Sonntag, 2. Juni 2013

Mixa, Peter: Gedanken zur Kampfkunst

Gedanken zur Kampfkunst eines Hamburger Karatelehrers
(meine Rezension unter buchgesichter.de am 03.09.2009)

Peter Mixa, Jahrgang 1950, betreibt Karate seit ungefähr 1968. Ab 1974 lernte er den Karate- Großmeister Teruo Kono (8. Dan Wado Ryu, Hanshi) kennen. Damals trat eine andere Dimension der Härte und Intensität des Trainings, des Kämpfens und des Wissens in sein Leben, wie er in diesem Buch schreibt. Sensei Kono hatte in Europa schon mehrere Wado Kai - Organisationen in verschiedenen Ländern gegründet und verlegte damals seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland.
Peter Mixa wurde nicht nur dessen Schüler, als der er mehrmals Deutscher Meister wurde und auch international mit der Wado Kai Nationalmannschaft Erfolg hatte, er arbeitete später auch in dessen Import - Export Firma in Hamburg.

In diesem Buch schreibt der Träger des 7. Dan (Meistergrad) über die Kampfkunst und natürlich speziell über das Karate. Dabei zeigt er viele Beispiele über Wirkungsmöglichkeiten der Kampfkunst auf. Dies geschieht durch die Beschreibung von körperlichen und geistigen Elementen, die auf den Weg des Kampfkünstlers Einfluss nehmen. Dabei zeigt der Autor Beispiele auf, in denen die Prinzipien der Kampfkunst in Unternehmen oder auch Armeen erläutert werden. Dabei geht er natürlich auf das Bujitsu des alten Japans ein und auf die Geschichte der Samurai, der japanischen Kriegerkaste. 


Peter Mixa, 7. Dan
Mixa schreibt über Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, 
Reichweite, Atmung und Gleichgewicht, wie über Disziplin. Geduld, Konzentration und Emotionen. Geprägt von T. Kono ist er ein Verfechter von Härte und Ausdauer im Training.
Die Taktiken und Strategien in der Kampkunst, speziell im Wado Kai Karate werden erläutert, wobei viel verschiedene Übungen dargestellt werden. Die Rolle der richtigen Technik zeigt Mixa auch mit Hilfe historischer Begebenheiten auf.

Einen wichtigen Teil bilden die Ausführungen zum Oyo- und Kihon Kumite (bestimmte Partnerübungen) die besonders den Wado Kai (oder Wado Ryu) Kämpfer interessieren dürften und sollten. Sind doch diese Übungsformen elementarer Bestandteil dieses Karate Stiles und Gegenstand jeder Danprüfung.

Durch diese umfassenden Gedanken zur Kampfkunst allgemein und des Karate im Besonderen ist das Buch auch eine interessante Lektüre für den "Nichtkampfsportler".

Peter Mixa gründete 2002 nach dem Tode des Großmeisters gemeinsam mit Elke von Oehsen und Werner Buddrus die Stilrichtung Wado Kai (Kono Stil) im Deutschen Karateverband. Mit diesem Weg wollen sie vor allem den Weg und die Zeile des verehrten Sensei Kono weiterverfolgen. 


