber nichts an. Trotzdem kommt es dazu, dass ich Geschichten wegklicke, wenn ich Worte lese wie "Ritalein" oder "Corilein" (Nicht böse sein ihr beiden - siehe Fettnäpfe). Dann kommt wahrscheinlich das Wort DANKE darin vor. Das ist nun der Moment, wo ich mich dahingehend überprüfen muss, ob mein hier eben geäußerter Anspruch moralisch ist. MAYAS ist es bestimmt, denn Danke sagen gehört zu den allgemeinen Gepflogenheiten der Gesellschaft. Wird zwar weniger, aber MAYA und KAMUI gleichen das aus. Dafür gehört Danke gesagt. Mach ich jetzt hier. Wenn ich den IMMANUEL und mein Lexikon und wikipedia und Christoph Süß richtig verstanden habe, dann sind mein Wille, meine Maximen immer dann moralisch, wenn ich den kategorischen Imperativ auch für alle anderen Buchgesichter gelten lasse. Will ich versuchen.

Das Buchgesicht KAMUI meinte mal, nicht alle meiner seltsamen, und spätestens in dieser Woche abtrifftenden absonderlichen Buchgeschichtenschreibergüsse, würden ihr gefallen. Gelegentlich aber doch. Ergebensten Dank! Das nenn ich ehrlich und damit moralisch. KAMUI wusste also schon vor mir, was der Ostpreuße aus Königsberg wollte. Hab ich nicht gewusst. Kann mich auch nicht mit SOKRATES rausreden.

Daher muss ich, wohl oder übel, den Anspruch aufgeben, dass mein Wille gesetzgeberisch wirken könnte. Schade.

Quelle
So. KANT würde sich vermutlich im Grabe rumdrehen, wenn er das lesen würde. Der weiß aber nicht, dass ich das geschrieben habe. Wem diese Abhandlung nicht gefällt, der kann ja, nach Lektüre meiner nunmehr vorletzten Buchgeschichte annehmen, ich wäre nicht existent. Zumindest, können das die, die mit mir noch keine Bücher ausgetauscht haben. In diesem Buch hier rechts könnt ihr nachlesen.

Habt ihr jetzt den kategorischen Imperativ verstanden? Ich glaub nicht, dass ich ihn verstanden habe. Daher muss ich wohl noch das Buch lesen, dem ich die Geschichte zugeordnet habe. Eure Bewertungen werden mir zeigen, ob die Reihe "KARATEKADD erklärt…" fortgesetzt wird oder nicht. Allerdings verrat ich euch nicht die meinem Willen dazu entsprechende Punktegrenze.

© KaratekaDD**


PS: Zum Schluss verweise ich noch einmal auf die Dokumentation, in der Immanuel Kant der Sofie seine Philosophie sehr anschaulich erklärt. Nebenbei muss Sofie in der Unibibliothek suchen. Zehn Meter Kant und 25 Meter über ihn. Da reih ich mich jetzt ein. Aber nur digital. ;) 

PPS: Natürlich hätte ich diese Geschichte noch aktualiseren können. so mit vielen Querverweisen und weiteren Links. Vielleicht verstehen auch nur die geannten Buchgesichter und diejenigen Buchgesichter, welche KARATEKADD erklärt... kennen und vielleicht sogar gern gelesen haben. Aber jede Geschichte hat ihre Zeit. Oder ihre Zeit gehabt. So wie die Geschichte der Buchgesichter. Vermutlich, und das ist traurig, spricht man von diesen irgendwann nucht mehr. Der Immanuel aber bleibt.

* kurz gesagt, es ging mir auf... ;)
** Wahrscheinlich habe ich beim Schreiben auch was getrunken...

Kommentare:

  1. Immer wieder schön zu lesen... Aktuell oder nicht, es bleibt ein Stück schöner Erinnerung...

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  2. Ach ja Uwe...wenn wir dich nicht gehabt hätten ....
    Aber Kant wird dich überleben, wie du selbst schreibst :-)

    BuchGesicht Regina

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    1. Nicht, wenn ich noch ein Buch darüber schreibe. In der oben genannten Serie ist das Problem sehr schön erklärt. Die Sofie geht in die Philosophische Bibliothek in München und ihr wird dort von einem Philosophiestudenten das entsprechende Regal gezeigt:
      10 Meter KANT &
      25 Meter ÜBER Kant.
      Da könnte ich doch noch eines dazu stellen lassen. Oder ;)

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