Deutsche Nationalbibliothek 

© KaratekaDD
 

Kurzbeschreibung des Buches unter buchgesichter.de

Wado Ryu, der Weg des Friedens und der Harmonie ist einer der 4 großen traditionellen japanischen Karatestile. Er enthält, wie viele anderen Systeme der Kampfkunst, weit mehr als die Kunst des Tretens und Schlagens, sondern ist darüber hinaus eine Lehre der Strategie und Taktik, der Lebensführung, der Entwicklung der Persönlichkeit und der Kunst der Auseinandersetzung. Dieses Buch ist die Zusammenfassung und Systematisierung der Ideen, die hinter den Techniken liegen und enthält insbesondere die Umsetzung der Elemente und Strategien ins tägliche Leben und darüber hinaus, die das besondere Wesen der Kampfkünste und des Wado Ryu Karate darstellen. Hierbei beschreibt der Autor auch an Hand des Ausbildungsprogramms die Veränderungen der kraftvollen Techniken eines jungen Kämpfers die sich im Laufe der vielen Jahre des Übens immer mehr in kluge, geschickte und geistige Kampfweisen verwandeln und damit der Veränderung der Persönlichkeit des immer älter werdenden Kämpfers Rechnung trägt. Hier wird auch die Wichtigkeit der geistigen Elemente, ihre Methode und Anwendung im praktischen Kampf und anderen Auseinandersetzungen dargestellt Peter Mixa, Jahrgang 1950 betreibt seit 1968 Karate und war von 1974 bis 2001 enger Schüler und Mitarbeiter des japanischen Karate Großmeisters, Kaufmanns und Diplomaten in besonderer Mission Teruo Kono. Als Karatetrainer und Lehrer seit 1970 unterrichtet er in vielen Vereinen und Seminaren bundesweit und im Ausland den japanischen Karate Stil Wado Ryu und ist Inhaber des 7. Meistergrades. 


Lange daran gearbeitet
(eine buchgeschichte)

Prüfung zum 1. Dan, KaratekaDD sitzt in der Mitte
Peter hat schon vor dem Erscheinen eine Menge von dem geplanten Buch erzählt. Nun ist es raus und viele seiner Schüler können seine Gedanken zur Kampfkunst lesen.
Vor Jahren schon kam Peter regelmäßig nach Dresden und Meißen um Karate - Lehrgänge zu geben. Meist war ich dabei. In den letzten Jahren sind es zwar insgesamt weniger geworden, dafür trifft man sich mindestens 3 -4 mal im Jahr.
Die schönsten Lehrgänge davon finden in Haslach statt. Wohl weil diese immer im Sommer durchgeführt werden. Peter, Elke und Werner haben seit einigen Jahren das Programm der mehrtägigen Lehrgänge so umgestellt, dass wir mit entscheiden können, an welchen Stunden wir teilnehmen. Zu den Themen gehören Kata oder Kihon Kumite, Oyo Kumite, Stockkampf und Messerabwehr, Vitalpunkte, Kumite. Aber auch seit neuesten Trainertraining. Wann komm ich denn als Trainer mal dazu, bestimmte Übungsreihen für Karateanfänger zu wiederholen.
So sind die Lehrgänge immer interessant und lehrreich.

Zu Beginn allerdings kommt die ganze Mannschaft ins Schwitzen. Grundschule, und da der Schwarzwald und das Kinzig-Tal zu den wärmsten Gegenden Deutschlands gehören, verliert die Truppe schon eine Menge Schweiß.
Nun weiß jeder, dass der Peter vor allem Wert auf Kondition und Kime legt. Obwohl auch nicht mehr der jüngste, macht er dies noch eindruckvoll vor.
Gefürchtet in einer DAN - Prüfung: "Uwe, mehr Hüfte!" oder "Höher, tiefer, weiter, schneller..."

Peter war in Dresden der Prüfer, welcher mir den gelben Gürtel verlieh. Inzwischen, nach vierzehn Jahren (2007), saß er in der Prüfungskommission, vor der ich den 1. Dan ablegen wollte.
Anstrengend wars, nach einem Jahr intensivster Vorbereitung. Mit Joggen (kann ich gar nicht leiden), Radfahren und unzähligen Reihen Grundschule.

Um so mehr zählte der Satz: "Diese gute Leistung haben wir nicht unbedingt von dir erwartet."  Dieses Jahr hies es: "Was warst du mal für eine 'Krüppelkiefer' und wie hast du dich in den letzten Jahren entwickelt."

Obwohl in bestimmten Dingen nicht immer einer Meinung, wenn Peter Mixa meint, etwas Lobendes sagen zu müssen, dann kann ich ein wenig Stolz nicht verhehlen.

Also Peter, ich lese Teile deines Buches immer mal wieder und nach dem Dan ist vor dem Dan! Auf jeden Fall einmal noch. Vielleicht nächstes Jahr in Haslach.
 


© KaratekaDD; 02.06.2013

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